Interview with Nightwish 54

Source: Mireth

NIGHTWISH legen uns mit WISHMASTER das dritte Studioalbum vor. In Fachkreisen wird dem dritten Streich immer wieder besondere Bedeutung beigemessen... Frei nach dem Motto Weltruhm oder Niedergang. Bei den Finnen sah es allerdings schon beim Vorgängeralbum auf lange Sicht hin eher nach ersterem aus. Hier nun einige Statements von Frontfrau Tarja und Mastermind Tuomas zum aktuellen Opus...

Nun ist "WISHMASTER" ja schon ein Weilchen auf dem Markt, wie habt ihr denn im Vorfeld so die Fanreaktionen eingeschätzt?

Tarja: Einerseits war ich mir stets Sicher, dass diejenigen, die "OCEANBORN" mochten auch etwas mit "WISHMASTER" würden anfangen können. Andererseits denke ich aber auch, dass wir mit der neuen Platte auch neue Hörer hinzugewinnen können. Jedenfalls machen wir momentan viel Promotion und sind auf Tour.


Was gibt es denn so über den Studioaufenthalt zu berichten?


Tuomas: Wir begannen damit, das Schlagzeug im FINNVOX in Helsinki aufzunehmen. Dann haben wir die Arbeit im CAVEROCK Studio in unserer Heimatstadt Kitee fortgesetzt. Das ist ein sehr kleines Studio, das ein Kumpel von uns, der Tero Kinnunen betreibt. Er war auch unser Co-Produzent für "WISHMASTER". Dort haben wir Gitarren, Bass Keyboards und Flöten aufgenommen. Die Sessions für den Gesang, der Mix und das Mastering fanden wieder im FINNVOX statt. Insgesamt war es eine recht entspannte Zeit und die Arbeitsatmosphäre war meistens positiv. Also im großen und ganzen besser als die Aufnahmen zu "OCEANBORN"...

Standet ihr nach dem Erfolg von OCEANBORN unter Druck diesen noch toppen zu müssen?


Tarja: In gewisser Weise stimmt das. Die Spannung vor dem neuen Album war fast unerträglich. Allerdings ist die Platte definitiv atmosphärischer und auch kompakter ausgefallen. Und die symphonischen Elemente sind ein wenig mehr in den Vordergrund gerückt. Wir hatten dieses mal genug Zeit im Studio und ich bin sehr zufrieden mit Wishmaster. Es stellt die natürliche Folge zu OCEANBORN dar.

Wo wir scho bei den Merkmalen von WISHMASTER sind. Was sind eurer Meinung nach die größten Unterschiede zum Vorgänger?


Tarja: Ich habe mein Spektrum an Stilen erweitert und die volle Kapazität meiner Stimme ausgenutzt.

Tuomas: Es ist auch viel mehr Ausdruck und Gefühl in Tjara's Stimme. Ich denke das gesamte Album ist emotionaler als OCEANBORN geworden. Wir haben keine radikalen Stiländerungen vorgenommen. Das Material ist einfach straighter ausgefallen. Wir wollten das Albun einfach mehr auf Tjara's Stimme hin ausrichten.

Wie steht's mit den Texten welche Themenstränge verfolgt ihr? Ich hörte, das teilweise auch erotische Elemente dort geben soll.


Tuomas: An der textlichen Konzeption hat sich im Vergleich zum Vorgängeralbum nicht viel verändert. Es geht hauptsächlich um Träume Visionen, aber auch Erfahrungen aus dem wahren Leben. (- woher dann die erotischen Momente in den Texten kommen könnt ihr euch ausknobeln.... wahres Leben, Traum oder Vision- anm.d. Verf.) Ich schreibe alle Texte und sie stellen für mich meinen persönlichen Rückzug in selbst erschaffene Welten dar. Ich drücke so Gefühle und Gedanken aus, die ich anders nicht über die Lippen kriegen würde. Die Musik haucht ihnen dann das Leben ein, sich poetisch zu entfalten.

Tarja: Der Song "Wanderlust" zum Beispiel dreht sich um die Lust am Reisen und Wandern. Ich reise gern und lerne auch gern neue Kulturen kennen. Das ist auch ein schöner Nebeneffekt beim Musikerdasein. Das das auch ein Deutsches Wort ist wussten wir erst nicht.

Deine Stimme ist einzigartig im Metal-Bereich. Erzähl uns doch mal was über Deine klassische Ausbildung, ja?


Tarja: Ich studiere den klassischen Gesang an der Sebelius Akademie seit gut 3,5 Jahren. Ich habe schon an Opern mitgearbeitet und auch viele klassische Konzerte neben NIGHTWISH. Auf dem "EVANGELIUMNI" Spektakel von WALTARI habe ich solo gesungen. Es gibt viele Angebote, die ich wegen meines Studiums und NIGHTWISH in der Regel nicht wahrnehmen kann.

Wenn ihr dann mit NIGHTWISH tourt ist es doch eine schwere Belastungsprobe für Deine Stimme, oder?


Tarja: Es ist sind wirklich immer harte Zeiten für mich wenn wir auf Tour sind. Ich muß täglich Vitamine schlucken und auf meine Stimme achten. Rauchen oder Trinken tue ich gar nicht. Am schwersten ist es für mich stets lange wach sein zu müssen, denn wenn ich mir keine lange Nacht gönnen kann, dann ist meine Stimme am nächsten Morgen in schlechter Verfassung. Ich muss jeden Tag üben um bei Stimme zu bleiben. Allerdings Trinken die Jungs im Bus nicht allzu viel und rauchen dort garnicht. Deshalb ist es kein Problem mit ihnen den Bus zu teilen.

Für mich klingt euer Stil wie symphonischer Artrock mit engelsgleicher Stimme was meint ihr?


Tarja: Ohh! Danke sehr!

Tuomas: Yeah, ich kann mit dieser Bezeichnung gut leben! Wir sind eine melodische Heavy Metal Band aber Attribut wie bombastisch, symphonisch, oder fantasy kann man uns auch zuschreiben.

Ihr habt auch wieder ein erstaunliches Cover, dass diese Attribute visualisiert. Gibt es eine direkte Verbindung zur Platte? Wer ist dafür verantwortlich?


Tuomas: Das Bild hat Markus Mayer gemacht. Es reflektiert die Texte zu DEAD BOY'S POEM und WISHMASTER. Mehr aber DEAD BOY'S POEM Die Schriftrolle des Jungen ist die selbe von OCEANBORN.

Wie schon gesagt habt ihr bereits einen Recht hohen Status in euerm Heimatland und in weiten Teilen der gesamten Metalszene. Gibt es noch unerfüllte Wünsche und Träume, die ihr euch mit NIGHTWISH erfüllen wollen würdet?


Tarja: Das müsste ein Spektakel mit einem kompletten Orchester, Chor und Tänzern sein. Das ganze müsste sich in einem Schloß oder einem anderen historischen Bauwerk statt finden. So etwas wie ein Heavy Metal Theater, oder so was... das wäre fantastisch!

Wie schwer war es für euch den Operngesang und den powervollen Metal in Einklang zu bringen und was hat euch zu dieser Kombination veranlasst?


Tuomas: Power Metal ist ein kraftvoller Musikstil. Daher passte der Gesang recht einfach dazu. Eigentlich wollten wir stimmungsvolle akkustische Musik machen, aber es stellte sich schnell heraus, das Tjaras Organ zu stark dafür war. Alle bis auf sie haben ihre Wurzeln im Metal, also haben wir begonnen in diese Richtung zu gehen.

Wie geht's jetzt bei euch weiter?


Tarja: Wir touren sehr sehr viel . Finnland, Europa, Südamerika und eventuell Japan stehen auf dem Programm

Tuomas: Am 05.08. sind wir in Wacken und danach im Oktober/November sind wir im Rahmen unserer Europatour für einige Gigs auch in Deutschland!

Letzte Worte?


Tarja: Seid nicht traurig... unser Album ist ein bodenständiges und ehrliches NIGHTWISH Album. Ich hoffe es gefällt euch! Verliert das lächeln nicht und freut euch, denn wir sind ja wirklich bald auch in Deutschland....

Interview with Nightwish 53

Source: Gothicworld

09/2002

NIGHTWISH
"... wir machen Pause, werden uns aber nicht in Luft auflösen!"

Es ist 15:00 Uhr in Köln im Palladium und wir haben vor der Show ein Interview mit TUOMAS HOLOPAINEN, dem Keyboarder von NIGHTWISH. TARJA liegt leider Backstage mit Grippe und versucht, ihre Stimme zum Gig wieder hinzubekommen. Und dann ist TUOMAS auch noch furchtbar gelangweilt und wir halten es recht kurz. Ich kann es verstehen, ist er doch schon seit Stunden Fragen der hier zahlreich versammelten Journalisten am beantworten...

GW: Hallo und danke, dass du dir Zeit für ein kurzes Interview genommen hast, Tuomas.
Tuomas: Kein Problem. Das ist ausser dem Soundcheck nur leider der langweiligste Teil der ganzen Tour. Ich mache Interviews grundsätzlich lieber in Ruhe, ohne den ganzen Tourstress, dann kommt einfach immer mehr bei rum.

GW: Na denn, lass uns kurz mit "Century Child" anfangen. Einige Kritiker und Fans sagen, dass es für NIGHTWISH zu hart wäre, die ruhigen Songs kämen zu kurz. Kannst du mir etwas über die Entwicklung des Albums erzählen?
Tuomas: Ja, es ist definitiv das härteste und dunkelste NIGHTWISH Album, dass wir bis jetzt gemacht haben, aber ich denke, dass es sehr viel vom NIGHTWISH Stil hat, nur etwas rauher als vorher. Die Gitarren und der Bass sind heftiger und diese Entwicklung war bei mir schon da, bevor ich den ersten Song für dieses Album geschrieben habe. Es war eine bewusste Entscheidung es so zu machen. Mit jedem Album möchte ich etwas Neues erleben. Ich möchte nicht dasselbe Album zweimal machen. Ich fühlte mich diesmal nach einem härterem Album, genauso nach einigen Male Vocals, Orchester, Chören. Ich möchte immer etwas Neues finden. Nächstes mal könnte es noch härter sein oder auch leichter. Ich weiss es noch nicht.

GW: Wie nehmen die Fans die neuen Songs bei Euren Liveshows auf?
Tuomas: Sie nehmen sie sehr gut auf. Ich denke, sie achten eher drauf, wie sich die neuen Songs live anfühlen. Es ist nicht so, dass jeder verrückt wird, wie wenn wir "Wishmaster" spielen. Aber da sind ein paar Songs, die live sehr gut funktionieren, als Beispiel "Dead To The World" und "Slaying The Dreamer". Sie funktionieren live wirklich schön.

GW: Ihr habt bei der Tour zwei Support Bands. Wie wurden sie von den Fans aufgenommen?
Tuomas: Sie wurden sehr gut akzeptiert - besser als ich dachte. Wir haben ein wirklich gutes Paket geschnürt mit uns drei. Es war meine eigene Entscheidung AFTER FOREVER mitzunehmen, da ich diese Band sehr schätze und ich denke, dass wir eine gute Kombination abgeben. Wir spielen von der Art her die selbe Musik, aber sind immer noch zwei unterschiedliche Bands. CHARON ist ebenfalls eine wunderbare Gruppe und werden auch von den Fans sehr gut aufgenommen. Die Chemie zwischen uns allen ist perfekt. CHARON sind typische finnische Rednex, so wie wir und die Holländer (AFTER FOREVER) sind auch sehr nett. Es gibt generell keine Probleme.

GW: Zurück zur Tour. Wieviel der alten Songs spielt ihr?
Tuomas: Da es die "Century Child" Tour ist, spielen wir sehr viele der neuen Songs, aber natürlich integrieren wir Songs von jedem Album. Wir spielen einen Song vom ersten Album, zwei Songs von "Oceanborn", vier von "Wishmaster" und natürlich "Over The Hills And Far Away"

GW: Zum Schluß kurz vielleicht noch kurz deine Pläne mit NIGHTWISH...
Tuomas: Du hast bestimmt gehört, dass wir nächstes Jahr Pause machen. Das wird definitiv nur ein Jahr, in dem wir aber ein paar Festivalshows spielen werden, wahrscheinlich auf dem WACKEN 2003. Wir machen Pause, werden uns aber nicht in Luft auflösen! Aber es gibt weder eine neue Tour noch ein neues Album! Ich werde neue Songs schreiben, aber wir gehen erst nach der Pause wieder ins Studio.

GW: Dankeschön, gute Besserung an Tarja und viel Spaß beim Auftritt.
Tuomas: Aber sicher doch, besten Dank!

Stephan Urbach für GOTHICWORLD
Fotos: "SchlechtWetterFront"


Interview with Nightwish 52

Source: Gothicworld

2.5 2000

Am 02.Mai 2000 war für Tarja und Tuomas von NIGHTWISH großes Interview-Marathon in den DRAKKAR-Büros angesagt. So hatte auch ich die Ehre, daß pünktlich zur vereinbarten Zeit das Telefon läutete und am anderen Ende stand mir das NIGHTWISH-Mastermind Tuomas Holopainen freundlich Rede und Antwort zum dem am 29.Mai erscheinenden neuen NIGHTWISH-Album "WISHMASTER":


GW: "WISHMASTER" folgt konsequent den Weg seines Vorgängers "OCEANBORN", aber es erscheint vielleicht noch ein wenig straighter und kompakter, oder?

Tuomas: Ja, das find ich im Nachhinein auch. Es geht einfach mehr geradeaus! Die Songs sind vielleicht weniger kompliziert angelegt, kommen aber mit der selben Wucht wie schon "Oceanborn" und sind somit vielleicht zugänglicher.


GW: Gab es Unterschiede in der Herangehensweise, beim Songwriting und bei der Produktion?

Tuomas: Nun, als ich mit dem Songwriting anfing, versuchte ich möglichst ruhig vorzugehen, ohne sich zu sehr mit irgendwelchen Erwartungen zu belasten. Wir legten einfach los und heraus kam das, was du vielleicht mit straighter meinst. Viel Wert haben wir aber darauf gelegt, daß Tarja genügend Freiraum für ihre Vocals hatte und ihre Stimme nicht von den Arrangements erdrückt wird. Eben weniger kompliziert, dafür effektiver und wirkungsvoller. Deshalb erscheinen die Songs vielleicht kompakter.


GW: Erzähl bitte mal was über die Texte von "WISHMASTER".

Tuomas: Die Texte sind absolut wichtig für mich und die Musik von NIGHTWISH. Ich versuche Geschichten zu erzählen, voller Träume, voller Fantasie, die dann mit der Musik zu Bildern werden. Oft sind es eigene Gedanken und Erlebnisse, oft sind sie inspiriert von Büchern oder Filmen. Der Song "Wishmaster" ist zum Beispiel mein Tribut an J.R.Tolkien.


GW: Du bist großer Tolkien-Fan?

Tuomas: Klar, ich habe seine Bücher förmlich gefressen (lacht)!


GW: Hast du auch einen Lieblingssong auf dem neuen Album?

Tuomas: Ja natürlich "Dead Boy´s Poem", denn es beinhaltet in Wirklichkeit die Geschichte meines Lebens. Eine absolut persönlicher Song und in meinen Augen, der beste, den ich je schrieb.


GW: Wie würdest du selbst den Stil von NIGHTWISH beschreiben?

Tuomas: Weißt du, da laß ich eigentlich immer die anderen dem Kind einen Namen geben. Auf jeden wirkt das was wir machen anders und jedem fällt was anderes dazu ein. Ich sage immer nur, hey we are just a melodic metal band.


GW: Habt ihr musikalische Vorbilder, die Eure Musik beeinflussen?

Tuomas: Wir versuchen uns möglichst gar nicht an anderen Musikern zu orientieren. Und wir hören alle auch so viele völlig unterschiedliche Sachen, daß es eigentlich fast nicht möglich ist. Und wenn wir dann mal ähnlich klingen wie andere, ist es keine Absicht und bestimmt nur ein Moment in einem Song oder ein Intrument. Wir versuchen immer wir selbst zu sein.


GW: Seit ihr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit euerem Label SPINFARM?

Tuomas: Ja absolut. Wir haben zusammen Gold erreicht. Sie tun alles Menschenmögliche für uns.


GW: Ich werden nach dem Release erstmal auf Tour in eurer Heimat Finnland sein und dann geht es nach Südamerika, stimmts?

Tuomas:Wir spielen jetzt einige Gigs in unserer Heimat. Im Juni sind wir auf dem WGT in Leipzig und anschließend geht es nach Brasilien, Chile, Uruguay, Argentinien und Mexiko.


GW: Was haltet ihr von der Metalscene in Südamerika? Was erwartet Euch?

Tuomas: Ich weiß, nur daß es sie gibt und bin sehr gespannt! Wir kriegen sehr viel Post aus Südamerika! Ich habe kein Ahnung was uns da erwartet, es erscheint mir noch so unwirklich fern. Lassen wir uns überraschen.


GW: Wann können wir hier in Deutschand NIGHWISH wieder live erleben?

Tuomas: Ja, wie gesagt erstmal auf dem WGT, dann im August auf dem Wacken Open Air und dann wieder ab Oktober quer durch Deutschland.


GW: Steht schon fest mit wem zusammen ihr auf Tour sein werdet?

Tuomas: Noch nicht ganz sicher, aber warscheinich werden wir mit zusammen mit SINERGY touren.


GW: Ihr seid sehr viel unterwegs. Habt ihr eigentlich überhaupt noch Freizeit? Was macht ihr eigentlich, wenn ihr keine Musik macht?

Tuomas (lacht): Ach weißt du, es ist nicht so das Problem. In unserer Freizeit würden wir alle auch nur Musik machen, also was solls. Außerdem reisen wir alle gerne und genießen es als Musiker in der Welt rumzukommen und Leute kennen zu lernen.


GW: Was erwartet ihr von der Zukunft?


Tuomas: Das was wir jetzt machen, möchten wir ganz gerne noch eine ganze Weile zusammen machen können. Ich könnte mir auch gar nichts anderes vorstellen, als Musik zu schreiben und auf der Bühne zu stehen.


GW: Gibt es irgend einen Traum, den du dir in deinem Leben noch erfüllen möchtest?

Tuomas: Wie gesagt, ich will noch viel sehen. Es gibt noch so viel Orte an denen ich mal gerne sein möchte. Deshalb freu ich mich auch auf die Südamerika-Tour.


GW: At last: Do you like to say some own words to your german fans?

Tuomas: (lacht): Ja, das ist die übliche Frage zum Schluß eines jeden Interviews! Weißt du wie oft ich das heute schon gehört habe? Schreib einfach das Übliche, schöne Grüße, alles Liebe, kauft die Platten und kommt zu unseren Gigs und so weiter! Dir fällt schon was Schönes ein!


GW: Okay, ich werd mich bemühen! Danke für das schöne Gespräch und viel Erfolg mit "WISHMASTER"!

Tuomas: Ich habe zu danken, bye!


Interview with Nightwish 51

Source: Legacy

7/2001

Kaum eine andere Band aus dem traditionellen Metal-Sektor kann eine ähnlich steil nach oben verlaufende Erfolgskurve vorweisen wie die finnischen Newcomer NIGHTWISH. Auf ihre letzten beiden Alben "Oceanborn" und "Wishmaster" folgten euphorische Reaktionen von Fans und Presse sowie ein ausverkauftes Konzert nach dem anderen. In Finnland erlangte man mit Wishmaster sogar Platinstatus. Höchste Zeit also, dass NIGHTWISH mit einem Album der ganz besonderen Art "Danke" sagen. Dieses trägt den Titel "Over the Hills And Far Away" und sollte ebenso wie die zeitgleich erscheinende DVD "From Wishes To Eternity" Thema eines aufschlussreichen Telefongesprächs sein, dass ich mit Sängerin Tarja Turunen kurz nach Redaktionsschluss hatte.


Gleich zu Beginn unserer Unterhaltung klagt mir Tarja in ihrer rührigen Art ihr hartes Los. "Im Moment bin ich erkältet, da das Wetter hier in Finnland immer so kalt ist. Zwar scheint gerade die Sonne, aber das ist selten hier. Ich hoffe, dass ich bald wieder ohne Beschwerden singen kann." Und auch ihre Erinnerungen an die "Wishmaster"-Tour sind von ähnlichen Eindrücken geprägt: "Es war eine lange Tour. Nach fünfeinhalb Wochen in Europa ging es nach Kanada, Südamerika und dann zurück nach Finnland. Vor allem für mich als Sängerin war es sehr anstrengend, da ich jeden Abend gut bei Stimme sein musste. Wir mussten in Deutschland sogar eine Show canceln. Das tat uns unheimlich leid. Aber wir waren alle so krank, dass es einfach nicht mehr ging. Es ist immer dasselbe, man wird auf jeder Tour krank. Aber risikofaktoren wie verrauchte und heiße Hallen lassen sich ebenso wenig vermeiden wie späte Konzerte."


Von den NIGHTWISH-Fans zeigt sich Tarja hingegen restlos begeistert. Niemand in der Band hätte derart überschwengliche Reaktionen erwartet. Und um im großen Stil "Danke" zu sagen, veröffentlichen NIGHTWISH nun als Überbrückung zum nächsten Studio Album mit "Over the Hills and far away" eine Compilation der besonderen Art. Ursprung der ganzen Aktion war ein Konzert, dass die Band für ihre finnischen Fans Ende letzten Jahres mitschneiden ließ. Doch lassen wir Tarja selbst die Situation erklären: "Aus Kostengründen sind wir den Kompromiß eingegangen, das Live-Album während eines einzigen Gigs mitschneiden zu lassen. Es wurde am 29. Dezember letzten Jahres in Tampere/ Finnland aufgenommen. Es lastete ein großer Druck auf uns, da ein riesiges Kamerateam vor Ort war und alles beim ersten Versuch perfekt sein musste. Ensprechend nervös waren wir zuvor. Es waren ca. 1.200 Menschen anwesend und wir haben viel Pyrotechnik sowie eine große Liveshow eingesetzt. Es war ein großes Spektakel, das es in Finnland noch nie zuvor gab. Alle 15 Songs, die wir spielten, haben es auf die finnische CD-Version und die DVD geschafft."


Die in Rest-Europa erscheinende Version unterscheidet sich von der Finnischen indes in einigen Merkmalen. So enthält sie lediglich sechs ausgewählte Live Tracks, wird allerdings durch die Präsenz von vier bis dato unveröffentlichten Studio-Tracks deutlich aufgewertet. "Nachdem so viele Leute aus dem Ausland Interesse an dem Live-Album zeigten, mussten wir einen Kompromiss finden, da wir schlecht die finnische Versione weltweit veröffentlichen konnten", führt die Sängerin weiter aus. "Die vier Studio Tracks werden in Finnland nur als Single veröffentlicht. Für das Ausland bilden sie zusammen mit sechs Live-Tracks die Alternativversion von "Over the Hills and far away". Auf der DVD "From Wishes to Eternity" können allerdings auch unsere deutschen Fans das komplette Konzert sehen." Und diese DVD ist eine durchaus lohnenswerte Anschaffung. Zumindest versteht es Tarja, mich mit ihren weiteren Ausführungen zu der Thematik richtig neugierig zu machen: "Neben dem kompletten Konzert gibt es darauf auch Interviews mit Tuomas und mir, alle unsere Videoclips, Promo-Videos von Kanada, Live-Videos aus Buenos Aires sowie einige unserer allerersten Photos überhaupt. Es ist also ein riesiges Package extra für unsere Fans."


Bei genauerem Hinhören lassen sich jedoch neben Tarjas wundervollem Gesang auch weitere Stimmen auf der CD hören. Die Frage, ob hier im Studio noch etwas nachbearbeitet wurde, verneint die Sängerin energisch: "Ich kann live natürlich nur eine Stimme singen. Aus diesem Grund kommen die Chöre von einem Mini-Disk-Player. Anders könnten wir unsere aufwendigen Studio-Aufnahmen live gar nicht umsetzen." Titelsong und gleichzeitig Coverversion von Gary Moore ist der Opener "Over the Hills and far away", ein Song, der wie die Faust aufs Auge zu NIGHTWISH zu passen scheint.Tarja: "Wir spielten schon lange mit dem Gedanken, den Song zu covern. Wir sind zwar keine wirklichen Fans von Gary Moore, hören aber seine Musik durchaus gerne. Es ist schade, dass sich viele Leute in unserem Alter nicht mehr an das Lied erinnern, obwohl es gerade mal von 1987 ist. Zwar ist "Over the Hills..." etwas gänzlich Neues für uns, aber ich finde, wir haben es geschafft, den Song 100% nach NIGHTWISH klingen zu lassen. Es hat wirklich riesigen Spass gemacht." Zu dieser Nummer gesellen sich die beiden neu komponierten Stücke "10th man down" und "Away", sowie eine überarbeitete Version von "Astral Romance", das im Original auf dem Debut von "Angels Fall First" zu finden ist. "Die Studio-Tracks sind alle brandneu. Wir haben sie erst vor kurzem aufgenommen. In Finnland sind sie noch nicht einmal veröffentlicht", erzählt die sympathische Sängerin weiter.


Das Coverartwork der resteuropäischen Version von "Over the Hills..." ziert eine beeindruckende Konzertszene vor riesigen Hügeln unter einem rot erleuchteten Horizont. Meine Vermutung, dass hier digital nachgeholfen wurde, kann Tarja nur bestätigen: "Für das Cover sind alleine Drakkar verantwortlich. Wir haben dieses Mal nicht mit ihnen zusammengearbeitet, da Tuomas und ich zu sehr beschäftigt waren. Das Live-Bild wurde in Sao Paolo/ Brasilien aufgenommen und die Berge erst nachträglich eingefügt, das das Konzert in einer Halle stattfand. In Finnland wird die Single allerdings hellblau sein. Das Bild hat unser Bassist Sami in Chile aus dem Flugzeug heraus bei der Landung aufgenommen. Es ist großartig allein schon wegen der Berge und des klaren blauen Himmels."


Wir Tarja erwähnte, war sie in der letzten Zeit sehr beschäftigt und steht auch im Moment wieder unter großem Stress, was ihr eigentlich gar nicht behagt, wie sie zugibt. Mich interessierte, was sie neben ihrer Beschäftigung mit NIGHTWISH so in ihrem Leben treibt. Tarja: "Im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf NIGHTWISH und kann davon leben. Gerade haben wir fünf Monate Pause, in denen ich mich wieder auf mein Musikstudium stürze. Natürlich gebe ich auch noch gelegentlich Klassikkonzerte." Bevor Tarja zu NIGHTWISH stieß, hatte sie nämlich nur klassische Stücke gesungen und von Heavy Metal praktisch keine Ahung, wie sie weiter ausführt. "Tuomas hatte den Wunsch, mit einer klassischen Sängerin zusammenzuarbeiten und ich war die einzige Verfügbare in der Gegend. Ab diesem Zeitpunkt ging alles sehr schnell und wir hatten viel Glück. Wir haben jedenfalls noch nie vor 20 Leuten gespielt. Dafür mussten wir allerdings auch den schnellen Erfolg verarbeiten und mit der ganzen Situation fertig werden, um nicht vollkommen verrückt zu werden. Das war auch nicht immer einfach." Privat ist die Sängerin im Gegensatz zur Musik von NIGHTWISH allerdings vorwiegend den sanfteren Klängen zugeneigt. Für das Legacy wirft sie einen Blick in ihre CD Sammlung und kramt spontan Vangelis und Sarah Brightman hervor. "Ich habe mich daran gewöhnt, melodischen Metal zu hören", gibt sie zu. "Aber dies ist die Musik, die wir selbst spielen, deshalb hören wir sie privat nicht so häufig. Man sollte einfach für alles offen sein. Natürlich höre ich nach wie vor viel Klassik, schon alleine wegen meiner Karriere. Darüber hinaus mag ich Soundtracks, Filmmusik und ruhige, melancholische Lieder."


Worin sieht Tarja eigentlich die schwerwiegensten Unterschiede zwischen einem klassischen Konzert und einem Auftritt mit NIGHTWISH? "Wenn ich vor einem Publikum klassische Stücke singe, gehe ich sehr hart mit mir selbst ins Gericht", gibt sie lächelnd zu Protokoll. "Es muss alles perfekt sein. Wenn nicht, bin ich unausstehlich nach dem Konzert, es ist schrecklich, haha. Vor einem Metal Publikum macht es mehr Spass zu spielen, da eine ständige Kommunication zwischen Band und Fans vorherrscht. Es war eine ganz wunderbare Erfahrung, als ich merkte, dass mich diese Leute akzeptierten. Ich wusste zuvor gar nichts über diese Musik und wurde quasi ins kalte Wasser geworfen." Und war eine mehrwöchige Tour durch ganz Europa mit einer Metal-Band nicht eine große Umstellung, nachdem Tarja zuvor auch mit ganz anderen Menschen verkehrte? "Oh ja!", lautet die Antwort. "Ich war die einzige Frau in der Crew, aber das war sehr witzig. Manchmal fühle ich mich selbst fast schon wie ein Kerl, haha. Aber ich habe mich auf Tour auch oft sehr einsam gefühlt, obwohl man viele Menschen trifft. Deswegen unterhalte ich mich immer sehr gerne mit den Leuten. Darüber hinaus sehe ich mir die Gegend an, laufe, wäre mich lange auf, lese viel und höre Musik, damit die Zeit irgendwie vergeht."


Zum Abschluss galt es natürlich noch in Erfahrung zu bringen, wie es um die Vorbereitungen zu einem neuen NIGHTWISH-Studio-Album bestellt ist. Und Tarjas Ankündigungen klingen in jedem Fall vielversprechend, wie ich finde. "Tuomas komponiert die ganze Zeit und es ist geplant, dass wir nächstes Jahr ab Januar wieder ins Studio gehen. Es sieht alles nach einem großen Projekt aus und es wird sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen, alles zu arrangieren und zu organisieren. Der Unterschied zwischen unseren Balladen und unseren bombastischen Liedern wird auf dem nächsten Album noch größer ausfallen. Wenn ich Tuomas' Gedanken richtig lese, arbeitet er an einem Konzeptalbum. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten." Lassen wir uns also überraschen...


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Interview with Nightwish 50

Source: Powermetal

07/2007

Die Zeit des Wartens hat nun fast ein Ende, sowohl für die Fans als auch für die Band selbst, denn Ende September wird das neue NIGHTWISH-Album "Dark Passion Play" veröffentlicht. Mit Spannung erwartet wird vor allem die Performance der Schwedin Anette Olzon, ihres Zeichen neue Stimme der Symphonic Metaller. Bevor der eigentliche Stress los geht, fanden sowohl Anette als auch Tuomas einige Minuten Zeit, um mir beziehungsweise meiner lieben Kollegin Tanja (danke für die Hilfe!) einige Fragen zu beantworten.


ANETTE

Tanja:
Als du dein erstes Demo geschickt hast, schicktest du nur eine Aufnahme von 'Ever Dream'. Warum hast du diesen Song ausgesucht und warum hast du nicht noch mehr Songs geschickt?

Anette:
Ich nahm nur diesen einen Song auf, weil ich dachte, ich hätte nicht mehr Zeit, noch mehr aufzunehmen. Ich dachte, alles müsse sehr schnell gehen, weil mir jemand sagte "Du musst es sehr schnell schicken, denn sie haben bereits jemand anderen". Das war gar nicht wahr, aber naja. 'Ever Dream' nahm ich auf, weil ich noch gar nicht so viel von NIGHTWISH gehört hatte, und mir das Lied einfach auf Anhieb gefiel, und ich dachte "Hey, das ist ein guter Song". Ich kannte die Geschichte hinter dem Lied überhaupt nicht und wusste auch nicht, dass es ein sehr persönlicher Song für Tuomas ist. Es war einfach Glück (lacht).

Tanja:
Hast du jemals jemanden von den anderen Sängerin-Anwärterinnen getroffen?

Anette:
Nein, nein, nein (lacht)! Ich habe ein paar Demos gehört, aber ich habe keine Ahnung, wer sie waren.

Tanja:
Bei ALYSON AVENUE hast du Lieder gesungen, die jemand anderes geschrieben hatte, nun singst du die Lieder von Tuomas. Hast du auch eigene Songwriter-Qualitäten oder siehst du dich mehr als ein Interpret von Liedern anderer?

Anette:
Ich sehe mich eher als ein Interpret, aber ich habe zum Beispiel viele Texte in den frühen Jahren von ALYSON AVENUE geschrieben. Ich bin allerdings nicht die Beste im Texte schreiben, ich habe nicht soviel Erfahrung wie zum Beispiel Tuomas oder Niklas von ALYSON AVENUE. Aber ja, ich habe ein paar geschrieben, und ich denke, wenn ich die Möglichkeit bekommen würde, an diesen Texten zu arbeiten und auch etwas professionelle Hilfe erhalten würde, dann könnten sie funktionieren. Ich bin da wie Tuomas, ich schreibe sehr gerne tiefgründigere Texte.

Tanja:
Wie schwer oder leicht ist es für dich, Tuomas' Lieder mit Emotionen zu singen? Seine Texte können teilweise recht kryptisch sein.

Anette:
Ja, das stimmt (lacht). Aber es ist ziemlich einfach für mich, und er hat mir selbst gesagt, dass ich die Texte gut aufgreife und umsetze. Wenn ich die Texte lese, versuche ich immer, die Bedeutung zwischen den Zeilen zu finden. Natürlich kann ich nicht alles 100%ig verstehen, weil ich den Text ja nicht selbst geschrieben habe. Als Sänger muss man in der Lage sein, Songs zu interpretieren, die von jemand anderem geschrieben wurden. Von daher denke ich, es ist schon okay.

Tanja:
Was ist außer "Dark Passion Play" dein Lieblings-Album von NIGHTWISH?

Anette:
Oh, das kann ich gar nicht so sagen. Natürlich mag ich alle Lieder des neuen Albums, aber wenn ich mich jetzt für ein anderes Album entscheiden muss, dann nehme ich "Higher Than Hope".

Tanja:
Wir wissen bereits, dass 'Ever Dream' einer deiner Lieblings-Songs von NIGHTWISH ist. Welches Lied magst du gar nicht?

Anette:
Ohhhh (lacht)... Ich weiß es gar nicht so recht. Ehrlich nicht. Es gibt keinen Song, von dem ich sagen könnte, dass ich ihn wirklich nicht mag. Nein, gibt es wirklich nicht.

Tanja:
Welchen Song auf dem jetzt kommenden Album magst du am liebsten und warum?

Anette:
Wie ich sagte, mag ich wirklich alle Lieder sehr, es ist hart, nur einen auszuwählen. Ich mag 'Meadows Of Heaven' wirklich sehr, es ist ein großartiger Song, und ich liebe es, ihn zu singen, er passt sehr gut zu meiner Stimme. Und 'Amaranth' mag ich auch sehr gerne, es ist sehr catchy. Wenn du den Song hörst, dann willst du einfach tanzen, es ist ein super Lied.

Tanja:
Ihr habt zwei Videos in Los Angeles gedreht. Wie war das so für dich, ein professionelles Video zu machen und zum Beispiel auch mit einem Bluescreen zu arbeiten?

Anette:
Wir hatten keinen Bluescreen. Oder lass mich mal überlegen... Nein, hatten wir nicht. Natürlich wird es noch einige Sachen geben, die nachträglich eingefügt werden, aber eigentlich war alles ziemlich so aufgebaut, wie es sein sollte. Es war sehr aufregend für mich, und ich war auch total nervös. Es war ja auch das erste Mal, dass die Jungs mich richtig performen sehen würden (lacht). Und ich weiß, dass auch sie nervös waren und sich Gedanken machten: "Wie wird sie wohl live sein?" Also wir waren alle nervös. Und dann Antti, unser Regisseur, er ist ein großer Produzent, und ich kannte ihn nicht so gut von Anfang an, ich wusste nur, dass er sehr bekannt ist. Aber er war sehr nett, gab mir gute Anweisungen, und es lief sehr gut. Im Nachhinein war er sogar beeindruckt, wie schnell ich mich in diese Video-Welt eingefunden habe.

Tanja:
Hat der Dreh denn Spaß gemacht?

Anette:
Ja, es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht! Und ich mag es auch sehr gerne, vor der Kamera zu stehen, das war schon immer so.

Tanja:
Bald wirst du auf deine erste richtig große Tour gehen. Wie fühlst du dich dabei? Worauf freust du dich und was macht dir Sorgen?

Anette:
Ich freue mich darauf zu sehen, wie es ist mit den Jungs in einem Bus zu leben und viel Spaß zu haben. Ich weiß natürlich, dass es auch schlechte Tage geben wird und Tage, an denen man sich krank fühlt oder eine Erkältung hat oder einfach müde ist. Auch jetzt während der Promo-Tour gibt es natürlich Tage, an denen man sich einfach nicht gut fühlt. Aber Tuomas und ich versuchen uns gegenseitig zu helfen, und so sollte das auch sein, denke ich. Und natürlich ist der Zeitplan schon sehr heftig, von daher weiß ich auch nicht so richtig, wie meine Stimme reagieren wird. Ich werde einfach versuchen, mich viel zu entspannen, viel zu schlafen und mir nicht so viele Sorgen zu machen, denn dann stresst man sich nur noch mehr. Außerdem habe ich ja auch Marco in der Band, er ist ein toller Sänger und war bereits viel auf Tour, also kann ich gut mit ihm reden und mir einige Tipps einholen (lacht). Er hat bereits zu mir gesagt: "Du musst dich einfach entspannen!" Also werde ich genau das tun, und ihn dann um Feedback und Hilfe fragen. Jetzt habe ich bereits eine Promo-Tour gemacht, Videos, ein Album, Photoshootings und und und... und ich fühle mich so: "Wir haben noch gar nicht gespielt!" (lacht). Also werde ich langsam auch etwas ungeduldig.

Tanja:
Wird dein Sohn dich begleiten?

Anette:
Nein, das glaube ich nicht. Natürlich wird er mich bei einigen Konzerten besuchen kommen, wenn eins in der Nähe ist. Aber weißt du, er ist sechs Jahre, er ist in der Vorschule, und er braucht Stabilität. Ich weiß das nur zu gut, weil ich selbst quasi im Tourbus mit meiner Mutter aufgewachsen bin. Natürlich hatte ich damals auch eine Art Stabilität, weil meine Mutter immer dabei war, aber ich habe immer hinter der Bühne geschlafen, und natürlich gab es auch schlechte Seiten, das Leben auf Tour ist einfach ganz anders. Und es ist auch für mich sehr wichtig, dass ich mich voll und ganz auf meine Rolle "Anette, die Sängerin" konzentrieren kann. Mutter zu sein ist eine Sache, aber wenn ich dann mit den Jungs zusammen bin und auf der Bühne stehe, dann bin ich quasi eine andere Person.

Tanja:
Ja, dann musst du auch deinen Fokus behalten können...

Anette:
Ja, genau, und das wäre sehr schwierig, wenn mein Sohn dabei wäre. Außerdem gibt es in der Szene auch einige schlechte Angewohnheiten, die Leute trinken sehr viel zum Beispiel, und von daher ist er einfach zu jung, um mit in dem Bus zu fahren. Aber natürlich wird er vorbeischauen, wenn wir in der Nähe sind.

Tanja:
Ich kann mir vorstellen, dass er sehr stolz auf seine Mami ist...

Anette:
Ja, das ist er wirklich, sehr sehr stolz (lacht)... Er erzählt es jedem (lacht mehr). Und gerade jetzt war eine sehr aufregende Zeit, weil es auch in den Zeitungen große Artikel gab und so, die wir dann sahen, wenn wir einkaufen gingen, und er meinte nur "Wow!" (lacht)... Er ist wirklich sehr stolz.

Tanja:
Gibt es ältere NIGHTWISH-Lieder, von denen du denkst, dass du sie nicht singen solltest?

Anette:
Ich habe bisher nur die Songs gesungen, die wir bereits gesprobt haben beziehungsweise bald richtig proben werden. Falls es da dann einen Song geben wird, der zu hoch für mich ist oder so, dann werden wir ihn einfach ein wenig modifizieren müssen. Die Jungs haben bereits gesagt, dass das dann auch okay sein wird. Natürlich wird es schon ein paar solcher Songs geben. Wir werden zum Beispiel nicht 'Phantom Of The Opera' spielen, und vielleicht wird es noch andere Lieder geben, die einfach eine zu spezielle Bedeutung haben. Diese Entscheidung liegt bei den Jungs. Ich werde ihnen sagen, wenn ich mit einem Song Probleme habe, und dann werden wir versuchen, ihn gemeinsam ein wenig zu verändern, so dass es dann funktioniert.

Tanja:
Eine junge finnische Designerin wird deine Bühnenoutfits entwerfen. Welche Stilrichtung stellst du dir vor?

Anette:
Die ganze Sache ist erst im Anfangsstadium, und ich weiß noch gar nicht so recht, wie es enden wird. Wir haben uns erst einmal getroffen. Es ist nicht mehr viel Zeit, von daher müssen wir mal sehen, wie viel sie im Endeffekt machen wird. Als wir uns getroffen haben, haben wir uns über ein paar Dinge unterhalten. Ich denke, dass wir gar nicht die Zeit haben, alle Kostüme für die anstehende US-Tour zu machen, also habe ich auch einige Sachen gekauft. Es wird also verschiedene Outfits geben, ich werde Kleider haben, aber es werden keine riesigen Gewänder sein, sondern eher kleinere schwarze Kleider. So in der Art, wie ich sie bereits auf einigen Promo-Bildern trage. Und auch einige Röcke. Außerdem mag ich Leder sehr gerne, von daher denke ich, dass die Designerin einige Leder-Sachen für mich entwerfen wird.

Tanja:
Die Jungs haben dich quasi gezwungen, mit ihnen Horrorfilme zu schauen. Kannst du welche empfehlen beziehungsweise davon abraten?

Anette:
Alle waren furchtbar (lacht)! Nein, Quatsch. Ich mag diese Splatter-Filme nicht so gerne, wo überall nur Blut spritzt, ich stehe mehr auf psychologische Thriller und so. Bei sowas bekomme ich Gänsehaut, auch bei Filmen mit Geistern. Wir sahen zum Beispiel "Hostel 1" und "Hostel 2". "Hostel 1" war sehr blutig, aber man konnte es sich angucken. "Hostel 2" war einfach zuviel, das sagten sogar die Jungs. "Hostel 2" war einfach nur eklig, echt. Wie gesagt, "Hostel 1" ist auch sehr blutig, aber da war die Story um einiges besser. Dann sahen wir auch "Wolf Creek", einen Low-Budget-Film aus Australien. Er ist sehr gruselig, weil so etwas wirklich passieren könnte oder sogar passiert ist, denn sie sagen, der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Natürlich gibt es auch dort Blut, aber es ist nicht wie "Hostel" wo es wirklich nur Blut, Blut, Blut gibt (lacht). Aber die Story ist wirklich furchteinflößend, nachdem ich den Film gesehen habe, möchte ich garantiert keinen Auto-Trip durch Australien machen (lacht)! Aber der Film war gut, ich kann ihn echt empfehlen. Es ist zwar ein Low-Budget-Film, aber die Schauspieler sind toll, und die Story ist echt krass, weil sie wahr ist...

Tanja:
Ich bezweifele, dass ich mir je einen der Filme ansehen werde, aber gut (lacht)... Beschreibe jeden der Jungs mit einem Wort.

Anette:
Jukka: verantwortungsvoll. Marco: weise. Emppu: happy. Tuomas: Wow, das ist schwer... (überlegt) ... warmherzig.

Tanja:
Wen wolltest du heiraten, als du klein warst?

Anette:
Ohhhh (lacht). Ich weiß es gar nicht. Wäre ich ein Junge gewesen, dann auf alle Fälle meine Mutter. Aber so glaube ich, dass ich einfach einen Prinzen oder so heiraten wollte. Das ist doch irgendwie der Traum von jedem kleinen Mädchen (lacht)...

Tanja:
Warum verwendest du den Namen Anette Olzon und nicht deinen richtigen Nachnamen?

Anette:
Es war irgendwie eine ganze Verkettung von Dingen. Es ist mein Geburtsname, die Schreibweise ist die Schreibweise von meinen Vater. Ich dachte viel darüber nach, und ich wollte einfach meine Familie beschützen, auch wenn der Name Blyckert durch ALYSON AVENUE bereits bekannt war. Aber ich fühlte, dass ich nun bei dieser viel größeren Sache, meine Familie und besondern meinen Sohn zumindest etwas von den Medien fernhalten sollte. Außerdem fragten mich die Jungs danach, weil Olzon einfacher auszusprechen ist, und außerdem ist es irgendwie ein cooler Name (lacht). Also war es wirklich eine Kombination von Dingen. Leider war es im Endeffekt so, dass ein paar Schweden einen Tag vor der eigentlichen Bekanntgabe meinen Namen bereits verbreiteten. Und sie verbreiteten Anette Blyckert, von daher weiß es nun jeder. Von daher kennen die Leute auch meine Familie und haben zum Teil bei mir zu Hause angerufen, bis ich die Nummer wechselte. Aber ja, es war eine Kombination: Es ging nicht unbedingt darum, cool zu sein oder so, der Hauptgrund war meine Familie zu schützen und dann kam noch obendrauf, dass Olzon einfacher zu schreiben und auszusprechen ist.

Tanja:
Ist es ein typischer schwedischer Name?

Anette:
Ja, schon. Normalerweise ist die Schreibweise ein wenig anders, mit -son am Ende. Von daher war unser Name schon immer etwas anders, weil mein Dad den Namen mit z schreibt, und meine Mutter von Anfang an mit Doppel-S. Alle diese Namen, die mit -son aufhören, Andersson, Nielson und so, das sind alles typische schwedische Namen. In Finnland sind es Namen mit -nen am Ende, bei uns ist es -son, von daher ist es wirklich sehr typisch.

Tanja:
Empfiehl eine Band aus Schweden!

Anette:
Hm, jaaa... (denkt nach). Ich denke, ich nehme THE SOUNDS, sie sind aus meiner Heimatstadt, Helsingborg. Es ist nicht Metal, sondern Rock 'n' Roll, aber die Band ist sehr bekannt außerhalb von Schweden, gerade auch in den USA und Finnland und so. Sie machen wirklich puren Rock 'n' Roll, und das Mädchen singt mit einer sehr besonderen und speziellen Stimme. Sie sind echt cool! Und weil sie aus meiner Heimatstadt sind, muss ich ja auch ein wenig PR machen (lacht).

Tanja:
Gut, das wäre dann alles. Vielen Dank.

Anette:
Ich danke dir!


TUOMAS

Ricarda:
Ich muss gestehen, ich habe noch gar nicht so viele neue Interviews gelesen. Hoffentlich langweile ich dich nicht mit Fragen, die du schon 200mal gehört hast...

Tuomas:
Wenn das so ist, dann werde ich jede Frage komplett anders als sonst beantworten, extra für dich (lacht)!

Ricarda:
Oh toll, danke. Ach nein, lieber nicht, sonst denkt dann jeder, ich hätte mir das Interview ausgedacht (lacht). Aber gut, fangen wir an. Erstmal natürlich Glückwunsch zu eurem neuen Album!

Tuomas:
Danke.

Ricarda:
Ich finde, es ist das abwechslungsreichste NIGHTWISH-Album bis jetzt, weil all diese verschiedenen Elemente verbunden werden. War das etwas, was du von Anfang an tun wolltest?

Tuomas:
Der Hauptfaktor, wenn es darum geht, Songs zu machen, ist eigentlich nichts vorauszuplanen. Du fängst einfach an, Songs zu machen, und am Ende kommt eben dabei heraus, was dabei heraus kommt. Ich denke, man kann viele gute Lieder und Alben ruinieren, wenn man plant, so nach dem Motto: "Okay, lass uns ein hartes Album mit den und den Elementen machen! Lass uns ein akustisches Album machen!" Du musst deinen Kopf total frei machen und einfach anfangen. Außerdem muss man viele Songs machen, für das neue Album hatten wir 15, und dann hört man das Resultat am Ende selbst. Aber ich muss gestehen, ich habe auch die Angewohnheit, dass ich ganz systematisch an Elemente denke, die wir bisher noch nicht in NIGHTWISH hatten, und diese versuche ich dann einzubauen.

Ricarda:
Auf dem Album gibt es viele keltische und folkige Elemente...

Tuomas:
Ja, genau, das war genau die Idee hinter diesem Album. Wir hatten noch nie zuvor keltische Instrumente auf einem Album, und ich mag den Kram eigentlich ziemlich gerne, von daher wollte ich es in NIGHTWISH versuchen. Das gleiche gilt für die Boy Sopranos und den Gospel-Chor.

Ricarda:
Kamen alle Ideen von dir oder hat Pip auch seinen Einfluss gehabt?

Tuomas:
Der Gospel-Chor war zum Beispiel meine Idee und die keltischen Elemente waren auch meine Idee, aber natürlich hat auch Pip vieles beigesteuert, auch Dinge, an die ich niemals gedacht hätte. Wo soll ich anfangen? Es gab da soviel, aber zum Beispiel das Oboen-Solo am Ende von 'The Poet And The Pendulum' stammt von ihm. Zuerst sollte es eigentlich nur vom Piano gespielt werden, aber dann schrieb er die Melodie für das Solo. Viele kleine Dinge hier und da stammen vollständig von ihm. Es war eine Kooperation. Er fing mit den Arrangements bereits im September 2006 an und von September bis Februar rief er mich jeden Tag mindestens zweimal an. Naja, vielleicht nicht an Weihnachten (lacht), aber sonst wirklich jeden Tag... "Kann ich dies machen? Darf ich das machen? Ist das wirklich nötig?" (lacht)

Ricarda:
Hast du jemals darüber nachgedacht, "Dark Passion Play" als ein Konzeptalbum zu machen?

Tuomas:
Nein, niemals...

Ricarda:
Echt nicht? Immerhin hast du recht viel durchgemacht...

Tuomas:
Nun ja, im weitesten Sinne ist es vielleicht ein Konzeptalbum darüber, dass das Leben scheiße ist, dass Menschen scheiße sind und das ich... (denkt nach) ... scheiße bin (lacht). Also gibt es vielleicht ein vages Thema, das sich durch die Songs zieht, aber ich würde es trotzdem nicht als ein klassisches Konzeptalbum beschreiben, jeder Song erzählt seine individuelle Geschichte.

Ricarda:
Das Album hat auch ein sehr starkes Soundtrack-Feeling. Ist das der Grund, warum ihr nun auch eine Bonus-CD mit den Instrumental-Versionen der Lieder veröffentlichen werdet?

Tuomas:
Diese Idee kam eigentlich bereits vom letzten Album. Wir hatten eine Limited Edition, auf der die Instrumental-Stücke von "Once" enthalten waren. Es gab nur 500 Kopien und diese wurden ausschließlich an Film-Produzenten verschickt. Natürlich hörten es aber auch einige andere Leute, und sie sagten mir, dass ihnen die Stücke wirklich gefallen - auch ohne den Gesang. Es war ziemlich schmeichelhaft zu hören, dass die Musik für Leute auch ohne Gesang funktioniert, denn eigentlich ist der Gesang ja mit das Hauptelement. Also entschieden wir uns, dass wir sehen wollen, wie die Leute über das kommende Album als Instrumental-Werk denken. Aber die Grundidee kam eigentlich gar nicht von uns (lacht). Außerdem wird es in den Instrumental-Versionen Sachen zu hören geben, die man nicht auf dem eigentlichen Album hören kann. Es gab einige Orchester- und Chor-Parts, die einfach nicht zu dem Gesang passten, also schafften sie es nicht auf das Album, aber auf der Instrumental-CD sind sie zu hören.

Ricarda:
Okay, cool. 'Meadows Of Heaven' handelt von deiner Kindheit...

Tuomas:
(unterbricht enthusiastisch) Ja, genau. Endlich habe ich es geschafft, einen Song zu schreiben, der diesem Thema gerecht wird!

Ricarda:
Ja, du sagst schon immer, dass deine Kindheit eine große Inspirations-Quelle ist, aber nun gibt es einen eigenen Song darüber...

Tuomas:
Ganz genau! Ich denke, dieses Album beinhaltet für mich zwei der besten NIGHTWISH-Lieder überhaupt: 'The Poet And The Pendulum' und 'Meadows Of Heaven'.

Ricarda:
Das erste und das letzte (lacht)...

Tuomas:
Ja (lacht). Erstes Lied und letztes Lied. Ich mag beide Lieder wirklich sehr gerne.

Ricarda:
Ich bin ein riesiger Fan von Stephen King, da mussten mir einige Referenzen natürlich ins Auge springen. 'White Lands Of Empathica' zum Beispiel, und ich nehme mal an, '7 Days To The Wolves' ist von dem Buch "The Wolves of Calla" abgeleitet...

Tuomas:
Ja, das stimmt genau. Allerdings habe ich wirklich nur den Titel davon abgeleitet, der Song handelt eigentlich nicht von der Geschichte. Es ist eine symbolische Bedeutung, der Text selbst hat eigentlich nichts mit dem Buch zu tun. Bei 'White Lands Of Empathica' ist es ein wenig anders, das kann auch mit dem Buch in Verbindung gebracht werden. Außerdem klaute ich die Idee, mich selbst in einen Song einzubauen von "Song Of Susannah", weil Stephen King sich dort ja auch selbst einbaut.

Ricarda:
Ich glaube, ich muss nicht mehr extra fragen, ob du die "Dark Tower"-Bücher magst (lacht)...

Tuomas:
Ich denke, diese Bücher stehen auf einem Level mit "Lord Of The Rings".

Ricarda:
Ich mag sie auch sehr gerne und hoffe, dass sie mal verfilmt werden.

Tuomas:
Ja, ich auch! Und hoffentlich machen sie das dann auch gut (lacht)... Die Bücher sind so toll, sie sind unbeschreiblich.

Ricarda:
Dann gibt es auch Poe-Referenzen...

Tuomas:
'The Pit And The Pendulum', genau... Obwohl es vielleicht keine Referenzen sind, aber die Idee für den Song kam definitiv daher.

Ricarda:
Wie wichtig sind diese literarischen Inspirationen für dich?

Tuomas:
Offensichtlich sehr wichtig, aber wieder einmal ist das nichts, was geplant wäre. Natürlich hat alles, was du liest oder hörst, irgendwie einen Effekt auf dich und auf das, was du tust. Aber ich bin wirklich stolz auf die Symbolik von 'The Pit And The Pendulum' und 'The Poet And The Pendulum', ich denke, es hört sich wirklich cool an. Normalerweise hasse ich diese Wortspiele...

Ricarda:
Jetzt erzähl mal keinen Scheiß, sowas machst du doch dauernd (lacht)...

Tuomas:
Ja, das mache ich schon (lacht)... aber dafür hasse ich mich auch (lacht mehr). Aber ich denke, dieses Wortspiel funktioniert wirklich, 'The Poet And The Pendulum'. Die Klinge, die immer weiter nach unten schwingt und dich endlich in der Mitte durchtrennt...

Ricarda:
Hurra, geschafft (lacht)...

Tuomas:
Ja, genau, endlich habe ich es geschafft (lacht)...

Ricarda:
Bereitest du dich bereits mental auf die ganzen dummen Fragen über die Texte von 'Bye Bye Beautiful' und 'Master Passion Greed' vor? Ich denke mal, die Medien werden danach fragen...

Tuomas:
Ja, das tun sie bereits. Ich habe schon etwa 200 Interviews zu diesem Album jetzt gegeben, und alle fragen immer danach...

Ricarda:
Ich werde nicht fragen (lacht)...

Tuomas:
Dann werde ich auch nicht antworten, wenn du nicht danach fragst (lacht). Aber im Ernst: Es ist ziemlich eindeutig, und ich war von Anfang an sehr offen darüber, dass zum Beispiel 'Bye Bye Beautiful' ein Song über Tarja ist. Es ist eine Art Abschiedssong für sie, aber trotz der Aggressivität in dem Lied, ist es definitiv kein Hass-Song oder so. Es ist ein bittersüßer Song, der eben aus einer bestimmten Situation entstanden ist, also sollte sich niemand durch den Text angegriffen fühlen oder so. Es ist ja nicht 'Bye Bye Ugly One'...(lacht)

Ricarda:
Ja, das wäre schlimmer (lacht).

Tuomas:
Das wäre es wirklich (kichert noch immer). Es ist in einem guten Geist geschrieben worden. 'Master Passion Greed' ist da etwas anderes, aber es war auch ein Lied, das einfach geschrieben werden musste.

Ricarda:
Mir ist aufgefallen, dass gerade diese beiden Songs ziemlich straight forward sind, was den Text angeht. Natürlich gibt es auch dort etwas Symbolik, aber nicht so viel wie sonst, falls du verstehst, was ich meine...

Tuomas:
Ich verstehe genau, was du meinst, ja.

Ricarda:
Die Leute können bei diesen Lieder nicht soviel herumraten, was wahrscheinlich auch gut ist.

Tuomas:
Ich glaube, ich wollte diese Songs auch straight forward machen, einfach weil ich so sauer, traurig und frustriert war, alles zur gleichen Zeit. Aber ich muss sagen, dass ich besonders bei diesen zwei Liedern schon ein komisches Gefühl habe, wenn ich sie jetzt höre, denn die Gefühle, die in den Liedern ausgedrückt werden, fühle ich so jetzt nicht mehr. Die Lieder sind vor zwei oder eineinhalb Jahren entstanden, und zu dieser Zeit waren diese Gefühle da, und ich musste sie irgendwie herauslassen. Wenn ich die Texte jetzt lese, denke ich "Okay, so hast du dich damals gefühlt, jetzt aber nicht mehr." Das ist auch der Grund, warum wir 'Master Passion Greed' niemals live spielen werden! Es ist hartes Zeug und bereits auf einem Album unsterblich gemacht und dabei sollten wir es auch belassen.

Ricarda:
Wie hast du die Gesangslinien geschrieben ohne Tarja als Anhaltspunkt zu haben?

Tuomas:
Genau so wie zuvor. Zuvor hatte ich nur immer Tarjas Stimme im Kopf, und dann hatte ich eben nur eine Frauenstimme im Kopf. Einfach irgendeine Stimme. Aber, das ist bestimmt die am meisten gestellte Frage, weil Leute es nicht nachvollziehen können, wie ich es tun konnte (lacht).

Ricarda:
Ja, ich kapier's auch nicht (lacht).

Tuomas:
Es war aber wirklich einfach. Ich hatte die Melodie, ich hatte irgendeine Frauenstimme im Kopf und das war's. Und natürlich schrieb ich die Lieder für dieselbe Stimmreichweite als für Tarja, denn wer die neue Sängerin werden würde, musste natürlich auch fähig sein, die alten Lieder zu singen. Die Skala ist also die gleiche.

Ricarda:
Bist du auch zum Beispiel an die Sibelius Academy gegangen und hast dort nach Sängerinnen gesucht, oder habt ihr euch auf die Demos verlassen?

Tuomas:
Wir bekamen etwa 2000 Demos, und es gab nur eine Person, die wir selbst ansprachen. Wirklich nur eine. Also haben wir uns eigentlich auf die Demos verlassen.

Ricarda:
Und ihr habt ja auch wen gefunden.

Tuomas:
Ja, wir brauchten eigentlich nur ein Demo, und jetzt ist sie da (lacht).

Ricarda:
Hattet ihr jemals Angst, dass die anderen Kandidatinnen euch in den Rücken fallen würden, sobald sie aus dem Rennen waren und zum Beispiel die Medien informieren? Mussten sie irgendwas unterschreiben?

Tuomas:
Nein, wir ließen rein gar nichts unterschreiben oder so. Sie hätten glaube ich eh nicht viel verraten können. Ich meine, was hätten sie sagen können?

Ricarda:
Sie hätten immerhin schon etwas über die Lieder erzählen können...

Tuomas:
Ja, das stimmt wohl. Aber alle Mädchen, die wir trafen, waren so nett, und es ist ja auch nichts passiert. Irgendwie haben wir uns um sowas überhaupt keine Gedanken gemacht (lacht)...

Ricarda:
Hast du mit Anette nun die Art von Stimme gefunden, die du eigentlich am Anfang für NIGHTWISH haben wolltest? Denn am Anfang wolltest du ja eher wen wie KARI RUESLATTEN...

Tuomas:
Hm, vielleicht ist das so, ja. Auf eine gewisse Weise stimmt das. Sie hat allerdings sogar eine noch kraftvollere Stimme als KARI RUESLATTEN. Ihre Stimme ist wirklich stark. Viele Leute, die das Album oder zumindest Teile davon gehört haben, denken, dass ihre Stimme etwas schwach ist, und man die Schwäche hören kann, aber ich höre das gar nicht. Das erste Mal, als sie zum Proben kam und zu singen anfing, schossen alle Messgeräte in den roten Bereich (lacht). Sie hat eine sehr kraftvolle Stimme. Außerdem denke ich, dass die ganze Aufregung viel größer wäre, wenn wir Anette für zehn Jahre gehabt und nun Tarja genommen hätten (lacht). Die Leute hätten sich gefragt: "What the fuck?" (lacht mehr)...

Ricarda:
Seitdem Tarja draußen ist, bist du von den Medien fast schon verfolgt worden, und sie haben sich immer mehr auf dein Privatleben gestürzt, gerade auch wegen deinem neuen Haus. Hat sich dein Verhalten gegenüber den Medien irgendwie geändert?

Tuomas:
Vielleicht verhalte ich mich nun ein wenig erwachsener, im Sinne, dass ich die Medien besser verstehe. Leute sollten generell in Konfliktsituationen versuchen, alles aus der Perspektive des anderen zu sehen - zumindest für eine Weile. Man muss versuchen, das Verhalten des Anderen zu verstehen, ich denke, das ist ein wirklich guter Rat für jeden. Die Journalisten machen halt ihren Job. Sie müssen ihren Scheck irgendwoher bekommen, und sobald sie eine saftige Story wittern, denken sie über die Moral nicht mehr wirklich nach. Sie denken eher: "Ich muss eine Story schreiben, so dass ich Geld bekomme und meinen Kindern was zu Essen kaufen kann"... Du musst also auch ihre Seite verstehen.

Ricarda:
Hm, irgendwie bist du zu lieb...(lacht)

Tuomas:
Nein, versteh mich nicht falsch, natürlich ist sowas noch immer scheiße (lacht). Da waren einige Leute, die Fotos von meinem Haus machten und diese in der Zeitung druckten. Aber ich denke, sie tun, was sie tun müssen und wir argumentieren dann dagegen. Es ist halt nur nicht immer so schwarz-weiß...

Ricarda:
Marco hat einen Song für den finnischen "Idols"-Gewinner ARI KOIVUNEN geschrieben. Könntest du dir vorstellen, einen Song für jemanden zu schreiben, den du nicht wirklich kennst?

Tuomas:
Hm, vielleicht. Darüber habe ich noch gar nicht richtig nachgedacht...

Ricarda:
Dann denk jetzt mal darüber nach (lacht)...

Tuomas:
Bisher hat keiner gefragt (lacht)! Aber falls jemand fragen würde, dann würde es natürlich auch von der Person abhängen. Ich muss zumindest etwas über die Person wissen, für die ich den Song schreiben soll - auch auf der persönlichen Ebene.

Ricarda:
Also musst du die Person auch wirklich kennenlernen...

Tuomas:
Ja, zumindest ein bisschen. Aber wenn er oder sie dann einen Eindruck hinterlassen würde, dann natürlich.

Ricarda:
Du hast auch den Song 'While Your Lips Are Still Red' für den Film "Lieksa!" geschrieben. Wie streng waren die Vorgaben?

Tuomas:
Der Regisseur rief mich an, ich besuchte ihn, und er sagte "Ich brauche eine 4-minütige Ballade auf Englisch, die dann das Lied von die weibliche Hauptrolle werden soll. In dem Lied soll die Zeile 'While Your Lips Are Still Red' vorkommen!" Das waren eigentlich alle Vorgaben. Ich hatte das Demo von 'Eva' dabei, spielte es ihm vor und fragte "Willst du etwas in dieser Art?", und er meinte: "Das ist genau das, was ich suche, mach so etwas wie das!". Von daher sind diese zwei Songs auf eine Art und Weise verwandt (lacht). Das Lustige ist, dass es eigentlich von einem finnischen Mädchen gesungen werden sollte...

Ricarda:
Oh, okay. Das wäre meine nächste Frage gewesen: Ob es von Anfang an klar war, dass Marco das Lied singen würde...

Tuomas:
Nein, überhaupt nicht! Der Regisseur wollte eine Frauenstimme. Und ich hatte sogar schon ein Mädchen im Kopf, das das Lied singen sollte...

Ricarda:
Jemand Bekanntes?

Tuomas:
Nein, niemand kennt sie. Ich ging dann ins Studio, um alles aufzunehmen, Keyboards und so, und ich fragte Marco, ob er kommen könnte, um die Gesangsparts aufzunehmen, so dass das Mädchen dann wissen würde, was sie zu singen hat, die Melodie und so. Er kam, sang den Song, und ich dachte nur "Oh, wow!" (lacht)...

Ricarda:
Tschüss Mädel...(lacht)

Tuomas:
Ja, genau (lacht mehr). Ich spielte Marcos Aufnahme dem Regisseur vor, und er meinte nur: "Wer ist das? Dieser Typ wird den Song singen!" "Okay, das ist Marco!" (lacht). Es war also mehr eine Art Unfall...

Ricarda:
Ich liebe Marcos Stimme in dem Lied, aber ich liebe Marco ja eh, vielleicht bin ich etwas subjektiv mit der Beurteilung (lacht)...

Tuomas:
Ja, ich weiß (lacht). Der Song bringt die romantische Seite des alten Hippies zum Ausdruck (lacht)! Aber ich muss betonen, dass es kein NIGHTWISH-Song ist. Das Lied läuft nicht unter dem Namen NIGHTWISH, es ist einfach ein Song, der von mir gemacht wurde, auf dem Marco singt. Und der halt als Bonus-Track auf unserer ersten Single des Albums gelandet ist (lacht)...

Ricarda:
Ich denke aber, allein deswegen werden viele Leute den Song als ein NIGHTWISH-Lied sehen...

Tuomas:
Ja, das kann gut sein. Aber naja, das ist nicht so schlimm...

Ricarda:
Werdet ihr es vielleicht einmal live spielen?

Tuomas:
Ja, vielleicht. Warum eigentlich nicht...

Ricarda:
Oh ja, bitte.

Tuomas:
Sicher, warum nicht... Ich mag den Song wirklich gerne, er ist viel besser geworden, als ich zuerst dachte.

Ricarda:
Dann habt ihr auch zwei Videos in L.A. gedreht. Wie war das so? Und was hatte es mit dem Gerücht auf sich, dass Christina Ricci in einem der Videos dabei sein würde?

Tuomas:
Ja, sie hatte bereits zugesagt! Aber dann gab es einen Mix mit den Zeitplänen. Wir waren in sehr engem Kontakt mit ihrem Manager, sie hatte das Lied gehört und zugesagt und alles. Aber dann mussten wir unseren Zeitplan umstellen, und am Ende war es so, dass sie einen Film in Europa drehen musste zu der Zeit, als wir das Video in L.A. drehten. Aber ja, in diesem Gerücht war sogar richtig viel Wahrheit! Ansonsten war aber alles super! Wir waren in L.A. für zehn Tage und brauchten nur einen Tag, um beide Videos zu drehen (lacht). Der Rest was Freizeit, einer der besten Ferientrips für mich (lacht mehr). Ich besuchte Disneyland, Hollywood, shoppte ein wenig in Melrose Place und so. Dann war ich auch beim Finale des Stanley Cups in Anaheim und sah, wie Anaheim die Trophäe gewann. Es war unglaublich: zehn Tage Urlaub, ein Tag für die Videos (lacht).

Ricarda:
Ich bin so neidisch auf den Disneyland-Besuch (lacht). Warst du nur einen Tag dort?

Tuomas:
Ja, zwei Nächte und einen vollen Tag, es war echt super. Marco und Anette waren mit mir dort, beide zum ersten Mal, und sie kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus (lacht)...

Ricarda:
Für unser nächstes Interview gehen wir auch in einen der Parks (lacht)...

Tuomas:
Wir beide? Ja, gerne! Vielleicht in den in Paris, das wäre cool (lacht)...

Ricarda:
Okay, ich behalte das im Kopf (lacht). Ihr startet dann auch sehr bald eure Tour und zwar in Tel Aviv, was ich sehr interessant finde. Habt ihr keine Angst?

Tuomas:
Es ist wirklich interessant, es ist unsere allererste Show in Tel Aviv, aber Angst haben wir eigentlich nicht. APOCALYPTICA waren dort und erzählten, dass es total okay und abgesichert gewesen wäre. Ich denke, im Grunde ist es nicht gefährlicher als in den USA, überall kann etwas passieren. Ich würde nicht unbedingt nach Afghanistan fahren, um dort zu spielen, aber Tel Aviv soll sehr sicher sein.

Ricarda:
Dann tourt ihr auch in den USA mit PARADISE LOST als Support.

Tuomas:
Ja, wieder mal, denk dir also, was du willst (lacht)...

Ricarda:
Aber das ist doch cool...

Tuomas:
Ja, das ist es auf alle Fälle. Vor zwölf Jahren oder so habe ich wirklich zu ihnen heraufgeschaut. "Icon" und "Draconian Times" sind tolle Alben. Ich war damals ein großer Fan, und nun sind sie unsere Vorband. Es ist wirklich eine Ehre.

Ricarda:
Und die US-Tour dauert wie lange?

Tuomas:
Fünf Wochen. Wir brauchen noch viel Übung (lacht)...

Ricarda:
Ihr hattet auch mal ein Konzert mit Orchester geplant, was dann leider nicht zu Stande kam. Ist so etwas aber noch immer auf eurer "to do"-Liste oder habt ihr das Ganze aufgegeben?

Tuomas:
Lustigerweise haben wir gerade gestern darüber gesprochen, und es steht noch immer auf der Liste. Das einzige Problem ist, dass wir es an einem bestimmten Ort machen wollen, in der Royal Albert Hall. Leider ist die bis zu zwei Jahre im Voraus ausgebucht, man braucht also eine gute Planung und auch eine ganze Summe Geld, aber wir versuchen es. Ich würde sagen, im Moment steht es 70/30, dass es wirklich passieren wird. Es wäre wirklich toll.

Ricarda:
Ja, gerade auch in der Royal Albert Hall...

Tuomas:
Ich denke, das ist so ziemlich der einzige Ort, wo wir es machen könnten. Außerdem wollen wir natürlich dasselbe Orchester verwenden, aber wir wollen nicht 120 Leute nach Finnland einfliegen (lacht).

Ricarda:
In Finnland habt ihr für so ein Konzert doch auch gar keine richtigen Locations. Hartwall Arena ist zwar groß, aber die Atmosphäre muss ja auch stimmen...

Tuomas:
Ja, genau, es muss wirklich an einem besonderen Ort sein. Aber wenn es passieren sollte, dann sowieso erst in der ersten Hälfte des Jahres 2009.

Ricarda:
Dann wollen alle Deutschen natürlich wissen, wann ihr nach Deutschland kommt...

Tuomas:
Das erste Konzert wird das "On A Dark Winter's Night"-Festival in Oberhausen direkt nach Weihnachten werden. Unsere Europa-Tour startet dann am 15. Februar 2008 und wird ungefähr zwei Monate dauern. Dann werden wir auch zehn oder elf Konzerte in Deutschland spielen. Ich kann mich natürlich irren, aber ich glaube, es waren so viele.

Ricarda:
Ihr tourt auch bald in Finnland. Wisst ihr schon, wer euer Support wird?

Tuomas:
Ja, die Finnland-Tour ist im Dezember. Wir haben im Moment noch einige Auswahlmöglichkeiten was die Vorgruppe angeht, aber noch nichts entschieden. Ich denke, wir sollten die Sache im nächsten Monat oder so geklärt haben.

Ricarda:
Und dann gibt es natürlich die Gerüchte über einige Geheimgigs. Hast du davon gehört (lacht)?

Tuomas:
(spielt dumm) Geheimgigs? Gerüchte? Neeeeiiin, davon hab ich nichts gehört (lacht)... Es wäre ja auch kein Geheimnis, wenn ich davon gehört hätte (lacht mehr)...

Ricarda:
Ok okay, ich frag ja schon gar nicht weiter...

Tuomas:
Ich habe allerdings von einigen Release-Parties gehört, auf denen einige Cover-Bands spielen sollen, die sind sicher gut (grinst fett)...

Ricarda:
Ja, die sind ja auch total bekannt. Alle kennen sie, nur Google nicht (lacht)...

Tuomas:
(lacht) Ja genau. Aber Google kennt ja auch nicht alles (lacht mehr). Okay, aber im Ernst: Ich denke, es ist für die Leute ziemlich offensichtlich, was dort ablaufen wird und der Helsinki-Gig ist eh ausverkauft, also was soll's...

Ricarda:
Ihr habt die Coverband-Tour ja schon mal abgezogen...

Tuomas:
Ja, das haben wir. Ich meine natürlich: Was haben wir? (lacht)... Ich rede jetzt einfach nicht mehr darüber (lacht mehr)...

Ricarda:
Ok okay, reden wir doch dann lieber noch kurz über die nächsten Wochen. Ihr werdet ein wenig üben gehen, richtig?

Tuomas:
Ja, wir fangen am 11. August an. Zuerst proben wir ein wenig in Helsinki und dann in Tampere. Ich glaube, es wird alles sehr aufregend. Anette hat kürzlich einige Songs auf einem Tape eingesungen, und es klang wirklich gut. 'She's My Sin' hörte sich gut an, 'Dead To The World' hörte sich wirklich toll an, 'Sleeping Sun' auch. Das einzige Lied, bei dem sie einige Probleme hatte, war 'The Siren'. Es ist ein sehr schweres Lied, besonders für eine Stimme wie ihre. Wir müssen einfach die Songs rauspicken, die am besten funktionieren. Wir arbeiten natürlich schon an der Setlist. 'Phantom Of The Opera' wird nicht mehr gespielt werden, das war Tarjas Lied. 'Over The Hills And Far Away' ist tot und begraben für uns. Aber dafür wird es andere Sachen geben...

Ricarda:
Auf den letzten Shows habt ihr auch immer einen Cover-Song mit nur Marcos Gesang gespielt...

Tuomas:
Ja, aber das haben wir für so lange gemacht, ich denke, es wird Zeit für etwas anderes.

Ricarda:
Aber das war immer ein Highlight der Show.

Tuomas:
Echt? Aber Marco wird auf den Konzerten sowieso viel singen...

Ricarda:
Aber wenn ihr nicht 'Master Passion Greed' spielt...

Tuomas:
Aber wir werden 'The Islander' spielen, so richtig mit Akustik-Gitarren und so. Das ist etwas, was wir noch nie gemacht haben, also mal schauen. Und wir werden auch versuchen, 'The Poet And The Pendulum' zu spielen...

Ricarda:
Muss dann nicht sehr viel vom Tape kommen?

Tuomas:
Es ist schon ziemlich viel, aber auch nicht soviel, wie man denken würde. Wir haben alle Backing-Tapes vor etwa einer Woche zusammengestellt und dabei auch viel weggelassen. Mal schauen, wie es im Endeffekt funktionieren wird... Live ist nun mal live...

Ricarda:
Genau. Das war's dann auch. Ich danke dir wieder mal.

Tuomas:
Gar kein Problem, immer ein Vergnügen...

Ricarda Schwoebel [03.08.2007]

Interview with Nightwish 49

Source: Powermetal

05/2006

Seit dem spektakulären Rauswurf von Sängerin Tarja Turunen wird mit NIGHTWISH leider nicht mehr nur grandiose Musik, sondern vor allem auch Drama-Episoden mit Kindergarten-Niveau in Verbindung gebracht. Genügend Zündstoff lieferte unter anderem das Buch über die Band, geschrieben von Mape Ollila, das nicht nur die Karrierelaufbahn der vier Jungs und Tarja beschreibt, sondern auch die Ereignisse, die schlussendlich zum finalen Split führten. Bisher ist das Buch nur in Finnisch erschienen, eine Übersetzung in andere Sprachen (darunter Deutsch und Englisch) ist bis Ende des Jahres anvisiert. Im Mai traf ich mich mit Bandleader Tuomas Holopainen, der mir bereitwillig Fragen zu NIGHTWISH, dem Buch und der DVD "End Of An Era" beantwortete. Auch Autor Mape Ollila war mit von der Partie.

Ricarda:
Zum Anfang würde ich einfach gerne wissen, wie es zu diesem Buch kam. Wer hatte die Idee?

Mape:
Es war eigentlich ein Unfall. Ich habe die Karriere von Marco Hietala bereits seit den 80ern verfolgt, sogar schon als TAROT noch PURGATORY hieß. Und als Marco dann zu NIGHTWISH hinzustieß, habe ich meine große Falle wohl zur falschen Zeit geöffnet. Ich habe allen erzählt, dass Marco an sich schon so ein Charakter ist, dass ich gerne ein Buch über ihn schreiben würde. Und Ewo, der Manager von NIGHTWISH, musterte mich von oben bis unten und meinte: "Warum schreibst du nicht über die ganze Band?" Zuerst dachte ich "Nein, auf keinen Fall!" und machte all diese Ausflüchte, dass es zuviel Arbeit sei. Aber irgendwann habe ich mich doch breitschlagen lassen, und im Herbst wäre das vier Jahre her. Also war es ein wirklich langwieriges Projekt. Aber das wichtigste ist, dass ich mein Versprechen an Ewo gehalten habe.

Ricarda:
Ich finde es sehr interessant, dass die Arbeit schon so früh begann, denn gerade jetzt hat sich in der Band soviel verändert mit Tarjas Rauswurf. Und beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass trotz des Parts über die Bandgeschichte der Focus mehr darauf liegt, zu erklären, wie es zu dem Split kommen konnte.

Mape:
Das sehe ich nicht so. Aber die Wahrheit ist natürlich, dass NIGHTWISH immer erfolgreicher und größer wurde und der bisherige Höhepunkt liegt natürlich bei dem letzten Album "Once", und was damit passiert ist.

Tuomas:
Ja, genau, und da fingen die Probleme ja schon an.

Mape:
Und wenn man sich mal die Verkaufszahlen der Alben anschaut, die wenn ich mich recht erinnere etwa 3 Millionen sind, dann ist 1 Million davon nur "Once", also ein Drittel. Ich habe zwar keine Seiten gezählt, aber ich denke, wenn man es tun würde, dann wäre etwa ein Drittel des Buches über die Zeit von "Once". Wenn ich darüber nachdenke, gibt es vielleicht doch einen Fokus... (lacht)

Ricarda:
Welche Fakten in dem Buch wird die Fans am meisten überraschen? Falls es da überhaupt etwas gibt...

Tuomas:
Ich glaube, wir haben so viele Die-hard-Fans, die schon alles über die Band wissen. Eigentlich würde ich sagen, dass das Buch nicht unbedingt etwas wirklich Neues enthüllt. Ich glaube, jeder einzelne Fakt wurde bereits zuvor woanders erwähnt. So in dem Sinne ist das Buch mehr eine Art Zusammenfassung.

Ricarda:
Eine Menge Leute beschweren sich, dass das Buch nicht neutral genug ist, dass es sich zu sehr auf den Standpunkt der Jungs beschränkt.

Mape:
Dem würde ich zustimmen. Das letzte Interview mit Tarja habe ich am 14. Oktober 2005 gemacht, das war eine Woche bevor sie die Band verlassen musste. Danach war sie nicht verfügbar für Interviews - besonders nicht verfügbar für mich. Aber wie ich immer gesagt habe: Das Buch ist meine Version und nur eine Version der Wahrheit. Jeder ist willkommen, seine eigene zu publizieren.

Ricarda:
Toumas, ich kann mir vorstellen, dass viele Erinnerungen hochkamen, als du das Buch gelesen hast. Gibt es irgendwelche bestimmten Beispiele, die dich zum Lachen oder Weinen gebracht haben?

Tuomas:
Oh, da gibt es unzählige. Natürlich war der härteste Teil, der über das letzte Jahr und die Dinge, die dort passiert sind. Aber eigentlich hat mich das Buch eher stolz gemacht. Überhaupt, die Idee, dass jemand ein Buch über uns schreibt... das ist wirklich sehr schmeichelhaft!

Ricarda:
In deinen Kinderbildern bist du häufig mit Tieren oder einfach in der Natur zu sehen, und du bist im Osten von Finnland aufgewachsen...

Tuomas:
Ja, ich lebe noch immer in der gleichen Stadt, alle 29 Jahre meines Lebens.

Ricarda:
Also bist du quasi ein Countryboy... das soll jetzt nichts Negatives heißen...

Tuomas:
Oh, ich bin auch im negativen Sinne ein Countryboy. (lacht)

Ricarda:
Na gut. Glaubst du, dass das Aufwachsen in dieser Gegend dich musikalisch und persönlich inspiriert hat?

Tuomas:
Absolut! Ich glaube, alles läuft darauf zurück. Wäre ich zum Bespiel in Helsinki aufgewachsen, würde NIGHTWISH wahrscheinlich ganz anders klingen. Ich glaube, der organische Teil der Musik kommt einfach von dem Fakt, dass... (denkt nach) ...ich ein Countryboy bin. (lacht)

Mape:
Wäre er in Helsinki geworden, wäre er wahrscheinlich längst ein Arschloch seit "Oceanborn" gewesen und schon längst untergegangen. Hier in Helsinki habe ich schon viele Leute gesehen, die weitaus mehr Starallüren haben, obwohl sie rein gar nichts erreicht haben.

Ricarda:
Ja, ich auch. Aber gut. In dem Buch stand außerdem, dass du für ein Jahr als Austauschschüler in den USA warst, und dieses Jahr drastische Auswirkungen auf deinen Musikgeschmack hatte...

Tuomas:
Ja, ich weiß, es hört sich romantisch an, aber jedes Wort ist wirklich wahr, es war eine Wandlung über Nacht. Ich erinnere mich noch, als ich den ersten Brief an meine Gastfamilie in Wichita, Kansas schrieb und erzählte, dass ich jede Art von Musik außer Heavy Metal mag. (lacht) Und dann, als ich da war, war in Kansas City ein Konzert von METALLICA und GUNS'N'ROSES, da wollten sie mit mir hin. Zuerst wollte ich nicht, aber ich bin dann mitgegangen. Und als ich METALLICA gesehen habe... dieser Moment hat alles verändert. Die nächste Woche habe ich gleich alle ihrer Alben gekauft, damals noch als Kassette. GUNS'N'ROSES nach METALLICA war absolut nichts.

Ricarda:
Ok, und dann zu deiner anderen Seite. Ich muss sagen, es hat mich schon gewundert zu lesen, dass du ein Fan der Seifenoper "Reich und schön" bist... (alle brechen in Gelächter aus)

Tuomas:
Jeder hat eine Leiche im Keller. Ich bin aber nicht besessen oder so, ich nehme die Folgen nicht auf. Aber wenn ich Zeit habe, dann schaue ich es. Es hilft wirklich, den Kopf frei zu bekommen.

Ricarda:
Ja, man fühlt sich dann richtig intelligent...

Tuomas:
Aber ich glaube, genau deshalb sind Seifenopern so beliebt, weil man sich diesen Leuten überlegen fühlt. Ein Psychologe könnte das wahrscheinlich besser erklären, aber ich denke, es hat etwas damit zu tun.

Ricarda:
In Finnland ist es aber auch anders als in Deutschland. Wenn man in Deutschland sagt, dass man "Reich und schön" schaut, sagt man eigentlich: "Ich bin eine sexuell frustrierte Hausfrau!" (allgemeines Gelächter) Hier gibt es sogar Schlagzeilen über die Serie auf diversen Zeitungen.

Mape:
Das sollte dir vielleicht etwas über die Qualität der Zeitungen sagen...

Ricarda:
Ja, wahrscheinlich. Ok, am 2. Juni kommt eure DVD "End Of An Era" raus. Auf der DVD befinden sich das Abschlusskonzert der Tour in der Hartwall-Arena in Helsinki und außerdem noch die Dokumentation mit dem Titel "A Day Before Tomorrow". Kannst du darüber etwas sagen?

Tuomas:
Ja, es war quasi eine Idee in letzter Minute. Jede DVD sollte irgendwelches Bonusmaterial haben, aber wir hatten nichts außer einer Fotogalerie. Und da waren diese zwei Typen, die uns auf der Tour durch Süd-Amerika begleitet haben. Sie wollten eigentlich eine Doku für das finnische Fernsehen machen, aber aus mir unbekannten Gründen kam es nie dazu. Trotzdem hatten wir noch das ganze Filmmaterial, und daraus entstand dann diese 55-minütige Doku. Wenn du mich fragst, ist die Doku eigentlich recht langweilig, aber trotzdem zeigt sie dir ziemlich gut, was in der Band los war, und dass eigentlich niemand richtig glücklich war.

Ricarda:
Du hast die DVD bereits in einem Kino in Deutschland gesehen. Wie war das?

Tuomas:
Es war sehr cool, besonders der Konzert-Teil. Alles auf einer großen Leinwand mit tollem Soundsystem. Es waren etwa 50 Leute da, und keiner ist eingeschlafen oder hat das Kino verlassen. Es war also sehr vielversprechend.

Ricarda:
Du hast bereits 15 Songs für das neue Album fertig. Wird es dort wieder Orchester geben? Das gleiche wie auf "Once"?

Tuomas:
Ja, das Orchester ist bereits gebucht, und es wird so ziemlich das gleiche wie auf "Once" sein. Auch der Chor. Und dann wird es noch ein paar Gastmusiker geben. Die Formel bleibt also so ziemlich die gleiche.

Ricarda:
Hast Du bereits eine potentielle Single? Du sagt immer, es ist sehr hart für dich, eine Single auszusuchen, weil du es leicht findest, diese langen Kompositionen zu schreiben, aber starke Probleme mit Songs unter vier Minuten Länge hast.

Tuomas:
Ja, ich weiß, und daran denke ich aber nicht, wenn ich Songs schreibe. Aber gerade vor ein paar Tagen habe ich mir darüber Gedanken gemacht, was ich tun würde, wenn ich jetzt eine Single aussuchen müßte... oh je. Ich mag die Songs, ich finde, sie sind sehr gut, und ich bin wirklich überzeugt von ihnen, aber es wird sehr hart werden, eine Single auszuwählen. Aber natürlich muss man das in der heutigen Zeit berücksichtigen, man muss eine Single haben. Ich finde aber nicht, dass das fair ist, nicht für den Song und nicht für das Album. Ich hasse es, einen Song zu editieren, dass er nicht mehr als vier Minuten lang sein darf, dass es eine Hit-Formel sein muss. Besonders die erste Single muss in dieses Schema passen. Warum bringst du eine Single raus? Du bringst sie raus, um das Album zu promoten, und daher musst du diese Dinge berücksichten, so dass die Radiosender sie auch spielen. Und auf der anderen Seite möchte man aber auch, dass die Single das Album gut repräsentiert, es ist also sehr schwierig.

Ricarda:
Du hast auch einen sehr schönen Song für das neue Album von TIMO RAUTIAINEN geschrieben. Hast Du das Lied speziell dafür geschrieben, oder hätte es auch ein NIGHTWISH-Song sein können? Bist du den Song irgendwie anders angegangen?

Tuomas:
Der Song war nur für dieses Album gedacht und der einzige Unterschied war, dass ich von Beginn wusste, dass er in Finnisch gesungen wird. Also habe ich versucht, dass er sich wie ein finnischer Song anhört. Mit ein paar anderen Arrangements hätte es vielleicht auch ein NIGHTWISH-Song sein können. Aber gut, ich bin zufrieden.

Ricarda:
Mape, hast du bereits andere Band-Biografien geschrieben? Und gibt es eine Band, über die du gerne eine Biografie schreiben würdest? Es muss nicht unbedingt eine finnische Band sein.

Mape:
Nein, NIGHTWISH war meine erste Band-Biografie. Und es gibt keine Kraft auf der Welt, im Universum, auf anderen Welten und in Unterwelten, die mich dazu bringen könnte, noch einmal eine zu schreiben. Es war ein Test, um zu sehen, ob ich es machen kann. Kein Grund also, es noch einmal zu tun.

Ricarda:
Tuomas, es gibt einige Leute, die sich fragen, ob du die Lakota-Sprache lernen möchtest oder vielleicht sogar schon sprichst.

Tuomas:
Nein, ich kann nur meinen Lakota-Namen. Es ist eine sehr schwere Sprache, und ich habe nicht vor, sie zu lernen. Außerdem ist sie nicht gerade sehr nützlich.

Ricarda:
Wie schwer ist es für jemanden, der sich selbst als eher schüchtern und introvertiert bezeichnet, solche persönlichen Texte zu schreiben? Auch wenn du nicht in deiner Muttersprache schreibst, so ist Englisch doch eine Sprache, die weitaus mehr verstanden wird als Finnisch.

Tuomas:
Ich kann es gar nicht so genau sagen. Ich denke einfach, Englisch ist die bessere Sprache zum Schreiben. Es ist wirklich schwer für mich in Finnisch zu schreiben. Die Lyrics für den Song für TIMO RAUTIAINEN waren die härtesten, die ich jemals geschrieben habe.

Ricarda:
Aber es ist nicht so, dass du dich irgendwie nackter fühlst, wenn du in Finnisch schreibst? Es ist mehr der Klang?

Tuomas:
Ich weiß nicht, es ist die Phonetik glaube ich.

Ricarda:
Ok, ich war nur sehr überrascht zu lesen, dass du, als ihr den Song 'Kuolema Tekee Taiteilijan' für "Once" aufgenommen habt, die Lyrics sowohl in Finnisch als auch in Englisch hattest.

Tuomas:
Ja, für den Fall, dass es in Finnisch nicht funktionieren würde. Für mich kann sich die finnische Sprache sehr schnell sehr kitschig anhören, also hatte ich einen Back-up-Plan. Aber ich bin froh, dass es in Finnisch funktioniert hat.

Ricarda:
Du rauchst. Wann hast du angefangen?

Tuomas:
Sehr spät. Ich habe meine erste Zigerette im Jahr 2000 geraucht, da war ich bereits 23. Es war echt dumm, das zu tun, aber naja.

Ricarda:
Ok, noch eine alberne Frage: Wen wolltet ihr heiraten, als ich Kinder wart?

Tuomas:
Belle aus dem Disney-Film "Die Schöne und das Biest". Sie ist meine Traumfrau.

Mape:
Ich wollte nie irgendwen heiraten. Möchte ich heute auch noch nicht.

Ricarda:
Ok, dann die letzte Frage. Was haltet ihr von Lordis Teilnahme beim Eurovision Song Contest?

Tuomas:
Daumen hoch! Es war das erste Mal, dass ich beim Eurovision Song Contest gevotet habe.

Mape:
Dito.

Ricarda:
Sehe ich auch so. Gut, das wären dann alle Fragen. Vielen Dank für eure Zeit.

Tuomas + Mape:
War uns eine Freude.

Ricarda Schwoebel [14.07.2006]

Interview with Nightwish 48

Source: Powermetal

10/2000

Vor ihrem Auftritt im Z7 in Pratteln (Schweiz) hatte ich die Möglichkeit, mit Tuomas von NIGHTWISH ein wenig zu plaudern. Im Tourbus, in welchem übrigens penibel auf Sauberkeit geachtet wird (Schuhe aus...), nahm das Gespräch dann seinen Lauf.

Kathy:
In ein paar Stunden müsst ihr wieder auf die Bühne. Habt ihr eigentlich immer noch Lampenfieber?

Tuomas:
Ja, ich persönlich bin immer ein wenig nervös, das werde ich wohl nie abschütteln können. Kurz vor der Show ist es am schlimmsten. Aber ich denke, wir haben schon so viele Gigs gemacht, dass sich nun eine Art Routine einstellt, was ganz gut ist. Doch ein gewisser Grad an Lampenfieber ist immer da.

Kathy:
Hast du eine Art Ritual, um dich dann zu beruhigen, wie z.B beten oder vielleicht auch einfach nur ein bisschen fernsehen?

Tuomas:
(lacht) Jeder von uns hat sein eigenes Ritual. Ich selbst mag es, alleine an einem ruhigen Ort zu sein und nochmals den Set geistig durchzugehen...

Kathy:
...um sicherzustellen, dass du keine Fehler machst?

Tuomas:
Genau. Ich mag es eben, für mich zu sein. Tarja beispielsweise wärmt sich bis zur letzten Minute auf, und die anderen spielen auf ihren Instrumenten rum, um warm zu werden. Also nichts Abergläubisches (lacht).

Kathy:
Was hälst du von SINERGY und ETERNAL TEARS OF SORROW, euren Vorgruppen? Magst du ihre Musik?

Tuomas:
Ja, ich mag ihre Musik sehr gerne, ich denke, wir sind ein großartiges Package. In jeder Band gibt es ein Mädel, das ist also eine Art "Finnish-Girlpower-Tour" (grinst).

Kathy:
Also sind die anderen beiden auch finnische Bands (war mir entfallen, Anm. d. Verf.)?

Tuomas:
Ja, das sind sie. Eigentlich ist die Sängerin von SINERGY keine Finnin, aber die restlichen Leute schon.

Kathy:
Dann müsstet ihr euch ja fast wie daheim fühlen, wenn alle um euch rum auch Finnisch reden.

Tuomas:
Ja, das stimmt. Und wir kannten uns alle auch schon vor der Tour, alles ist ziemlich easy.

Kathy:
Ich habe gehört, dass ihr während der Show Samples und Playback verwendet. Stimmt das?

Tuomas:
Ja, das ist richtig. Ich hoffe wirklich, dass die Leute das verstehen werden, denn auf den Platten verwenden wir viel Chöre, Effekte, männliche Stimmen und so Sachen, da gibt es keine Möglichkeit, diese Songs ohne Samples/Playback zu spielen. Wir können es uns nicht leisten, einen Chor oder einen Flötenspieler mit auf die Bühne zu bringen.

Kathy:
Ich denke mal, der Platz auf der Bühne wäre dafür auch ein bisschen zu klein.

Tuomas:
Richtig. Wir verwenden so wenig Samples wie möglich, aber speziell für die Songs des neuen Albums "Wishmaster" brauchen wir die Effekte.

Kathy:
Welches Konzert der Tour war bisher das beste, was meinst du?

Tuomas:
Frankreich war sehr überraschend, da wir vorher noch nie in diesem Land gewesen waren. Das Publikum dort war so hektisch, es war wie in Südamerika. Wirklich wild. Ich denke, in Paris war bisher das beste Konzert, sehr guter Ort zum spielen, alles ist echt gut gelaufen.

Kathy:
Habt ihr dort in einem größeren Club gespielt?

Tuomas:
Ja, er war ziemlich groß, etwa 1500 Leute haben reingepasst. Etwa die selbe Größe wie das Z7.

Kathy:
Ich hörte, dass ihr eine ziemlich horrormäßige Show in einem Club in Barcelona hattet und dass Tarja fast zusammengeklappt ist, weil es da drin so heiss war.

Tuomas:
Oh ja, das stimmt. Bisher dachte ich immer, dass Finnen wissen, wie man eine Sauna macht, aber da war es viel schlimmer. Das war die heisseste Show, die wir je gespielt haben. Auf der Bühne waren es um die 50 Grad und total feucht, wir mussten richtig kämpfen, um nicht ohnmächtig zu werden. Du versuchst, richtig zu spielen, aber alles ist nass, das Keyboard und so. Du kannst nicht die richtigen Noten spielen, weil es schwierig ist, noch die Augen offenzuhalten. Es war die ganze Zeit wie in einer Twilight Zone. Aber das Publikum war wieder großartig.

Kathy:
Und ihr habt die Show ja durchgestanden.

Tuomas:
(lacht) Nach dem letzten Song dachte ich: Yes! Es kann gar nicht mehr schlimmer werden.

Kathy:
Mögt ihr eigentlich Touren oder zieht ihr Studioarbeit vor?

Tuomas:
Weißt du, ich glaube das kann man nicht richtig vergleichen, denn beides macht Spaß. Nach einer langen Tour ist es schön, wieder ins Studio zu gehen und umgekehrt.

Kathy:
Studioarbeit ist ja auch mal was anderes, als immer im Tourbus zu sitzen und rumzufahren.

Tuomas:
Ja. (lacht) Ich könnte dieses Tourleben niemals ein Jahr oder so aushalten wie große Band wie METALLICA oder die ROLLING STONES, die für zwei Jahre oder so auf Tour sind.

Kathy:
Das würdest du nie tun?

Tuomas:
Nein, ich glaube, das könnte ich gar nicht. Fünf Wochen sind genug.

Kathy:
Kriegst du manchmal auch Heimweh?

Tuomas:
Eigentlich nicht, ist ja nur eine recht kurze Zeit. Die anderen vielleicht, wegen Familie, Beziehung oder so, aber ich nicht.

Kathy:
Und was sind eure Pläne für die Zeit nach der Tour? Werdet ihr gleich wieder an die Arbeit gehen oder erstmal Urlaub machen?

Tuomas:
Wir werden für eine Woche nach Kanada gehen, wir haben zwei Shows in Montreal. Im Dezember ist dann erstmal nichts zu tun, aber im Januar geht die Arbeit wieder los. Wir werden eine DVD machen und dann eine neue CD.

Kathy:
Wart ihr denn schonmal in Kanada?

Tuomas:
Nein, noch nie, das ist das erste Mal.

Kathy:
Seit ihr schon aufgeregt?

Tuomas:
Sehr, denn wir dachten, dass wir gar keinen Erfolg in Kanada haben würden. Doch dann haben sie uns gefragt, ob wir kommen würden, und die erste Show ist mit 1800 Leuten schon ausverkauft. Das ist schön.

Kathy:
Mittlerweile gehört ihr zu den bekanntesten und beliebtesten Bands in der Metal-Szene. Fühlt ihr euch schon irgendwie wie Stars?

Tuomas:
Weißt du, ich denke in diesem Business hat man sich wie ein Star zu fühlen, auch, wenn man sich innen drin nicht wirklich wie einer fühlt. Ich glaube, dass dieses Rockstar-Business nicht natürlich für uns ist. Das ist nichts, was wir unser ganzes Leben lang schon immer machen wollten. Alles ist so schnell und so plötzlich passiert, wir sind irgendwie da reingewachsen.

Kathy:
Ihr habt nie geglaubt, so großen Erfolg zu haben?

Tuomas:
Nein, nie. Es ist einfach passiert (lacht). Verbunden mit harter Arbeit natürlich.

Kathy:
Werdet ihr auch mal eine Live-Platte oder ein Live-Video veröffentlichen?

Tuomas:
Ja, die angesprochene DVD. Darauf wird ein Live-Konzert zu sehen sein, welches wir in Finnland gespielt haben. Mit Live-Sound, vielen Effekten, Pyroshow usw.

Kathy:
Wird die DVD europaweit veröffentlicht werden?

Tuomas:
Ich glaube ja. Aber in einer sehr limitierten Auflage.

Kathy:
Mich würde interessieren, wie ihr das diesjährige Wave-Gotik-Treffen in Leipzig empfunden habt, da es dort ja ziemlich chaotisch zuging.

Tuomas:
Ja, es war wirklich chaotisch. Ich bin froh, dass wir am ersten Abend gespielt haben, denn danach waren sie bankrott oder so.

Kathy:
Ja, sie konnten die Künstler und die Security nicht mehr bezahlen.

Tuomas:
Ich finde, es war sehr schlecht organisiert. Ich habe auch gedacht, dass wir ein bisschen fehl am Platze sind, weil alles so gothic war, so düster.

Kathy:
Aber neben euch waren ja auch andere Metal-Bands da.

Tuomas:
Stimmt schon. Und die Menge scheint uns gemocht zu haben, die Show an sich war OK.

Kathy:
Leider habe ich eure Konzert dort verpasst, weil ich im Stau stand. Aber ein paar Leute haben mir von eurem Auftritt erzählt, und sie haben euch sehr gemocht.

Tuomas:
Schön (grinst).

Kathy:
Habt ihr auf dem Wave-Gotik-Treffen irgendwelche Bands getroffen, deren Musik ihr privat mögt?

Tuomas:
(überlegt) Eigentlich nicht. Nur LACRIMOSA, weil sie grade nach uns gespielt haben..., THEATRE OF TRAGEDY...

Kathy:
Die haben gar nicht gespielt.

Tuomas:
Stimmt, sie sind nicht aufgetreten. Sie kamen zum Hotel und mussten sofort wieder gehen.

Kathy:
Und wie war's am Wacken Open Air? Hat euch das besser gefallen?

Tuomas:
Ja, das war richtig cool, obwohl wir viele Beschwerden wegen dem Sound gehört haben. Aber das ist immer das gleiche Problem an Festivals. Das war die bisher größte Show, die wir gespielt haben, 14 000 Leute oder so. Es war auch alles wirklich gut organisiert.

Kathy:
Seit ihr Jungs eigentlich manchmal eifersüchtig, weil Tarja immer im Rampenlicht steht?

Tuomas:
Ich denke, das ist nur natürlich, wie "The Beauty and the four Beasts" (lacht). Klar ist sie das Schlüsselelement der Band und bekommt mehr Aufmerksamkeit deswegen. Kein Problem damit.

Kathy:
Klingt, als wärst du auch ganz froh, dass sie alle Augen auf sich zieht und du deine Ruhe hast.

Tuomas:
Ja, wahrscheinlich. Weißt du, persönlich finde ich, dass ich genug Aufmerksamkeit bekomme, weil ich sowas wie der Gründer der Band bin und die Songs schreibe. Ich bin echt zufrieden mit meinem Status in der Gruppe.

Kathy:
Kommt es manchmal eigentlich auch zu handfestem Streit innerhalb der Band?

Tuomas:
Ja klar. Wieder eine sehr natürliche Sache. Wenn du fünf Wochen im gleichen Bus hockst und immer die gleichen Gesichter siehst, bist du manchmal echt angepisst (lacht). Ja, wir streiten ziemlich viel.

Kathy:
Sag mal, gehen euch die ganzen Interviews, die ihr heutzutage geben müsst, nicht schon ziemlich auf den Keks?

Tuomas:
Noch nicht. Ich selbst genieße Interviews irgendwie. Sie beschäftigen dich, ich mag das. Besonders Telefon- oder Face-to-Face-Interviews. Ich hasse E-Mail-Interviews, das braucht so viel Zeit. Gerade erst hatte ich ein E-Mail-Interview aus den USA. Mit 87 Fragen..., ich brauchte etwa sieben Stunden, um alle zu beantworten.

Kathy:
Puh, klingt nach viel Arbeit.

Tuomas:
Yeah, das mache ich nie wieder (grinst).

Kathy:
OK, ich bin am Ende meiner Fragen, hast du noch ein paar abschließende Worte?

Tuomas:
Warum enden eigentlich alle Interviews mit dieser Frage? Ich hab nie irgendwas zu sagen (lacht). Es ist immer so nach dem Motto: Was soll ich bloß sagen? Und ich habe auch jetzt grade nichts im Kopf.

Kathy:
(grinst) Ist nunmal eine gute Frage für den Schluss.

Tuomas:
(grinst auch) Ich weiß. Es ist bloß immer schwer, da was zu sagen.

Kathy:
OK, vielen Dank für das Gespräch.


Kathy Schütte [12.11.2000]

Interview with Nightwish 47

Source: Powermetal

05/2000

Georg:
Hi Tuomas, erstmal Gratulation zur neuen CD. Ich denke daß sie Oceanborn getoppt hat. Wie sind die neuen Songs entstanden?

Tuomas:
Nach Oceanborn waren wir unter großem Druck, nicht unbedingt Druck von aussen, sondern eher den Druck Oceanborn toppen zu wollen. Wir sind mit Oceanborn sehr zufrieden, wir bekamen tolle Kritiken und Resonanzen von den Fans, und ich wollte halt ein noch besseres Album machen. Ich habe dann einfach angefangen Songs zu schreiben, es gab kein Konzept oder sowas, ich habe einfach aufgeschrieben was mir eingefallen ist. Was ich besonders weiterentwickeln wollte waren die Vocals. Ich wollte die gesamte Reichweite von Tarjas Stimme ausnutzen. Und ich glaube, daß es uns auch gut gelungen ist. Und wenn ich nun das Ergebnis von Wishmaster höre, denke ich daß es die besten Sachen von unserem Debut und von Oceanborn vereinigt.

Georg:
Wer schreibt die Songs?

Tuomas:
Das meiste schreibe ich. In ein paar Songs sind Elemente die unser Gitarrist Emmpu geschrieben hat.

Georg:
Welche Einflüsse verarbeitest du in eurer Musik?

Tuomas:
Ich denke daß ich von Filmmusiken und Soundtracks inspiriert werde, so bombastische Soundtracks wie Brave Heart oder The Rock. Ich liebe es solche Soundtracks zu hören und möchte auch, daß meine Musik so klingt.

Georg:
Und wie ist es mit klassischer Musik?

Tuomas:
Nein, dazu habe ich noch keinen Zugang gefunden, ich versuche es, aber es ist einfach nicht mein Ding. Ich liebe da schon eher die Film Musik

Georg:
Wie war es dann im Studio?

Tuomas:
Die Drums haben wir in den Finnvox Studios in Helsinki aufgenommen, danach sind wir in ein kleines Studio namens Caverock in meiner Heimatstadt Kitee gegangen. Dort haben wir Keyboard, Gitarre, Bass und Flöte aufgenommen. Danach sind wir wieder in die Finnvox Studios gegangen, weil wir die Vocals unter den best möglichen Bedingungen einspielen wollten. Dort haben wir dann die Vocals, Chöre und das Sprechen aufgenommen. Anschließend haben wir 10 Tage lang am Endmix gesessen. Insgesamt hat es ca 2 Monate gedauert. Aber in den Caverock Studios haben wir nicht 8 Stunden am Stück gearbeitet, sondern dann wenn die Inspiration da war, da kam es auch vor daß wir nur eine oder zwei Stunden im Studio waren. Das war halt das schöne, wenn du ein Studio in deiner Heimatstadt hast.

Georg:
Wie läuft die Zusammenarbeit mit eurem Produzenten Tero Kinnunen?

Tuomas:
Tero ist eigentlich nicht unser Produzent, wir haben das Album selber produziert. Tero ist ein alter Freund von uns, der bei Caverock arbeitet. Er hat uns bei der Produktion sehr geholfen. Er ist ein Genie in dem Job. Er hat uns immer wieder gute Tips gegeben und uns gesagt wie es wohl besser wäre. Er hat ein wahnsinniges Gehör für den Sound. Und er schafft einen tollen Keyboard und Gitarrensound.

Georg:
Wie siehst du die Unterschiede von Wishmaster und Oceanborn?

Tuomas:
Bei Wishmaster sind wir wohl etwas mehr vom Powermetal weggegangen. Bei Oceanborn hatten wir einen stärkeren Einfluss von Stratovarius. Ich denke das neue Album ist mehr symphonisch. Wenn du Tracks wie Kinslayer oder Wishmaster anhörst wirst du feststellen, daß sie sehr bombastisch und symphonisch sind. Sicher gibts auch noch Songs wie Crownless oder Wanderslust, die den Einfluss von Stratovarius wiederspiegeln.
Das Album ist auch straighter und direkter als Oceanborn, es sind nicht mehr soviele verschiedene Teile in den Songs.

Georg:
Was bedeutet der Titel Wishmaster?

Tuomas:
Das ist eigentlich ein Gedankenspiel. Ich denke daß es keine Bestimmung gibt, ich denke jeder Traum den wir träumen kann verwirklicht werden. Wenn man es will kann man es auch schaffen. Nichts ist unmöglich, jeder ist der Herr über seine Wünsche und Träume.

Georg:
Und davon handelt der Song?

Tuomas:
Nein, er ist ein Tribut an all die Fantasy Literatur.

Georg:
Steht hinter den Songs ein Konzept?

Tuomas:
Nein, jeder Song steht für sich, es gibt kein Gesamtkonzept, außer daß jeder Song sich mit Fantasy, Natur, Liebe und Lebenserfahrungen beschäftigt.
Der wichtigeste Song für mich ist Dead Boy´s Poem. Der Song ist mein Vermächtnis und mein Testament für die ganze Welt. Ich wollte diesen Song unbedingt machen bevor ich sterbe, weil ich damit der ganzen Welt sage was ich denke und was ich fühle. Er drückt sehr viel von mir aus. Und auch das Cover basiert auf den Lyrics von diesem Song.
Als nächstes möchte ich Wishmaster erwähnen, der Song ist ein Tribut an Tolkkien und all die anderen Fantasy Autoren. Fantasy Literatur ist meine Passion.
Come Cover Me ist ein einfacher Lovesong. Textlich nichts besonderes, es gibt keine tiefere Bedeutung als diese Gefühle auszudrücken.

Georg:
Wanderslust ist ein deutsches Wort, warum habt ihr dieses als Titel des Songs gewählt?

Tuomas:
Ich hab das auch erst jetzt herausgefunden, daß es ein deutsches Wort ist, das Wort gibt es auch im Englischen und bedeutet Freude am Wandern und Reisen, welche Bedeutung hat es im Deutschen?

Georg:
Genau die gleiche. Ich hatte mich nur gefreut, daß ihr einen deutschen Song haben würdet als ich den Titel las.

Tuomas:
Nein, ich wußte nicht daß es ein deutsches Wort ist.

Georg:
In den Lyrics habe ich öfters mal Devil gefunden. Was denkst du über Satan?

Tuomas:
Ich glaube nicht daß es Satan gibt, aber ich glaube daß es Teufel oder Dämonen gibt. Es gibt viele die sagen Religion sei am Leid der Welt schuld, aber ich denke nicht, daß es so ist. Es ist nicht falsch einen Glauben zu haben. Es kommt eher darauf an wie man es interpretiert.

Georg:
Und woran glaubst du?

Tuomas:
Ich glaube an alles und an nichts. Ich glaube daß alles möglich ist but i don´t follow any special Religion, aber ich glaube daß es mehr als nur diese Welt gibt.

Georg:
Denkst du darüber nach ein Orchester für eines der nächsten Alben zu benutzen?

Tuomas:
Ja, darüber denke ich ständig nach. Wir hätten gerne ein großes Orchester und einen großen Chor für dieses Album gehabt. Aber das ganze kostet viel Geld und Zeit. Wir sind bei einem hübschen kleinen Label und 30 Leute für ein Orchester und 20 Leute für einen Chor würde zuviel Zeit und Geld kosten.

Georg:
Wird man euch dieses Jahr in Deutschland zu sehen bekommen?

Tuomas:
Ja zuerst werden wir auf dem Wave-Gotik-Treffen und dann auf dem Wacken Open Air spielen. Und für Oktober planen wir eine Headliner Tour. Es ist zwar noch nicht bestätigt, aber vermutlich nehmen wir Synergie mit auf die Tour. Sie haben auch eine weibliche Sänger.

Georg:
Wie fandest du eure letzte Tour mit Rage?

Tuomas:
Es war so toll, Rage, Valley´s Eve und wir waren eine perfekte Kombination. Und die Leute die Rage sehen wollten haben uns auch geliebt. Es war eine tolle Erfahrung. Ich denke wir haben viele neue Fans gefunden.

Georg:
Welche Show hat dir am besten gefallen.

Tuomas:
Es gab keine beste Show, aber ich denke die schönsten Gigs waren in Spanien. Die Fans waren so enthusiastisch, so fanatisch. Und natürlich habe ich auch den letzten Gig in Ludwigsburg genossen, wo wir uns kennengelernt haben. Wir waren so entspannt weil es der letzte Gig war. Wir hatten eine Super Zeit während des Abends. Es war ein toller Gig.

Georg:
Ja, ich habe bei dem Gig einige von euch gesehen, die mit offenen Mündern dastanden als Mike Terrana sein Drumsolo spielte.

Tuomas:
Wir haben es ja 24 mal gesehen, aber es war großartig.

Georg:
Was ist für die nächste Zeit geplant?

Tuomas:
Nun, gerade mache ich Promotion und in zwei Woche startet eine Finnland Tournee. Danach spielen wir auf einigen Festivals in Deutschland und Finnland. Im Juli werden wir eine zweieinhalbwöchige Tour durch Südamerkia machen.

Georg:
Was denkst du über das Internet.

Tuomas:
Ich habe keine Ahnung von Technologie, ich weiß nichts über Computer. Ich weiß nur wie ich an meine E-Mails und auf unsere Homepage komme. Aber ich glaube daß es im Internet jede menge cooles Zeugs gibt.

Georg:
Vielen Dank und ich freue mich darauf euch wieder in Deutschland zu sehen.

Georg Weihrauch [12.11.2000]


Interview with Nightwish 46

Source: Benedikt Bjarnason

Nightwish aus Finnland werden mit ihrem zweiten Romantik-Sympho-Metal-Release (der Ausdruck stammt von mir) in unseren Breitengraden wirklich abräumen, das verspreche ich Euch jetzt schon!! In Finnland sind die Jungs (+Mädel) schon recht bekannt. Das Talent, Ohrwürmer zu schreiben und dabei symphonisch- melodischen Bombast rüber zu bringen, haben sie wirklich drauf. Die deutschen Musikmagazine haben das zweite Album mit Recht abgefeiert. Mitgründer Tuomas (u.a. Synths) stand Tribe per digitaler Technik "Rede und Antwort"...


"Guten Morgen, hier ist Tuomas von Nightwish! Hier sind die Antworten auf deine Fragen:"


Erzähl mir etwas zur Bandgeschichte, wann wurde Nightwish gegründet - habt ihr schon immer hauptsächlich melodische Musik gespielt?

"Nightwish wurde im Herbst 1996 gegründet. Zu der Zeit wollte ich sehr atmosphärische Musik spielen, also hatten Nightwish nur akustische Gitarren und weiblichen Gesang! Nach unserem ersten Demo merkten wir, daß zu Tarjas kraftvollen Stimme ein bombastischerer Stil passen würde, also fügten wir unseren Klängen Metal-Elemente hinzu. Unser zweites Demo hatte den Titel "Angels Fall First" und wurde danach zu unserem Debut-Album. Danach spielten wir ein paar Shows und begannen anschließend, an unserem zweiten Album, "Oceanborn", zu arbeiten. In Finnland kam es November 1998 raus. Seitdem haben wir sehr intensiv unser neues Album in Finnland live präsentiert."


Ich habe gehört, Ihr habt es in Finnland in die Charts geschafft (Top-Ten der nationalen Single-Charts!), was bedeutet das für Euch?

"Wir sehen es als ein großes Kompliment der Fans. Es ist Tatsache, daß vor drei Wochen wir drei Top-Ten Singles zur selben Zeit hatten. Dies ist eine Leistung, die bis jetzt noch niemand in Finnland vollbracht hat. Auch "Oceanborn" ging als Album in die Charts und blieb dort für sechzehn Wochen. Das ist so unglaublich... Es steigert erheblich unser Selbstvertrauen."


Wie steht Ihr zum neuen Album, seid Ihr mit den Ergebnissen oder hättet Ihr im Nachhinein etwas anders angepackt?

"Ich denke Perfektion ist eine Illusion. Es gibt immer etwas kleines oder großes, daß Du gerne verändern würdest. Trotzdem bin ich mit "Oceanborn" zufrieden."


Mit welchen anderen finnischen Bands seid ihr in Kontakt wenn Ihr zu Hause seid; welche Bands aus dem Land der tausend Seen könnt Ihr empfehlen?

"Die Metalszene in Finnland ist einfach spitze! Ich kenne einige Bands und wir haben bis jetzt Konzerte mit Amorphis (meine Favoriten!), Children of Bodom, Tarot, Thy Serpent, usw. . Andere Bands die ich empfehlen kann sind Sentenced, Kyria, Decoryah und Stratovarius."


Würde eure Musik ein Bild darstellen, wie würdest Du sie beschreiben?

"Zur Zeit stellt das Cover von "Oceanborn" unsere Musik ganz gut dar."


Auf beiden Alben sind die Texte ziemlich romantisch und zum Teil auch etwas erotisch. Sind Romantik, Erotik und Mystik ein Konzept, das Ihr absichtlich verfolgt, oder passen diese Themen einfach gut zur Stimmung, die die Musik von Nightwish ausstrahlt?

"Eigentlich versuche ich nicht, etwas planend hinterher zu laufen. Die Dinge, die Du oben nanntest, sind einfach Dinge, über die ich gerne schreiben möchte. Phantasie und Natur werden wahrscheinlich immer meine Hauptinspiration für mich sein. Davon handelt Nightwish."


Was inspiriert Dich als Musizierender -irgendwelche Künstler, Leute, Plätze die Du gerne erwähnen würdest?

"Persönlich inspiriert mich Filmmusik und Filme allgemein. Meine Favoriten sind Vangelis, Kitaro, James Horner und Hans Zimmer. Die Atmosphäre und der Bombast unserer Musik haben auf jeden Fall viel mit ihm zu tun. Außerdem liebe ich Fantasy-Literatur wie Tolkien, Eddings, Weis, Lindgren und Chaques; sie haben einen großen Einfluß auf mich. Eine andere Inspirationsquelle ist die Natur. Mein größtes Hobby ist das Wandern und dies macht sich auch auf eine gewissen Art und Weise in unserer Musik bemerkbar."


Erzähl' mal ein bißchen über Finnland. Was treibst Du denn so, wenn Du nicht Musik machst- was macht Finnland attraktiv/ unattraktiv?

"Finnland ist ein wunderschönes Land und ich genieße den Wechsel der Jahreszeiten und der Natur ganz besonders. Es ist ein gutes Land, um dort zu leben, obwohl wir als Land verschuldet sind, viele arbeitslose haben, ein paar Umweltprobleme. usw. ."


Hier sind ein paar Stichworte. Bitte antworte kurz, was Dir beim Lesen durch den Sinn kommt...


Lieblingsbands?

"Amorphis, Rhapsody, My Dying Bride, Vangelis"


Emotionen?

"... sind alles, was die Musik sein sollte!"


Haß?

"Notwendiges Übel... Keine Liebe ohne Haß."


Wodka?

"Nein danke, aber wie wäre es mit nem' großen Bier?!"


Rock'N'roll?

"Elvis lebt! Es gibt nie genügend Rock auf der Welt."


Was sind Eure Ziele für die Zukunft- wann werdet Ihr in Deutschland touren?

"Wir werden eine europäische Tour mit Rage im September bestreiten. Inbegriffen sind zwölf Konzerte in Deutschland. (Weiß noch nicht die genauen Termine.)Wir sehen uns dort!"


Letzte Worte?

"Machs' gut und wir sehen uns auf Tour!"


Mehr gibt's dazu nicht zu sagen: Checkt das neue Album an!!!


Interview with Nightwish 45

Source: Soundbastard

AM 29. Mai 2000 WAR DER OFFIZIELLE VERÖFFENTLICHUNGSTERMIN FÜR EUER AKTUELLES ALBUM "WISHMASTER". WO LIEGEN DIE UNTERSCHIEDE ZU "OCEANBORN"?
Tuomas: "Wishmaster" ist noch viel atmosphärischer und es basiert mehr auf Feeling als auf technischen Dingen. Die Texte sind direkter und kompakter, einfach besser.
Tarja: Alles ist symphonischer und ernsthafter geworden als bei "Oceanborn".


WIE GENAU SAH DIESMAL DER PROZESS DES TEXTWRITINGS AUS?
Tuomas: Eigentlich nicht viel anders als bei den vorangegangenen Alben. Die Lyrics stammen wieder komplett von mir. Zuerst entstehen die Songs und danach erst die Texte.


WELCHER SONG AUF "WHISMASTER" LIEGT EUCH GANZ BESONDERS AM HERZEN?
Tuomas: Mein persönlicher Lieblingssong ist "The Kingslayer".


WOHER KAM DIE INSPIRATION FÜR DIESEN SONG?
Tuomas: Er reflektiert eine persönliche Erfahrung.
Tarja: Es sind auf diesem Album allgemein sehr persönliche Erfahrungen verarbeitet, es ist deshalb sehr privat geworden. "Oceanborn" war komplett der Fantasie entsprungen. Das ist diesmal nicht der Fall.


TUOMAS, DIE TEXTE STAMMEN KOMPLETT VON DIR. HABEN TARJA UND DIE ANDEREN BANDMITGLIEDER TROTZDEM EIN MITSPRACHERECHT?
Tuomas: Natürlich! Wenn ich die Grundlagen erarbeitet habe frage ich natürlich auch die anderen nach ihrer Meinung und wir arrangieren zusammen. Die Songs dieses Albums hat Tarja gesanglich noch viel mehr eigeninterpretiert als den Vorgänger.
Tarja: All meine Gesangspassagen sind noch viel emotionaler und filigraner geworden. Das ist deutlich zu hören.


TARJA, TROTZ DEINER JUGEND HAST DU SCHON SO EINE UNGLAUBLICHE STIMME. DARF MAN FRAGEN WIE JUNG DU BIST?
Tarja: Oh, bald werde ich 23, das dauert gar nicht mehr lange...


KANNST DU MIR ETWAS ZU DEINEM STIMMTRAINING ERZÄHLEN?
Tarja: Ich arbeite mit meiner Stimme täglich mindestens 3 Stunden. Ich jogge außerdem und mache auch sonst viel Sport für ein gutes Lungenvolumen. Die total gesunde Lebensweise ist manchmal gar nicht so leicht zu praktizieren. Dadurch, dass die meisten Konzerte sehr spät am Abend stattfinden bekomme ich nicht immer genügend Schlaf. Das kann meine Stimme überhaupt nicht leiden. Allerdings ist eine richtige Technik beim Singen das Allerwichtigste. Sie hält meine Stimme am Leben.


WIEVIEL GESANGSUNTERRICHT PRAKTIZIERST DU ZUR ZEIT?
Tarja: Oh, ich nehme jede Woche Stunden, außer im Sommer. Ich studiere ja noch Gesang an einer finnischen Universität und ich möchte im nächsten Jahr in die Opernklassen aufsteigen. Nächste Woche erfahre ich, ob ich aufgenommen worden bin...


TUOMAS, KANNST DU DICH NOCH ERINNERN WANN DU ZUM ERSTENMAL EIN INSTRUMENT IN DER HAND GEHALTEN HAST?
Tuomas: Als ich Klavier lernte war ich gerade acht Jahre alt.
Tarja: Seine Mutter war meine Klavierlehrerin!
Tuomas: Ja, meine Mutter hat mich unterrichtet. Sie hat mich auch in eine Klarinetten-Klasse gesteckt.


GIBT ES AUCH EIN INSTRUMENT DAS DU FREIWILLIG ERLERNT HAST...?
Tuomas: Ja, Keyboard!


STELLT EUCH VOR IHR KÖNNTET EINEN BLICK IN DIE ZUKUNFT VON NIGHTWISH TUN. WAS WÜRDET IHR GERNE WISSEN?
Tuomas: Ich erinnere mich, dass Du uns schon beim vorigen Interview auf der RAGE-Tour so schwierige Fragen gestellt hast... Oje,- lass mich nachdenken: Eigentlich möchte ich nichts aus meiner Zukunft vorher wissen. Das lasse ich lieber einfach alles auf mich zukommen.


NOCH EINE SCHWERE FRAGE: IN WELCHE ZEIT WÜRDET IHR MIT EINER ZEITMASCHINE GERNE MAL REISEN, INSOFERN DIES MÖGLICH WÄRE?
Tarja: Ich würde gerne mal in meine Kindheit zurück. Ich würde gerne nochmal erleben was für ein kleines Monster ich damals mit drei/vier Jahren war. Ich hab immer herumgeschrien und gesungen wie ein kleiner Engel.
Tuomas: Ich würde gerne mal zurück ins alte Ägypten zu den Pharaos oder in die Zeit wo Jesus noch gelebt hat...


UM JESUS ZU WARNEN: "HEY, SEI VORSICHTIG!" ?
Tuomas: Ja, so was in der Art. Hihihi...


STELLT EUCH VOR IHR KÖNNTET EINEN BEREITS VERSTORBENEN MENSCHEN WIEDER ZUM LEBEN ERWECKEN. WEN WÜRDET IHR GERNE ZURÜCKHOLEN?
Tuomas: Einen von den großen Pharaonen zum Beispiel!
Tarja: Johann Sebastian Bach,- den großen Meister hätte ich gerne hier.


DU UND BACH ZUSAMMEN AUF EINER CD, DASS WÄRE JA SICHER VOR PROFESSIONALITÄT KAUM AUSZUHALTEN!
Tarja: Sicher, aber spannend wäre es garantiert!


UND WIE SIEHT ES DEMNÄCHST MIT EINER DEUTSCHLANDTOUR AUS?
Tarja: Das wird voraussichtlich im Oktober passieren, aber vorerst gehen wir am 10. Juli nach Südamerika auf Tournee.


EURE VORIGE DEUTSCHLANDTOUR WAR JA GEMEINSAM MIT RAGE UND VALLEY'S EVE... MAL ABGESEHEN DAVON DASS IHR FÜR VIELE FANS DIE HEIMLICHEN HEADLINER DIESES BAND-DREIERPACKS WART UND EUCH AUCH SO MIT ALL DEN ANDEREN MUSIKERN GUT VERSTANDEN HABT,- WAS GENAU IST DAMALS IN DER LETZTEN SHOWNACHT IN LUDWIGSBURG PASSIERT?
Tarja: Schließlich war es kurz vor Weihnachten und so wurde natürlich in der letzten Tournacht viel Quatsch gemacht. Bei Rage wurde dem riesigen metalfarbenen Rage-Monster eine rote Zunge angehängt. Wir selber standen bei der Rageshow im Publikum in der ersten Reihe und haben den Headlinern zugejubelt. Auch als wir auf der Bühne waren ist etwas absolut lustiges passiert: Der Monitortechniker quasselte mir über den Monitor dauernd in den einen Song rein "Huhu!", "Huhu Tarja!", "Huhu!"... Ich sang "Walking in the air" und eine tiefe Crewstimme brummelte mir die gleiche Textzeile über die Monitorbox zu. Es war zum schieflachen.


JETZT MÜSST IHR ABER NOCH VERRATEN AUF WELCHEN FESTIVALS MAN EUCH DIESES JAHR NUN ERLEBEN KANN!
Tuomas: Wacken (2000 - Anm. d. Red.) ist definitiv sicher. Einen Tag später spielen wir noch in Belgien beim Biebob-Festival.


HABT IHR EINEN GANZ SPEZIELLEN TIP FÜR ALLE FANS DIE "WISHMASTER" SCHON IM HEIMISCHEN CD-REGAL STEHEN HABEN ODER DEMNÄCHST NOCH KAUFEN WERDEN?
Tarja: Ja, Ihr müßt die Scheibe unbedingt mehrmals hören!
Tuomas: Viele Leute haben uns gesagt dass sie zur "Oceanborn" sehr leicht und schnell Zugang gefunden haben, "Whismaster" ist vom Aufbau her etwas komplizierter, so muß man den Songs etwas mehr Zeit geben.


WIE WAREN DENN DIE ERSTEN REAKTIONEN AUF "WISHMASTER" IM HEIMISCHEN FINNLAND?
Tuomas: Wir waren zwei Wochen in den finnischen Charts auf Platz Eins! Gleich nach der Veröffentlichung von Null auf Eins.


WIE KÖNNT IHR MIT SO VIEL ERFOLG LEBEN?
Tuomas: Das geht eigentlich ganz gut...


GIBT ES NOCH EINE SPEZIELLE STORY ZUR "WISHMASTER"-STUDIOARBEIT?
Tuomas: Oh ja, um eine passende Atmosphäre zu schaffen haben wir während der gesamten Aufnahmen das Studio völlig ohne elektrischen Strom, nur mit Kerzen, beleuchtet. Das war echt romantisch.


WIRD ES EIN NIGHTWISH-VIDEO GEBEN?
Tarja: Nein, wir haben kein Interesse für die kommerziellen Musiksender zu drehen. Das wäre nur Verschwendung von Geld!


VIELLEICHT KÖNNT IHR EUCH JA SCHON BALD EINEN EIGENEN SENDER LEISTEN, WENN ES MIT DEM ERFOLG WEITER SO STEIL AUFWÄRTS GEHT...
Tarja: Wir denken mal darüber nach!


IHR SEID EINEN TAG FRÜHER BEIM WAVE-GOTIK-TREFFEN ANGEREIST UND WOLLT AUCH NOCH BIS MONTAGMORGEN BLEIBEN. BEDEUTET DAS, DASS IHR EUCH PRIVAT EIN PAAR BANDS ANSEHEN WERDET?
Tarja: Sicher! Es steht zwar vorher noch eine Menge Promotionarbeit an, aber danach wollen wir unbedingt "Moonspell" und "Theatre of Tragedy" sehen und "Tiamat" auch.


(DIE ZWEI KONNTEN JA NICHT AHNEN, DASS DAS WAVE-GOTIK-TREFFEN BEREITS PLEITE SEI UND KEINE IHRER WUNSCHBANDS MEHR AUFTRETEN WÜRDE...)


FÜHLT IHR EUCH WOHL, HIER IN DEUTSCHLAND?
Tarja: Klar, ihr habt hier tolles Wetter!


KEIN WUNDER! WIR HABEN DIESES WETTER SCHON VOR WOCHEN BESTELLT. WIR HABEN DEM DA OBEN GEFLÜSTERT DAS NIGHTWISH HIER SPIELEN WIRD, UND DASS ER UNS DAZU DAS BESTE WETTER LIEFERN SOLL, DAS ER AUF LAGER HAT. DER DA OBEN WOLLTE WISSEN WAS WIR ZAHLEN. SO HABEN WIR EINE MENGE GELD GESAMMELT, UND WIE ES AUSSIEHT HAT'S FUNKTIONIERT...!


WAS WOLLT IHR EUREN DEUTSCHEN FANS NOCH SAGEN?
Tarja: Deutschland fetzt! Um ehrlich zu sein hatten wir auch diesmal wieder ganz schön Lampenfieber, aber alles ist so toll gelaufen, dass wir absolut positiv überrascht waren. Vielen, vielen Dank an alle !!!


TJA, IHR HABT HIER HEUTE WIEDER ALLE IN DIE TASCHE GESTECKT,- MIT LINKS UND VIERZIG FIEBER! ZU HAUSE IN FINNLAND HABT IHR DAS AUCH GESCHAFFT UND JETZT SIND WIR DRAN. ES IST WOHL NUR EINE FRAGE DER ZEIT, BIS IHR AUCH DIE ANDEREN KONTINENTE IN DER TASCHE HABT...EUCH KLANG-INVASOREN MUSS MAN EINFACH MÖGEN!

Tarja & Tuomas: Dankeschön! See you in Wacken!


Interview with Nightwish 44

Source: Entry Magazin

Nightwish - Legenden aus dem hohen Norden

Die skandinavische Gothrock-Szene ist um eine erwähnenswerten Akt reicher, und da konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, bei NIGHTWISH in Finnland anzuklopfen und uns ein paar Backgroundinfos in die Feder diktieren zu lassen. Was mir Sänger Tuomas zu sagen hatte? Lest selbst...

E: Wenn man Eure Biographie liest, dann scheint es so, als wärt Ihr nicht die typische Rockband, die den ganzen Tag im Proberaum abhängt und Gigs in örtlichen Clubs spielt. Wie sieht denn ein normaler Tag im Leben eines NIGHTWISH-Mitglieds aus? Was macht Ihr so nebenher? Und wann und wie probt Ihr zusammen?

NW: Im Moment sind wir eine sehr auseinandergerissene Band, denn Emppu (Gitare / Bass) ist momentan beim Militär und Tarja (Gesang), Jukka (Schlagwerkzeuge) und ich leben in verschiedenen finnischen Orten. Jukka ist mit seiner täglichen Hölle in der Armee auch gerade erst fertig, Tarja studiert an der Sibelius-Akademie und übt dafür, den ganzen Sommer auf dem Savonlinna Opern-Festival zu singen, und ich habe aufgehört, Umweltwissenschaft an der Uni zu studieren. Momentan arbeite ich als Ersatzlehrer hier an einer Schule; das mache ich, um mehr für NIGHTWISH zu arbeiten, und die Zeit hätte ich nicht, wenn ich ernsthaft studieren würde. Wir können also nur sporadisch üben oder Konzerte spielen, was wirklich ätzend ist. Deshalb haben wir uns entschieden, von August an nichts anderes als NIGHTWISH zu machen und vielleicht nebenbei etwas zu jobben. Wir sind alle extrem motiviert und wollen für diese Band alles geben, wenn wir die Möglichkeit haben.


E: Ihr würdet also Euer momentanes Leben völlig NIGHTWISH opfern?

NW: Ja, für eine gewisse Zeit wollen wir alle für NIGHTWISH leben und es als Vollzeitjob betrachten; vielleicht ein Jahr, vielleicht fünf. Aber wir haben alle andere Pläne für die Zukunft und wollen das nicht unser ganzes Leben machen.


E: Seit Ihr alle immer schon Freunde gewesen, oder seit Ihr nur aus musikalischen Gründen zusammen gekommen?


NW: Wir haben eine lange gemeinsame Vergangenheit. Vor allem Emppu und Jukka kennen sich schon seit ihrer Geburt, und ich kenne sie jetzt seit fünf Jahren. Und Tarja ist auch eine alte Mitschülerin von uns.


E: Wie alt seit Ihr denn eigentlich? Auf dem Backcoverfoto seht Ihr alle recht jung aus...


NW: Emppu und Jukka sind 19, Tarja ist 20 und ich bin 21.


E: Das Auffallendste an NIGHTWISH ist wohl, zumindest für mich, Tarjas Stimme. Siehst Du das auch so? Hat sie professionellen Gesangsunterricht bekommen, oder ist sie ein Naturtalent?


NW: Beides. Natürlich ist sie ein Naturtalent, aber zusätzlich hat sie auch Gesangsunterricht. Im Moment ist sie wie gesagt seit einem Jahr an einer Akademie und will sich auf Operngesang spezialisieren. Das ist ihre absolute Leidenschaft.


E: Die Texte auf "Angels fall first" basieren oft auf Mythen und behandeln romantische Themen. Ist das ein Erbe Eurer Ursprünge? Inspiriert vielleicht ein Land wie Finnland solche Themen ganz besonders?


NW: Ich glaube schon, daß das alles etwas mit unserem Erbe zu tun hat. Finnland hat eine alte Tradition romantischer Themen und mythologischer Aspekte, die ich sehr faszinierend finde. Es ist das Land der Wälder, der tausend Seen und der Felsen, und ich empfinde mich als sehr stark bezogen auf diese Ursprünge und die Natur dieses schönen Landes.


E: Ihr habt ja auch einen Song über Lappland geschrieben. Was genau bedeutet denn Finnland für Euch?


NW: Ich liebe dieses Land sehr, und, wie ich schon sagte, seine Natur. Vielleicht liegt das daran, daß ich mein ganzes Leben auf dem Land inmitten von Wäldern und Seen gelebt habe; deshalb ist das alles für mich ganz natürlich. Lappland ist eine meiner vielen Leidenschaften und es ist der ehrfurchtgebietendste und magische Platz, an dem ich jemals war, und deshalb war es ein Muß, ihn in eine musikalische Form zu bringen.


E: Was denkst Du denn generell, wie wichtig der Ursprung eines Menschen, also Land, Familie usw., für seine Entwicklung ist, für die Art, wie er sich ausdrückt, z.B. in Kunst, Musik, Literatur etc.?


NW: Ich denke, daß das der wichtigste Teil der Identität eines Menschen ist. Alles fängt damit an, wo wir geboren werden und wie wir als Kinder erzogen werden. Wenn man z.B. Musik macht, dann ist das, neben anderen Dingen, die Schaffung der eigenen Identität und seines Platzes auf der Welt. Und, als anderes Beispiel, haben wir solche Ursprünge, daß wir uns nicht als die Heiler der dem Untergang geweihten Welt aufführen müssen und auch nicht über düstere Sachen singen müssen. Wir lieben es einfach, diese Art von Musik zu machen und über Mythen, Natur, Romanzen usw. zu singen. Diese Themen spiegeln wirklich unsere Wurzeln wider.


E: Bist Du denn auch privat an Themen wie Elfen, Engeln usw. interessiert?


NW: Na klar! Fantasy-Literatur, religiöse und mythologische Texte, Märchen und so ein Zeug sind meine ganze Leidenschaft, und mein alltägliches Leben geht damit Hand in Hand.


E: Habt Ihr keine Angst, daß Ihr, wenn Ihr über solche Themen singt, die Realität und Modernität vergeßt? Oder wollt Ihr gerade das erreichen; eine Art Gegenwelt schaffen?


NW: Ja, wir wollen neue Welten schaffen und die ehren, die bereits geschaffen wurden. Ich empfinde die Realität und Modernität oft als unerträglich drückend, voller Leid und zu vieler Menschen - wer tut das nicht? Deshalb ist es ein Teil der Musik von NIGHTWISH, die Realität zum Verschwinden zu bringen. Es ist schrecklich, wenn wir die Realität und die heutige Welt nicht wenigstens für eine Weil vergessen.


E: Denkst Du, daß Musik (bildende Kunst, Literatur) den Menschen eher die Chance geben sollte, eine Ruhepause von ihren gewöhnlichen Menschen zu sein, oder sollte sie das Gegenteil tun und sie auf ihre speziellen Probleme und die generellen Probleme der Welt aufmerksam machen?


NW: Ich denke, sie sollte beides tun. Der Künstler selbst weiß am besten, was "sein/ihr Ding" ist. Natürlich kann ein Künstler den Menschen beides anbieten. NIGHTWISH's Ding ist es mehr, den Leuten eine Ruhepause zu gönnen, aber es gibt auch ernstere Themen, z.B. in "The Carpenter" und "Angels fall first".


E: Was die Texte betrifft, sticht ja auch "Nymphomaniac Fantasia" etwas aus dem Rest heraus. Was war dafür die Inspiration? Persönliche Erfahrung, oder denkst Du, daß das der Traum eines jeden Mannes ist, oder was?


NW: Was den Song betrifft, habe ich nur wenige Entschuldigungen. Ich habe immer gefühlt, daß Unendlichkeit und Unloyalität eine der schlimmsten Sünden sind, die die Menschheit geschaffen hat, und diese Dinge machen mich böse und traurig. Also wollte ich diese Gefühle wieder in einer musikalischen Form ausdrücken. Aber das Resultat ist eher lustig geworden. Text und Musik arbeiten nicht, wie sie sie es sollten, aber die Sprache am Ende des Songs ist immer gut für ein Lachen - auch, wenn ich das gar nicht beabsichtigt hatte.


E: Ich habe gehört, daß Emppu und Jukka "zum Militär gezwungen" wurden. Könnt Ihr nicht ein soziales Jahr anstelle des Militärdienstes machen? Wie ist es denn überhaupt um das politische System in Finnland bestellt? Von Mitteleuropa aus gesehen scheint es oft so, als wenn die Welt in Nordeuropa noch in Ordnung wäre...


NW: Doch, wir können auch ein soziales Jahr machen, aber es dauert über fünf Monate länger. Deshalb haben die beiden sich entschieden, mehr, aber kürzer zu leiden. Ich selbst war vor anderthalb Jahren beim Militär und habe meine Zeit damit verbracht, in einer Militärband Klarinette, mein Hauptinstrument, zu spielen. Über das politische System hier in Finnland habe ich nicht allzuviel zu sagen, denn ich kenne mich da nicht aus, sorry. Aber wir haben auf jeden Fall große Staatsschulden und zu viele Arbeitslose...


E: Ihr kommt ja voraussichtlich im Herbst auch nach Deutschland. Wird das für Konzerte sein, oder nur für Promotion? Und denkst Du, daß dann auch Euer zweites Album schon fertig sein wird?


NW: Wir planen, im Oktober/November in Deutschland zu touren. Also für Konzerte, und wenn wir dann das zweite Album fertig haben sollten, werden wir auch Promotion machen. Ins Studio werden wir jedenfalls Ende Juli gehen.


E: Wo ich schon das zweite Album erwähnt habe: Denkst Du, daß sich Wesentliches ändern wird, daß es neue Aspekte geben wird, oder werdet Ihr einfach Euer gegenwärtiges Konzept zu mehr Perfektion hin entwickeln?


NW: Ich denke, daß das zweite NIGHTWISH-Album gründlicher und erwachsener sein wird. Die Songs werden vielleicht etwas heavier, schneller und technischer, aber immer noch sehr atmosphärisch, melodisch und majestätisch. Und außerdem wollen wir auch einen Cover-Song machen.


E: O.K., normalerweise gebe ich meinen Interviewpartnern das letzte Wort. Also: Hast Du noch etwas, das Du gerne sagen würdest?


NW: Danke für das Interview, es hat mir viel Spaß gemacht. Wir hoffen, daß die Leser unsere Anstrengung gut und erfüllend finden. Paßt auf Euch auf, und vielleicht sehen wir uns ja auf einem Konzert!


Tja, dann mal vielen Dank an alle Beteiligten, also an Tuomas und Iris von Focusion!!!


J.K.


Interview with Nightwish 43

Source: Bright Eyes

Nach ihrem furios gefeierten Zweitwerk OCEANBORN melden sich die jungen Finnen nicht mal eine Jahr später mit ihrem nächsten Output WISHMASTER zu Worte. Dass ich ein Interview machen würde war, klar allerdings stellte mir Iris von Focusion Promotion frei, ob ich mit Tarja oder mit Tuomas zu sprechen. Da ich bereits zum Debütalbum ein Interview mit Tuomas gemacht habe, bat ich Tarja zum Talk. Wäre wir bereits im Bildtelefonzeitalter, hätte ich allein das Angebot mit Tuomas als Beleidigung erachtet. Doch nun zum Interview an sich: An Anfang wollte ich natürlich wissen, was Tarja zum neuen Album zu sagen hat.

"Der Titel des Album soll aussagen, dass jeder der Meister seiner eigenen Wünsche ist (In Deutschland heißt es glaub ich: Jeder ist seines Glückes Schmied, doch nicht jeder Schmied hat Glück, d. Verf.) und dass es kein richtiges Schicksal gibt."


Nach nur zwölf Monaten erscheint Euer neues Album. Welchem Stress hab Ihr Euch da denn ausgesetzt? "

"Es war eigentlich gar kein Stress. Tuomas hat nur fünf Monate für das Songwriting benötigt, wobei einiges bereits vor dem letzten Release fertig war. Ein gewisser positiver Druck lastete natürlich auf unseren Schultern während wir im Studio waren, aber alles klappte so vorzüglich, das es eigentlich beängstigend war. WISHMASTER ist auf eine viel natürlichere Weise als OCEANBORN entstanden."


Wenn Du schon den Vergleich der beiden letzten Alben anführst, hole doch mal weiter aus!

"Besonders die Textkonzepte unterscheiden sich grundlegend von einandern. Während die Lyrics auf OCEANBORN doch fantastisch fiktiv waren, ist das WISHMASTER-Konzept sehr viel realitätsbezogener geworden. Tuomas hat seine persönlichen Erfahrungen verarbeitet. Musikalisch hat sich auch einiges verändert. Wir haben den Fokus auf meine Stimme gelegt. Mir gefallen die Gesangslinien auf dem Album besonders gut, weil ich meine Stimme wesentlich softer einsetzen kann und zudem das ganze Stimmvolumen ausgeschöpft wird. Der dritte Punkt ist, dass ich auch die gesamte Breite meiner Stimme einsetzen muß, also von ganz unten bis zum Hohen C und weiter. Dafür, dass ich eigentlich ein Sopran bin, singe ich auf dem Album verdammt tiefe Passagen."


Als ich das erste Mal in das Album hinein gehört habe, fiel mir auf, dass das Album wesentlich komplexer ausgefallen ist, als der Vorgänger.

"Ehrlich? Ich bin der Meinung das die Songs wesentlich straighter sind, als die OCEANBORN-Stücke. Vielleicht liegt es daran, dass die Earcatcher von OCEANBORN fehlen... "


Vielleicht. WISHMASTER ist ein sehr symphonisches Album geworden, während OCEANBORN doch eher powervoll rüberkam.

"Bei WISHMASTER haben wir einen fetten Sound erarbeitet, indem wir neue Elemente, wie verschiedene Chöre, integriert haben. Dann haben wir auch ein Kind dabei, das ein paar Sprachparts übernommen hat. Dagegen haben wir die Folkelemente fast komplett weggelassen."


Vergleiche doch mal Nightwish mit Bands wie Therion, Rage oder dem letzten Album von Metallica.

"Generell finde ich es sehr schön, dass mittlerweile so viele Metalbands klassische Elemente in ihre Stücke einbauen. Im Vergleich zu uns klingen die Bands ein bisschen bombastischer als wir. Was natürlich immer gut ist, wenn man richtige Instrument einsetzt, anstatt Sounds aus der Retorte zu verwenden. Aber da bin als Sängerin mit einem klassischen Hintergrund vorbelastet. Da stören mich unnatürliche Töne sowieso etwas mehr als andere. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir in der Zukunft die Möglichkeit hätten, auch mit einem Orchester im Studio zu arbeiten. Aber es ist natürlich verdammt teuer."


Wie sieht es denn mit Deiner Ausbildung an der Welt bekannten Sibelius-Akademie?

"Ja ich bin noch fleißig am Studieren. Es wird auch noch ein paar Jahre in Anspruch nehmen. Nächste Woche habe ich übrigens eine schwere Gesangsprüfung zu überstehen. Drück mir die Daumen. Ich hab richtig ein bisschen Angst davor. Es ist sogar so, dass ich während der Promotage hier in Deutschland drei bis vier Stunden singe. Die Leute von Drakkar beten wohl schon, dass ich endlich wieder zurück nach Finnland verschwinde. Manche fragten sich, ob sie eventuell einen Geist in ihren Mauern beherbergen."


Ich singe ja auch, zwar nicht gut aber laut und meistens unter der Dusche, um Tote zu vermeiden.

"Hahaha, ich habe noch nie unter der Dusche gesungen und werde es wohl auch nie tun!"


Was sagen denn Deine Professoren zu Deinen Aktivitäten bei Nightwish?

"Da meine Opern-Karriere wohl wesentlich länger dauern wird, als mein Engagement bei NIGHTWISH, haben wir ziemlich lange über Kompromisse diskutiert, die wir auch eingehen müssen. Meine Tutorin hat allerdings immer zu mir gehalten, so dass ich beides in Zukunft unter einen Hut bringen werde. Andere Dozenten sind da doch ziemlich konservativ und meinen, dass ich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hätte. Für mich ist einfach nur wichtig, dass ich die Musik an sich liebe und zwar alle Stilarten."


Du hast ja auch berühmte Kommilitonen an der Akademie: die Jungs von Apocalyptica. Um sie ist es in letzter Zeit ziemlich stil geworden. Kannst Du uns irgendwelche Neuigkeiten vermelden?

"Nö, kann ich nicht, weil ich die Jungs nie persönlichen kennengelernt habe. Ich studiere nicht wie die Jungs in Helsinki, sondern in Kopiou. Aus diesem Grund gab es bisher keine Berührungspunkte."


Das Thema Berührungspunkte ist ein gutes Stichwort. Du kommst ja definitiv nicht aus der Metal Szene, sondern wurdest adoptiert. Wie waren Deine ersten Eindrücke ?

"Am Anfang hatten sowohl meine Freunde als auch ich schon einige Vorurteile. Alles war so anders, so strange. Die Vorurteile haben sich dann aber sofort abgebaut, als ich mich mit den Leuten beschäftigt habe. Andersherum ging keiner mit Vorurteilen an mich heran, was mich ziemlich beeindruckt hat. Ist es doch ziemlich leicht einer klassischen Sängerin erst einmal ein Zickenimage zu verpassen. Besonders lustig finde ich, dass die Jungs, die am bösesten dreinschauen, am nettesten sind."


Zum Schluß noch einmal zurück zu Eurer Musik. Charakterisiere bitte Euren Stil mit einem Wort!

"Beautyful!"


Interview with Nightwish 42

Source: Rock Hard
Germany, 2001

During the last two years, NW took the hearts of their fans by storm. The band has lots of diehard-supporters all arond the world. To cut the time toward the next studio album short, the band releases a DVD and an "in-between" album called "Over the hills and far away".

The presentation of your DVD was pretty relaxed. That´s strange regarding your status in the finnish music biz.

Finnish people are quite shy. From time to time someone tells you nice things about our music, but mostly people leave us in quiet. But the south america tour last year was the complete opposite. Those people are crazy (laughs). Everyone followed us, everyone wated to talk or embrace us. Luckily I had two bodyguards around me during the whole tour.

You spent a lot of time after the "Wishmaster" release on the road and played more than 80 concerts. There was one gig you kept in mind because it was very special.

Yes, the first time we´ve played at the Wacken Open Air. I thought that I would be very nervous, but I had no time to feel that way because it was a very chaotic journey. We came directly from south america and our plane was already late.
So we missed our connection flight. We arrived at Hamburg airport just two hours before our show was scheduled. So I had to put on my make up in the car that drove us to Wacken. When we reached the festival area, we put on our stage clothes and went directly on stage. Anyway, the show was good and the audience was fantastic. That´s why we come back this year.

Right now you spent a lot of time at the Goethe institute in Helsinki.

I´m trying to learn german. If you want to be a famous opera singer you have to speak this language because most operas are performed in german.

But there´s a long road in front of you...

Yes, but nothing´s for eternity. Sometimes I feel alone on these long tours. Especially when I´m the only girl around. So I was happy that Sinergy supported us on the european tour. Kimberly and I became good friends. Otherwise I spent my time with a good book or I go for some jogging. I´m not allowed to party with the boys because that would ruin my voice. And those classic men´s conversations annoy me (laughs).

Do you think you´re lucky that your music fills your fridge and you can easily finish your studies at the same time?

Well, it´s not that simple as it seems. Actually I should be at home and prepare myself for the upcoming exams. But maybe I can take profit out of my fame. The media has a big interest in my person. But I cancel most of the invitations because I don´t like this big fuss. I had to attend today´s presentation because I was so curious about how our DVD looks. I couldn´t take a glimpse before because I don´t have a DVD player.

Have you already heard the songs of your new record ?

Actually not yet. But I know that the live songs were recorded in Tampere. Furthermore we have recorded two new songs and a cover version of Gary Moore´s "OTHAFA". Unfortunately, some band members aren´t completely
satisfied with the result. I really love this song and I think that a lot of people will remember this song. I guess it will be a highlight on our upcoming gigs!
Oh yes, and we´ve made a new version of "Astral romance" from our first album.

A new regular studio album is planned. The bands wants to enter the studio in winter. So the release date will be next spring.

I´m very excited. Tuomas presented me some song ideas which sound great. And we will have an orchestra on the new album. We need an intensive preperation. That´s why we enter the studio in winter. And we all need a small break...

English version Source:



NIGHTWISH haben im Laufe der letzten zwei Jahre die Herzen der Fans im Sturm erobert. Kannten vor gar nicht langer Zeit nur absolute Insider den Namen dieser finnischen Kapelle, so liegen ihr mittlerweile auf der ganzen Welt beinharte Supporter zu Füßen. Um die Pause bis zum nächsten Longplayer nicht zu lang werden zu lassen, schiebt die Band eine DVD und ein "Zwischendurch-Album" ein, das den viel sagenden Titel "Over The Hills And Far Away" trägt.


Die Finnen sind ein sympathisches Völkchen. Was ich besonders an ihnen schätze, ist, dass sie sehr wenig Brimborium um sich selbst veranstalten. Das gilt auch für gestandene Rockstars wie NIGHTWISH, die in Suomi immerhin Platin für ihre letzten beiden Scheiben eingeheimst haben.

Und so ist es natürlich ein großes Ding, wenn NIGHTWISH ihre DVD präsentieren – und zwar im geräumigsten Kino Finnlands in der Innenstadt von Helsinki. Zahllose einheimische Medienvertreter, Freunde und Familien der Bandmitglieder, Musiker-Prominenz und etliche Plattenfirmen-Menschen sind gekommen. Ein übermäßiges Tamtam gab‘s aber nicht: Ein Angstellter des finnischen Labels der Band erläutert in ein paar Sätzen, worum’s geht, und schon wird die DVD auf der riesigen Leinwand vorgeführt.

Als Eingangssequenz gibt’s ein paar kurze Interviews, danach folgt ein etwa 75minütiger Konzertmitschnitt, der die Band perfekt einfängt und die Essenz eines NIGHTWISH-Gigs hervorragend rüberbringt. Abgerundet wird die DVD von zahlreichen witzigen Impressionen aus dem Tourleben, die allesamt aus den Privat-Archiven der Musiker stammen. Insgesamt also eine runde Sache und für jeden NIGHTWISH-Fan die garantierte Vollbedienung.

Auch nach der Vorführung läuft alles angenehm relaxt ab: ein kurzer Applaus und schon räumen die Leute das Kino und verziehen sich in die umliegenden Kneipen, wo die Band mehr oder minder unbehelligt feiern kann. Das wäre in anderen Ländern bei einer Combo mit dem Status von NIGHTWISH wohl völlig undenkbar.

»Die Finnen sind einfach sehr schüchtern«, erklärt die wie immer umwerfend charmante Frontdame Tarja das Phänomen. »Ab und zu wirst du mal angesprochen, jemand sagt die ein paar nette Worte über deine Musik, aber in der Regel lässt man uns hier völlig in Ruhe. Allerdings haben wir bei unserer Tour in Südamerika letztes Jahr auch das andere Extrem kennen gelernt: Die Leute sind völlig durchgedreht, verfolgten uns überall hin, wollten einen ständig anfassen, umarmen oder gar küssen. Glücklicherweise hatte ich auf der kompletten Tour zwei Bodyguards an meiner Seite, die mich weitgehend abschirmten, ansonsten hätte ich das wahrscheinlich gar nicht durchgehalten.«

Überhaupt haben NIGHTWISH die Monate nach dem Release ihres dritten Longplayers überwiegend on the road verbracht und insgesamt mehr als 80 Konzerte gespielt. Ein Auftritt ist Tarja dabei in besonderer Erinnerung geblieben: die Show auf dem letztjährigen Wacken Open Air.

»Ich dachte vorher, dass ich ganz sicher furchtbar nervös sein würde, aber dafür blieb überhaupt keine Zeit, weil bei uns alles drunter und drüber lief. Wir kamen direkt aus Südamerika und unser Flieger hatte ordentlich Verspätung. Dadurch verpassten wir den Anschlussflug und landeten exakt zwei Stunden vor Beginn unseres Gigs auf dem Hamburger Flughafen. Während der Fahrt nach Wacken musste ich mich im Auto schminken und einsingen. Auf dem Festivalgelände konnten wir uns gerade noch umziehen, dann ging’s auch schon los. Glücklicherweise lief die Show ziemlich glatt, und die Fans waren fantastisch. Das ist auch ein Grund, weshalb wir dieses Jahr wiederkommen.«

Auch in Kanada gaben NIGHTWISH erstmals ein Gastspiel. Momentan hält sich die stimmgewaltige Sängerin aber in erster Linie im Goethe-Institut in Helsinki auf.


»Ich versuche gerade, Deutsch zu lernen. Wenn ich später mal eine ernst zu nehmende Opernsängerin werden möchte, ist es unverzichtbar, diese Sprache zu beherrschen, da viele große Opern nun mal in Deutsch aufgeführt werden.«
Doch keine Panik: Bis dahin ist’s für Tarja noch ein weiter Weg und deswegen wird sie uns in den nächsten Jahren auch weiterhin als Aushängeschild von NIGHTWISH erhalten bleiben.


»Doch für die Ewigkeit wird das ganz bestimmt nicht sein«, sagt sie etwas nachdenklich. »Ich fühle mich manchmal wirklich sehr alleine auf diesen langen Tourneen – ganz besonders, weil ich oft die einzige Frau weit und breit bin. Insofern war ich sehr froh, dass wir auf der Europa Tour Sinergy als Support dabei hatten. Mit deren Sängerin Kimberly habe ich mich sehr gut verstanden. Ansonsten verbringe ich Tour-Tage in erster Linie damit, Bücher zu lesen oder zu joggen. Was bleibt mich auch anderes übrig? Mit den Jungs feiern darf ich nicht, weil das natürlich auf Dauer meine Stimme ruinieren würde, und die klassischen Männergespräche nerven mit der Zeit auch.«

Ein wenig Missmut liegt bei diesen Worten in ihrer Stimme, und ihre sonst so fröhlich strahlenden Augen verfinstern sich ein wenig. Andererseits ist sich Tarja natürlich bewusst, dass sie sich glücklich schätzen darf, schon in jungen Jahren von der Musik leben und parallel dazu in aller Ruhe ihre klassische Gesangsausbildung abschließen zu können.

»Na ja, ganz so einfach ist das auch nicht«, sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. »Eigentlich müsste ich jetzt zuhause sitzen und für die nächsten Prüfungen üben: stattdessen nehme ich Promotion Termine für NIGHTWISH wahr. Aber das ist okay, denn schließlich könnte ich später speziell hier in Finnland von unserem Ruhm profitieren und bei der Besetzung der einen oder anderen Rolle bevorzugt werden. Schon jetzt ist das Medien Interesse an meiner Person ziemlich groß, aber die meisten TV-Termine sage ich ab, weil ich gar keine Lust auf einen solchen Rummel habe. Aber heute muss ich natürlich dabei sein, den ich war total neugierig darauf, wie unsere DVD aussieht. Ich konnte vorher noch keinen Blick riskieren, weil ich gar keinen DVD-Player besitze.«

Auch die fertigen Mixe der neuen Platte, auf der sich sechs Live-Stücke und vier Studio-Tracks befinden werden, hat sie noch nicht alle begutachten können, da der musikalische und klangliche Feinschliff ausschließlich in den Händen von Keyboarder Tuomas liegt.

»Aber ich weiß, dass die Live-Aufnahmen aus Tampere, Montreal und Bueons Aires stammen. Dazu haben wir zwei neue Songs und eine Coverversion aufgenommen: "Over the hills and far away" von Gary Moore. Allerdings sind nicht alle Bandmitglieder mit der Umsetzung hundertprozentig zufrieden«, grinst Tarja und wirft einen Blick in Richtung des am Nachbartisch sitzenden Tuomas. »Ich persönlich liebe diesen Song und glaube, dass sich noch sehr viele Menschen an ihn erinnern werden. Das wird bestimmt ein Highlight auf den kommenden Konzerten! Ach ja, und "Astral Romance" von der ersten Platte haben wir noch mal neu eingespielt.«

Ein neues, reguläres Studio-Album wird es natürlich ebenfalls geben. Allerdings plant die Band, frühestens im Winter ins Studio zu gehen, so dass mit einer Veröffentlichung im nächsten Frühjahr gerechnet werden darf.

»Ich bin schon total aufgeregt, weil einige Songideen wirklich großartig klingen und wir diesmal mit einem richtigen Orchester aufnehmen werden, worauf ich mich ganz besonders freue. Allerdings erfordert das auch sehr intensive Vorbereitungen – daher der etwas späte Studio-Termin. Und eine kleine Pause können wir alle ganz gut vertragen.«


Interview with Nightwish 41

Source: Tiefgang


Nightwish sind ja sowas wie die absoluten Senkrechtstarter. Nach ihrem grandiosen Debüt "Angels Fall First" waren sie in aller Munde und kaum jemand konnte es erwarten, bis das Nachfolgewerk "Oceanborn" im heimischen CD-Player rotierte. Ebenso verhielt es sich mit "Wishmaster", das den hohen Erwartungen an die Band gerecht wurde. Nun steht endlich ein neues Lebenszeichen der Band in den Regalen des Plattendealers Eures Vertrauens...


Tiefgang: Tarja...zunächst mal Glückwunsch. Irgendwie schafft ihr es immer wieder die hohen Erwartungen an Euch zu erfüllen.

Tarja: Danke..das Kompliment gebe ich gerne weiter. Es ist ja Tuomas der die Musik schreibt und somit gehört ihm das Kompliment.


Tiefgang: Na ja das sehe ich anders. Ok er schreibt die Musik aber ohne eine, so gut aufeinander eingespielte, Band wären solche Ergebnisse wahrscheinlich nicht möglich. Kommen wir aber doch nun zu eurem neuen....ähm..ist es ein Album oder eine E.p?

Tarja: Nun von der Länge her sicher ein Album aber ich hoffe, daß es zum Preis einer E.p im Laden stehen wird, da ja eigentlich nur 3 neue Songs enthalten sind.


Tiefgang: Ok, nennen wir es Album. Wie du schon sagtest sind es nur 3 neue Songs. Davon ist einer die Coverversion des alten Gary Moore Hits "Over the Hills and Far Away". Wie kamt ihr darauf diesen Song zu covern?

Tarja: Nun wir lieben diesen Song. Er hat alles was ein Metal-Song braucht, schöne Melodien, eine Menge Drive, sehr viel Power und er bietet eine Menge Platz zum experimentieren. Irgendwie war es klar, daß wir ein Cover aufnehmen wollten nur keiner wusste so recht was. Als dann der Name dieses Songs fiel waren alle sofort begeistert. Ich weiß, daß es seltsam klingt, diesen Song mit meiner Stimme zu hören, weil er ja normal von Gary Moore persönlich gesungen wurde und man sich eine Sängerin nicht unbedingt passend dazu vorstellen kann. aber es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht diesen Song zu singen.


Tiefgang: Was sicherlich noch interessant gewesen wäre, diesen Song als Duett zu singen, wenn man nach dem Text gehen würde..oder?

Tarja: Das ist ein Aspekt den wir garnicht bedacht haben...das wäre sicherlich interessant gewesen, da er ja die Geschichte einer Frau und eines Mannes beschreibt...aber wie gesagt das kam uns echt nicht in den Sinn... tut mir leid, wenn du enttäuscht bist.


Tiefgang: Enttäuscht auf keinen Fall! ich habe zwar einige Anläufe gebraucht bis ich diese Version als 150% gelungen betrachten konnte aber nun ist diese version einfach grandios in meinen Augen und speziell meinen Ohren...hahahaha.

Tarja: Danke das höre ich gerne. (Das freundliche Lächeln konnte ich direkt durchs Telefon sehen!!! - der Verf.)


Tiefgang: Die finnische Variante dieses Albums unterscheidet sich von der unsrigen oder?

Tarja: Ja, denn diese Scheibe sollte eigentlich erst nur als Dankeschön für unsere Landsleute sein. Wir haben die Studio-Songs separat auf einer Single veröffentlicht und dafür haben sie 15 Livestücke, die wir auf dem Abschluß-Gig der Wishmaster-Tour gespielt haben.


Tiefgang: Sind denn alle drei neuen Stücke fest für die kommenden Live-Shows eingeplant?

Tarja: Nun, "Over the Hills" und "10th Man Down" ganz sicher. "Away" ist live nur sehr schwer rekonstruierbar und deswegen wird es wohl nicht gespielt. Enttäusche ich jetzt einige Fans??


Tiefgang: Ich denke schon...haha Aber sie werden sicherlich Verständnis dafür haben daß es nicht möglich ist. Ich denke es wird nicht so sein, daß du..oder ihr bei den Shows mit faulen Tomaten beschmissen werdet...hahahaha

Tarja: Na dann ist es ja gut...hahahaha.


Tiefgang: Unser Uwe hat sich gewundert, daß ihr Eure teilweise doch sehr anspruchsvollen und komplexen Songs Live so fehlerfrei umsetzen konntet.

Tarja: Danke. Die Songs sind auch im Studio nur nachbearbeitet worden aber nicht überspielt. Aber es sind einige Fehler drauf, die vielleicht nur ich höre. Da denke ich mir dann immer, oh Gott hoffentlich hören die Leute da nicht wie falsch ich liege....hahaha.


Tiefgang: Also komm, so schlimm können die ja nicht sein. Anderes Thema...es gibt viele Songs von Euch, die nur als Bonustracks erschinen sind, ich denke da an Songs wie NIGHTQUEST, SLEEPWALKER, ONCE UPON A TRUBADOUR oder ähnliches. Werdet ihr diese Songs irgendwann nochmal offiziell veröffentlichen?

Tarja: Nein ich denke nicht. Sie waren als Bonustracks auf den Japan Scheiben und sollen auch diese Exklusivität behalten. ich hoffe das klingt nicht irgendwie hochnäsig von uns aber das hat mit der Situation der länder zu tun. Die Japaner müssen sehr viel mehr Geld für ihre Musik ausgeben als z.B. wir und deshalb bekommen sie meistens noch Bonusmaterial.


Tiefgang: Das Internet bietet sowieso jedem die Möglichkeit sich diese Songs zu besorgen...was meinst du woher ich sie kenne...

Tarja: Stimmt...insofern finde ich es gut, daß man sich Musik aus dem Netz runterladen kann. Es hört nur auf, wenn z.B. wie geschehen, eine Platte schon im Internet erhältlich ist, bevor sie veröffenlicht ist.


Tiefgang: Inwiefern bist du davon betroffen?

Tarja: Nun, ich habe für eine Band aus Südamerika zusammen mit Candice Night (Lebensgefährtin von Ritchie Blackmore und Sängerin von Blackmore´s Night - der Verf.) eine Platte besungen. Und diese Platte ist schon über das Internet herunter zu laden. Das ist eine Ungerechtigkeit gegenüber der Band, denn die Platte ist sehr gut und wenn sich die Leute die Scheibe schon alle gratis herunterladen, wird sie sich kaum noch jemand kaufen.


Tiefgang: Das ist natürlich wieder mal eine sehr üble Geschichte. Wobei dann der Verdacht natürlich wieder auf schwarze Schafe in der Journalisten Szene fällt, die diese Platten schon vor Veröffentlichungstermin haben. Irgendwie haben diese Leute ihre Aufgabe falsch verstanden, denn wenn man schon das Glück hat, sei es nur nebenbei, in der Musikszene tätig zu sein und Bands unterstützen kann, sollte man man dieses "Privileg" (Blödes und hochnäsiges Wort, ich weiß mir fällt nur leider kein anderes ein) nicht so mißbrauchen. Nun war es natürlich schwer einen passenden Übergang zu finden....also habe ich, feinfühlig wie ich bin einfach die Holzhammer-Methode angewandt...ok, von dem Thema nun mal was anderes. Ist es nicht furchtbar schade, daß Nightwish von den meisten Leuten nur auf dich reduziert wird?

Tarja: Wie meinst du das?


Tiefgang: Ich meine wenn der Name Nightwish fällt, dann sagen alle sofort: Ja das ist die Band mit Tarja!!!

Tarja: Ach so...ja stimmt das habe ich auch schon desöfteren gehört. Das ist natürlich schade, denn wir sind ja eine Band die aus mehreren besteht. Außerdem ist Nightwish Tuomas´ Baby. Er ist allein für den Sound verantwortlich, er schreibt die Texte und hat alle Fäden in der Hand. Eigentlich sollten sie, wenn sie die Band auf eine Person reduzieren wollen ihn nehmen.


Tiefgang: Sicher hast du da recht...aber viele sehen es so, daß ein Drummer oder ein Gitarrist zu ersetzen ist...du aber nicht.

Tarja: Hmmm...daran habe ich noch garnicht gedacht. Natürlich haben sich die Leute jetzt an meine Stimme gewöhnt und können sich deswegen Nightwish ohne mich nur schwer vorstellen....aber keine Angst ich bleibe...hahahaha. Trotzdem sollten sie die Band als Ganzes sehen, nicht nur mich.


Tiefgang: Ich habe auf eurer Homepage gelesen, daß ihr schon Songs von anderen Bands wie Children of Bodom, Darkwoods my Bethroned (ich hoffe die Band heißt so...wenn nicht, dann schonmal Sorry an alle Fans der Band! - der Verf.) eingespielt habt?

Tarja: Auf unserer Homepage? Das steht da echt??? Na das überrascht mich ja jetzt ganz gewaltig. Also nein, wir haben sowas nie gemacht, ich könnte auch garnicht so singen wie es erforderlich wäre...hahahahaha. Entweder ist das ein Fehler auf unserer Homepage oder du hast dich verlesen.


Tiefgang: Kann ja auch sein...aber damit ist die Sache auf jeden Fall geklärt. Bei unserem letzten Gespräch sagtest du mir, daß du gerne nach Deutschland, speziell ins Ruhrgebiet, ziehen möchtest.

Tarja: Ja das stimmt.


Tiefgang: Warum???

Tarja: Hahahahaha...na ja ich finde es wirklich schön bei Euch. Die Leute sind alle so freundlich und auch so gefällt es mir sehr gut. Weißt du natürlich verstehe ich wenn du sagst, das es in Finnland so viel und schöne Natur gibt aber Finnland ist ein sehr kaltes Land. Im Winter ist es Arschkalt und selbst im Sommer frieren wir hier...hahaha. Ich werde auch bald nach Deutschland ziehen, um meine Ausbildung zur Sängerin weiter zumachen. Andere Schulen besuchen, verstehst du...so viele Erfahrungen und Eindrücke von anderen Ländern mitbekommen.


Tiefgang: Leiden Nightwish dann nicht darunter?

Tarja: Nein. Denn für die Aufnahmen kann ich ja nach Finnland fliegen oder die Band nimmt hier auf, denn bei Euch gibt es ja auch fantastische Studios.


Tiefgang: Na dann ist´s ja gut...puh...hahahaha Gibt es schon was über eine neue Scheibe zu sagen?

Tarja: Ja. Tuomas hat bereits 6 Songs geschrieben und sie haben mehr Klassikeinflüsse. Außerdem werden sie sehr viel anspruchsvoller aber so viel kann ich nicht dazu sagen, denn ich will die Vorfreude nicht kaputt machen...hahahaha. Außerdem kann es sein, daß sich die Songs wieder ändern, denn Tuomas macht gerade so eine Art Selbstfindung und reist durch die Welt. Vielleicht bekommt er dadurch so viele neue Einflüsse, daß er allles wieder über den Haufen wirft.


Tiefgang: Sag mal hast du vor deinem Einstieg bei Nightwish eigentlich schon Metal gehört?

Tarja: Ja gehört habe ich davon schon aber nie selber gehört...hahahaha...aber ich bin froh mit dieser Musik in Kontakt gekommen zu sein, denn sie hat sehr viel mit der Klassik gemeinsam. Ich versuche mir auch so viel wie möglich anzuhören, selbst den extrem harten Stoff und vieles davon gefällt mir wirklich gut. Speziell wenn die Sänger oder Sängerinnen gut sind.


Tiefgang: Dann solltest du dir mal FALCONER aus Schweden anhören, denn deren Sänger singt normalerweise nur Musicals und hat mit Metal nichts am Hut.

Tarja: Falconer?? Ok den Namen werde ich mir mal merken, danke für den Tipp.


Tiefgang: Gern geschehen.Hast du noch irgendwas was du unseren Lesern sagen möchtest?

Tarja: Ja. Ich danke allen Fans für den Support und hoffe das wir noch lange eine so schöne Zeit mit euch haben werden. Egal in welchem Land wir sind, alle sind immer so freundlich zu uns und das finde ich sehr schön.


Tja und dann war die Zeit auch schon um...ich bin mal auf die Telefonrechnung gespannt. Aber etwas gutes hat es...ich habe ihre Telefonnummer...*freu*...haha Ich denke mal man kann voller Vorfreude in die Zukunft blicken!!!!


Interview with Nightwish 40

Source: Rockhard

Mit ihrem zweiten Longplayer "Oceanborn" schafften NIGHTWISH in ihrer finnischen Heimat den totalen Durhbruch. Das Album wurde ebenso wie die drei Single-Auskopplungen vergoldet, und auch im restlichen Europa eroberte das symphatische Quintett die Herzen der Metalfans im Sturm. Schneller als erwartet beglücken uns NIGHTWISH nun mit ihrer neuen Scheibe "Wishmaster". Finnland Experte Albrecht heftete sich an die Fersen der Band.


Spannung liegt über dem Finnvox-Studio. In einem der zahlreichen Kontrollräume hat sich nicht nur eine stattliche Anzahl europäischer Journalisten eingefunden, auch NIGHTWISH-Sängerin Tarja rutscht unruhig auf der Sitzbank hin und her, denn selbst sie hat den fertigen Mix des neuen Albums noch nicht gehört. Ein Fläschchen Pils beruhigt ihre Nerven zunächst mal. Ist schon eine völlig neue Situation für die Band, denn alle Welt erwartet natürlich wieder ein solches Wunderwerk wie "Oceanborn". Doch eigentlich müssen NIGHTWISH sich überhaupt keine Sorgen machen. Schon der Opener 'She Is My Sin' bringt alle Stärken der Truppe auf den Punkt: supereingängige Melodieführung, bombastisches Arrangement, fantasievolle Keyboard-Arbeit, exzellentes Power-Drumming und dazu Tarjas einzigartige Stimme. Doch schon beim zweiten Track 'The Kinslayer' fällt auf, dass sie ihre Vocals variabler einsetzt, sich mehr den Melodien anpasst und nicht mehr ausschließlich auf das Opernhafte setzt. Andererseits ist sie in der Lage, allein mit ihrem Gesang eine eher mittelprächtige Nummer wie 'Come Cover Me' zu retten. Stück Nummer vier, 'Wanderlust', kann allerdings auch Tarja nicht mehr aufwerten. Bei diesem Song sind NIGHTWISH zu sehr auf Nummer sicher gegangen. Das Stück klingt wie ein Abziehbild einiger "Oceanborn"-Hits. Dann allerdings geben die Finnen richtig Gas. Bis zum Ende des Albums ist keine einzige schwache Nummer mehr zu entdecken. Ganz im Gegenteil: 'Bare Grace Misery' ist eine todsichere Single, der Titeltrack erinnert in Sachen Bombast an eine Mischung aus Queen und Blind Guardian, die beiden überlangen Songs 'Dead Boy's Poem' und 'Fantasmic' entpuppen sich als großartige Mini-Dramen mit vielen überraschenden Wendungen, originellen Keyboard-Sounds und famosen Drumming. Die Journalistenmeute applaudiert am Ende der Vorstellung spontan, und auch Tarja hat wenig auszusetzen. Entsprechend relaxt ist die Dame später beim Interview. Keyboarder und Hauptkomponist Tuomas kann allerdings nicht verleugnen, dass der Druck, der auf seinen Schultern lastete, ziemlich unangenehm war.


"Dabei kam dieser Druck gar nicht mal so sehr von außen"
, sinniert der schmächtige Tastenmann. "Wir waren uns oftmals selbst nicht sicher, ob die Songs gut genug für NIGHTWISH sind. Ansonsten war es aber nicht schwierig, dieses Album zu produzieren. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist und nur die Musik schreibst, auf die du auch wirklich Bock hast, kann normalerweise nicht viel schief gehen. Man darf bloß nicht darüber nachdenken, ob außenstehende Personen die Songs mögen könnten - dann macht man sich nämlich unnötig verrückt."


Überrascht war die Band von der Sympathiewelle, die ihr nahezu überall in Europa entgegenschlug.
"Die Tor mit Rage waren unsere ersten Konzerte außerhalb von Finnland", blickt Tarja zurück. "Wir wussten überhaupt nicht, was uns erwarten würde. Um so erstaunter waren wir von dem unglaublichen Feedback, das uns eine beachtliche Portion Selbstvertrauen gab. Das war eine große Befriedigung und Ansporn, noch bessere Songs zu schreiben."
Allerdings dürfte die Versuchung recht groß gewesen sein, sich an das Erfolgsrezept zu klammern und eine möglichst ähnlich klingende Scheibe wie "Oceanborn" aufzunehmen. "Wir hatten überhaupt nicht die Zeit, um darüber nachzudenken", verneint Tuomas. "Wir wollten "Wishmaster" unbedingt im Mai veröffentlichen und sind zum Schluss ganz schön ins Schwitzen gekommen, als der Studiotermin immer näher rückte."
Na ja, aber zumindest die Opening-Phase von 'Wanderlust' hört sich verdächtig nach diversem "Oceanborn"-Material an ...
"Okay, ich bekenne mich schuldig", grinst der Tastenmann. "'Wanderlust' war der letzte Track, den ich für "Wishmaster" komponiert habe, und ich hatte das Gefühl, dass wir noch nicht genügend schnelles Keyboard-Skalen-Gedudel auf der Platte haben - also baute ich diesen Part ein. Ich dachte einfach, dass das den Leuten gefallen würde."


Das Interesse der Öffentlichkeit konzentriert sich oftmals auf die reizende Frontfrau Tarja, doch Tuomas ist das Gehirn der Band, verantwortlich für die Musik und sämtliche Texte. Wobei der gute Mann zusätzlich noch mit der Schwierigkeit zu kämpfen hat, dass seine Lyrics von einer Frau gesungen werden. Könnte mir vorstellen, dass das gelegentlich zu Komplikationen führt.
"Ach, normalerweise ist das überhaupt kein Problem - nur bei 'She Is My Sin' gestaltete sich die Sache etwas vertrackter. Ich musste doch einige Stellen verändern, weil es sonst wohl sehr albern geklungen hätte, wenn gewisse Phrasen von einer weiblichen Stimme vorgetragen worden wären."
Tarja, hast du jemals einen Text abgelehnt, den Tuomas geschrieben hat?
"Bislang noch nicht. Ich muss mich zugegebenermaßen sehr stark konzentrieren, wenn ich seine Zeilen einsinge, muss mich in ihn hineinversetzen, um zu verstehen, was er ausdrücken will. Ehrlich gesagt weiß ich aber immer noch nicht, was er sich bei 'She Is My Sin' gedacht hat ..."
Hast du nie darüber nachgedacht, selbst Lyrics für NIGHTWISH zu verfassen?
"Nein, weil ich glaube, dass ich in dieser Hinsicht nicht übermäßig talentiert bin. Tuomas ist die Seele von NIGHTWISH. Niemand versteht es besser, die Emotionen der Musik in Worte zu fassen."
Wie hat deine Stimme eigentlich den harten Belastungstest der Tour mit Rage im vergangenen Jahr überstanden?
"Besser als erwartet. Natürlich gab es einige brenzlige Situationen, weil alle Bandmitglieder im Laufe der Tour mal krank wurden. In Barcelona mussten wir leider einen Gig canceln."
Und du musstest in ein Krankenhaus, wo kein Mensch Englisch sprach, richtig? "Stimmt, das war wirklich schrecklich! Wir gingen zunächst in das größte Hospital der Stadt, aber dort hätten wir eine Wartezeit von fünf Stunden in Kauf nehmen müssen, und da es mir richtig elend ging, kam diese Warterei nicht in Frage. Man brachte uns in eine Privatklinik, wir verständigten uns mit Händen und Füßen, und als die Ärztin herausfand, dass ich Opernsängerin bin, erteilte sie mir zwei Wochen Sprech- und Singverbot. Ich protestierte vehement, also verschrieb sie mir drei verschiedene Medikamente, von denen ich furchtbar betrunken wurde und die meinen Magen umdrehten. Ich torkelte also von meinem Bett zum Klo und wieder zurück, aber wenigstens half das Zeug, und wir mussten die Tour nicht abbrechen. Klar ist aber, dass ich es nicht durchhalte, fünf Shows am Stück zu singen und nur jeden sechsten Tag Pause machen zu können. Es ist verdammt hart, dort oben auf der Bühne zu stehen, technisch möglichst einwandfrei zu singen und auch noch auf das Publikum einzugehen. Das verlangt mehr körperlichen Einsatz als bei einem Klassik-Konzert. Deswegen werden wir uns auf unserer kommenden Headliner-Tour jeden vierten Tag eine Pause gönnen."


Aber wo wir schon bei der Tour mit Rage sind: Was war eigentlich mit eurem Soundmann los? Bei beiden Shows, die ich gesehen habe, war von Gitarren und Vocals kaum etwas zu hören, und in anderen Städten war es den Aussagen einiger Bekannter zufolge ähnlich.
"Wir wurden während der Tour immer öfter darauf angesprochen", stöhnt Tuomas. "Wir dachten zunächst, das seien nur ein paar Anfangsschwierigkeiten, aber offensichtlich war dem nicht so. Die Sache tut uns natürlich leid."
Es gab schon böse Stimmen, die munkelten, dass Rage euch nicht alle Soundkanäle zur Verfügung gestellt haben, weil ihr bei einigen Shows noch mehr abgeräumt habt als Peavy und seine Mannen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Rage solche Klamotten nötig haben ... "Das stimmt auch nicht", stellt Tuomas unmissverständlich klar. "Die Jungs von Rage sind wirklich klasse, und es gab überhaupt keine Spannungen zwischen den beiden Bands. Ist doch normal, dass man sich ärgert, wenn die Vorband an manchen Abenden stärker abräumt."


Zudem keine ungewohnte Situation für Rage, die im Laufe ihrer Karriere oft genug selber Headliner an die Wand gespielt haben.
Ihre Konkurrenz wegblasen konnten auch NIGHTWISH, und zwar bei der finnischen Vorentscheidung zum Schlager Grand Prix - zumindest war ihnen die Gunst des Publikums sicher. "Das war ein Riesenspaß", grinst Tuomas, "der eine Menge Staub in Finnland aufgewirbelt hat. Die Zuschauer haben uns mit Abstand auf den ersten Platz gewählt, aber die Jury setzte uns auf die vorletzte Position, was in der Endabrechnung Platz drei für uns bedeutete. Die finnischen Tageszeitungen bastelten eine richtige Skandalstory aus der Geschichte, weil die Jury so krass am Geschmack der Zuschauer vorbei votierte. Wir haben die ganze Sache von Anfang an nicht besonders ernst genommen, wollten eigentlich nur die konservative Musikszene ein bisschen aufmischen, freuten uns aber natürlich über die Gratis-Publicity. Außerdem wurde dadurch klar, dass die Leute von der blöden Standard-Schlagermucke die Nase gestrichen voll haben."
Ein Phänomen, das auch in Deutschland nicht gerade unbekannt ist. Guildo Horn und Stefan Raab lassen grüßen ...


Aber was wäre, wenn NIGHTWISH wirklich zum Grand Prix gefahren wären und dort womöglich sogar noch gewonnen hätten? (Gähn... -Red.) Wir werden's wohl nie erfahren, genauso wenig wie die Band jemals das Stück 'Sleepwalker' veröffentlichen will, das sie bei diesem Wettbewerb zum Besten gab. Aber NIGHTWISH stehen in ihrem Heimatland mehr denn je im Blickpunkt der Medien - insbesondere Sängerin Tarja. Sie versucht, mit dieser Popularität möglichst natürlich umzugehen.
"Für mich ist das etwas völlig Ungewohntes. In gewisser Weise genieße ich den Rummel sogar. Ich bekomme Unmengen von E-Mails, versuche alle Anfragen höflich zu beantworten, was für mich kein Problem ist, da ich sowieso ein sehr freundlicher Mensch bin. Aber mich stört es manchmal, dass viele Leute nur mit mir kommunizieren wollen, weil ich eine Frau bin und in einer Heavy-Metal-Band singe, was ja nach wie vor recht ungewöhnlich ist. Und auf der letzten Tour stand ich plötzlich alleine vor einer Riesentraube von Fans und fühlte mich doch in gewisser Weise bedrängt. Seitdem passe ich auf, dass zumindest immer einer der Jungs dabei ist."
Hat der Erfolg von NIGHTWISH eigentlich auch deine Karriere als Opernsängerin positiv beeinflusst?
"Ganz im Gegenteil. Die klassischen Musikzirkel sind wirklich stockkonservativ und mögen es nicht, wenn jemand Tabus bricht. in Finnland gibt es vielleicht vier Leute, die entscheiden, wie welche Rolle besetzt wird, und da habe ich momentan ziemlich schlechte Karten, zumal ich ja noch Studentin bin. Dafür habe ich aber unglaublich viele Anfragen von anderen Metal-Bands bekommen, u.a. von The Kovenant und Edguy. Sogar eine Band aus Argentinien wollte mich haben. Da habe ich echt die freie Auswahl."
Und entschieden hast du dich unter anderem für eine Beteiligung an dem neuen klassischen Projekt von Kärtsy Hatakka, dem überaus kreativen Bandkopf von Waltari.
"Obwohl ich die weibliche Lead-Stimme war, hatte ich nur drei relativ kurze Einsätze. Es war aber ein tolles Erlebnis, auf der riesigen Bühne des wichtigsten Opernhauses in Finnland zu stehen. Die Musik war mir allerdings ehrlich gesagt ein wenig zu extrem. Das Bühnenbild sah jedoch fantastisch aus."
Der Einsatz von klassischen Instrumenten würde bestimmt auch der Musik von NIGHTWISH gut zu Gesicht stehen ...
"Oh ja, das würde sich wunderbar ergänzen", stimmt Tuomas zu. "Ein paar schön fette Chöre, ein kleines Orchester ... Leider fehlten uns bislang sowohl die Zeit als auch die finanziellen Mittel, um so etwas zu realisieren. Außerdem müsste ich zuvor lernen, wie man das ordentlich arrangiert."
Aber auch ohne klassische Unterstützung können wir uns sicher auf die anstehenden Festival-Shows von NIGHTWISH freuen, deren Höhepunkt der Auftritt auf dem Wacken Open Air sein dürfte, wo 20.000 Metalheads mit der Band feiern werden ...
"Wie viele Leute kommen da? 20.000?"
Tarja scheint sich bei diesem Gedanken nicht gerade wohl zu fühlen ...
"Wir haben in Finnland schon einige Festivals gespielt, aber auf einem so großen Ding sind wir noch nie aufgetreten. Ich werde sicher ganz furchtbar nervös sein und ständig zur Toilette rennen ..."
... und hinterher im Gefühl der absoluten Glückseligkeit von der Bühne schweben. Wetten?


Interview with Nightwish 39

Source: Hammer

5 days with Nightwish

Diese Gastspielreise von NIGHTWISH ist ohne Zweifel eine der wichtigsten der vergangenen Jahre. Welcher Newcomer im Metal-Bereich kann von sich schon behaupten, bei der ersten Tour durchschnittlich 800-900 Fans pro Abend in die hiesigen Clubs gelockt zu haben?


Als ich im Razzle Dazzle zum Tourtross stoße, treffe ich in erster Linie entspannte Musiker und Crewmitglieder an. Und das obwohl die Gegebenheiten vor Ort alles andere als hervorragend sind. Die PA verdient - obwohl sie für diesen Abend extra aufgestockt wurde - gerade einmal das Prädikat "ausreichend". Die vier Lampen, die auf der Bühne für Atmosphäre sorgen sollen, wecken auch nicht gerade den Gedanken an eine famose Lichtshow, sondern erinnern eher an die heimische Wohnzimmerbeleuchtung. Trotzdem sind alle zufrieden, und der kreative Kopf von Nightwish, Tuomas, erklärt mir nach freundlicher Begrüßung, warum das so ist: »Es läuft alles perfekt.« Worte, die einen prophetischen Charakter erlangen sollten.


31.10. Berlin, Razzle Dazzle

Leider profitieren die Eternal Tears of Sorrow nicht sonderlich von dem Umstand, dass das Razzle Dazzle ausverkauft ist, denn während das Quintett die Bühne betritt, stehen sich die meisten Fans bei den schleppenden Eingangskontrollen die Beine in den Bauch. Frontmann Altti und seine Mitmusiker bemühen sich mit ihrer Mixtur aus Black, Death und Gothic Metal um die Gunst der Anwesenden.

Mit Sinergy betritt dann - vor allem in musikalischer Hinsicht - ein anderes Kaliber die Bretter, die die Welt bedeuten. Vor allem gitarrentechnisch gibt es absolut nichts zu meckern. Alexi Lahio von Children of Bodom ist bekanntlich ein begnadeter Frickelfinger, doch auch Roope Latvala, der zweite Klampfer, fährt ein beeindruckendes Brett auf. Eigentlich auch nicht verwunderlich, denn Roope zockte früher bei der finnischen Legende Stone und zupft die Sechssaitige bei den Weirdos von Waltari. Während Kimberly und ihre Mannen noch ihre letzten Stücke zum Besten geben, bereiten sich Nightwish schon auf ihre Show vor. Ärgerlicherweise verfügt das Razzle Dazzle nur über einen Backstage Raum, sodass sich alle Beteiligten regelmäßig auf die Füße treten. Nach vier Wochen on the road wahrlich kein besonders angenehmes Arbeitsumfeld. Doch das Gefühl, den Club ausverkauft zu haben, und die zahlreichen angespannt wartenden Gesichter lassen solche Umstände schnell vergessen. Vom Beginn mit "She is my sin" an, hängen die Fans an den Lippen von Tarja, die mit dieser Situation umzugehen gelernt hat. In der Vergangenheit wirkte ihr Auftreten häufig noch ein wenig steif, doch inzwischen versteht sie es, auf lockere und sympatische Art mit den Anhängern vor der Bühne zu kommunizieren. Das 90 minütige Set der Finnen enthält keinerlei Schwachpunkte. Mit einem Instrumental und dem Gastauftritt von Sinergy Basser Marco als Gesangspartner von Tarja bei "Beauty and the Beast" gelingt es dem Fünfer, einen spannungsgeladenen Auftritt zu inszenieren. Nach der Show erfahre ich, dass sich die Publikumsreaktionen im Vergleich zum Rest der Tour eher bescheiden ausnahmen, obwohl die Fans für Berliner Verhältnisse recht euphorisch ihre Anerkennung zu erkennen gaben.

Weil der Club nicht unbedingt zum Verweilen einlädt, fahren die Busse recht bald nach dem Einladen des Equipments los. Da der Nightliner von Nightwish bereits voll belegt ist, werde ich bei Sinergy und Eternal Tears of Sorrow untergebracht. Nach einem kurzen Smalltalk verziehe ich mich recht bald in meine Koje.

1.11. Prag, Palac Akropolis

Als ich gegen 9 Uhr aufwache und schlaftrunken die Treppe des doppelstöckigen Busses hinunterwanke, ist die Party von Alexi und Roope noch in vollem Gange. Die Beiden versuchen, mich sofort in ihr Gespräch zu integrieren, und so meint "Wildchild" zu mir: »Ist es nicht Wahnsinn? Hier in Tschechien kannst du für 3.000 Mark ein Haus kaufen, ich sollte wirklich hierher ziehen!« Sein Kollege ergänzt: »Ja, dann brauchst du allerdings noch eine Knarre, um es auch verteidigen zu können.« Im Anschluss planen die Beiden Partyhengste, den auf einem Sitz schlafenden Altti mit ein paar "Edding Tattoos" zu verzieren. Doch mangels eines dafür geeigneten Stiftes vertiefen sich die beiden wieder in ihren Dialog, was ich zum Anlass nehme, mich wieder in meine Koje zu verziehen.

Die Busse stehen schon eine Weile am Palac Akropolis, als sie gegen Mittag die ersten Musiker und Mitglieder der Crew am Catering treffen. Die Dame, die derweil die letzten Brötchen für das Catering schmiert, nimmt ihren Job sehr genau, denn obwohl die Mägen der Meisten unüberhörbar knurren, verbietet sie allen, die Anstalten machen, ihren Hunger zu stillen, das Essen, mit der Begründung, Catering gäbe es erst ab Punkt 12 Uhr.

Im Laufe des frühen Nachmittags, sickert durch, dass es Tarja nicht besonders gut geht. Eine Erkältung macht ihr zu schaffen. Aus diesem Grund erscheint der morgige freie Tag wie ein Geschenk des Himmels. Die Betroffene selbst wirkt nach außen hin verhältnismäßig entspannt. Was soll sie sich auch aufregen, es ließe sich ohnehin nichts ändern. Am frühen Nachmittag bietet sich für mich während eines halbstündigen Spaziergangs erstmals die Gelegenheit, mich länger mit der Sängerin zu unterhalten. Ich versuche, sie ein wenig aus der Reserve zu locken und unterstelle ihr, dass die Rolle der perfekt geschminkten Metaldiva auf der Bühne in meinen Augen überhaupt nichts mit der Privatperson, wie ich sie bis jetzt kennengelernt habe, zu tun hat. Erwartungsgemäß wiederspricht mir die junge Dame: »Natürlich bin ich privat anders als auf der Bühne. Aber trotzdem ist es ein Teil von mir, und ich genieße es, diesen Aspekt meiner Persönlichkeit ausleben zu können.« Zuerst dachte ich, bei ihr handele es sich um eine zerbrechliche Person, doch im Verlaufe unseres Gesprächs schimmert immer stärker durch, dass die Sängerin ganz genaue Vorstellungen und Ziele hat. So steht sie trotz des momentanen Erfolgs nach wie vor felsenfest zu der Aussage, dass sie, wenn sie sich zwischen der Opern- und der Metalkarriere entscheiden müsste, die klassische Laufbahn vorziehen würde. Der bestimmte Charme, mit dem sie diese Worte formuliert, sorgt dafür, dass man ihr als Fan trotzdem keinesfalls böse sein kann.

Während des Abendessens platzt dann die Bombe: Tarjas Zustand hat sich verschlechtert und die Show in Ebersbrunn wird abgesagt. Die Gesichter aller Beteiligten sprechen Bände, doch ohne großes Murren akzeptieren sie das Unabänderliche. Der Club, der durch die Loge über dem Parkett das Flair eines Theaters versprüht, ist restlos ausverkauft. Eigentlich hat der Veranstalter ein paar Tickets zuviel verkauft, denn nicht alle finden Platz vor der Bühne, so dass ein Teil der etwa 900 Fans nur einen kleinen Ausschnitt der Bühne durch eine geöffnete Tür einsehen kann. Trotzdem nehmen die Zuschauer jede gespielte Note, die von der Bühne kommt, dankend auf. Davon profitieren bereits Eternal Tears of Sorrow, die, von den guten Reaktionen angestachelt, ein wesentlich professionelleres Set auf die Bühne legen, als noch am Tag zuvor.

Sinergy präsentieren sich ebenfalls in hervorragender Spiellaune und steigern sich im Vergleich zum Vorabend erheblich. Die Band und die Fans stacheln sich gleichermaßen gegenseitig an. Das ist insofern bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass auch Sinergy-Fronterin Kimberly erheblich unter den Folgen einer Erkältung zu leiden hat.
Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich geneigt, den Abend als perfektes Metal-Konzert mit Untergrundcharakter zu bezeichnen. Doch mit dem Beginn der Show von Nightwish werden die Karten noch einmal neu gemischt. Bereits im Verlauf der Umbaupause steigt die Spannung im Auditorium. Jede noch so kleine Regung auf der Bühne wird als möglicher Beginn des Auftritts bewertet. Erst als Busfahrer Mario ankündigt, dass die heutige Show mitgefilmt wird und Techniker Tero das Band mit dem darauf enthaltenen Intro abfährt, macht sich die Erleichterung bei den Pragern sichtbar breit. Ein Fan scheint die Sache mit dem Filmen ein wenig falsch verstanden zu haben, denn auf der Empore schneidet ein besonders treuer Anhänger den Gig der Finnen mit. Der Fahrer macht sich gleich nach dieser Entdeckung auf die Jagd nach dem Bootlegger, und wenig später präsentiert er breitgrinsend seine Trophäe, das Videoband. Im Folgenden darf ich Zeuge einer Show werden. die mit dem Wort "Magie" am besten umschrieben sein dürfte. Denn diese liegt in der Luft, wenn Tarja mit ihrem klaren Organ, untermalt vom Breitwand-Metalsound der Band, den Raum erfüllt. Doch es ist nicht nur die Ausnahmesängerin, der ich meinen Respekt zollen möchte. Tuomas, der stille Mastermind im Hintergrund, geht aus sich heraus und schüttelt mit Begeisterung seine im Wachsen begriffene Matte. Schlagzeuger Jukka scheint es auch kaum hinter seiner Schießbude zu halten, und so erhält sein sauberes Spiel durch diverse Showeinlagen eine fast theatralische Note. Im Gegensatz zu vielen Hochgeschwindigkeits-griffbrettakrobaten, die sich auf das rauf- und runternudeln irgendwelcher Tonleitern beschränken, verfügt Emppu, der kleingewachsene Gitarrist mit einer geschätzten Körpergröße von 1.54 m, über einen sehr chrarakteristischen Ton in seinem Stil. Bassist Sami verkörpert seinem Instrument gemäß den ruhenden Pol der Band. War ich vor dieser Tour allzu leicht versucht, zu sagen, das Phänomen Nightwish ließe sich auf eine hervorragende Sängerin mit klassischer Ausbildung reduzieren, muss ich spätestens jetzt anerkennend sagen: Bei dieser Band handelt es sich um fünf individuelle Musiker, die mit ihrer Persönlichkeit den Charakter der Formation prägen. Leider muss das Quintett aufgrund der Erkrankung der Frontfrau das Set um 15 Minuten kürzen, was den Wünschen des Prager Publikums natürlich in keinster Weise gerecht wird.
Nach so einem großartigen Konzertabend und mit der Gewissheit, die Nacht zur freien Verfügung zu haben, fällt das Feiern leicht. Die Getränkepreise sind für westliche Verhältnisse immer noch sehr günstig, und so entwickelt sich im Verlaufe des weiteren Abends eine nette Party, die für manch einen im - zugegeben kontrollierten - Exzess endet.


2.11., Prag, Day Off

Nach einer Nacht im stehenden Bus teilt sich der Tourtross auf. Nightwish und die Crew beziehen Stellung in einem nahegelegenen Hotel, während es den anderen Musikern frei steht, die nächsten beiden Tage in der bereits gewohnten rollenden Bleibe zu verweilen. Tourmanager Wolle fällt die Aufgabe zu, mit Tarja und Kimberly eine Ärztin aufzusuchen. Es erweist sich als großer Vorteil, dass Englisch die Muttersprache der Singergy-Sängerin ist, denn so können die beiden Damen genauestens ihre Probleme schildern. Die Diagnose und die damit verbundene Therapie fällt indes für beide ziemlich ernüchternd aus: Am Abend steht fest, dass weder Tarja noch Kimberly in den nächsten beiden Wochen ihre Stimmbänder in irgendeiner Form strapazieren sollten. Alles liegt in der Hand von Tarja, die mit ihrer Entscheidung für oder gegen die Anordnung des Arztes über den Fortgang der Tour entscheiden wird. Unter diesen Umständen ist es verständlich, dass es Nightwish vorziehen, den Abend unter sich zu verbringen, denn die Stunden der Ungewissheit gleichen einer Zerreißprobe.


3.11., Prag, Day Off

Für den heutigen Tag vereinbare ich mit Tuomas einen gemeinsamen Ausflug in die City. Während der halbstündigen Fahrt spreche ich den Tastenakrobaten auf die augenblickliche Situation an. »Es ist unser Schicksal, das wir uns selbst gewählt haben. Eine Sängerin wie Tarja ist einfach empfindlicher, wenn es um ihre Stimme geht, als eine konventionelle Rockröhre.«

Ich merke schnell, dieses Thema behagt dem Keyboarder nicht, und bald gibt er mir zu verstehen: »Lass uns über etwas anderes sprechen.« Unsere Mägen hängen in den Kniekehlen, so dass wir ein Restaurant aufsuchen. Die Wahl fällt auf eine Gaststätte, die passenderweise den Namen des heiligen Thomas trägt. »Mein Vater war letztens in Prag und empfahl mir, unbedingt hierher zu gehen.« Bei böhmischem Bier und leckeren einheimischen Spezialitäten lockert sich die Zunge des anfangs doch eher reserviert wirkenden Mastermindes. Wir sprechen über Zukunftspläne der Band. »Ich möchte für das nächste Album auf jeden Fall ausreichend Zeit haben, deswegen wird es im kommenden Jahr höchstens eine Mini-CD geben.«

Auch gerade angesagte Produzenten bilden ein Thema, und so bekennt Tuomas, dass er zum Beispiel Britney Spears oder die Backstreet Boys diesbezüglich sehr zu schätzen weiß. Doch für Nightwish kann er sich die Kooperation mit einem renommierten Klangzauberer nicht vorstellen. »Die Musik ist wie mein eigenes Baby, und das gibt man nicht so ohne Weiteres aus den Händen.«

Nach der ausgiebigen Mahlzeit entschließen wir uns, die wunderschöne Innenstadt zu Fuß zu erkunden. Als alter Fantasy Fan zieht die Ausstellung eines Malers, der in einem märchenhaften Haus in Frankreich wohnt, die Aufmerksamkeit des Musikers auf sich. Direkt im Anschluss besuchen wir eine Ausstellung von Folterwerkzeugen, die Tuomas zutiefst beeindruckt: »Ich war zwar bereits in den London Dungeons, aber das hier war noch schockierender, weil es so realistisch wirkte.« Zugegeben: Instrumente wie der Brustquetscher, der Schädelknacker und diverse andere Perversitäten hinterlassen auch bei mir ihre Spuren. Nach der Odyssee im Taxi entschließen wir uns, den Rückweg zum Hotel per pedes zu bestreiten. »Kennst du den Weg?« Ich nicke. Ergänzend meint Tuomas: »Kartenlesen liegt mir eigentlich auch ganz gut, dann kann ja eigentlich nichts schief gehen.« Wie sich jeder denken kann, endet das Ganze in einem mehrstündigen Fußmarsch. Ich schäme mich schon fast dafür, dass ich den richtigen Weg nicht finde, während mein musikalischer Begleiter seine Probleme mit dem Stadtplan hat. Am Ende sind wir glücklich und zufrieden, das Hotel doch noch erreicht zu haben. Fazit des Keyboarders: »War doch ein netter Spaziergang.«

Um Mitternacht stoßen Nightwish und alle anderen, die im Hotel untergebracht waren, wieder zum Rest des Tourtrosses. Die Abfahrt nach Kaufbeuren STEHT auf dem Programm. Ungewiss ist weiterhin, ob es möglicherweise das letzte Konzert der Tour werden wird.


4.11., Kaufbeuren, Zeppelinhalle

Die Zeppelinhalle bietet schätzungsweise 1.500 Fans Platz, die PA ist vom Feinsten, eine hohe Decke, die das Licht optimal zur Geltung kommen lässt, und eine große Bühne sorgen zumindest bei der Crew für gute Laune. Doch auch für die Musiker wird bestens gesorgt. Das Catering ist mit viel Liebe zubereitet, und jeder Band steht ein großer, gemütlicher Backstageraum, die allesamt angenehm beheizt sind, zur Verfügung. Das lockert die Atmosphäre merklich, denn es besteht für jeden die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Veranstalter Josef und seine Crew tragen mit ihrer herzlichen Art ebenfalls ihr Scherflein dazu bei, dass sich alle so richtig wohlfühlen. Vor allem ein Detail am Rande, das auf den ersten Blick gar nicht so wichtig erscheinen mag, sorgt für allseits zufriedene Gesichter:

Es gibt eine Dusche, die warmes Wasser für alle bereithält. Im Verlaufe der Tour ist es des Öfteren vorgekommen, dass diejenigen, die zu Letzt ihrer Körperhygiene nach kommen wollten, nur eiskaltes Wasser zur Verfügung hatten. Ein äußerst zweifelhaftes Vergnügen, das naturgemäß vor allen Dingen Nightwish immer wieder zuteil wurde, da sie Abend für Abend als letzte verschwitzt von der Bühne kommen. Im Laufe des Nachmittags ist Tarja damit beschäftigt, auszuloten, ob ihre Stimme durchhält oder nicht. Mit ihrer charmanten Art vermag sie ihre innere Anspannung zu verbergen und strahlt damit eine Ruhe aus, die sich auf den Rest des Tourtrosses zu übertragen scheint.
Ich verbringe den Nachmittag die meiste Zeit mit Eternal Tears Of Sorrow. Vor allen Dingen Schlagzeuger Petri erweist sich in den kommenden Stunden als echter Spaßvogel. Der sexuelle Entzug der vergangenen Wochen macht sich immer stärker bemerkbar, und so malt sich der Trommler die tollsten Dinge aus: »Wäre doch genial, wenn man mit Sex alle möglichen Krankheiten heilen könnte. Der Begriff Erste Hilfe bekäme eine völlig neue Bedeutung. Wenn das funktionieren würde, wäre ich schon lange Arzt.«

Am Abend füllen dann rund 1.200 Fans die Halle mehr als ordentlich und bieten beim Blick von der Bühne einen stattlichen Anblick. Nach dem Auftritt möchte die Nightwish-Sängerin verlauten lassen, ob sie sich in der Lage sieht, die anstehenden Gastspiele zu bewältigen. Trotz dieser Ungewissheit freuen sich alle Musiker auf ihre Auftritte. Diese Euphorie sorgt dafür, dass Eternal Tears of Sorrow ihr Set um Einiges flotter durchholzen als gewohnt. Das passt zwar nur bedingt zu einer gefühlvollen Komposition wie "Autumn’s Grief", aber der Applaus bestätigt das Quintett. Für Sinergy wird die Show zu einer echten Feuertaufe. Kimberly ist stimmlich zwischenzeitlich derart angegriffen, dass sie kaum noch reden kann. Doch sie beißt die Zähne zusammen, was vom Publikum zwar belohnt wird, aber mit Blutspucken hinter der Bühne endet.

Tarja hat den ganzen Nachmittag über Tonleitern geübt, um zu sehen, ob es mit der Show klappen könnte. Nachdem sie grünes Licht gegeben hat, sind natürlich alle erleichtert. Während des Intros spaziert Jukka mit Videokamera auf die Bühne und filmt das Publikum. das sich daraufhin von seiner besten Seite zeigt. Wie in den vergangenen Tagen bietet sich auch in Kaufbeuren das gleiche Bild: Jeder einzelne Musiker wird mit Applaus bedacht, doch wenn die Frau Turunen die Bühne betritt. brechen im Publikum alle Dämme. Die Euphorie kennt keine Grenzen, und es sind keineswegs nur männliche Zuschauer, deren Augen an Tarjas Lippen kleben. Auch zahlreiche weibliche Fans singen inbrünstig die Zeilen von Göttergaben wie "Death Boy‘s Poem" oder "Walking In The Air" mit. Vor allen Dingen Keyboarder Tuomas, Gitarrist Emppu und Trommler Jukka spielen sich in einen regelrechten Rausch. Zu Beginn des Instrumentals in der Mitte des Sets, das Tarja als Verschnaufpause nutzt, dirigiert Tuomas mit wenigen Handbewegungen die Massen. Etwas, das er sichtlich genießt. Nachdem "Wishmaster" als letzte Zugabe den Abend beschließt, spielen sich schier unglaubliche Szenen ab. Minutenlang. nachdem das Saallicht schon wieder in Betrieb ist, verlangen die Fans immer noch nach einer Zugabe. Doch Tarja kann definitiv nicht mehr, was niemand mehr bedauert als sie selbst. Tuomas zeigt sich völlig begeistert von der Show: »Das was mit Sicherheit einer der besten Auftritte bei dieser Tour. Das Publikum war fantastisch. und wir erlaubten uns kaum Spielfehler.«

Nach so einem Abend fällt der Abschied natürlich um so schwerer, doch es ist für mich an der Zeit, zu gehen. Wirkten Nightwish anfangs noch ein wenig verschlossen auf mich, zeigten sich alle Musiker beim Abschied von ihrer herzlichen Seite. Ein dickes Dankeschön dafür an dieser Stelle.


Varför jag känner som du känner - Joachim Bauer

Intuitiv kommunikation och hemligheten med spegelneuronerna
Natur & kultur
c 2005
978-91-27-11495-1
Warum ich fühle, was du fühlst

Personkemi - Tony Dunderfelt

Samarbete mellan olika människor

"Det är så roligt att vi alla är så olika."
"Låt alla blommor blomma."

Så här brukar vi intala oss. Men ändå är det väldigt vanligt att vi får problem med personkemin så fort vi har att göra med

- människorelationer på arbetsplaten
- teamarbete
- föreningar och husbolag
- kommunalpolitik
- parförhållanden.

Varför kommer vi överens med vissa personer, men inte med andra? Kan man påverka personkemin? Hur beter man sig i besvärliga och superbesvärliga människorelationer?

Psykolog Tony Dunderfelts bok Personkemi ger dig en inblick i samarbetets hemligheter och lär dig komma överrens med olika människotyper. du får praktiska vinkar om hur du utvecklar ditt samspel med andra människor, och nya ideer som hjälper dig att bättre förstå den "kemiska" växelverkan mellan kvinnr och män.

ISBN: 951-97776-36
DIALOGIA
c 1998
Övers Bernt Sjöholm

Hemligheten - Dan Josefsson, Egil Linge

HEMLIGHETEN
Från ögonkast till varaktig relation

Hundratusentals svenska män och kvinnor är singlar trots att de inte vill vara det. Varför är det så och vad kan vi göra för att öka möjligheten till en varaktig relation?
      I Hemligheten förklarar psykologen och psykoterapeuten Egil Linge tillsammans med journalisten Dan Josefsson orsakerna till att så många av oss har svårt att skapa varaktiga kärleksrelationer. Dessutom presenteras redskapen som leder till förändring.
      Utgångspunkten är anknytningsteorin, en modern psykologisk teori som just nu revolutionerar vår syn på hur närhet fungerar -- och vår förståelse för varför den ibland inte fungerar så bra som vi önskar.
      Varför letar jag fel hos dem jag dejtar? Varför drar jag mig undan när någon visar intresse? Varför tvivlar jag ständigt på om min partner är rätt för mig? Varför dras jag tll dem som redasn är upptagna?
      Med hjälp av boken kan läsaren direkt förändra sitt sätt att skapa relationer och dessutom upptäcka att förändring är lättare att åstadkomma än många tror. Ingen behöver egentligen leva sitt liv ensam.

Bokens hemsida
Natur & Kultur
ISBN: 978-91-27-11521-7
© 2008
C O N T E N T S

CONTENTS - Filosofins Tröst

Till tröst när:

I - Man är impopulär
II - Man inte har tillräckligt med pengar
III - Man drabbas av motgångar
IV - Man känner sig otillräcklig
V - Man har fått sitt hjärta krossat
VI - Man råkar i svårigheter

Filosofins Tröst - Alain de Botton

Finns det någon tröst om man är fattig, trögtänkt och impopulär? Alain de Botton rådfrågar sex olika filosofer om hur man bäst brottas med sex specifika vardagsproblem: PLATON om man är impopulär, EPIKUROS om man är fattig, SENECA om man drabbas av motgångar, MONTAIGNE om man känner sig otillräcklig, SCHOPENHAUER om man har fått sitt hjärta krossat och NIETZSCHE om man råkar i svårigheter. Dessa filosofer ger nämligen praktiska råd som gör det lättare att leva.
      Filosofisk visdom behöver inte vara mossig och förlegad. Alain de Botton är en skicklig och underhållande ciceron som pekat ut höjdpunkter och fallgropar i tankens landskap. Hans tolkning av filosofernas texter är lika originell som förlösande -- han ser sånt som ingen lagt märke till förut och vidgar vyerna för både filosoferna och oss själva!

Med samma lätta, snabba och roliga berättarsnille som i Låt Proust förändra ditt liv (1998) har Alain de Botton skrivit en bok för alla oss som kan behöva lite filosofiskt stöd i vardagen.


Wahlström & Widstrand
ISBN:
91-46-21290-6
The Consolations of Philosophy
© 2000
Översättning: Nille Lindgren
C O N T E N T S

Darling Jim - Christian Mørk

En dag kör en ung man vid namn Jim in i den lilla irländska landsortsstaden Castletownbere på en knallröd motorcykel, och livet blir sig aldrig mera likt för de tre föräldralösa systrarna Fiona, Róisín och Aiofe. Jim trollbinder dem med sina sagor, särskilt den om prinsen som förvandlas till varg och inte kan bestämma sig för om han ska älska eller döda den kvinna som försöker rädda honom. Men samtidigt börjar systrarna ana att den skicklige sagoberättaren döljer något - att det inte är en slump att unga kvinnor gått en hemsk död till mötes där Jim dragit fram.

I sin succéroman Darling Jim har Christian Mørk förenat magi och verklighet på ett sätt som förfört både läsare och kritiker i Danmark. Mette Strømfeldt menar i Berlingske Tidene att Mørk tecknar så starka bilder med ord att de bränner sig fast på näthinnan. Och det är verkligen med både lätthet och pregnans som författaren ger oss sin moderna saga fylld av mörker och ljus, kärlek och grymhet, längtan och skräck. Det är andlös spänning och gripande drama, kort sagt storartad underhållning.

CHRISTIAN MØRK har med Darling Jim gjort omedelbar succé. Romanen är såld till 11 länder, däribland USA och Tyskland. Christian är son till det i Danmark kända skådespelarparet Susse Wold och Erik Mørk. Han arbetar som filmkritiker på The New York Times och flyttade till USA redan som 22-åring och bor nu i Brooklyn. Han har tidigare verkat som filmproducent i Hollywood och varit redaktör för filmtidskriften Variety.

"Darling Jim är fylld till randen av lidelser och starka känslor och renaste ondska - ett äventyr för vuxna som inte har glömt magin i de fyra små orden 'Det var en gång ...' ". Katinka Bruhn, Weekend Avisen Berlingske
Lind & Co
ISBN: 978-91-85801-59-6
Darling Jim
© 2007
Översättning: Anna Troberg
C O N T E N T S

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INTJ - David Keirsey

Source:

Profile by David Keirsey


INTJs are the most self-confident of all types, having "self-power" awareness. Found in about 1 percent of the general population, the INTJs live in an introspective reality, focusing on possibilities, using thinking in the form of empirical logic, and preferring that events and people serve some positive use. Decisions come naturally to INTJs' once a decision is made, INTJs are at rest. INTJs look to the future rather than the past, and a word which captures the essence of INTJs is builder-a builder of systems and the applier of theoretical models.


To INTJs authority based on position, rank, title, or publication has absolutely no force. This type is not likely to succumb to the magic of slogans, watchwords, or shibboleths. If an idea or position makes sense to an INTJ, it will be adopted, if it doesn't, it won't, regardless of who took the position or generated the idea. As with the INTP, authority per se does not impress the INTJ.


INTJs do, however, tend to conform to rules if they are useful, not because they believe in them, or because they make sense, but because of their unique view of reality. They are the supreme pragmatists, who see reality as something which is quite arbitrary and made up. Thus it can be used as a tool-or ignored. Reality is quite malleable and can be changed, conquered, or brought to heel. Reality is a crucible for the refining of ideas, and in this sense, INTJs are the most theoretical of all the types. Where an ESTP sees ideas as the pawn of reality, an INTJ sees reality as the pawn of ideas: No idea is too far-fetched to be entertained. INTJs are natural brainstormers, always open to new concepts and, in fact, aggressively seeking them.


INTJs manipulate the world of theory as if on a gigantic chess board, always seeking strategies and tactics that have high payoff. In their penchant for logic, the INTJs resemble the INTPs. The logic of an INTJ, however, is not confined to the expressible logical. Unlike INTPs, INTJs need only to have a vague, intuitive impression of the unexpressed logic of a system to continue surely on their way. Things need only seem logical; this is entirely sufficient. Moreover, they always have a keen eye for the consequence of the application of new ideas or positions. They can be quite ruthless in the implementation of systems, seldom counting personal cost in terms of time and energy. Theories which cannot be made to work are quickly discarded by the INTJs.


To understand INTJs, their way of dealing with ideas should be observed closely. Their conscious thought is extraverted and empirical. Hence, they are better at generalizing, classifying, summarizing, adducing evidence, proving, and demonstrating than are the INTPs. The INTJs are somewhat less at home with pure reason, that is, systemic logic, where principles are explicit. In this respect they resemble the ENTJs. The INTJs, rather than using deductive logic, use their intuition to grasp coherence.


Career


INTJs can be very single-minded at times; this can be either a weakness or a strength in their careers, for they can ignore the points of view and wishes of others. INTJs usually rise to positions of responsibility, for they work long and hard and are steady in their pursuit of goals, sparing neither time nor effort on their part or that of their colleagues and employees.


INTJs live to see systems translated into substance; an INTP, by way of contrast, is content to design the system. In both these types, however, coherence is the master. Both internal and external consistency are important, and if an INTJ finds that he or she is in a working situation where overlapping functions, duplication of effort, inefficient paper flow, and waste of human and material resources abound, the INTJ cannot rest until an effort is made to correct the situation. Cost-effectiveness is a concept which has a strong imperative for INTJs, who frequently select occupations in engineering, particularly human engineering. They also can be found in the physical sciences, in roles which require development, such as curriculum building, and, in general, any job which requires the creation and application of technology to complex areas.


Fellow workers of INTJs often feel as if the INTJ can see right through them, and often believe that the INTJ finds them wanting. This tendency of people to feel transparent in the presence of the INTJ often result in relationships which have psychological distance. Thus colleagues find the INTJ apparently unemotional and, at times, cold and dispassionate. Because of their tendency to drive others as hard as they do themselves, INTJs often seem demanding and difficult to satisfy. INTJs are high achievers in school and on the job. On the job, they take the goals of an institution seriously and continually strive to respond to these goals. They make dedicated, loyal employees whose loyalties are directed toward the system, rather than toward individuals within the system. So as the people of an institution come and go, the INTJs have little difficulty-unlike the NFs, who have their loyalties involved more with persons than offices. INTJs tend, ordinarily, to verbalize the positive and eschew comments of a negative nature; they are more interested in moving an institution forward than commiserating about mistakes of the past.


Home


As mates, INTJs want harmony and order in the home and in relationships. They are the most independent of all types. They will trust their intuitions about others when making choices of friends and mates, even in the face of contradictory evidence and pressures applied by others. The emotions of an INTJ are hard to read, and neither male nor female INTJ is apt to express emotional reactions. At times, both will seem cold, reserved, and unresponsive, while in fact INTJs are almost hypersensitive to signals of rejection from those for whom they care. In social situations, INTJs may also be unresponsive and may neglect to observe small rituals designed to put others at their ease. For example, INTJs may communicate that time is wasted if used for idle dialogue, and thus people receive a sense of hurry from an INTJ which is not always intended. In their interpersonal relationships, INTJs are usually better in a working situation than in recreational situations. They do not enjoy physical contact except with a chosen few.


As parents, INTJs are dedicated and single minded in their devotion: Their children are a major focus in life. They are supportive of their children and tend to allow them to develop in directions of their own choosing. INTJs usually are firm and consistent in their discipline and rarely care to repeat directions given to children...or others. Being the most independent of all the types, they have a strong need for autonomy; indifference or criticism from people in general does not particularly bother INTJs, if they believe that they are right. They also have a strong need for privacy.


The most important preference of an INTJ is intuition, but this is seldom seen. Rather, the function of thinking is used to deal with the world and with people. INTJs are vulnerable in the emotional area and may make serious mistakes here.


Midlife


At midlife the feeling side of personality should be given much attention by the INTJ, who can work at expanding his or her abilities to respond to wishes and feelings of others. They may also do well to turn more attention to the sensory side of their natures, attempting to get in touch with the joys of good food, good beverages, social rituals, kinesthetic experiences...and play. The "wasting" of time in play is an appropriate target as a midlife task for INTJs who can take lessons from an SP, especially an ESP, in the art of enjoying the pleasures of life.


Mates


Wishing to control nature, the INTJ "scientist" probably has more difficulty than all other types in making up his or her mind in mate selection. Even mate selection must be done in a scientific way. It may well be that the narratives, plays, and films impugning the "rational and objective" approach to mating have as their target our thorough-going scientist INTJ. Nevertheless, when young, the INTJ is attracted to the free-wheeling, spontaneous, fun-loving "entertainer" ESFP. But the INTJ requires that mating meet certain criteria, else it is not undertaken. So the INTJ doesn't often go through with what is begun by natural attraction. Since he or she proceeds in a rational and methodical way, the selection of a similar temperament is more likely than selection of opposite, following the assumption that those who are similar ought to do well together. The INTJ "scientist" is also attracted to the ENFP "journalist," probably because of the enthusiastic, effervescent, and apparently spontaneous enjoyment and wonderment this type exudes-the very antitheses of the careful, thoughtful exactitude of the INTJ.


Groups

Yahoo INFP Groups
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INFP - David Keirsey

Source:

Profile by David Keirsey


INFPs present a calm, pleasant face to the world and are seen as reticent and even shy. Although they demonstrate a cool reserve toward others, inside they are anything but distant. They have a capacity for caring which is not always found in other types. They care deeply-indeed, passionately-about a few special persons or a cause. One word that captures this type is idealistic. At times, this characteristic leaves them feeling isolated, especially since INFPs are found in only 1 percent of the general population. INFPs have a profound sense of honor derived from internal values. The INFP is the Prince or Princess of mythology, the King's Champion, Defender of the Faith, and guardian of the castle. Sir Galahad and Joan of Arc are male and female prototypes of an INFP. To understand INFPs their cause must be understood, for they are willing to make unusual sacrifices for someone or something believed in.


INFPs seek unity in their lives, unity of body and mind, emotions and intellect. They often have a subtle tragic motif running through their lives, but others seldom detect this inner minor key. The deep commitment of INFPs to the positive and the good causes them to be alert to the negative and the evil, which can take the form of a fascination with the profane. Thus INFPs may live a paradox, drawn toward purity and unity but looking over the shoulder toward the sullied and desecrated. When INFPs believe that they have yielded to an impure temptation, they may be given to acts of self-sacrifice in atonement. The atonement, however, is within the INFP, who does not feel compelled to make public the issue.


INFPs prefer the valuing process over the purely logical. They respond to the beautiful versus the ugly, the good versus the bad, and the moral versus the immoral. Impressions are gained in a fluid, global, diffused way. Metaphors and similes come naturally but may be strained. INFPs have a gift for interpreting symbols, as well as creating them, and thus often write in lyric fashion. They may demonstrate a tendency to take deliberate liberties with logic. Unlike the NT, they see logic as something optional. INFPs also may, at times, assume an unwarranted familiarity with a domain, because their global, impressionistic way of dealing with reality may have failed to register a sufficient number of details for mastery. INFPs may have difficulty thinking in terms of a conditional framework; they see things as either real or fancied, and are impatient with the hypothetical.


Career


At work, INFPs are adaptable, welcome new ideas and new information, are well aware of people and their feelings, and relate well to most, albeit with some psychological distance. INFPs dislike telephone interruptions and work well alone, as well as with others. They are patient with complicated situations, but impatient with routine details. They can make errors of fact, but seldom of values. Their career choices may be toward the ministry, missionary work, college teaching, psychiatry, architecture, psychology-and away from business. They seem willing and usually are able to apply themselves scholastically to gain the necessary training for professional work, often doing better in college than in high school. They have a natural interest in scholarly activities and demonstrate, as do the other NF's, a remarkable facility for languages. Often they hear a calling to go forth into the world to help others; they seem willing to make the necessary personal sacrifices involved in responding to that call, even if it means asking others to do likewise. INFPs can make outstanding novelists and character actors, for they are able to efface their own personalities in their portrayal of a character in a way other types cannot.


Home


As mates, INFPs have a deep commitment to their pledges. They like to live in harmony and may go to great lengths to avoid constant conflict. They are sensitive to the feelings of others and enjoy pleasing those they care for. They may find it difficult to reconcile a romantic, idealized concept of conjugal life with the realities of everyday living with another person. At times, in fact, INFPs may seem fearful of exuberant attainment, afraid that current advances may have to be paid for with later sacrifices. The devil is sure to get his due if the INFP experiences too freely of success, or beauty, or health, or wealth, or knowledge. And thus, INFPs guard against giving way to relaxing in the happiness of mating. They may have difficulty in expressing affection directly, but communicate interest and affection indirectly.


For INFPs, their home is their castle. As parents, they are fierce in protection of home and family and are devoted to the welfare of family members. They have a strong capacity for devotion, sympathy, and adaptability in their relationships, and thus are easy to live with. They are loyal to their family and, although they may dream of greener pastures, if they stray into those pastures they soon locate the nettles. The almost preconscious conviction that pleasure must be paid for with pain can cause a sense of uneasiness in the family system of an INFP, who may transmit an air of being ever-vigilant against invasion. In the routine rituals of daily living, INFPs tend to be compliant and may even prefer having decisions made on their behalf, until their value system is violated! Then INFPs dig in their heels and will not budge from ideals. Life with an INFP will go gently along for long periods, until an ideal is struck and violated. Then an INFP will resist and insist.


Midlife


At midlife INFPs may want to increase mastery of intellectual interests, perhaps taking advanced degrees in a chosen profession. They also may want to explore the sensual side of their natures, expanding their aesthetic appreciations to include physical sensory appreciations. Extending social activities and contacts may offer new horizons for INFPs, but they will have to guard against overextension psychologically, for before, during, and after midlife the vulnerability and sensitivity of the INFP will continue, and he or she can easily become emotionally drained.


Mates


The INFP questor probably has more problems in mating than any other type. Let us be mindful of the relative infrequency: about 1 1/4 percent, say two and a half million people in the USA. Their problem lies in their primary outlook on life. "Life," says the INFP, "is a very serious matter." Now when a person makes his life a kind of crusade or a series of crusades, then there's bound to be some taxing of the spouse. If the INFP takes the other tack, the "monastic" (and the same person can tack back and forth-now a crusader, now a monastic), the spouse will find himself again taxed, trying to draw the monastic out of his dark meditative cave.


The opposites of our crusading monastic seem well equipped for this alternating-phase taxation: ENTJ and ESTJ. Both are anchored in the real world with a vengeance. The ENTJ marshaling his or her forces toward distant objectives, the ESTJ administrating in a solid, dependable, and traditional way whatever is his or hers to administer. Both provide anchorage to a person who might otherwise get lost in meditation or in crusade. Selection of a mate of irrelevant form (e.g., an ISTP artisan or an ESTP promoter) would not be the wisest of tactics in so serious a business as life.


INFJ - David Keirsey

Source:

Profile by David Keirsey


INFJs focus on possibilities, think in terms of values and come easily to decisions. The small number of this type (1 percent) is regrettable, since INFJs have unusually strong drive to contribute to the welfare of others and genuinely enjoy helping their fellow men. This type has great depth of personality; they are themselves complicated, and can understand and deal with complex issues and people.


It is an INFJ who is likely to have visions of human events past, present, or future. If a person demonstrates an ability to understand psychic phenomena better than most others, this person is apt to be an INFJ. Characteristically, INFJs have strong empathic abilities and can be aware of another's emotions or intents even before that person is conscious of these. This can take the form of feeling the distress of illnesses of others to an extent which is difficult for other types. INFJs can intuit good and evil in others, although they seldom can tell how they came to know. Subsequent events tend to bear them out, however.


INFJs are usually good students, achievers who exhibit an unostentacious creativity. They take their work seriously and enjoy academic activity. They can exhibit qualities of over-perfectionism and put more into a task than perhaps is justified by the nature of the task. They generally will not be visible leaders, but will quietly exert influence behind the scenes.
 

INFJs are hard to get to know. They have an unusually rich inner life, but they are reserved and tend not to share their reactions except with those they trust. Because of their vulnerability through a strong facility to introject, INFJs can be hurt rather easily by others, which, perhaps, is at least one reason they tend to be private people. People who have known an INFJ for years may find sides emerging which come as a surprise. Not that INFJs are inconsistent; they are very consistent and value integrity. But they have convoluted, complex personalities which sometimes puzzle even them.


INFJs like to please others and tend to contribute their own best efforts in all situations. They prefer and enjoy agreeing with others, and find conflict disagreeable and destructive. What is known as ESP is likely found in an INFJ more than in any other types, although other types are capable of such phenomena. INFJs have vivid imaginations exercised both as memory and intuition, and this can amount to genius, resulting at times in an INFJ's being seen as mystical. This unfettered imagination often will enable this person to compose complex and often aesthetic works of art such as music, mathematical systems, poems, plays, and novels. In a sense, the INFJ is the most poetic of all the types. Just as the ENTJ cannot not lead, so must an INFJ intuit; this capability extends to people, things, and often events, taking the form of visions, episodes of foreknowledge, premonitions, auditory and visual images of things to come. INFJs can have uncanny communications with certain individuals at a distance.


Career


INFJs often select liberal arts as a college major and opt for occupations which involve interacting with people, but on a one-to-one basis. For example, the general practitioner in medicine might be an INFJ, or the psychiatrist or psychologist. As with all NF's, the ministry holds attraction, although the INFJ must develop an extraverted role here which requires a great deal of energy. INFJs may be attracted to writing as a profession, and often they use language which contains an unusual degree of imagery. They are masters of the metaphor, and both their verbal and written communications tend to be elegant and complex. Their great talent for language usually is directed toward people, describing people and writing to communicate with people in a personalized way. INFJs who write comment often that they write with a particular person in mind; writing to a faceless, abstract audience leaves them uninspired.


INFJs make outstanding individual therapists who have the ability to get in touch with the archetypes of their patients in a way some other types do not. The INFJs are also the most vulnerable of all the types to the eruption of their own archetypal material. As therapists, INFJs may choose counseling, clinical psychology, or psychiatry, or may choose to teach in these fields. Writing about these professions often intrigues an INFJ. Whatever their choice, they generally are successful in these fields because their great personal warmth, their enthusiasm, their insight, their depth of concentrations, their originality, and their organizational skills can all be brought into play.


At work as well as socially, INFJs are highly sensitive in their handling of others and tend to work well in an organizational structure. They have a capacity for working at jobs which require solitude and concentration, but also do well when in contact with people, providing the human interaction is not superficial. INFJs enjoy problem-solving and can understand and use human systems creatively and humanistically. As employees or employers, INFJs are concerned with people's feelings and are able to provide in themselves a barometer of the feelings of individuals and groups within the organizations. INFJs listen well and are willing and able to consult and cooperate with others. Once a decision is made, they work to implement it.


INFJs are generally good at public relations and themselves have good interpersonal relations. They value staff harmony and want an organization to run smoothly and pleasantly, themselves making every effort to contribute to that end. They are crushed by too much criticism and can have their feelings hurt rather easily. They respond to praise and use approval as a means of motivating others, just as they, the INFJs, are motivated by approval. If they are subject to a hostile, unfriendly working condition or to constant criticism, they tend to lose confidence, become unhappy and immobilized, and finally become physically ill.


Home


As mates, INFJs are usually devoted to their spouses, but may not always be open to physical approaches. They tend to be physically demonstrative at times, but wish to choose when, which is when they are in the mood. This maybe quite confusing to an extraverted mate. Often an INFJ's expressions of affection will be subtle, taking a humorous, unexpected turn. INFJs need and want harmony in their homes and find constant conflict, overt or covert, extremely destructive to their psyches. Their friendship circle is likely to be small, deep, and longstanding. As parents, INFJs usually are fiercely devoted. A female INFJ, particularly, is linked to her children in a way different from the other types: with almost a psychic symbiosis. This deep bond can create an over-dependency that can be unhealthy for both mother and child. At the same time, INFJs tend to be good friends with their children, while firm in discipline. They usually are concerned about the comfort of a home and most especially the comfort, physical health, and emotional well-being of both mates and children.


Midlife


At midlife an INFJ can best continue developing the thinking function in the form of logic and the pursuit of theory. The pleasure of taking a theoretical model and applying it to a situation may be a source of interest which an INFJ may have been neglecting. While continuing to pursue the person-to-person in feeling-type relationships, at midlife INFJs may want to get more involved in working with NT's, who offer a dimension not dominant in NF's and vice versa. Carefully providing for rest and taking care of physical health is vital to the INFJ at all times, and mandatory from midlife on.


Mates


The oracular INFJ may opt for the inventive ENTP, but also may go for a different kind of contrary, namely the ESTP. The ESTP and ENTP, to the casual observer, look pretty much alike. Charming, suave, urbane, humorous, witty, fantastically easy to approach, venturesome, even reckless. But one is out to invent, the other to promote; this is no small difference. It takes an inventor to make a mousetrap, it takes a promoter to make an enterprise. To succeed, the promoter has to be, in the best sense of the word, a con artist. He must be able to get people's confidence. Now why would a meaning-giver INFJ be intrigued by an entrepreneur ESTP? Because he wants to help the entrepreneur find his soul and his significance in the scheme of things. Similarly, why is the INFJ attracted to ENTP? Because he wishes to rescue this iconoclast from his seeming folly (and let's face it, most inventions are abortive, or still-born).


Testresultat

Source:

Testa din självkänsla
 

Tror du på dig själv? Ger du dig själv den uppskattning du förtjänar? En god självkänsla utgör grunden för att må bra, forma goda relationer och nå framgång i livet. Med det här testet kan du få en indikation på hur god din självkänsla är och om du behöver jobba med din självbild.

Läs igenom påståendena och välj det alternativ som du tycker stämmer bäst. När testet är klart kommer du att få en personlig tolkning av ditt resultat, mer information om självkänsla samt några konkreta råd och tips.













Psykologer hävdar att i stort sett alla aspekter av livet - lycka, framgång, relationer, prestationer, kreativitet, till och med våra sexliv - beror på en kärnegenskap: vår självkänsla. Djupt inne i oss själva bär vi på en bild av hur vi är som personer och hur mycket vi är värda i våra relationer till andra. Alldeles oavsett hur nära vår självbild ligger verkligheten så vägleder den oss genom vår vardag och påverkar allt från yrkesval till hur vi klär oss. Självkänslan kan liknas vid en oljemålning, lager efter lager av färg har lagts till genom åren och format en komplex inre bild. Varje gång våra föräldrar, lärare eller vänner anmärkt på oss ("du är dum" eller "du är duktig") och varje gång vi tolkat andras beteende ("de valde honom för att han är mer populär än jag") så lägger vi dit ett lager till på målarduken. Målningen utgör det perspektiv som vi ser oss själva utifrån och det är inte lätt att ändra på när färglagren väl blivit för tjocka.


Många tvivlar så mycket på sig själva att det begränsar dem. Vi tvivlar på vår förmåga att lyckas med ett nytt jobb, på om vår partner kommer att stanna kvar hos oss eller på om vi kommer att klara av en utbildning. Men oavsett vilken situation man ställs inför så finns alltid ett val: antingen kan man låta tvivlen styra ens handlingar eller så kan man bearbeta tvivlen och förbättra det man kan påverka och acceptera det man inte kan påverka. Även om bilden som utgör vår självkänsla sitter djupt så kan vi alla skala av de negativa lagren och ersätta dem med positiva. Först då kan vi börja jobba med den allra viktigaste relationen i våra liv - den till oss själva.


 
Övergripande resultat
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Ditt resultat antyder att du har god självkänsla. Att du värdesätter dig själv återspeglas i ditt privatliv, dina relationer och i din karriär. Du utstrålar för det mesta självförtroende och vågar satsa helhjärtat på saker. Din goda självkänsla gör troligen att du hanterar stress bra och att du över huvud taget mår bra. Uppskatta och vårda den här egenskapen för den kommer att ta dig långt i livet.


Testresultat

Source:

Attitydtest - optimist eller pessimist?
 

Är ditt glas halvfullt eller halvtomt? Dagar då allting tycks gå emot en kan det vara svårt att se ljusglimtarna, men det är då en positiv inställning behövs som bäst. Att vara optimistisk främjar både den mentala och fysiska hälsan.

Läs igenom påståendena och välj det alternativ som du tycker stämmer bäst. När testet är klart kommer du att få en personlig tolkning av ditt resultat, mer information om attityder samt några konkreta råd och tips.











Alla har väl hört det klassiska uttrycket "är glaset halvfullt eller halvtomt?", men det är inte alltid vi inser kraften i att se på livet ur en optimistisk synvinkel. Det kan påverka allt från småsaker i vardagen till vårt val av partner, vänner, karriär och vår personliga lycka. Den lilla rösten som viskar "allt är möjligt" i stället för "det är omöjligt" kan guida dig genom livets prövningar.


En sann optimist är sällsynt och inte alltid uppskattad av omgivningen. Ofta fnyser vi åt de hurtiga duktigpellar som inte verkar påverkas av vare sig dåligt väder eller trafikstockningar. Hur kan de inte se världen som den är, full av irritationsmoment och orättvisor, frågar vi oss. Men sanningen är att optimisterna troligen vet att varken världen eller människorna som befolkar den är perfekta, de väljer bara att fokusera på det som är positivt. Denna inställning har sina fördelar: bättre hälsa, mer energi, ökad kreativitet och en allmän känsla av välmående. Men att vara optimist har också sina nackdelar. Överdrivet optimistiska personer kan lida brist på sunt förnuft och överskatta sig själva och sin förmåga. Men samtidigt ska man komma ihåg att överdriven pessimism kan leda till sämre hälsa, sämre relationer, känslor av hjälplöshet, depression och att man presterar sämre. Det bästa är att hitta en balans: en optimistisk attityd blandat med en hälsosam dos sunt förnuft.


 
Övergripande resultat
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Du är inte alltid optimist, men din optimistiska sida tar ofta över. Du är ganska realistisk och ser för det mesta saker för vad de är. Denna inställning till livet lönar sig, både i ditt privatliv och professionellt. Ditt sätt att se på livet ger dig inte bara mer energi, det gör också att du kan mobilisera dina krafter och fortsätta kämpa när du upplever motgång. Du ska uppskatta och vårda den här sidan hos dig själv, den är en av dina styrkor.


Testresultat

Source:
Romantiktest
 

Är du en hopplös romantiker som blir alldeles varm inombords vid tanken på en middag med tända ljus tillsammans med din älskling? Eller är du mer av en pragmatiker när det kommer till kärlek, en som anser att romantik är överskattat? Ta reda på hur romantisk du är genom att ta vårt romantiktest.

Välj det alternativ som stämmer bäst in på dig. I vissa fall kanske ingen av de beskrivna situationerna känns relevant, välj då det alternativ som ligger närmast hur du skulle agera i en liknande situation. När testet är klart kommer du att få en personlig tolkning av ditt resultat samt några konkreta råd och tips.













Gillar man att idealisera kärlek så är man en sann romantiker. Hollywood gestaltar romantik som middagar med tända ljus på franska restauranger eller fnissiga låtsasbråk i slow-motion. Men det behöver inte vara vare sig dyrt eller storslaget att visa sin kärlek. Att hålla handen, ta en promenad tillsammans eller bara säga "Jag älskar dig" räcker långt. Om du inte trivs med de traditionella uttrycken för romantik så kan du alltid hitta på dina egna sätt att uttrycka kärlek och uppskattning. Det finns inga regler.


Romantik tilltalar inte alla, och det är inget krav för att få uppleva passion. Ärlighet och respekt kommer man långt med i en relation. Så länge du är villig att satsa på kärleken med själ och hjärta så kvittar det om du är en romantiker eller mer av en kärlekspragmatiker - inga rosenblad eller romantiska middagar i världen kan uppväga det.


 
Romantikfaktor
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Du är något av en hopplös romantiker. Du gillar rosenblad, poesi och sockersöta ömhetsbetygelser - både att få och att ge. Romantik är viktigt för dig i ett förhållande. Problem kan uppstå om din partner däremot inte är den romantiska typen. Om du ser fram emot att visa din kärlek på Alla hjärtans dag, medan din partner inte anser att det är en speciell dag över huvud taget så kan du känna dig osedd och ouppskattad. Men även om din partner inte är lika romantisk som du, så försök att visa uppskattning när han/hon anstränger sig. En del människor trivs inte med att visa sina känslor på allt för uppenbara sätt, men det betyder inte att de inte bryr sig - de är bara mer lågmälda.


ESFP - David Keirsey

Source:

Profile by David Keirsey


ESFPs radiate attractive warmth and optimism. Smooth, witty, charming, clever, voluble, and open to the environment-this describes ESFPs who, like ESTPs, represent about 13 percent of the population. They are great fun to be with and are the most generous of all the types. Performer would be the word which best describes an ESFP.


ESFPs will avoid being alone and seek the company of others whenever possible. ESFPs easily find company, for others are usually highly entertained by the presence of an ESFP. ESFPs love excitement and create it wherever they are. Their joy of living is contagious and generally they wear happy faces. Often outstanding conversationalists, their flowing banter is amusing in its wit. ESFPs have an air of sophistication and are likely to be dressed in the latest fashion, displaying an enjoyment of all good things of life: dress, food, physical comfort, and happy times. ESFPs create a mood of "eat, drink, and be marry" wherever they go, and around them life can have a continual party-like atmosphere of gaiety.


Career


ESFPs prefer active jobs and should not be given lonely, solitary assignments. Outstanding in public relations, they love working with people. Decisions are made with personal warmth, based on personal reference or reference to significant others. This type relies heavily on their personal experiences and generally show good common sense.


The gregarious sociability and adaptability of ESFPs make them a source of warmth to others. They do not mind telephone or personal interruptions and are verbally facile in both situations. They can be counted on to have accurate data about the people around them, gaining these data through effortless and continuous observations.


ESFPs are not deeply interested in scholastic pursuits, wanting knowledge only for immediate utility. They avoid science and engineering, gravitate toward business, and are adept at selling, particularly selling tangibles. They can be effective in education, especially elementary school teaching, and can enjoy nursing for its drama. They are good at working with people in crisis, a facility which often leads ESFPs into social work. They also enjoy entertaining people and are thus drawn to the performing arts, thriving on the excitement of being in the limelight.


Home


ESFPs make exciting, if somewhat unpredictable mates, which may give quieter type mates some anxiety and tension from living on the edge of adventure. The home of an ESFP is likely to be filled with people all having a good time. Problems will not be allowed to make their appearance. The ESFP accomplishes this by taking an attitude of "walking by the graveyard whistling," refusing to recognize doom and gloom.


ESFPs can be generous to a fault. What is theirs is yours, and what is yours is yours still. They give assistance to one and all without expectation of a return, just as they love freely without expecting something in return. ESFPs seem to view life as an eternal cornucopia from which flows an endless supply of pleasures that require no effort on their part to insure.


ESFPs' talent for enjoying life can make them more subject to temptations than are other types. They are inclined to be impulsive, and thus both male and female ESFPs are vulnerable to psychological seduction, if not physical seduction, with an ESFP giving in easily and agreeably to the demands of others. As a parent, the ESFP will be entertaining, a friend, and a source of fun and excitement. When there is sickness, or trouble, however, ESFPs may become impatient and may want to absent themselves.


ESFPs' tolerance for anxiety is the lowest of all the types. Anxiety is avoided by ignoring the dark side of a situation as long as possible. They are inclined to be somewhat self-indulgent, but, rather than make an outward show of resistance or make waves, ESFPs will give apparent compliance-and then go their own way to what they enjoy.


Midlife


At midlife ESFPs might want to look to building deeper commitments to fewer people and begin setting stable, long-term goals. ESFPs may, by midlife, begin to feel that they are used as a source of fun to others, but are not cared for themselves. This can build resentments. They may want to work at building one or two deep relationships where they are able to show their fears, their sadness, and their anxieties about the future-and still find that they are accepted and loved. They may want to increase their enjoyment of solitude and their repertoire of solitary activities. Extending their reading in "serious" literature or technical works might be one way of doing this.


Mates


There is an affinity of the INTJ "scientist" for the ESFP exciting entertainer. This type of mating, however, is so infrequent as to be a mere academic interest (the INTJ is a mere 1 percent of the population and, furthermore, rarely comes in contact with ESFP). More frequently the ESFP is drawn to the ISTJ "trustor." Here is the entertaining ESFP, bursting with energy and hankering to put on a show of some kind. More than others the ESFP yearns for the bright lights, the party, the excitement of gatherings. In a sense, the ESFP is the life of the party. How many times have novelist and screenwriter told the story of "the showgirl and the banker" or "the playboy and the owner"? The ESFP wants to liven up this Rock of Gibraltar at the same time he or she wants to be settled down by this very stable and responsible person.


ISTP - David Keirsey

Source:

Profile by David Keirsey


The action orientation of the ISTPs will not be as apparent as it is in the ESTPs and the ESFPs; nonetheless, it is most assuredly there. ISTPs direct their action toward the factual and the practical. They are a joy to watch as they become involved in an activity. At such a time, they may work 36 hours at a stretch, never letting up until the activity releases them from its hold. Because of this, they can be found among the performing artists and the craft artisans. They are often successful in the building trades and in the technician occupations of scientific laboratories, tending to avoid service and clerical work. They make up about 6 percent of the general population, and the one word which best describes the ISTP is artisan.


The precision and tireless energy which ISTPs exhibit when focusing on a particular activity does not extend to their lifestyle in general. They are not interested in perfectionism in all areas and so may tolerate disorder in the general environment. They can even be somewhat on-again, off-again in their intense interests, which causes them to be seen, at times, as unpredictable and unstable, even impulsive. They are uneasy when not active and find sitting, reading, idle chatting, and the like uncomfortable. Time that stretches out ahead with no option to act raises the ISTP's anxiety. They are more content working on a project which interests them, but the interest is not in the project's outcome; rather, in its processes. Activity is the thing, an end in itself.

Career


For ISTPs knowledge for the sake of knowledge is not as important as the use of knowledge in providing a foundation for activity. They are not particularly interested in acquiring advanced levels of education through formal channels, preferring to gain expertise through experience and action. In recreation, they are involved in sports, either as participant or spectator or both. Probably 50 percent of the surfers are ISTPs, for surfing requires a willingness to perfect a performance and a tolerance for solitude.


ISTPs respond to the challenge of complicated equipment that provides action. For example, large trucks, earth movers, and construction machinery are apt to fascinate an ISTP. They also find their need for excitement and action met in such occupations as surgery, electronics, car racing, bicycle racing, daredevil acts, acrobatics, athletics, and the like. Surely the gunslinger of yesterday and the hit man of today draw their great virtuosos from the ISTP pool. Outstanding craftsmen are also apt to come from this type-for example, the sculptor, the wood carver, the furniture maker, the cabinet maker, the tile maker, the weaver, and the rug maker.


Home


ISTPs enjoy solitude: and their ties with others can be somewhat superficial because they tend to connect with others through activities where body movement is involved rather than through face-to-face dialogue. Others sometimes find ISTPs distant and detached.


Midlife


At midlife ISTPs may be at the point of developing outstanding expertise in their craft, and a shift away from this may not be productive. They may, however, want to work on expanding the extraverted, gregarious side of their personalities and may need to develop discipline in completing one project before beginning another.

Mates


The adventuresome artisan may seek out his opposite in the ENFJ "teacher." As noted previously, in the ENFJ he finds a catalyst to growth, certainly a complementary quality to his artisanship. There is nothing, however, in the nature of the ENFJ that is catalytic to the adventurer side of the ISTP's temperament. If this theme is dominant in the ISTP, then the ENFJ-ISTP mating is headed for trouble.


The ISTP is at least as attracted to the soothing, hosting, giving ESFJ. It takes the ESFJ "master of ceremonies" to get the ISTP off his motorcycle (surfboard, airplane, hang-glider) long enough to relate to others in more productive and facilitative ways. The ISTP needs this anchorage, else he wanders off into the frontier (when Horace Greeley said, "Go west, young man," the ISTP took him seriously and went!).


ISFP - David Keirsey

Source:

Profile by David Keirsey


ISFPs are found in about 6 percent of the general population. The best name for this type is free spirit, for they have an intense need for freedom. The simple rural life, life in the wilderness, the tribal/communal life-all these may call them. Their need for social interaction, however, is not as great as that of the type they most resemble, the ESFP. So an ISFP may forgo all social ties of any duration to preserve the freedom to wander. The lyric, "I was born under a wandering star...", might capture the spirit of the ISFP in this respect. The flower children of the 1960's may have been largely ISFPs, though the ESFPs also seem attracted to communing with others.


ISFPs also resemble INFPs in needing to achieve intensity of feeling. The focus, however, with the ISFPs seems to be more on the sensuous side than the meaningful side. The ISFP is orgastic, in the sense, demanding of life that it provide the excitement and pleasure of drinking deeply at the Dionysian well. Not revelry (that is the forte of the ESFP) but experience is what attracts the ISFP to these kinds of activities. Music, like wine, is incorporated and internalized, and the introverted nature of the ISFP requires this internalization. There is a reason why the flower became the symbol for what the flower children wanted: Flowers are warm, alive, sweet, colorful, rhythmic, natural, absolute, needing no statement, no interpretation-a pure being-in-self.


ISFPs are not articulate. They communicate through action. They do not verbalize their meanings, but, for example, offer a lovely flower and a smile. Their actions speak of the pastoral and the bucolic.


Career


They do not seek philosophy or science or literature. These are too distant from life for the ISFPs. They seek, rather, the pounding surf, the river, the forest, the ship, the truck, the racing car, the horse, the potter's wheel, the hoist, the bulldozer-some kind of action where they can keep their fingers on the pulse of life.


Home


It is not that people are unimportant to the ISFP-indeed they are-but people are more the framework for the activities of the ISFP, providing a shadowy background. Perhaps this type is the least understood of all the types-and yet often the most envied. They are so fiercely independent and insistent that they live in and for the moment, in action, fully savoring the urges they feel and discharge, that others often find them difficult to comprehend or understand. Gaugin, perhaps, provides a prototype of the ISFP as he walked away from his affluent position in society, off to Tahiti to an unknown future, and without a backward glance!


Midlife


At midlife ISFPs may be subject to strong temptation to follow Gaugin's lead, to abandon their current style of life, and sacrifice home, children, and mate for the lure of the unknown bucolic life. The cost of following this impulse must, of course, be reckoned. If the ISFP has not found in work a source of pleasure which continues past midlife, he or she may want to opt for an early retirement and enter into a new career where their need to be close to nature can be satisfied.


Mates


Pursuit of two themes-closeness to nature and artistic activity-places the ISFP quite a distance from the utilitarian outlook. Yet it is precisely that outlook that seems to attract the bucolic spirit. The opposite on the N side is the ENTJ "fieldmarshal," the most militant of all types in his desire to run things. ISFP is most likely to become a pacifist or environmentalist, and yet also is likely to seek out the person who is temperamentally suited to tactical leadership, military or otherwise. ISFP is likewise attracted to the ESTJ "administrator," the person temperamentally suited to be "in charge" of establishments. Note that the person most likely to deprecate the establishment is attracted to the head of an establishment. It is rather doubtful, should an ISFP actually marry an ENTJ or ESTJ, that there is any intent or desire to change the spouse into a pastoral. Of all types, ISFP is most likely to "let be" whoever or whatever. It seems more likely that the latter provides a kind of anchorage to enterprise and to civilization.


ISFP - Lifexplore

Source:
~ The Aesthete ~

Profile by Sandra Krebs Hirsch and Jean Kummerow

ISFPs are gentle and compassionate, open and flexible. They are considerate of others and do not force their views and opinions on them. They often focus on meeting others' needs, especially those who are less fortunate. Having a quite, modest, self-effacing style, ISFPs avoid disagreements and seek harmony with people as well as with nature. They enjoy life's precious moments and often add a touch of beauty to the environments where they spend their time. They are at their best ensuing others' well-being.

Living

ISFP children are pleasant, quiet, and kind. Their talents may be easy to overlook because they shun the spotlight and do not have a strong need to demonstrate their strengths to others. They may be particularly drawn to people, animals, and plants who need the gentle care that ISFPs provide.


ISFP children generally relate well with others and tend to have friends because they are easy to like. They are interested in others's feelings and notice particularly when disharmony exists. It is quite difficult for ISFPs to see their friends in conflict with one another. When this occurs, they will try to help ease the disagreements by playing the role of peacemaker.


ISFP children notice and attend to the delights of the senses. Often they will make special gifts for people whom they particularly like. These gifts are usually unique and original, with much attention paid to color, line, texture, and form. They are often very conscious of the internal sensations in their bodies. They tend to be aware of what their body will and will not do.


As teenagers, ISFPs may blend into the woodwork because they are quiet and unassuming. They are oriented toward deeply felt personal values, and they may find themselves on the outside of social groups if the groups do not share the same values.


In adult life, ISFPs work quietly, often behind the scenes, helping individuals meet their goals and dreams. They like a life of action and interaction, and often choose careers that allow them to exercise their ability to see the needs of the moment and respond quickly. They have little desire to impress others or to impose their will. However, they can be gently and persistently persuasive if they believe some action is in another's best interest.


ISFPs enjoy their friends and their families, and spend time nurturing their relationships. They bring an air of spontaneity and easy acceptance to all they meet and are rarely quickly judgmental. Only when people do something grossly out of line will the anger of ISFPs surface. They will then stand firmly against the infraction to support the victim.

Learning and working


ISFPs learn best through hands-on experience. They may not be as interested in traditional academic subjects as some other types. They prefer application and practicality rather than studying the theoretical and only potentially useful. Making drawings, constructing miniature models, or using other direct representations to master the subject matter are appealing activities for them. They dislike structure and institutional settings that take away their spontaneity and freedom. They want their learning to be relevant to what is going on in their world. They have less patience with conceptual and abstract learning.


ISFPs enjoy learning subjects that relate to helping and knowing about people. They may be easily overlooked in the classroom unless the teacher has recognized their special ways of learning and their unique contributions. Encouragement helps draw out ISFPs.


At work, ISFPs contribute by attending to the practical facts relating to the needs of people and all living things in their environments. They can infuse a particular knod of joy into cooperative nature. Because they pay attention to the humanistic aspects of the organization, they act in ways that ensure others' well-being. People enjoy ISFPs because they bring understanding yet adaptability to the realities of their work.


ISFPs enjoy occupations that allow them to be flexible and adaptable and to meet the here-and-now needs of others. They enjoy responding to the moment and choose work where they can offer practical, specific help in times of difficulty.

Some occupations are more appealing to ISFPs: Bookkeeper, carpenter, personal service worker, clerical supervisor and secretary, dental and medical staffers, food service worker, nurse, mechanic, physical therapist, X-ray technician, and other occupations that allow them to provide gentle help to all living things.


Loving

For the ISFP, love means devotion, loyalty, care, humor, and consideration for the needs and wants of the loved one. When ISFPs first fall in love, they may feel consumed by it. They may become naive and focus entirely on the romance of it - 'falling in love with love.' Future worries are cast aside in favor of the present realities. ISFPs may ignore all else in order to experience their love life most fully. Doing this can leave them vulnerable to the whims of others.


Because being loved and cared for is important to ISFPs, they make sure that relationships are nourished so that they can continue to grow. When They are in love, they find a multitude of ways to show their affection and their appreciation for the other person. Often ISFPs will go so far as to rearrange their careers, start or stop working, move geographically, or make other changes to maintain their relationships.


The friends, family members, and even pets of the ISFPs' partners become important to them as well. ISFPs take it upon themselves to make their environments places where there is the potential to have a harmonious existence for all.


In their desire to please others, some ISFPs may not be confident enough to speak up for themselves about what they need. If the relationship turns sour, the ISFP may believe that it was caused by something that they personally did. They may assume more of the blame than is necessary. When they are scorned, they may retreat and repeatedly analyse the situation internally. When they do face reality and finally let go, they can become more assertive and self-directed in the resumption of their lives.


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ISTP - Lifexplore

Source:
~ The Realist ~

Profile by Sandra Krebs Hirsch and Jean Kummerow


ISTPs are realists who apply expediency and reasoning as they manage and adapt to situations. They are aware of what is going on in the environment and are able to respond quickly to the actual facts, making sure the odds of success are in their favor. They do not like to be tied down and will feel hamstrung when they must operate within tight structures and schedules. They are able to anticipate immediate, practical needs in situations and to present a logical, straightforward plan for meeting those needs. They are at their best in situations that require immediate attention.


Living

ISTP children want life to be logical, flexible and action oriented. While they like hands-on activities, they also may want to stand aside and observe what is taking place. They are especially observant of what makes things tick and may take apart a toy to see its inner workings. They are curious and are great gatherers of data and detail. They rarely forget what they have noticed about places and things. They are aware of flaws and try to correct them. ISTP children become very absorbed in their hobbies.

ISTP teenager may have several close friends but generally are not social butterflies. They relate to others by sharing detailed information about one of their interests or sharing in physical activities that involve a measure of risk. They like sports in which they can challenge themselves and master specific techniques and strategies.

As young adults, ISTPs tend to follow a path of least resistance when thinking about their careers. They usually don't like planning ahead because they think that things don't turn out like the plan. They relax their brain while everyone else is busy using theirs to plan.

ISTPs are pragmatists and gamblers who play each hand as it is dealt. As a result, they are able to take advantage of opportunities as they arise. In adult life, ISTPs are fairly laid back and mellow. They do not impose much structure on themselves or others. Because they retain and use detail for logical ends, they are often recognized by their employers as people who do well with the careful and precise understanding of factual data.

Most ISTPs, when questioned about their careers, reveal that they would love to have more time and income to pursue their interests full-time. Because retirement may allow ISTPs to further pursue their work as well as leisure interests unhampered by time demands, it is a very desirable state for them. If their work is interesting, they may resist retirement because their work is a key element in their lives. When their work does not provide them with enough enjoyment and challenge, they may try to arrange things so that they can retire early and thus obtain more time to enjoy their leisure pursuits.

Learning


ISTPs learn best when they can observe first-hand in a one-to-one situation. They are particularly fond of subjects that have a logical basis; mastering certain rules or principles allows them to efficiently work with the subject matter. They like individual projects that require them to solve problems systematically.


ISTPs prefer to learn alone, at their own rate and in their own time frame. Because they are able to assimilate a great amount of detail in areas that interest them, they usually do well in those areas. ISTPs earn their best grades when it is necessary to accurately report facts and data. They are impatient with theorectical subjects and like their learning to be directed toward concrete and practical outcomes.


Teachers are not particularly important to ISTPs in the overall scheme, unless they can show ISTPs how to do things more easily. When the teacher obstructs or gets in the way of something ISTPs want to learn, they may ignore or go around the teacher. The formal or traditional school setting is not as important to ISTPs as is the opportunity to increase their own practical knowledge. Nontraditional programs or approaches often attract ISTPs, especially when they can learn about things that they see as vital and central to their interests.


Working


At work, ISTPs contribute their realistic and logical way of meeting situational requirements. They can see the easiest and most expedient route to completing a task, and they do not waste their effort on unnecessary things. They often act as trouble shooters, rising to meet the needs of the occasion. Since many ISTPs have a natural bent in technical areas, they may often function as 'walking encyclopedias' of technical information.


ISTPs prefer a work setting that is project oriented and unconstrained by rules. They want a chance to be active, independent problem solvers. They do not like routing but want the opportunity to be somewhat inventive in meeting current needs.


The ISTP organizing style is based on expediency and quick application of information. They often organize their hobbies or collections and make a game of finding the best way to arrange things.


ISTPs prefer flexibility and impersonal dealings with others. Because they often have a technical orientation, they prefer to work in an environment that produces a practical product. They pay attention to the organization's hierarchy only to the point of learning how to bypass or go around it if it stands in their way. ISTPs may have mastered the details of the organization but may rebel if it is too rigid.


Carpenter, construction worker, dental hygienist, electrical engineer, farmer, mechanic, military personnel, probation officer, steel worker, transportation operative, and other occupations that allow them to use their ability to act expediently are generally attractive to an ISTP.


Leading


The ISTP leadership style is one of leading through action, by setting an example. They respond quickly when trouble is at hand. They operate logically from their internal ruling principles. They give their staff the necessary information to do their jobs, allowing them to complete their work in their own fashion. They prefer to be managed loosely and with minimal supervision, and they manage others in a similar fashion.

Leisure


The opportunity to pursue their interests is very important to ISTPs. They will do what it takes to have the time and money to accommodate their leisure-time pursuits. ISTP leisure activities often have a physical and risk-taking aspect to them. ISTPs get deeply involved in their activities, adding new ones when boredom sets in, finding that one interest may lead to another. Often interests begun in childhood, such as stamp collecting, cooking, and chess, are maintained throughout their lifetimes. ISTPs retain detail accurately and often use their spare time to learn more facts.


Loving


For the ISTP, love means being responsive yet realistic. ISTPs seek partners who either are willing to allow them to have their necessary freedom or who will participate in these activities with them. They may introduce their partners to their interests if they are ones that they want to share. When this is the case, they will acquaint their loved one with all the facts and details of their interest.


When falling in love, ISTPs are very attentive to small things that might be enjoyed by their partners, surprising them with those particular gifts. They would rather show their feelings through their actions than verbalize them. They are not likely to discuss their feelings about their relationships with their partners because they believe that the experiences that they have had together will speak for their feelings. Feelings are discuss only when necessary.


When scorned, ISTPs are not likely to share hurt feelings with the external world. If the couple still has some interests in common, ISTPs may maintain the relationship with the loved one, but on a different plane. They do not give up easily on their relationships, however, unless the weight of the factual evidence convinces them to do so. When the relationship is actually over, they are usually not vindictive. They see the end of the relationship as a concrete fact about which it does little good to worry. They can therefore move on to new experiences.


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ESFP - Lifexplore

Source:
~ The Joker ~

Profile by Sandra Krebs Hirsch and Jean Kummerow


ESFPs are friendly, outgoing, fun loving and naturally drawn to people. They are quite enthusiastic and exuberant, and are usually well liked by others. They are good at meeting people and helping them enjoy themselves. They are sympathetic toward people and generous with their time and money. At their best, they are able to realistically meet human and situational needs in a fun and lively way.


Living


ESFP children are friendly, warm, active, and enthusiastic. They are very giving and concerned about others. They like to make others happy, believing that "it is better to give than to receive." Being on the receiving end may make them feel self-conscious. They tend to be good at comforting others, regardless of whether others are in need. ESFPs are aware of what is happening around them and notice much that escapes the eyes of others. They are tied into the present, particularly with people, they may sense what is happening with others before others know it. They may also noticewhat is going on in their environment and take delight in a spring flower, a bird's song, or a bright fabric, pointing these out in their enthusiastic way for others to enjoy. They are popular and gregarious, and are often busy in social activities with others. As teenagers, they are likely to be instigators of activities with their friends. It is difficult to catch them sitting still. They tend to be bright and sunny in disposition and enjoy laughing at themselves and others. It is hard for them to be "down," mainly because of the excitement of each upcoming event.


As adults, ESFPs lead what might look like "a charmed existence,' even when things are not going well for them. They live with the idea that "the glass is half full" and seem to land on their feet, even when they are not sure how. They usually find a niche for themselves in any situation because of their spontaneity and flexibility. Their social skills may attract the eye of a boss. For ESFPs bring a liveliness to a groups to which they belong. Life is meant to be enjoyed and is not taken too seriously.


ESFPs often are able to interact with all ages, backgrounds, and types of people. Most individuals who connect with ESFPs feel that they are treated as equals by them, regardless of age or convention. They enjoy sharing their love of life with others, not just their mates and children. People around them benefit from this.


In retirement, ESFPs continue their fun-filled, people-focused, actively-oriented life. They keep close friendships and continue to provide amusement to those who have been important to them in the past.

Learning


ESFPs prefer learning through participating in groups where they can interact with others and do things, not just observe or listen about things. They want to get to know their teachers well. It is not that the teachers have to be nice, but they do need to care. ESFPs dislike and are upset by intellectual arguments and conflict. They need to experience the concept first before discussing it or receiving a didactically presented theory. Directions must be very concrete, simple and accurate. They are also plugged into the environment. Atmosphere, attitudes, physical setting --- all make a difference. If the encouragement they receive for their social life is more than the encouragement they receive for their academic life, they may err on the side of being too social. Most ESFPs learn actively and do not function as well when they must read quietly by themselves about matters that are theoretical. They find themselves easily drifting off while studying, and they are ultimately diverted by things more real to them.


Working


ESFP like action and excitement, and are able to link together people and resources. Because they accept and deal with people as they are, they are able to understand what is necessary in order to motivate them to get jobs done. They prefer a work setting that is lively, action oriented, and harmonious. The atmosphere and overall attitude of the work setting means a great deal to them. They like adaptable people who are energetic, easygoing, and focused on the present realities. If something is not immediately useful or of intrinsic value, it may be quickly reflected by ESFPs. They notice what is going on with people and focus on these happenings intently. ESFPs are likely to adapt as the situation requires. ESFPs like occupations that allow them to be with people. They want to be direct and practical service to others and seek work that is self-fulfilling and rewarding. Being a resource to others is an important part of their work. Some occupations seem to be more attractive to ESFPs: childcare worker, clerical supervisor, coach, designer, factory supervisor, food service worker, receptionist, recreation worker, religious educator, respiratory therapist, and other occupations that allow them to be responsive to others.


Leading


The ESFP leadership style is one that promotes good will and team work. ESFPs are quickly adaptable and thus able to guide others in crisis situations, unless that crisis is one of disharmony among people. They are able to focus on immediate problems and using their ability to work with people. They are more relationship oriented but will work hard on the task part when the people part is going well.


Leisure


ESFPs are quick to take leisure, give it a new twist, and create new enjoyment. They love being active, whether in craft projects, exercise classes, sporting events, or going out to dinners, parties, or movies with friends. ESFP reading tastes run toward what is useful or historical accounts about what happened, which they can use to make predictions for the future. They are more likely to read short things, such as newspaper and magazine articles, than long books. Whatever the case, they like to discuss their readings with others. ESFPs are fun to be with; they find enjoyment in most situations. Being out and about is more comfortable to them than sitting still with long periods of quiet. Their friends are very important to them, and they are likely to let them know how much they care through small mementos, special poems, or cards. They regularly reach out and touch someone.


Loving


Love means enjoyment of one another. ESFPs want to share values with the loved one. They way people are treated is usually one value they care about. They may move in and out of relationships quickly when the situation feels uncomfortable. They are not likely to take man interpersonal risks since they fear rejection themselves. They are warm and become more generous and outgoing in the face of approval. They can become quite hampered by disapproval.


Even when a relationship ends, ESFPs tend to be very respectful of the former partner. They do not want to call undue attention to the breakup and thus move on rather quickly, surrounding themselves with their valued friends.


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ESTP - Lifexplore

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ISFJ - Lifexplore

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ISTJ - Lifexplore

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ESFJ - Lifexplore

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ESTJ - Lifexplore

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INTP - Lifexplore

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INTJ - Lifexplore

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~ The Free-Thinker ~

Profile by Sandra Krebs Hirsch and Jean Kummerow


INTJs are strong individualists who seek new angles or novel ways of looking at things. They enjoy coming to new understandings. They are insightful and mentally quick; however, this mental quickness may not always be outwardly apparent to others since they keep a great deal to themselves. They are very determined people who trust their vision of the possibilities, regardless of what others think. They may even be considered the most independent of all of the sixteen personality types. INTJs are at their best in quietly and firmly developing their ideas, theories, and principles.


Living


The independent and individualistic INTJ manner appears early in life. As children, INTJs are often inwardly focused on their thoughts of the way the world is or ought to be; they enjoy day dreaming. They can be quite stubborn when information relayed to them by authorities, such as parents and teachers, contradicts what they believe. They are sure of their own belief system. INTJs are compelled to establish their own rules, boundaries, standards, and style.


Often at an early age, INTJs make a commitment to furthering their education. The life of the mind is very important to them. Examples abound of INTJs from economically or intellectually impoverished circumstances setting goals for themselves to continue in education, often earning the highest degree possible.


INTJ teenagers may be seen as serious and reserved young people who are labeled as bookworms by others. They set internal standards of achievement for themselves and often do well academically. Being sociable is a standard that they rarely think is worth their time and energy.


As adults, INTJs are focused on attaining their inner goals and standards. They set a particular course based on their theory of what ought to be. They work extremely diligently to accomplish what they feel is important. They enjoy what they do and see it as a challenge. They are not easily dissuaded and may regard others' needs and wants as an impediment to attaining their objectives.


Learning and Working


INTJs learn best when they can design their won approach and when they are able to absorb themselves in an area that interests them. They tend to focus on systems, theories, and constructs relating to universal truths and principles. They prefer challenging teachers, ones who meet their standards. High grade-point averages and test scores tend to characterize INTJs, who like rigorous academic work. Learning needs to be a creative process. Rote memory can be dull and boring for the INTJ.


INTJs are diligent in pursuing new ideas and thoughts, and they exert effort to master a given subject. This makes INTJs particularly adept in most school situations. Because of their resourcefulness, thirst for knowledge, and inner needs, INTJs tend to find ways of acquiring knowledge. They gravitate toward libraries, public lectures, courses, and other learners and teachers - sources that offer them information and direction.


At work, INTJs use their conceptual strengths to analyze situations and then develop models to understand and anticipate through relentlessly to reach their goals. They will continue on with their plans, even in the face of adversity and data that might suggest to other more practical types that their goals are no longer feasible. By nature, INTJs are independent individualists. They see their visions so clearly that they are often surprised when others do not see things the same way. INTJs are strong at critiquing and as a result tend to notice the negatives. To them, a job well done should be reward enough in itself. They may neglect to comment favorably on others' contributions.


INTJs tend to seek occupations that allow them to change the status quo and to design models to express their vision creatively. They desire autonomy and room for growth. They prefer to work in a place in which the future can be planned and where they can work for change in an organized manner.


Some occupations seem to be especially attractive to INTJs: computer systems analyst, electrical engineer, judge, lawyer, photographer, psychologist, research department manager, researcher, scientist, university instructor, and other occupations in which long-range vision is essential.


Loving


For INTJs, love means including someone in their vision of the world. INTJ men tend to be attracted to partners who enjoy living their lives with and outward vitality and zest. Perhaps it is to compensate for their internal, visionary focus that they often find partners who are more outgoing and may even run interference to help the INTJ deal with the day-to-day world. INTJ women, however, may seek someone more like themselves.


INTJs tend to have a model in mind of how their relationship ought to be. This is less a romantic vision than it is and idea that relates to how the relationship functions in a unique or special way. They tend to withhold their deep feelings and affections from the public and sometimes even from the object of their affections. They can be intensely loyal and caring, even though this is not always expressed in words. INTJs can be generous with their gifts if the gift fits their vision of what ought to be appreciated by their partner.


When scorned, INTJs retreat to their own world and may share none of their feelings with others. They may assume that there is a right way for a relationship to end and look for that. They act on the outside as if nothing has happened to them when indeed much has. They may lash out with criticisms of their former loved ones. It may take them a while to recover.


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ENTP - Lifexplore

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ENTJ - Lifexplore

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INFP - Lifexplore

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~ The Dreamer ~

Profile by Sandra Krebs Hirsch and Jean Kummerow


INFPs focus deeply on their values, and they devote their lives to pursuing the ideal. They often draw people together around a common purpose and work to find a place for each person within the group. They are creative, and they seek new ideas and possibilities. They quietly push for what is important to them, and they rarely give up. While they have a gentleness about them and a delightful sense of humor, they may be somewhat difficult to get to know and may be overlooked by others. They are at their best making their world more in line with their internal vision of perfection.


Living


INFP children often create their own fantasy world and live very much within it. They may daydream about what is important to them, and sometimes others wonder if they are in touch with reality. They often get lost in their thoughts and books, and may develop a special ability in communicating, such as writing. They are somewhat reserved, especially in new situations.


INFPs decide early on what is important for them, what is of value. They tend to rely on themselves for direction and are reticent to ask others for help. They would rather do things themselves, to make sure they are done properly. INFPs have found this to be both a strength and a curse. Depending only on themselves and being careful not to show mistakes to others is important. As teens, INFPs may have a bit of a rebellious streak. They may argue with those who hold different values than they do. They are also likely to have a small, close set of friends with whom they share good times. In the comfort of those close relationships, they can relax and are often quite entertaining, since they see the world in a different and special way. Their sense of humour is readily apparent. However, unless an INFP finds an appreciation for his or her uniqueness and personal values, he or she may feel like an odd person out.


When they set their minds on things, INFPs are not likely to give up easily, yet because of their outward gentleness, they do not show their determination. They may not take a direct path, but somehow they reach their dreams.


As young adults, INFPs may have some difficulty finding the ideal career and the ideal mate, in part because of that very word 'ideal'. They have a vision in mind of what they want, yet reality may not follow suit. They may make several starts and stops in their career until they find a comfortable place for themselves.


INFPs have a need for perfection in connection with their personal values. They become frustrated with those who dwell on trivialities.


INFPs need a purpose beyond the paycheck. They become burned out easily if their job does not fit their value system; they may not feel good enough about what they have achieved and, as a result, may undervalue themselves and their contributions.


In retirement, INFPs need to look back and feel that they have led a worthwhile life that has made a difference. They want time for a variety of activities, including travel. They may also be very attached to their family and enjoy special visits with them.


Learning


INFPs learn best in flexible situations where they know the teacher takes a personal interest in them. They like to be able to interact with their peers, but not too much so. They want to feel free to dig into subjects that are of interest to them. Having both flexibility and creativity rewarded is encouraging to them. While they may not enjoy deadlines, if they value the assignment, they will meet those deadlines. Deadlines may force INFPs to decide that their work is 'good enough' to turn in.


Subjects that hold a great deal of interest for them are learned readily. They will often do extra work in their attempt to learn as much as possible about something of interest. And they often read assignments carefully and them work their creativity into the given framework of the assignment. Thus it may appear that they did not pay careful attention to the details of the assignment in their reinterpretation. It is best if they have teachers who appreciate their unique approach and who do not hold them to the letter of the law.


Working


At work, INFPs contribute their creativity, their value system, and their ability to work with others. They are able to see the larger picture and how specific programs fit in. They do not dwell on the trivialities or the details. Their job must be fun, although not racous, and it must be meaningful to them. They need a strong purpose in their work. They want to be recognized and valued, without undue attention given to them. They may become embarrassed when make the center of attention. As a result, they may undersell their strengths in order to avoid being singled out and made to feel conspicuous. They would rather have their worth be noticed gradually over time.


INFPs like to work with cooperative people committed to the same values that they are. They can become bothered when they see others working at cross purposes, especially when conflict is overt. They do not like competition or bureaucracy. They need privacy. Calm and quiet appeal to them, as does time and space for reflection. People usually like working with INFPs even though they may not know them well.


INFPs are quite disorganized. But when tasks at hand are important and best done in an organized way, INFPs strive to do so. Practicality is not a driving force for INFPs. Things that traditionally belong together may not be placed together because the INFP does not see it as necessary. They have trouble finishing what they start because of their perfectionistic nature. When they do finish a project, they may not consider it done 'for good.' Projects can always be improved upon, revised, and reworked, and therefore INFPs find it hard to bring tasks to closure. Because they are able to visualize the finished product long before it is done, the actual completion is of less importance.


INFPs prefer occupations in which they can be involved in making the world better. Having their heart in their work is important to them. These occupations also allow for an element of creativity and flexibility. INFPs are particularly interested to be counselor, editor, education consultant, English teacher, fine arts teacher, journalist, psychologist, religious educator, social scientist, social worker, teacher, writer, and other occupations that engage their values.


Leading


The INFP leadership style is subtle, gentle, indirect, and inclusive of others. INFPs do not confront people head-on, but rather work with them and through them to get the job done. Their style is not an aggressive one but is highly persistent; only reluctantly do INFPs assume leadership roles.


They lead with their values in mind, and these guide them. They prefer not to take a hands-on approach with others but to allow them to achieve in independent ways. They are facilitative rather than directive. They encourage others by appreciation and praise. Critiquing others does not come easily to them.


INFPs seldom confront situations directly, in part because they do not like conflict. Whenever possible, they would rather wait for a situation to work itself out, since they trust that people will work things through. They do not like following all the rules and regulations, but they are not overtly rebellious. They seek to get things done in their own style.


Leisure


Leisure activities are very important to INFPs, but at times it is difficult for them to separate work from play. When a new leisure pursuit is found, INFPs typically do a great deal of research. They may read many books and make several phone calls to dig for information.


Many of the INFPs' leisure activities are done alone --- reading, listening to music, and gardening are some activities likely to appeal to them. Reflection time and the opportunity to make sure things are right are important. INFPs often enjoy leisure pursuits with loved ones as well. When they want to be sociable, they can be exceedingly charming and outgoing. Their flexibility, gentleness, and sense of humour can make them quite popular in social situations.


Loving


For the INFP, love is a very deep commitment, and one that is not easily attained. They have ideals, and therefore reality may be carefully scrutinized.


With their ideal firmly envisioned, the first date with that special person is carefully planned and prepared for, and often every aesthetic thing is taken care of. The flowers are in place, the right wine is ordered, and the proper meal is prepared.


INFPs may have difficulty sharing their feelings about others. They keep so many of those feelings inside that they may forget to tell their partner how much they love and appreciate them. They also need reminders of their partner's love.

When things go wrong in a relationship, the INFP takes it to heart but does not readily discuss it with others. They may not be willing to communicate to let others know how they are feeling. When scorned, they are very hurt and may overreact in an almost maudlin way.


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INFJ - Lifexplore

Source:
~ The Mystic ~


Profile by Sandra Krebs Hirsch and Jean Kummerow


INFJs are future oriented, and direct their insight and inspiration toward the understanding of themselves and thereby human nature. Their work mirrors their integrity, and it needs to reflect their inner ideals. Solitude and an opportunity to concentrate thoroughly on what counts most is important to them. INFJs prefer to quietly exert their influence. They have deeply felt compassion, and they desire harmony with others. INFJs understand the complexities existing within people and among them. They are at their best concentrating on their ideas, ideals, and inspirations.

Living


INFJ children have two sides. They can be very much involved in the world of people, as well as quiet, imaginative, and in their own world. They are usually gentle and abhor violence. As teenager, INFJs look for a small group of people who understand and appreciate them. Without this support, they can feel isolated from others. INFJs who do not find a supportive social group may find the teen years to be somewhat difficult for them because of peer pressure to be popular and activity oriented. They are not likely to enjoy large parties, but prefer intimate groups of close and long-standing friends.


Many INFJs who have the opportunity to gravitate toward higher education where they often find their niche. With their intellectual bent, they are led to endeavors that allow them to deal with theory and complexity. Professors often spot their intellectual inclination and encourage it.


INFJs often settle early into a career choice and diligently apply themselves to the career's requirements. This same diligent pattern applies when selecting other important things in their lives, such as where to live, who to marry, and what activities are worthy of their dedication.


INFJs have an internal picture of how they would like their work to contribute to the general good. If they are in an appropriate career area, INFJs may reap the rewards of their insight and hard work. Because of their future-focus, their people orientation, and their push toward task completion, they may rise to positions of responsibility.


Learning


INFJs have a strong love of learning, and they tend to do well academically. Through persistence, diligence, and conscientiousness, they complete their assignments on time. They are likely to enjoy research and will go great lengths to find answers.


INFJs enjoy investigating the possibilities and meanings beyond the actual facts and realities. Reading holds a particular fascination for them because it allows them to have quiet reflection time and engages their imagination. They also like the written word (and rely on it more than the spoken word) since it is usually better structured and more coherent with a ready-made framework.


INFJs write and communicate well because they want to formulate their ideas clearly. They place high regard on their reader and audience. They seek to communicate their ideals to others. When their ideals need to be championed, they speak up in an enthusiastic and impassioned way.


As students, INFJs prefer learning from teachers whom they both like and admire, and who give them personal attention. INFJs are often 'model' students. They are quiet and orderly, reflective and thoughtful, and sincerely want to please their teachers and learn the right thing. They learn best from others but want time to assimilate material by themselves.


INFJs will go beyond what has been presented and often mull material over in their minds. Occasionally they will discuss ruminations with others in order to learn even more. They particularly like the more conceptual and theoretical classes, therefore, higher education is comfortable to them.


Working


INFJs tend to be devoted to what they believe in and seek work where their needs, values, and ideals can be deeply engaged. They move on the wave of their inspirations and are determined to see that their values are worked out in their lives. They will work toward their goals individually and, when needed, will put together a team of other highly dedicated people like themselves. They are personal be with others, working with integrity and consistency, and they follow through on their commitments. INFJs, while concentrating on what is important to them, may ignore the political ramifications of their actions. They can be surprised by the necessity of being political and usually resent that aspect of organizational life. Being able to talk honestly and comfortably to people at work is much more important to them than 'playing games.'

INFJs orient themselves toward their goals using a personal, values-based framework. They do not 'advertise' their values and priorities because they believe in harmony and positive relationships. However, one would do well not to underestimate the amount of perseverance, energy, and time INFJs give to their priorities. What they do, they do with an almost religious intensity.


The INFJ external environment may be only partially organised. Their internal environment, by contrast, is anything but haphazard. Their ideas need to fit into a coherent whole that has the pieces in place. Organization of the internal world takes precedence over organization of external world.


INFJs prefer occupations that focus on the big picture, involve conceptual awareness, and lead to a better understanding of the spiritual, emotional, or future needs of people. They want their work to have impact and meaning and for it to bring them admiration and respect.


While INFJs can and do enter all occupations, some are more appealing to them than others. These include clergy, education consultant, English teacher, fine arts teacher, librarian, psychiatrist, psychologist, scientist, social worker, and other occupations that allow INFJs an opportunity to make their own creative contribution.


Leading


INFJs lead through their quiet yet persistent and determined effort toward long-range goals for themselves, others and their organizations. In working toward their vision, they win cooperation rather than demand it. INFJs work to make their insights real and are able to inspire others with their ideals. They use a low-key, soft, yet intense and determined course of action. When they do not directly lead others, they may still act as facilitators between people. In meetings, they focus on both people and new ideas.


Leisure


Leisure-time pursuits for INFJs are often solitary or involve the company of others who are particularly important to them. Sitting around with dear friends discussing feelings can be very special to INFJs. INFJs are likely to have friends of long standing rather than make many new acquaintances. They may meet with their friends fairly consistently to share what is happening in their lives. It is sometimes difficult for others to break into this circle. These deep friendships are important, even though INFJs may not share much directly about themselves.


Loving


For INFJs, 'still waters run deep.' They tend to become attracted to someone special and prefer this one deep relationship over many superficial ones. The depth of involvement and feeling that the INFJ has toward loved ones is only partially communicated outward. At times, when alone, INFJs become truly in touch with the depth of the love they have for their partner. They may not openly demonstrate or even verbalize their intense feelings. INFJs often have an ideal standard of what love is. They hold to their ideal and are disappointed when, inevitably, their relationship and/or mate reveals flaws. INFJs enjoy sharing activities like a regular 'date,' revisiting the place where they first met their mates, or doing other symbolic things that help to continue and confirm the existence of the bond that they feel for their partner.


INFJs want to give love and to be loved. They enter into relationships just to be cared for, even when the person is not right for them and they suspect it. However, when they meet that special person, they are quick to get into the relationship and make it a serious one. They will end their other relationships in order to pursue their loved one. They become very focused, intense, and direct in that pursuit.


INFJs, when scorned, take it personally and retreat inward. They may obsess about the relationship and their role in its failure. One INFJ explained, 'people can do the most outrageous things, yet I blame myself for triggering their behaviour or not recognizing it. I see myself as responsible for relationships. Other people can dismiss them --- I'm not able to.' INFJs may blame themselves and experience a period of mourning. If they do not marshall their resources, externalized their feelings, and take risks to move on, they may experience a long periods of self-examination.


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Portrait of an ISFP - Introverted Sensing Feeling Perceiving
(Introverted Feeling with Extraverted Sensing)

~ The Artist ~

As an ISFP, your primary mode of living is focused internally, where you deal with things according to how you feel about them, or how they fit into your value system. Your secondary mode is external, where you take things in via your five sense in a literal, concrete fashion.

ISFPs live in the world of sensation possibilities. They are keenly in tune with the way things look, taste, sound, feel and smell. They have a strong aesthetic appreciation for art, and are likely to be artists in some form, because they are unusually gifted at creating and composing things which will strongly affect the senses. They have a strong set of values, which they strive to consistently meet in their lives. They need to feel as if they're living their lives in accordance with what they feel is right, and will rebel against anything which conflicts with that goal. They're likely to choose jobs and careers which allow them the freedom of working towards the realization of their value-oriented personal goals.

ISFPs tend to be quiet and reserved, and difficult to get to know well. They hold back their ideas and opinions except from those who they are closest to. They are likely to be kind, gentle and sensitive in their dealings with others. They are interested in contributing to people's sense of well-being and happiness, and will put a great deal of effort and energy into tasks which they believe in.

ISFPs have a strong affinity for aesthetics and beauty. They're likely to be animal lovers, and to have a true appreciation for the beauties of nature. They're original and independent, and need to have personal space. They value people who take the time to understand the ISFP, and who support the ISFP in pursuing their goals in their own, unique way. People who don't know them well may see their unique way of life as a sign of carefree light-heartedness, but the ISFP actually takes life very seriously, constantly gathering specific information and shifting it through their value systems, in search for clarification and underlying meaning.

ISFPs are action-oriented individuals. They are "doers", and are usually uncomfortable with theorizing concepts and ideas, unless they see a practical application. They learn best in a "hands-on" environment, and consequently may become easily bored with the traditional teaching methods, which emphasize abstract thinking. They do not like impersonal analysis, and are uncomfortable with the idea of making decisions based strictly on logic. Their strong value systems demand that decisions are evaluated against their subjective beliefs, rather than against some objective rules or laws.

ISFPs are extremely perceptive and aware of others. They constantly gather specific information about people, and seek to discover what it means. They are usually penetratingly accurate in their perceptions of others.

ISFPs are warm and sympathetic. They genuinely care about people, and are strongly service-oriented in their desire to please. They have an unusually deep well of caring for those who are close to them, and are likely to show their love through actions, rather than words.

ISFPs have no desire to lead or control others, just as they have no desire to be led or controlled by others. They need space and time alone to evaluate the circumstances of their life against their value system, and are likely to respect other people's needs for the same.

The ISFP is likely to not give themself enough credit for the things which they do extremely well. Their strong value systems can lead them to be intensely perfectionist, and cause them to judge themselves with unneccesary harshness.

The ISFP has many special gifts for the world, especially in the areas of creating artistic sensation, and selflessly serving others. Life is not likely to be extremely easy for the ISFP, because they take life so seriously, but they have the tools to make their lives and the lives of those close to them richly rewarding experiences.


Relationships

ISFPs are warmhearted, gentle people who take their commitments seriously, and seek lifelong relationships. They are very private people, who keep their true feelings and opinions reserved or hidden from others. This may cause them to constantly defer to their mates in their intimate relationships, which may cause problems if their mates are not extremely aware of the ISFP's feelings. Some ISFPs who are in the habit of not expressing their needs and feelings find themselves in situations throughout their life where they feel overshadowed, overlooked, or even "tread upon" by others. Highly practical and cynical by nature, these feelings may cause the ISFP to become bitter, and to either give up on their relationships, or to start using their relationships for their own personal gain. Although this problem is observed sometimes in the ISFP type, it does not seem to be present in those ISFPs who consistently express their feelings to those closest to them. These ISFPs have a very positive, warm outlook on life and love, and are not as likely to find themselves in relationships where they are taken for granted or taken advantage of. ISFPs go to great lengths to please their partners. They're very loyal and supportive, with a deep capacity for love. They detest conflict and discord, and highly value being seen and understood for who they are. They need space to live their lives in their own unique way, and will respect other's need for space.


Strenghts
  • Warm, friendly and affirming by nature
  • Usually optimistic
  • Good listeners
  • Good at dealing with practical day-to-day concerns
  • Flexible and laid-back, usually willing to defer to their mates
  • Their love of aesthetic beauty and appreciation for function makes them likely to have attractive, functional homes
  • Take their commitments seriously, and seek lifelong relationships
  • Likely to value and respect other's personal space
  • Likely to enjoy showing their affection through acts and deeds
  • Sensuous and earthy

Weaknesses
  • Not good at long-range financial (or other) planning
  • Extreme dislike of conflict and criticism
  • Focused on enjoying the present moment, they may appear lazy or slow-moving at times
  • Need to have their own space, and dislike having it invaded
  • May be slow to show their affection with words
  • Tendency to hold back their thoughts and feelings, unless drawn out
  • May become overly cynical and practical

As lovers

"To love means to open ourselves to the negative as well as the positive - to grief, sorrow, and disappointment as well as to joy, fulfillment, and an intensity of consciousness we did not know was possible before." -- Rollo May

ISFPs are warm and giving people, who have a depth of emotion and caring which is not often obvious to others, except those who know them extremely well. They are usually intense people, who experience their emotions on an intense level. Although they may appear to be light-hearted, they are in fact extremely serious, and take their relationships seriously. Unlike other SP types, people with the ISFP type desire and seek lifelong, committed relationships.

ISFPs may have a problem with communication. With Introverted Feeling dominating their personality, they are more vulnerable then most to being hurt. Perhaps because of this, they tend to hold back part of themselves from others, and do not always say what they think or feel. This is especially true during conflict situations, which the ISFP abhors more than anything in the world. Confrontations and arguments are very difficult for the ISFP to deal with. They feel personally threatened in these situations. If the ISFP falls into the habit of not communicating their feelings with their partner, this could cause serious problems in the relationship over the long haul.

Sexually, the ISFP approaches intimacy with complete attention, seriousness and depth. They experience lovemaking through their senses, and welcome the chance to interact with their mate at this level. They are not likely to express their feelings verbally, believing that actions speak louder than words.

ISFPs need positive affirmation to be happy and feel good about themselves. They need to be praised, although they are usually uncomfortable with "gushy" praise. The greatest gift their partners can give them is the expression of their affection and admiration.

Although two well-developed individuals of any type can enjoy a healthy relationship, the ISFP's natural partner is the ESFJ, or the ENFJ. ISFP's dominant function of Introverted Feeling is best matched with a partner whose dominant function is Extraverted Feeling. The ISFP/ESFJ combination is ideal, because the types share Sensing as their way of perceiving the world, but ISFP/ENFJ is also a good match. How did we arrive at this?


As parents

"You are the bows from which your children as living arrows are sent forth...
Let your bending in the archer's hand be for gladness;
For even as He loves the arrow that flies,
so He loves also the bow that is stable." -- Kahlil Gibran

ISFPs enjoy their parenting role, and take great pride and comfort in their children. Most have a special affinity with babies and young children, and form bonds with their children when they are very young. They are very laid-back parents, and are not likely to have highly defined expectations of their children. They will gently guide their behavior, and suggest a particular direction, but their own respect of the individual psyche will cause them to be quite easy-going and non-demanding as parents. The ISFP is likely to treat their children as individuals, and encourage them to have their own role in the family.

ISFPs love to have fun, and live in the current moment. All ISFPs have a bit of little kid inside themselves, and they love to play games alongside their children. They're special affinity towards nature and animals makes them likely to lead their children in fun outdoors activities.

ISFPs are not likely to provide a very structured environment for their children. They are also likely to have a problem with disciplining or punishing their kids. The gentle manner and kind heart of the ISFP makes it hard for them to make others unhappy - especially their own children. However, structure and discipline are important for growing children. If the other parent encourages and promotes structure, and is able to administer discipline when necessary, the parent combination may work very well without there being an obvious lack of structure. However, if the other parent is also not strong with structure or discipline, this is an area which needs to have special attention. Growing children do not have the experience to decide on their own the difference between Right and Wrong. They need to have barriers set down in a tangible way, to help them decide.

ISFPs like to show their love in deeds rather than words, which is manifested in their doing a lot for their children. They may lavish them with gifts on Christmas day, or go out of their way to do special things for them.

The ISFP is a service-oriented person, who defines their personal worth in some part by how happy they make others. This is typical of people with the Feeling preference. The special potential problem that ISFPs face is their service-oriented attitude combined with their habit of not expressing their own needs and feelings. This combination causes some ISFPs to get taken for granted. If this happens frequently to an ISFP, they may become bitter and angry. They think of themselves as victims, and may erect barriers to keep out those who have hurt them. This may be a serious problem if the ISFP parent feels that their children are taking them for granted. The best defense against such a situation occuring is for the ISFP to get into the habit of verbalizing and communicating their needs.

ISFP parents will be loyal, dedicated and self-sacrificing to their children until they leave home. When the kids have left the nest, the ISFP will enjoy their time alone to do things for themself. If the ISFP has not allowed themselves to become victims or victimizers in their life, they will be very good parents, and will be remembered fondly and affectionately by their children.


As friends

ISFPs are able to get along with most of the other personality types, although they tend to be reserved around those they don't know well. They will enjoy spending time with others who share their interests, and who understand and accept the ISFP for who they are. They greatly value their space and autonomy, and appreciate other's respect for that.

The ISFP is not likely to have much patience or tolerance for those who are strongly Judging. ISFPs celebrate their own uniqueness, as well as everybody else's, and don't appreciate being judged harshly for their differences.

In work settings, the ISFP is likely to get along with most everyone, unless someone inhabits their space too much, in which case sparks may fly. Generally, the ISFP is kind-hearted and generous with those they care about, and makes a true-blue friend.


Careers for ISFP personality types

Whether you're a young adult trying to find your place in the world, or a not-so-young adult trying to find out if you're moving along the right path, it's important to understand yourself and the personality traits which will impact your likeliness to succeed or fail at various careers. It's equally important to understand what is really important to you. When armed with an understanding of your strengths and weaknesses, and an awareness of what you truly value, you are in an excellent position to pick a career which you will find rewarding.

ISFPs generally have the following traits:
  • Keen awareness of their environment
  • Live in the present moment
  • Enjoy a slower pace - they like to take time to savor the present moment
  • Dislike dealing with theory or abstract thought, unless they see a practical application
  • Faithful and loyal to people and ideas which are important to them
  • Individualistic, having no desire to lead or follow
  • Take things seriously, although they frequently appear not to
  • Special bond with children and animals
  • Quiet and reserved, except with people they know extremely well
  • Trusting, sensitive, and kind
  • Service-oriented; they're driven to help others
  • Extremely well-developed appreciation for aesthetic beauty
  • Likely to be original and unconventional
  • Learn best with hands-on training
  • Hate being confined to strict schedules and regimens
  • Need space and freedom to do things their own way
  • Dislike mundane, routine tasks, but will perform them if necessary
The ISFP is a very special individual who needs to have a career which is more than a job. The middle of the road is not likely to be a place where they will be fulfilled and happy. They need to have a career which is consistent with their strong core of inner values. Since they prefer to live in the current moment, and take the time to savor it, they do not do well with some of the more fast-paced corporate environments. They need a great deal of space and freedom if they are going to function in their natural realm of acute sensory awareness. If they give free reign to their natural abilities, they may find a wonderful artist within themselves. Almost every major artist in the world has been an ISFP. Since the ISFP is so acutely aware of people's feelings and reactions, and is driven by their inner values to help people, the ISFP is also a natural counselor and teacher.

The following list of professions is built on our impressions of careers which would be especially suitable for an ISFP. It is meant to be a starting place, rather than an exhaustive list. There are no guarantees that any or all of the careers listed here would be appropriate for you, or that your best career match is among those listed.

Possible Career Paths for the ISFP:
  • Artist
  • Musician / Composer
  • Designer
  • Child Care / Early Childhood Development
  • Social Worker / Counselor
  • Teacher
  • Psychologist
  • Veterinarian
  • Forest Ranger
  • Pediatrician

ISFJ - net2

Source:

INTP - net2

Source:

INTJ - net2

Source:

INFJ - net2

Source:
Portrait of an INFJ - Introverted iNtuitive Feeling Judging
(Introverted Intuition with Extraverted Feeling)

The Protector

As an INFJ, your primary mode of living is focused internally, where you take things in primarily via intuition. Your secondary mode is external, where you deal with things according to how you feel about them, or how they fit with your personal value system.

INFJs are gentle, caring, complex and highly intuitive individuals. Artistic and creative, they live in a world of hidden meanings and possibilities. Only one percent of the population has an INFJ Personality Type, making it the most rare of all the types.

INFJs place great importance on havings things orderly and systematic in their outer world. They put a lot of energy into identifying the best system for getting things done, and constantly define and re-define the priorities in their lives. On the other hand, INFJs operate within themselves on an intuitive basis which is entirely spontaneous. They know things intuitively, without being able to pinpoint why, and without detailed knowledge of the subject at hand. They are usually right, and they usually know it. Consequently, INFJs put a tremendous amount of faith into their instincts and intuitions. This is something of a conflict between the inner and outer worlds, and may result in the INFJ not being as organized as other Judging types tend to be. Or we may see some signs of disarray in an otherwise orderly tendency, such as a consistently messy desk.

INFJs have uncanny insight into people and situations. They get "feelings" about things and intuitively understand them. As an extreme example, some INFJs report experiences of a psychic nature, such as getting strong feelings about there being a problem with a loved one, and discovering later that they were in a car accident. This is the sort of thing that other types may scorn and scoff at, and the INFJ themself does not really understand their intuition at a level which can be verbalized. Consequently, most INFJs are protective of their inner selves, sharing only what they choose to share when they choose to share it. They are deep, complex individuals, who are quite private and typically difficult to understand. INFJs hold back part of themselves, and can be secretive.

But the INFJ is as genuinely warm as they are complex. INFJs hold a special place in the heart of people who they are close to, who are able to see their special gifts and depth of caring. INFJs are concerned for people's feelings, and try to be gentle to avoid hurting anyone. They are very sensitive to conflict, and cannot tolerate it very well. Situations which are charged with conflict may drive the normally peaceful INFJ into a state of agitation or charged anger. They may tend to internalize conflict into their bodies, and experience health problems when under a lot of stress.

Because the INFJ has such strong intuitive capabilities, they trust their own instincts above all else. This may result in an INFJ stubborness and tendency to ignore other people's opinions. They believe that they're right. On the other hand, INFJ is a perfectionist who doubts that they are living up to their full potential. INFJs are rarely at complete peace with themselves - there's always something else they should be doing to improve themselves and the world around them. They believe in constant growth, and don't often take time to revel in their accomplishments. They have strong value systems, and need to live their lives in accordance with what they feel is right. In deference to the Feeling aspect of their personalities, INFJs are in some ways gentle and easy going. Conversely, they have very high expectations of themselves, and frequently of their families. They don't believe in compromising their ideals.

INFJ is a natural nurturer; patient, devoted and protective. They make loving parents and usually have strong bonds with their offspring. They have high expectations of their children, and push them to be the best that they can be. This can sometimes manifest itself in the INFJ being hard-nosed and stubborn. But generally, children of an INFJ get devoted and sincere parental guidance, combined with deep caring.

In the workplace, the INFJ usually shows up in areas where they can be creative and somewhat independent. They have a natural affinity for art, and many excel in the sciences, where they make use of their intuition. INFJs can also be found in service-oriented professions. They are not good at dealing with minutia or very detailed tasks. The INFJ will either avoid such things, or else go to the other extreme and become enveloped in the details to the extent that they can no longer see the big picture. An INFJ who has gone the route of becoming meticulous about details may be highly critical of other individuals who are not.

The INFJ individual is gifted in ways that other types are not. Life is not necessarily easy for the INFJ, but they are capable of great depth of feeling and personal achievement.


- INFJ Relationships -

INFJs are warm and affirming people who are usually also deep and complex. They're likely to seek out and promote relationships that are intense and meaningful. They tend to be perfectionists, and are always striving for the Ultimate Relationship. For the most part, this is a positive feature, but sometimes works against the INFJ if they fall into the habit of moving from relationship to relationship, always in search of a more perfect partner. In general, the INFJ is a deeply warm and caring person who is highly invested in the health of their close relationships, and puts forth a lot of effort to make them positive. They are valued by those close to them for these special qualities. They seek long-term, lifelong relationships, although they don't always find them.


- INFJ Strengths -

  • Warm and affirming by nature
  • Dedicated to achieving the ultimate relationship
  • Sensitive and concerned for others' feelings
  • Usually have good communication skills, especially written
  • Take their commitments very seriously, and seek lifelong relationships
  • Have very high expectations for themselves and others (both a strength and weakness)
  • Good listeners
  • Are able to move on after a relationship has ended (once they're sure it's over)


  • - INFJ Weaknesses -

  • Tendency to hold back part of themselves
  • Not good with money or practical day-to-day life necessities
  • Extreme dislike of conflict and criticism
  • Have very high expectations for themselves and others (both a strength and weakness)
  • Have difficulty leaving a bad relationship


  • - INFJs as Lovers -

    "To love means to open ourselves to the negative as well as the positive - to grief, sorrow, and disappointment as well as to joy, fulfillment, and an intensity of consciousness we did not know was possible before." -- Rollo May

    INFJs are warm, considerate partners who feel great depth of love for their partners. They enjoy showing this love, and want to receive affirmation back from their mates.

    They are perfectionists, constantly striving to achieve the Perfect Relationship. This can sometimes be frustrating to their mates, who may feel put upon by the INFJs demanding perfectionism. However, it may also be greatly appreciated, because it indicates a sincere commitment to the relationship, and a depth of caring which is not usually present in other types.

    Sexually, INFJs view intimacy as a nearly spiritual experience. They embrace the opportunity to bond heart and soul with their mates. As service-oriented individuals, it's very important to them that their mates are happy. Intimacy is an opportunity for the INFJ to selflessly give their love, and experience it in a tangible way.

    Although two well-developed individuals of any type can enjoy a healthy relationship, INFJ's natural partner is the ENTP, or the ENFP. INFJ's dominant function of Introverted Intuition is best matched with a personality type that is dominated by Extraverted Intuition. How did we arrive at this?


    - INFJs as Parents -

    "You are the bows from which your children as living arrows are sent forth... Let your bending in the archer's hand be for gladness; For even as He loves the arrow that flies, so He loves also the bow that is stable." -- Kahlil Gibran

    INFJs usually make warm and caring parents. Their goal is to help their children become adults who know the difference between right and wrong, and who are independent, growth-oriented individuals.

    Along the path to that goal they are generally very warm and caring, and are likely to treat their children as individuals who have a voice in family decisions. They want their children to be able to think for themselves, and make the right decisions. They also can be quite demanding on their children, and may have very high expectations for their behavior. Although they are generally soft-spoken and gentle, they may become stubborn and sharp-tongued at times when their expectations aren't met, or when under a lot of stress.

    INFJs take their parenting role with ultimate seriousness. They will make sacrifices for the sake of their children without a second thought, and without remorse. Passing on their values to their children is a serious priority in their lives. Children of INFJs remember their parents fondly as warm, patient, and inspirational.


    - INFJs as Friends -

    Although the INFJ is likely to put friends behind their God and their families in terms of importance, they do value their friendships. As idealists who have strong value systems, INFJs seek authenticity and depth in their close relationships, and especially value people who can see and appreciate the INFJ for who they are and what they stand for.
    The INFJ is likely to spend a lot of time socialing with family members. If they are religious, they probably are social with members of their religious community. After that, the INFJ may have friends represented from any of the personality types. They are usually extremely intuitive individuals, who will have no patience for anyone they feel is dishonest or corrupt. They'll have no interest in being around these kinds of people.

    All kinds of people are drawn towards the INFJ. They are usually quite popular, although they may be unaware of it themselves, because they don't place a lot of importance on it.

    The INFJ is valued by their close friends for their warmth and consideration, their new and interesting ways of looking at things, and for their ability to inspire and motivate others to be the best that they can be. genuine article that they are.


    - Careers for INFJ Personality Types -

    Whether you're a young adult trying to find your place in the world, or a not-so-young adult trying to find out if you're moving along the right path, it's important to understand yourself and the personality traits which will impact your likeliness to succeed or fail at various careers. It's equally important to understand what is really important to you. When armed with an understanding of your strengths and weaknesses, and an awareness of what you truly value, you are in an excellent position to pick a career which you will find rewarding.

    INFJs generally have the following traits:

  • Intuitively understand people and situations
  • Idealistic
  • Highly principled
  • Complex and deep
  • Natural leaders
  • Sensitive and compassionate towards people
  • Service-oriented
  • Future-oriented
  • Value deep, authentic relationships
  • Reserved about expressing their true selves
  • Dislike dealing with details unless they enhance or promote their vision
  • Constantly seeking meaning and purpose in everything
  • Creative and visionary
  • Intense and tightly-wound
  • Can work logically and rationally - use their intuition to understand the goal and work backwards towards it


  • The INFJ is a special individual who needs more out of a career than a job. They need to feel as if everything they do in their lives is in sync with their strong value systems - with what they believe to be right. Accordingly, the INFJ should choose a career in which they're able to live their daily lives in accordance with their deeply-held principles, and which supports them in their life quest to be doing something meaningful. Since INFJs have such strong value systems, and persistent intuitive visions which lend them a sense of "knowing", they do best in positions in which they are leaders, rather than followers. Although they can happily follow individuals who are leading in a direction which the INFJ fully supports, they will very unhappy following in any other situation.

    The following list of professions is built on our impressions of careers which would be especially suitable for an INFJ. It is meant to be a starting place, rather than an exhaustive list. There are no guarantees that any or all of the careers listed here would be appropriate for you, or that your best career match is among those listed.

    Possible Career Paths for the INFJ:

    Clergy / Religious Work
    Teachers
    Medical Doctors / Dentists
    Alternative Health Care Practitioners, i.e. Chiropractor, Reflexologist
    Psychologists
    Psychiatrists
    Counselors and Social Workers
    Musicians and Artists
    Photographers
    Child Care / Early Childhood Development

    Nemi - intervju med Lise Myhre

    Source: Dagens Nyheter


    En norsk svartrockarbrud gör entré på DN.se. Nemi är bekant för läsare av serietidningen Larson, men har annars legat lägre i Sverige än i hemlandet. Där har det tredje samlingsalbumet hunnit komma ut, välsignat av ingen mindre än den gamle skräckrockaren Alice Cooper. De båda första, som kom i fjol, är helt slutsålda på förlaget.

     

    Resten får Nemis tecknare, 26-åriga Lise Myhre, berätta själv:

     

    NEMI DÖK UPP första gången på en gothsida som jag gjorde 1997 till "Larsons galna värld". Jag hade inga planer på att skapa en huvudperson till mina serier. Hade jag satt mig ner och tänkt igenom vad som skulle fungera kommersiellt, hade det knappast slutat med en ensam svartrockartjej.

     

    Jag upplever ofta att folk kring mig har bestämda föreställningar av vad Nemi är eller borde vara. "Hon kan inte ha så djup urringning", säger de, det skulle Nemi aldrig haft i verkligheten"... i verkligheten?
    Och så får jag på käften för att att jag gör henne för snäll eller elak.

     

    Jag har alltid gillat folk som som inte helt passar in.

     

    Jag menar det Nemi sa en gång: "Det är vi som har rätt, vi som är mest förvirrade.
    Att vara annorlunda handlar om något mer än ett övergående ungdomsuppror, tror jag. Jag brukade ha lila hår och piercningar, och blev provocerad av alla som såg det som en fas som jag skulle igenom. Jag har sett nervösa människor ta en omväg runt några av de snällaste människor jag känner - för att de den dagen har på sig läder och nitar. Generellt sett är folk väldigt fördomsfulla, av det blir alltid några strippar.

     

    Nemi hänger ofta i baren, det är inte meningen att göra henne till alkoholist, men det är bra att ha ett ställe där hon kan möta andra. Nemi kommer ofta med bitska omdömen om eller till män, men jag har ingen önskan att starta ett "war of the sexes" - jag driver ju med tjejer också. När jag själv är på krogen, dyker berusade på mig och avslutar med: "nu kommer väl du att göra en stripp om mig." Hade de bara varit så lätt att skaffa sig bra poänger.

     

    Folk tar alltid för givet att Nemi och jag är så lika varandra. Ärligt talat är jag skitless på att folk tror att serien är så jävla självbiografisk. Men jag ser Nemi som en "imaginary friend", inte som en spegelbild av mig själv eller av mitt liv. Nemi gör och tänker saker som jag inte skulle göra.
    Det går att leva på att göra tecknade serier i Norge, men det är inte så lätt. Efterfrågan är störst på stripserier, problemet ligger inte i hur många ställen man kan bli publicerad på utan i hur produktiv man kan vara över tiden. Jag kan nog i bästa fall hålla på med Nemi tills jag fyller trettio. Jag vet inte hur länge jag klarar av att skildra en ungdomsmiljö på ett trovärdigt sätt. En lösning vore att göra Nemi äldre, men jag tvivlar på att vi får se henne förverkligad. Hon passar nog inte att stå med stor mage och välja tapet - så ont vill jag henne inte.

     

    Annars? Jag jobbar fortfarande som illustratör, och förutom serier gör jag bland annat bokillustrationer, nätvinjetter och cd-omslag. När jag kör huvet i väggen för att komma på ideer till Nemi är det bra att ha någon konkret uppgift att falla tillbaka på. Samtidigt ger jag inte upp hoppet om att få göra långa episka historier. Jag älskar tecknade serier som medium, och jag läser mycket annat än humorserier. Alan Moores "V for vendetta" och Neil Gaimans "Book of magic" hör till favoriterna. Norska Pondus är min hjälte i stripseriegenren.

     

    Jag tycker mycket om Nemi. Hon är mitt hjärtebarn och det är otroligt kul att andra också tycker om henne.

     


    INFP - net2

    Source:

    ~ The Idealist ~
    Portrait of an INFP - Introverted iNtuitive Feeling Perceiving
    (Introverted Feeling with Extraverted Intuition)

    As an INFP, your primary mode of living is focused internally, where you deal with things according to how you feel about them, or how they fit into your personal value system. Your secondary mode is external, where you take things in primarily via your intuition.

    INFPs, more than other iNtuitive Feeling types, are focused on making the world a better place for people. Their primary goal is to find out their meaning in life. What is their purpose? How can they best serve humanity in their lives? They are idealists and perfectionists, who drive themselves hard in their quest for achieving the goals they have identified for themselves.

    INFPs are highly intuitive about people. They rely heavily on their intuitions to guide them, and use their discoveries to constantly search for value in life. They are on a continuous mission to find the truth and meaning underlying things. Every encounter and every piece of knowledge gained gets sifted through the INFP's value system, and is evaluated to see if it has any potential to help the INFP define or refine their own path in life. The goal at the end of the path is always the same - the INFP is driven to help people and make the world a better place.

    Generally thoughtful and considerate, INFPs are good listeners and put people at ease. Although they may be reserved in expressing emotion, they have a very deep well of caring and are genuinely interested in understanding people. This sincerity is sensed by others, making the INFP a valued friend and confidante. An INFP can be quite warm with people he or she knows well.

    INFPs do not like conflict, and go to great lengths to avoid it. If they must face it, they will always approach it from the perspective of their feelings. In conflict situations, INFPs place little importance on who is right and who is wrong. They focus on the way that the conflict makes them feel, and indeed don't really care whether or not they're right. They don't want to feel badly. This trait sometimes makes them appear irrational and illogical in conflict situations. On the other hand, INFPs make very good mediators, and are typically good at solving other people's conflicts, because they intuitively understand people's perspectives and feelings, and genuinely want to help them.

    INFPs are flexible and laid-back, until one of their values is violated. In the face of their value system being threatened, INFPs can become aggressive defenders, fighting passionately for their cause. When an INFP has adopted a project or job which they're interested in, it usually becomes a "cause" for them. Although they are not detail-oriented individuals, they will cover every possible detail with determination and vigor when working for their "cause".

    When it comes to the mundane details of life maintenance, INFPs are typically completely unaware of such things. They might go for long periods without noticing a stain on the carpet, but carefully and meticulously brush a speck of dust off of their project booklet.

    INFPs do not like to deal with hard facts and logic. Their focus on their feelings and the Human Condition makes it difficult for them to deal with impersonal judgment. They don't understand or believe in the validity of impersonal judgement, which makes them naturally rather ineffective at using it. Most INFPs will avoid impersonal analysis, although some have developed this ability and are able to be quite logical. Under stress, it's not uncommon for INFPs to mis-use hard logic in the heat of anger, throwing out fact after (often inaccurate) fact in an emotional outburst.

    INFPs have very high standards and are perfectionists. Consequently, they are usually hard on themselves, and don't give themselves enough credit. INFPs may have problems working on a project in a group, because their standards are likely to be higher than other members' of the group. In group situations, they may have a "control" problem. The INFP needs to work on balancing their high ideals with the requirements of every day living. Without resolving this conflict, they will never be happy with themselves, and they may become confused and paralyzed about what to do with their lives.

    INFPs are usually talented writers. They may be awkard and uncomfortable with expressing themselves verbally, but have a wonderful ability to define and express what they're feeling on paper. INFPs also appear frequently in social service professions, such as counselling or teaching. They are at their best in situations where they're working towards the public good, and in which they don't need to use hard logic.

    INFPs who function in their well-developed sides can accomplish great and wonderful things, which they will rarely give themselves credit for. Some of the great, humanistic catalysts in the world have been INFPs.

    Relationships

    INFPs present a calm, pleasant face to the world. They appear to be tranquil and peaceful to others, with simple desires. In fact, the INFP internally feels his or her life intensely. In the relationship arena, this causes them to have a very deep capacity for love and caring which is not frequently found with such intensity in the other types. The INFP does not devote their intense feelings towards just anyone, and are relatively reserved about expressing their inner-most feelings. They reserve their deepest love and caring for a select few who are closest to them. INFPs are generally laid-back, supportive and nurturing in their close relationships. With Introverted Feeling dominating their personality, they're very sensitive and in-tune with people's feelings, and feel genuine concern and caring for others. Slow to trust others and cautious in the beginning of a relationship, an INFP will be fiercely loyal once they are committed. With their strong inner core of values, they are intense individuals who value depth and authenticity in their relationships, and hold those who understand and accept the INFP's perspectives in especially high regard. INFPs are usually adaptable and congenial, unless one of their ruling principles has been violated, in which case they stop adapting and become staunch defenders of their values. They will be uncharacteristically harsh and rigid in such a situation.

    Strenghts

    Most INFPs will exhibit the following strengths with regards to relationship issues:

                * Warmly concerned and caring towards others
                * Sensitive and perceptive about what others are feeling
                * Loyal and committed - they want lifelong relationships
                * Deep capacity for love and caring
                * Driven to meet other's needs
                * Strive for "win-win" situations
                * Nurturing, supportive and encouraging
                * Likely to recognize and appreciate other's need for space
                * Able to express themselves well
                * Flexible and diverse

    Weaknesses

    Most INFPs will exhibit the following weaknesses with regards to relationship issues:

                * May tend to be shy and reserved
                * Don't like to have their "space" invaded
                * Extreme dislike of conflict
                * Extreme dislike of criticism
                * Strong need to receive praise and positive affirmation
                * May react very emotionally to stressful situations
                * Have difficulty leaving a bad relationship
                * Have difficulty scolding or punishing others
                * Tend to be reserved about expressing their feelings
                * Perfectionistic tendancies may cause them to not give themselves enough credit
                * Tendency to blame themselves for problems, and hold everything on their own shoulders

    As Lovers

    "To love means to open ourselves to the negative as well as the positive - to grief, sorrow, and disappointment as well as to joy, fulfillment, and an intensity of consciousness we did not know was possible before." -- Rollo May

    INFPs feels tremendous loyalty and commitment to their relationships. With the Feeling preference dominating their personality, harmony and warm feelings are central to the INFP's being. They feel a need to be in a committed, loving relationship. If they are not involved in such a relationship, the INFP will be either actively searching for one, or creating one in their own minds.

    INFPs tendency to be idealistic and romantically-minded may cause them to fantasize frequently about a "more perfect" relationship or situation. They may also romanticize their mates into having qualities which they do not actually possess. Most INFPs have a problem with reconciling their highly idealistic and romantic views of life with the reality of their own lives, and so they are constantly somewhat unsettled with themselves and with their close personal relationships. However, the INFP's deeply-felt, sincere love for their mates and their intense dislike of conflict keeps the INFP loyal to their relationships, in spite of their troubles achieving peace of mind.

    Unlike other types who tend to hold their mates up on a pedastal, the INFP's tendency to do so does not really turn into a negative thing in the relationship. INFPs hold tightly to their ideals, and work hard at constantly seeing their mates up on that pedastal. The frequent INFP result is a strongly affirming, proud and affectionate attitude towards their mates which stands the test of time.

    INFPs are not naturally interested in administrative matters such as bill-paying and house-cleaning, but they can be very good at performing these tasks when they must. They can be really good money managers when they apply themselves.

    Sexually, the INFP is likely to be initially slow to open up to their mates. Once their trust has been earned, the INFP will view sexual intimacy as an opportunity for expressing their deep-seated love and affection. More than the actual sexual act, they will value giving and receiving love and sweet words. With their tendency to enjoy serving others, they may value their mates satisfaction above their own.

    One real problem area for the INFP is their intensive dislike of conflict and criticism. The INFP is quick to find a personal angle in any critical comment, whether or not anything personal was intended. They will tend to take any sort of criticism as a personal attack on their character, and will usually become irrational and emotional in such situations. This can be a real problem for INFPs who are involved with persons who have Thinking and Judging preferences. "TJ"s relate to others with a objective, decisive attitude that frequently shows an opinion on the topic of conversation. If the opinion is negative, the TJ's attitude may be threatening to the INFP, who will tend to respond emotionally to the negativity and be vaguely but emphatically convinced that the negativity is somehow the INFP's fault.

    For INFPs with extremely dominant Feeling preferences who have not developed their Intuitive sides sufficiently to gather good data for their decision making processes, their dislike of conflict and criticism can foretell doom and gloom for intimate relationships. These INFPs will react with extreme emotional distress to conflict situations, and will not know what to do about it. Since they will have no basis for determining what action to take, they will do whatever they can to get rid of the conflict - which frequently means lashing out irrationally at others, or using guilt manipulation to get their mates to give them the positive support that they crave. This kind of behavior does not bode well for healthy, long-term relationships. Individuals who recognize this tendency in themselves should work on their ability to take criticism objectively rather than personally. They should also try to remember that conflict situations are not always their fault, and they're definitely not the end of the world. Conflict is a fact of life, and facing it and addressing it immediately avoids having to deal with it in the future, after it has become a much larger problem.

    INFPs are very aware of their own space, and the space of others. They value their personal space, and the freedom to do their own thing. They will cherish the mate who sees the INFP for who they are, and respects their unique style and perspectives. The INFP is not likely to be overly jealous or possessive, and is likely to respect their mate's privacy and independence. In fact, the INFP is likely to not only respect their mate's perspectives and goals, but to support them with loyal firmness.

    In general, INFPs are warmly affirming and loving partners who make the health of their relationships central in their lives. Although cautious in the beginning, they become firmly loyal to their committed relationships, which are likely to last a lifetime. They take their relationships very seriously, and will put forth a great deal of effort into making them work.

    (Although two well-developed individuals of any type can enjoy a healthy relationship, INFP's natural partner is the ENFJ, or the ESFJ. INFP's dominant function of Introverted Feeling is best matched with a partner whose dominant function is Extraverted Feeling. The INFP/ENFJ combination is ideal, because it shares the Sensing way of peceiving, but the INFP/ESFJ combination is also a good match. How did we arrive at this? )

    As Parents

    "You are the bows from which your children as living arrows are sent forth... Let your bending in the archer's hand be for gladness; For even as He loves the arrow that flies, so He loves also the bow that is stable." -- Kahlil Gibran


    INFPs are "natural" parents. They accept and enjoy the parental role, seeing it as the natural extension of their value systems. They make use of the parental role for developing and defining their values further, and consider it their task to pass their values on to their children. They take their role quite seriously. Warm, affirming, and flexible, the INFP generally makes a gentle and easy-going parent in many respects.

    INFPs do not like conflict situations, and will keep themselves flexible and diverse to promote a positive, conflict-free environment in their home. The INFP is not naturally prone to dole out punishment or discipline, and so is likely to adapt to their mate's disciplinary policy, or to rely on their mates to administer discipline with the children. In the absence of a mating parent, the INFP will need to make a conscious effort of creating a structure for their children to live within.

    Although the INFP dislikes punishing others, they hold strong values and will not tolerate the violation of a strongly-held belief. If they feel that their child has truly committed a wrong, the INFP parent will not have a problem administering discipline. They will directly confront the child, stubbornly digging in their heels and demanding recourse.

    The INFP parent is likely to value their children as individuals, and to give them room for growth. They will let the children have their own voice and place in the family.

    Extremely loving and devoted parents, INFPs will fiercely protect and support their children. If there is an issue involving "taking sides", you can bet the INFP will always be loyal to their children.

    INFPs are usually remembered by their children as loving, patient, devoted, and flexible parents.

    As Friends

    INFPs are warm and caring individuals who highly value authenticity and depth in their personal relationships. They are usually quite perceptive about other people's feelings and motives, and are consequently able to get along with all sorts of different people. However, the INFP will keep their true selves reserved from others except for a select few, with whom they will form close and lasting friendships. With their high ideals, they are likely to be drawn to other iNtuitive Feelers for their closer friendships.

    With their strong need for harmony and dislike of conflict, INFPs may feel threatened by people with strong Judging and Thinking preferences. Although they're likely to be able to work well professionally with such individuals, they may have difficulty accepting or appreciating them on a personal level. They generally feel a kinship and affinity with other Feeling types.

    INFPs will be valued by their confidantes as genuine, altruistic, deep, caring, original individuals.

    Careers

    Whether you're a young adult trying to find your place in the world, or a not-so-young adult trying to find out if you're moving along the right path, it's important to understand yourself and the personality traits which will impact your likeliness to succeed or fail at various careers. It's equally important to understand what is really important to you. When armed with an understanding of your strengths and weaknesses, and an awareness of what you truly value, you are in an excellent position to pick a career which you will find rewarding.

    INFPs generally have the following traits:

                * Strong value systems
                * Warmly interested in people
                * Service-oriented, usually putting the needs of others above their own
                * Loyal and devoted to people and causes
                * Future-oriented
                * Growth-oriented; always want to be growing in a positive direction
                * Creative and inspirational
                * Flexible and laid-back, unless a ruling principle is violated
                * Sensitive and complex
                * Dislike dealing with details and routine work
                * Original and individualistic - "out of the mainstream"
                * Excellent written communication skills
                * Prefer to work alone, and may have problems working on teams
                * Value deep and authentic relationships
                * Want to be seen and appreciated for who they are

    The INFP is a special, sensitive individual who needs a career which is more than a job. The INFP needs to feel that everything they do in their lives is in accordance with their strongly-felt value systems, and is moving them and/or others in a positive, growth-oriented direction. They are driven to do something meaningful and purposeful with their lives. The INFP will be happiest in careers which allow them to live their daily lives in accordance with their values, and which work towards the greater good of humanity. It's worth mentioning that nearly all of the truly great writers in the world have been INFPs.

    The following list of professions is built on our impressions of careers which would be especially suitable for an INFP. It is meant to be a starting place, rather than an exhaustive list. There are no guarantees that any or all of the careers listed here would be appropriate for you, or that your best career match is among those listed.

    Possible Career Paths for the INFP:

                * Writers
                * Counselors / Social Workers
                * Teachers / Professors
                * Psychologists
                * Psychiatrists
                * Musicians
                * Clergy / Religious Workers

    Interview with Epica 2

    Source: FaceCulture

    12/04/2009

    Video interview with symphonic metal band Epica. FaceCulture spoke to guitarist Mark Jansen and singer Simone Simons about the festival season, rehearsing, new guitar-player, The Classical Conspiracy, the new album and more.

    Interview with Nightwish 38

    Source: Metal Eye

    Zagreb 02.04.09

    Interview with Nightwish 37

    Source: RockTotal

    SPANISH

    Entrevista a Toumas, Nightwih

    DERROCHE DE PASIÓN

     

    Cualquier adversidad es poca, para la que quizás, sea una de las tres mejores formaciones finlandesas, NIGHTWISH. Como todo sabéis, la marcha de su antigua vocalista, Tarja Turunen, supuso un duro golpe tanto para el grupo como para sus seguidores, pero lejos de hundirse, la banda liderada por Tuomas Holopainen encontró, tras una larga búsqueda, a la sustituta perfecta, Anette Olzon, quien con una voz más melódica y suave, se presenta como la mujer perfecta para el grupo. “Dark Passion Play” es el primer legado con ella, un disco de gigantescas dimensiones, que ofrece un nuevo paso delante de esta genial formación. Tanto Tuomas como Anette, pasaron por Madrid durante el verano para charlar con la prensa, RockTotal no podía faltar a la cita, y junto a Tuomas, indagó más sobre su nueva andadura.

    Sin duda, el título de este nuevo trabajo es casi poético, atractivo, ¿qué te llevó a escogerlo?

    Pues de algún modo describe de qué trata el disco, al menos para mí, pero también desnuda la música de NIGHTWISH en todo este tiempo, es oscuro, es pasional, es un juego entre ambas cosas.

    Y en cuanto a las letras, ¿qué me puedes contar? Porque no parece que sea un disco conceptual. ¿Algún tema trata el complicado tema con Tarja?

    Así es, no es un álbum conceptual, y sí, por supuesto, tratamos ese asunto, como en “Bye Bye Beautiful”, pero prefiero no hablar mucho ahora del tema de las letras, dado que quiero que la gente las descubra cuando salga el disco, es mejor así y además más bonito (risas).

    ¿Puedes contarme algo acerca de la salida de Tarja?

    Uff, la verdad es que es un tema que no me gusta, ha pasado ya bastante tiempo y he decidido no volver a hablar de él, podéis ver todo en nuestra web, con todos los detalles, porque prefiero mirar hacia el futuro que centrarme en el pasado.

    ¿Fue difícil dar con Anette como nueva vocalista?

    Aquí en España se escucharon numerosos rumores de posibles nuevas cantantes para el grupo.Lo sé, no te puedes ni imaginar los rumores que llegamos a oír, sobre todo en Finlandia, Liv Kristine fue una de las cantantes que intentaron meter en el saco, pero la verdad es que recibimos como 2000 demos con vocalistas, después de escuchar y tantear varias vocalistas, vimos que Anette era la idónea para el grupo.

    Interview with Tristania 1

    Source: Kogaionon

    TRISTANIA, a famous title for Gothic Metal scene, has been covered up by mystery and peace in the past months. Moreover, right after ending the accounts with Napalm, the Norwegians have been looking for better more attractive offers. For the time being they are working on a new album, which is supposed to be released in the summer of 2004. In order to have news and various details I decided to interview the guitar player, Anders Hoyvik Hidle, the one who, alongside Einar, actually "run" the band.

        Hi Anders and welcome Kogaionon's realm. Pretty hard to hear of you and about you these days... what happened? Why so? Some are saying that your silence actually is a strategic manner of gaining time until you receive the most convenient and attractive offer to please you. Tell me, is it all gossip or what?

       "Thanks! First of all: it's not me and Einar who 'run' the band. There are seven individuals in TRISTANIA who run the band together. Each of us represents a necessary piece of the band. Off course, there will always be members who spend more time on the band than others, but I think that is a quite natural thing for most bands. We are currently doing the finishing work on the new album, and we have booked Top Room Studio in Hamar , Norway , for April & May. After 'World of Glass' we did pretty much touring both in Europe and Latin America . We took a couple of months 'vacation' from the band after that, before we started to work on the new songs. The 'silence' has nothing to do with strategy or 'gaining time'. It's all about taking the time you need to become satisfied with the new album. We made a decision on that... we wanted to focus solely on the writing process and to wait with touring until after the next album. It's a great thing to tour, but touring is pretty difficult to combine with song-writing - at least for us it is. Instead of doing the composing fragmented between the tours, we wanted to focus only on this. We didn't want to rush anything, but took the time that we wanted."

       Your last album has reached a real great success but this was not an obstacle for some of the fans to consider the new sound as rather too commercial and to actually suspect you of treating music solely as business- a way to make more money... what is the truth? Is the album exactly as you wanted it to be or commercial?

       "I don't like to listen to our albums very much, because there will always be things that irritate you and things you would have done different if recorded the songs again. I have this relationship with all of our albums, and 'World of Glass' is no exception. Despite of this, we are very satisfied with 'World of Glass' in general. It's probably our most complex album, and also the most diverse one. I think our three full length albums represent three different stages of the band's evolution. It's a natural process when we compose music, and we would not have been able to make albums if we would be that cynical toward our own music. We develop ourselves all the time, and our music reflects that. We will never make the same album twice. Some of the die hard gothic fans may have been disappointed, but we cannot make considerations like that when we make music. It's not about going commercial, it's about being true to ourselves."

       Morten's departure, as far as I know, had as a basic ground the same accusation pointed upper and reproaches of this kind followed. I've read one of Morten's interviews and he explained that the fundamental reason, which determined him to leave TRISTANIA, was the fact you two (Einar and you) thought no more under the artistic perspective but under the financial one... desiring for more and more money. So, this was the reason he left and it seems his new band is prosperous day by day. Right in this period he is about to release the second album. I know you only had a diplomatic attitude so far giving in only general info, yet I really would like to know what your point of you is. Is he right? We still shouldn't forget Morten was one of the most trustable members of the band who meant a great big deal since TRISTANIA was founded, eight years ago.

       "The reasons why the remaining members of TRISTANIA came to such situation like Morten's departure...are connected to the fact that his departure had to do with social and musical differences between us that became too big. As you said, we chose to have a diplomatic attitude in the press when we released 'World of Glass' and we only gave the general info. I still think that it only would be pathetic of me to go into details on these things in the press. However, I have to say that to insinuate that money ever has been a motivation behind the line-up changes is far from the reality. The important thing for TRISTANIA has always been the music, and it still is. Money has never been and never will be an important issue when it comes to our reasons for doing this. What I love about TRISTANIA is that we have always been independent when it comes to our music. On all our albums we have composed the music... like ourselves, and we don't listen what other people say. I guess if we had been into this for the money we would not have released the music that we do."

       Except Morten, the line up remained basically unchanged, which is almost unbelievable for a Metal band. Moreover, you added other two musicians/vocals in a complete formula and one of them is an old faithful collaborator... and I make reference to Osten, of course. Tell me, how did it happen? Do the other members accept with no sign of reluctance whatever you and Einar decide? Don't they have a strong individuality or character either to oppose resistance or to stand their point of view... or the explanation might be that you are rather too democratic so that they would feel ok and really comfortable in any circumstance you create?

       "All decisions in TRISTANIA are being made by the seven members in common. When it comes to Østen, the whole band wanted to have him as a regular member. He has done clean vocals on all our albums as a guest singer, and over the years he has become more and more important for the band. With 'World of Glass' he also was the main lyricist, so it was a natural thing that he became a member of the band. He joined the band together with Kjetil before the World of Glass Tour in Europe in 2001."

       Well, Osten is the eldest of you all and in the same time the newest in the band, officially speaking. THE MORENDOES is a band who acts for many years now and yet had neither the success nor the chance you or THEATRE OF TRAGEDY had so far. Do you have any idea why? Osten's clean voice simply gives a certain charm to TRISTANIA's sound. And I must say that now even the lyrics sound more serious and profound, practically somehow out of the usual Gothic patterns... they seem to be more modern...

       "It's not always easy to explain things like that. There are a lot of good bands that deserves to be signed, but who never get through the demo-stage. There can be various reasons for that, but one explanation can be that some labels don't always go after the artistic qualities. Sometimes you get the impression that companies are more interested in trends and what music sells at a given time. Morendoes was a very good band and it would have deserved bigger success. Unfortunately, the band has ceased to exist, but the former members are still working with new bands and projects. I totally agree with what you say about Østen's lyrics on 'World of Glass'. He writes more mature and personal lyrics than Morten did. I think the lyrics on 'World of Glass' have got more substance than on our previous albums. Our lyrical intention with that album was to avoid the typical Gothic patterns, as you mentioned."


       Kjetil comes from a band with a different orientation, BLINDFOLDED. He participated not at the recordings of the last album but it seemed he had proved to be a good vocalist when TRISTANIA performed live. I actually had the proof myself for such when I was in Budapest at one of your concerts. Still, isn't he rather too aggressive? Was your intention solely to replace Morten's voice or did you have anything else in your mind? On your last album, Ronny's voice (TRAIL OF TEARS) was excellent... during live performance, Kjetil, who is even smaller in height seem to "eat" the microphone... pretty nervous and really really... evil... he, he, he

       "Kjetil became a member of the band because he has the kind of voice we wanted. As you say he is pretty small, but he as an extremely powerful voice. We didn't only want a replacement for Morten's vocals, but we wanted a singer with character and identity in his voice, and we got that with Kjetil. He did a very good job on the World of Glass Tour, and his voice works very well on the new material as well. The upcoming album will be his first recordings with TRISTANIA, and I feel that his vocals are perfect for our sound."

       TRISTANIA counts on vocals in a great measure so that, besides Kjetil and Osten, Jan Kenneth Barkved (ex-THE MORENDOES, ELUSIVE) has taken a big role as well proving to be a reliable and stable collaborator. I noticed he collaborated as well with SIRENIA. What do you actually think about him and what chances are for him to join your band any longer?

       "Jan Kenneth has a really powerful voice, and he is very talented. Personally I think his best appearance with TRISTANIA was on the song 'Heretique' from the 'Beyond the Veil' album. That track is the only TRISTANIA song where he has done the lead vocals. On 'World of Glass' he only did single parts. On the upcoming release I think Østen will be the only one who will be doing the clean male vocals. Østen has a very diverse voice, and I think that he hasn't yet got the chance to show his whole spectre with TRISTANIA yet. I guess people will discover new sides of Østen's voice on the new one."

       Kenneth Olsson was a bass player in UZI SUICIDE, besides Morten and Einar back in 1996. He joined the new band right away and since then he performs the drums. What can you tell me about him? What kind of person is he? Even more, he started to play with Morten long time before that, back in 1992, which means they were good friends. How come he didn't leave TRISTANIA as well?

       "Morten left the band because the remaining members felt that this was the only right thing to happen. After the departure the rest of us were eager to go on and we focused on the composing for 'World of Glass'. Today the band works better than ever - both musically and socially. Kenneth was not the bass player, but the drummer in Uzi as well. He's a great guy and a very talented drummer. On the new album he got involved in the creative process on an early stage. I think his biggest advantage as a drummer is his skills in reading the music, and to play the right things in the right places. My experience is that far from all drummers he can do this. There is a big difference between playing drums and banging them. He is also an extremely reliable drummer in a live situation."

       What about Rune, the bass player? He came in the band in the same time with you, right?

       "We joined the band at the same time, yes. It was in 1996. In May 1997 we entered the studio for the first time and recorded the demo, that later was released as a MCD."

       Einar has always performed the synth part and it seems he really is gifted for such. How do you get along with him and what do you find to have changed in your musical collaboration since Morten's departure? Practically the whole nucleus of command in TRISTANIA's music has been completely disarranged. I understand he has a piano home but he actually didn't try that hard to learn more than what his father taught him...

       "The whole composing process works better now than ever. It really wasn't a problem after the line-up changes, because Einar and I had already started to work more and more together on the song-writing. We have been working close together since the first album. We collaborated on 2 songs on the 'Beyond the Veil' album, and when we departed with Morten, the two of us had already most of the songs for 'World of Glass' ready. The biggest difference on the composing process now compared to earlier, is that the whole band is more involved. It's usually for Einar and me to work out the sketches for the songs, but on the new songs we have worked as a band on the material on an early stage in this process. I think this is the biggest strength with the new song material, and it has added more dynamics to our songs."

       Vibeke Stene's voice stands for a great impressing "weapon" and in the same time a fundamental feature of TRISTANIA's sound. She became an effective member when you became conscious about what impact her voice produced in the band's sound, which was back in 1997 when you released the demo. Where from did you find her? As far as I know she hadn't pretty much in common with Metal scene. In exchange, she comes from a family of musicians and she has serious musical background and musical studies... canto especially... So, she is a pro, probably the only one in the band with a serious musical background...

       "We got in touch with Vibeke through a common friend. In the beginning she was only supposed to help us out with the vocals on the demo we recorded in May 97, but we soon understood that her voice was perfect for our sound, so she joined the band. I think her biggest advantage as a vocalist is her diversity. It would be quite boring if all the female vocal parts would be this opera soprano thing. Especially on 'World of Glass'... Vibeke shows the big diversity in her voice, which makes the whole thing more interesting. Vibeke had no experience with Metal as a singer before she joined TRISTANIA, but she was into a lot of different music styles - Metal included. She is the only member of the band who has taken education in music, and she is talented. I have to add that, to me, music in itself is serious, and I have never accepted to draw a line between 'serious' and other music experience. I think that is somewhat constructed."

       Another essential element in your sound is Pete Johansen's violin and he got involved in Metal scene thanks to his friendship with Terje Refsnes (Sound Suite).... In such light, he worked together with you, TSOTB, MORGUL, SIRENIA... and even founded his own project, THE SCARR.... Where from such partnership with him, who had so little to share in such sonorities especially since he seems to follow rather an Irish sound or classical music...?

       "Pete is a very talented musician, he has got a lot of experience and he has got an extreme musicality. He first contributed on the 'Widow's Weeds' album and he has done violins on all our albums."

       I understood he really got mad recently about the entire Metal scene declaring he was indeed disgusted by some labels' politics such as Napalm, Massacre or Season Of Mist and he wouldn't collaborate with any other Metal band in the near future. This means that with you neither. In fact, what happened? Does it have any connection with the concert in Vienna ... beside Sirenia? I really wonder how TRISTANIA would sound without Pete's violin...

       "It's been a while since I talked with Pete. But last time I talked to him I got the impression that this was his point of view. He was fed up with the whole Metal industry, and I don't think that he is very eager to contribute on metal releases in the nearest future. This is not a problem for us, since we have had plans to record the next album without violins in any way. The violins were a less important element on 'World of Glass' compared to our first two releases, and we don't feel that the new song material will 'need' violins. This has something to do with the structure of the new songs in general. They are more direct, 'in the face', and we will use less elements than we have done on our albums so far. We are planning to use a cello on a couple of tracks on the new one, though."

       When you signed with Napalm, you were only 17! I do know you actually didn't follow any musical classes/courses... but I find absolutely amazing to reach the age of 25 and to be an essential member in a band... this is simply outstanding! Should we talk about luck-fortune or there is more than that? I wouldn't count hard working on this list as there are many who work hard and never come to achieve such... so... probably there is about inspiration... gift...

       "I think there are a number of reasons why we got success at a very young age. We have definitely worked hard since we started to work serious with TRISTANIA in 1996, but, as you say; hard work itself is not enough. For me personally it was kind of coincidence that I joined TRISTANIA in the first place. I went to college on Tau, outside of Stavanger . There I met the other guys in the band. When we got to know each other, we understood that we were into the same kind of music, and we shared visions on what we wanted to do musically ourselves."

       Or maybe a possible explanation is that you are from Norway, the country where, a few years ago, Black Metal made itself known for the large public throughout rebel and violent acts, which had nothing to do with music (crimes, suicides, setting churches on fire... etc... how do you see those acts? What do you think about such?) Do you still listen to BURZUM or EMPEROR? What do you think about actual Black Metal?

       "There used to be a lot of fuzz about all these things that didn't have anything to do with the music. I'm happy that today it seems that the focus is back where it should be; on the music. I have never liked any Burzum albums; I think it is boring music. But Emperor was a fantastic band. Probably the most sophisticated black metal band and they had their own sound that they developed through their different albums."

       Napalm represented a serious reasonable offer and those three albums plus the other two MCDs did benefit of a real and sustained promotion, which reflected in the sales as well. How many TRISTANIA copies have been sold out so far and which album recorded the biggest sales of all?

       "To be honest I don't know our sale-numbers in detail, but I know that 'Beyond The Veil' and 'World of Glass' have sold pretty much the same. Like any band, we want to sell as much albums as possible. But you can't think about this when you are creating music. I guess it's all about being true to oneself, and make the music that feels natural. We have never been concerned with genres and music styles; we leave that to the press."

       Can you live exclusively from TRISTANIA's music? Have you gained lots of money on behalf of music? A way or another, you cannot deny you actually are the "star" of melancholic Metal Gothic scene...

       "Unfortunately we are not able to live from the work with TRISTANIA. You don't get rich from doing what we are... All of us are either studying or working beside of the band. I would love to be able to live from TRISTANIA, but it's not possible at the moment."

       You sustained dozens concerts, gigs... in various corners of the world such as North America or South America . What memories do you have from those places? Any funny memories? Which was the most successful live performance you ever had?

       "I really love touring. It's a fantastic thing to have the opportunity to play for dedicated fans from all over the world. It's a very challenging thing to be on a stage and play your own music. It's a communication thing with the fans and that makes it so special. We work a lot with the live part, and we always try to become a better live band. I have a lot of good memories from tour, both on and off stage. We always have good fun when we are on tour and we have a lot of good memories from partying on the night-liner etc. I guess the most memorable memories we have from our concerts are from our shows in Latin America . The fans we have there are really dedicated, and it's a very intense feeling to play for a crazy crowd like that. We also have good memories from the big festivals - for instance Wacken in 99. We had not very much experience with playing live for bigger audiences back then, and I remember it was an insane feeling to play for over 10 000 people. Touring with Tiamat and Anathema in 1999 was also a special thing. I have been a big fan of both of these bands, and it was a great to tour with them."

       I think, if I am not mistaken, you had a flight of 15 hours to America in order to play for 25 minutes. Stupid ironic fact... right?

       "Yes, it's almost true. I think we played for 35 minutes, so it was pretty strange. It sounds like Spinal Tap.... hehe. We were supposed to play for about an hour I think, but we had to cut our set because the organizers were not able to keep the time schedule. Actually the whole festival was very strange..."

       It is pretty difficult to see the real face of TRISTANIA live... that is why I find it a real act of treason (it is a tough word but true) to perform play back in front of so many fans. Well, it is true... some times there are no other solutions at your hand... How do you see this thorny issue?

       "We always do all that we can play on stage ourselves, and we would never use samples on things that we can do ourselves. But when you do have so many elements that we use in some of our songs, it's impossible to avoid samples. We cannot afford to bring a big choir on tour, for instance. So if a song is based around the choirs we need samples to do it live. It is a good solution, but personally I think that some songs get less dynamics when you do it like this, and Kenneth has to play with click track. This is why I think that some of the new songs will work very well live. There will be fewer elements, and fewer choirs. I think we will play most of the new songs without click track for the drummer, and this way we can get a more dynamic sound."

       One of your inspiration-bands was TOT. What can you tell me about their musical line? Other bands to mark your musical evolution were MY DYING BRIDE or ANATHEMA. Do you still listen to those bands even in the actual terms of change?

       "Theatre of Tragedy is a good band. Personally I prefer their first albums, and I guess 'Aegis' is my favourite. I'm still huge fan of both Anathema and My Dying Bride. I have followed both of these bands since their debuts in the early 90's and it's still a big thing for me when they release new albums."

       Returning to TRISTANIA's music, I can say that all three albums are very different one from each other yet having in common the same unique sound...characteristic to TRISTANIA! From Gothic, Black or Doom Atmospheric Metal shapes and phases you came at the point of reaching Electronic or Industrial touches. In the same picture we can talk about the choral elements and Einar is a real maestro in this field. You have asked for the help of many other collaborators in these choirs, even Vibeke's relatives (it is true not on the last album...) Will we listen to such insertions on the future album?

       "I am proud of the band's evolution. As you say, we have released three quite different albums, but each of them still sounds like TRISTANIA. It has been a natural development the whole time, and this will continue in the future. The new songs are somewhat simpler than much of what we have done earlier, with fewer elements. As I've said there will be fewer choirs in the future. I really feel that we have used this so much, and now more and more bands use it...."

       A propos, what can you tell me about the new sound, the new album... new tracks...? What should we expect?

       "As mentioned above the new songs will be simpler, sounding more direct. We have worked a lot on the dynamics in the arrangements, and we want to focus on the essential elements on the different songs. Some of the new songs are really heavy, and some are softer. What they all have in common is that we are stripping the whole thing a little bit down. There will be less electronic elements than on 'World of Glass' and I think the next one will have a very organic sound."

       Have you signed with a label already? Should I understand that Napalm didn't extent the contract? Well, nevertheless, Napalm is the engine which made you famous all over the world... and you had the main attention there... top-priority, the biggest budget... any surprise-collaborators?

       "We have not signed with any label yet. There are different labels that are interested in us, and we will make the final decision on which record company we want to work with in the future very soon. Napalm is one of the interested labels. There will always be things that the band is not happy about with a label I think, but all in all we are happy with the job Napalm Records has done for us. They have done a good promo job, as you mentioned."

       TRISTANIA name makes reference to sadness..., melancholy and deep sorrow. TRISTANIA's music seems to be just in the same frequency. But I must say that the last album encloses as well a romantic dimension pointed out in a delightful contrasting manner and shape. Tell me, what would make the new album to be different from the previous one? What would make it different from the other albums?

       "'World of Glass' is probably our most diverse release until now, and I think the next one also will be a very diverse one. I think that there will be a stronger link between the different songs on the new one, though."

       Will we enjoy many other cover versions? The Seigmen one, from the last album was a superb cover version... Did you really like this band? What about the new orientation of the band who was re-founded under the name of ZEROMANCER? Aren't they rather too commercial?

       " We have thought about at least recording one or two cover versions in the forthcoming studio sessions. I guess we will await the result before we consider putting them on the album. We have quite a few different songs in mind that we are thinking of. It's also possible that we will include one or two covers in our live set on the future tours. One of the cover songs that we have done lately on rehearsals is 'Exit Music' by Radiohead as a duet with Østen and Vibeke. It's always fun to cover other artist's songs and to add your personal touch to it. Maybe we will include that one in a concert some time. I think Seigmen is amongst the best Norwegian bands during the nineties. During the years they existed they created and developed their own sound that was unique. My favourite Seigmen albums are 'Total' and 'Radiowaves'. Both of them are fantastic. I am huge fan of the first Zeromancer album, 'Clone Your Lover'. The two next ones don't appeal that much to me personally, but they are a very good band."

       Could we see any relation between the name of the band and Tristan & Isolda? Or perhaps with Wagner's opus?

       "No."

       Who are the band's members in everyday life? How do they earn their existence? How does it go a regular day of their life? Do they have children, families... responsibilities of such?

       "Einar, Østen, Kenneth & Rune all have jobs beside of the band. Vibeke and Kjetil are studying. I am normally studying myself, but right now I am doing my civil service (as an alternative to military service). I'm doing the civil service working at a rock venue, though, so it quite nice. None of us has children."

       I understood you really loved the last SOLEFALD... what other albums made a strong impression on you? What do you think of SIRENIA? What about TRAIL OF TEARS?

       "Radiohead's 'Hail To The Thief' and Solefald 'In Harmonia Universali' were the two albums that were most important for me in 2003. Both of them represent original and innovative music in different ways. Other highlights for me during 2003 were Madder Mortem's 'Deadlands', Massive Attack's '100th Window' and 'Reality' by David Bowie. Now I'm really looking forward to the new My Dying Bride. I have always been a huge fan of that band. To be honest, I have only listened to Sirenia's album a couple of times. Morten is without doubt a talented composer and musician, but the songs on the album sound too much the same in my opinion. Trial of Tears is also a very talented band. The reason why we asked Ronny Thorsen to do the extreme vocals on 'World of Glass' was because we really liked his voice and we are looking forward to their future release."

       Otherwise, David Bowie is one of your essential vocal approaches and your favourite one, besides Fields Of The Nephilim, The Cure or Depeche Mode. Aren't you tempted to found a project to follow a similar direction?

       "The best thing about TRISTANIA for me is our diversity. We are influenced by all kinds of different music. Though we are a metal band, we are influenced by many things that are far from metal. For example, David Bowie is a big influence for me when it comes to composing."

       In TRISTANIA's sound there are to be distinguished some elements of classical music. Is any of you a fan of such category? I heard you used to listen to Wagner's compositions....

       "Like I've said, I like all kinds of music. I also enjoy classical music to a certain degree, though I'm not listening to it very often. I like some of Wagner's work for example, yes. It's probably Einar and Vibeke that have been listening most to classical music of the TRISTANIA members."

       The Metal scene is full of bands who try to copy your style and your sound, which is labelled as a Gothic sound. Maybe it is not the most appropriate labelling but I don't have in mind other term either. Still, what would be your advice for these bands? To quit music? Or to follow up an even more commercial manner?

       "What happened in the end of the 90's was that labels opened their eyes for these kinds of bands. They saw that there was money to make upon these bands, and the result became a gothic boom. This led to that a lot of bands like this got signed, including a lot of bad ones, in my opinion. The essential thing in every genre is identity and originality, and too many bands are just copies of others. I don't want to give advice to other bands, though."

       Any news about TSOTB? They started so good and promising...

       "It's been a while since I spoke to any of them. Although we come from the same area of Norway, we live in different cities. But the last time I met them, they were planning a new album."

       Which are your sources of inspiration? The fact you live in the North part of Europe has any meaning or significance or effect towards your music? What about the Viking issue? History, mythology, geography... they all have an impact in TRISTANIA's music?

       "I think it's difficult to put words on the sources of inspiration, because I believe that a big part of these processes works on a sub-conscious level. When it comes to me and Einar as composers we can get inspiration from all kinds of things. Good music can be an inspiration. People you meet, a movie or a book.... you name it. I think Østen as a lyricist feels it the same way. When it comes to nature, geography etc. it's difficult to tell if (or how much) this has impact on or work. It might have on a sub-conscious level."


       Which is your opinion next to terrorist acts of Saddam, Osama Bin Laden or next to what happens in Palestine? If I am not mistaken you formulated some points of view in "Wormwood", which were initially supposed to act under a different title, "The Sins of George"... Are you interested in politics?

       "He, he... The song was never supposed to be called 'The Sins of George". It was Østen's humoristic working title on the lyrics. There are elements on both 'Wormwood' and other songs on 'World Of Glass' that relate to the situation in the world today. The title for the album is in itself a metaphor on what's going on. TRISTANIA will never be a political band, though. Personally I'm interested in politics, and I'm really worried about what is going on."

       What about religion? A formal answer "we have no religion" type... might be an answer and would clear some issues out but it wouldn't be enough for your fans... therefore... would you be kind to comment a little the idea of religion and its implications...?

       "I define myself as an atheist, and the essence of that is that I do not see any reason why there should be a god or other forces that control this world. So I guess I have to disappoint you on this one. I have no religion. I believe in humans, not other forces. I think it is pretty frightening to see today what is happening. Religion is the reason behind all the big conflicts that are going on around the planet. I hate fundamentalism of any kind, and I think Bush' approach to deal with terrorism very wrong, and it only escalates terrorism."

       Thanks for the interview, Anders, and good luck!


    February, 2004


    The Gathering - Home

    Source: Kogaionon

    Rating: 0.88/1


    THE GATHERING (HOL) - "Home" CD'06
    (13 tracks, 60. 25 min)
    (THE END)


    Another band with a mighty return, as the new album, even if it's more experimental, has appeal and shows some extremely elegant sonorities! Even if Anneke's voice is unique and purely fantastic on this new material, the album doesn't seem to hold any link to Metal and this makes me keep the details to myself. Probably the "Mandylion" era has burned up for good, not to mention their splendid "...always" debut. I only care to say that the Alternative Trip Experimental Rock, touching Ethereal/Goth and Psyhedelic shades, with plenty of Dark marks, performed by the Dutch is a very inspired and original one; still, the feminine voice lasts as the key element. Starting with The Cranberries and voyaging to Kate Bush, in an extremely commercial form, THE GATHERING presents us through "Home", a relaxing music, better and more mystical than the one on the previous albums... unfortunately, there is no Metal scent!


    Tiamat - The Church Of Tiamat DVD

    Source: Kogaionon

    Rating: 0.89/1


    TIAMAT - "The Church Of Tiamat" DVD'06 (METAL MIND)


    I truly enjoyed this DVD! I felt exactly as if I would have been live at John Edlung's concert, held on January 2005 in Poland! The sound is ok, the imagery is perfect, the crowd is tremendous, everything seems faultless! It's a collection piece, especially for the fact that all the classical videos are included, among which "Gaia" is by far from another planet!


    Leave's Eyes - Lovelorn

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.85/1

    LEAVES'EYES (GER)- "Lovelorn" CD'04
    (10 tracks, 41. 53 min)
    (NAPALM)


    Liv Kristine Espenaes Krull, known for her activity besides THEATRE OF TRAGEDY, comes back in forth with a new musical project, very digestible and commercial, full of a certain beauty and optimism. Many things have happened lately in her personal life such as marrying Alex (ATROCITY), giving birth to a boy and moving out in Germany for good. Such events have inspired Liv and she succeeded to release a Rock album, with roots in Kate Bush but still having some shades of what THEATRE OF TRAGEDY used to be (especially voice's inflexions!). Conceptually, the outcome is basically structured on three elements: nature, Romanticism and love. Having ATROCITY's members, including Alex' brutal vocals from time to time, LEAVES'EYES insists on the fragile melancholic dimension outlined by a superb female voice while the background mixture of Rock, Metal and Gothic simply discharge dynamism, rhythm and huge energy. The CD presents a multimedia presentation and a video clip, which proves their desire to be professional and up to date. If you're willing to admit each of you might have sometimes a positive sentimental romantic part, then you can try this album! Otherwise, the material has no magic! Maybe this mixture of Gothic Metal with Rock has met, during these last years, all kinds of shapes and dimensions so that without an excellent voice or a steady strong personality not correlated with the rest of the instruments...it might get hard to be noticed. Well, in this very case, Liv benefits of consistent marketing/promotional support!

    www.leaveseyes.com | http://www.livkristine.de/

    Elis - God's Silence, Devil's Temptation

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.80/1

    ELIS (LI) -"God's Silence, Devil's Temptation" CD'03
    (11 tracks, 47. 43 min)
    (NAPALM)


    Sabine Dunser is known especially from her presence in ERBEN DER SCHOPFUNG, beside the famous Oliver Falk (WELTENBRAND). This time she has her own band but following the same line and, naturally, the female voice is the main feature of ELIS sound. Based on a commercial and digestible Gothic Metal, ELIS insists on electronic elements but using an entertaining and pretty Heavy Metal background. It is a nice album almost danceable and with many Pop trends and from time to time it almost reminds us it has some roots in extreme Metal, especially because of aggressive male vocals (luckily seldom featured in the tracks) that tend to "provoke anger" to those listeners who enjoy melodiousness. I think there is about much of tom-tom, bombastic sound, an exceptional presentation, a satisfactory result but definitely not a great one! Since it is both in English and German, ELIS might reach two different kinds of listeners but it might as well to touch none!

    www.elis.li


    Charon - The Dying Daylights

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.79/1

    CHARON (FIN) -"The Dying Daylights'03
    (11 tracks, 44. 32 min)
    (SPINEFARM)


    The fourth album of the Finns simply goes on with a Melodic Heavy Metal line but this time enclosing as well plenty of Gothic shadows, which is a very inspired experiment. We can hear clear clean vocals, pretty peaceful ones and everything sounds natural without any artificial obtrusions or fashionable fakes. It seems like CHARON preferred to follow their own musical line and for such courage they do deserve our respect. Recordings and mixing are really super and I think this proves they are professional and committed to what they do; therefore we can enjoy a brilliant sound. On the other side, I think there is also pretty obvious that they do belong to that specific melodic line pretty characteristic to Finnish scene.

    http://www.charon.cjb.net/

    Sirenia - An Elixir For Existence

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.90/1

    SIRENIA (NOR)-"An Elixir For Existence" CD'04
    (9 tracks, 53. 51 min)
    (NAPALM)


    I have waited for this album (belonging to Morten Veland's band -ex-TRISTANIA-) with great impatience and interest and I must say I really am pretty confused! Why so? Because I waited for much more of imagination and for some new elements! Unfortunately, the new tracks are pretty close to be identical with the ones featured on the debut and solely the vocal interchange plus contrasting concepts (melody versus aggressiveness, romantic/explosive) might be considered fundamental points for this sound! Even worse... for this time we miss Peter's magnificent violin and those passages with clear clean vocals... and those vocals used to get in resonance with the rest of instruments and actually managed to create a kind of stylistic equilibrium! There are some remains of violin from time to time but rather too faded and in lack of any charm! The album is based on a common effort of four musicians who are entertained by the usual choir mastered by synth. It would be a huge mistake to say it is not a good album! On the contrary, I listen to it with great pleasure and I really like it. Nevertheless, as far as I thought I knew Morten, I expected him to come with a real artistic "bomb"...both as music and concept "in se"... assuming he released the debut in a big haste...! Henrietta Bordvik's voice is rather too fragile and while listening to it... you might have the impression there is innocence itself down on earth! But here comes Morten in a very dynamic and aggressive manner with a voice in lack of any inflections but trying to impose a dark angry note to the sound. It is interesting to notice that the conceptual structure is still based on Gothic and many passages remind me of FIELDS OF THE NEPHILIM, but more likely as a Metallic cover version. I'd say that choirs remained a key element in SIRENIA's sound and I realize that Morten follows the same line he originated with TRISTANIA. "Star-Crossed" seems to be a great track and here... the male choirs simply mesmerize and give a thrilling note to an Atmospheric sound in Norwegian version! Otherwise... we have Metallic guitars, rhythmic battery, melodic explosive tunes and a bombastic keyboard! This is just another sample of first class Norwegian Black Gothic Metal, which keeps catching up with today's fashion!

    www.sirenia.no


    My Dying Bride - Songs Of Darkness, Words Of Light

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.93/1

    MY DYING BRIDE ( UK )-"Songs Of Darkness, Words Of Light" CD'04
    (8 tracks, 61. 06 min)
    (PEACEVILLE)


    What could be left for one to say when holding a new album of these British! It is their eighth chapter! Conservatism seems to be a fundamental feature for this small continent and this is perfectly reflected in music as well. Aaron brings up now a first rate Dark Doom Death Metal album, pretty darkened and full of mystery! Although the sound is rather old, in the manner of the first album, MDB succeeds to amaze today with the most depressive album in their history! Perhaps my statement might sound a little hazarded but I only ask you to take in account one single aspect: when everybody is chasing for Atmospheric or Gothic frames, full of melody and modern rhythmic and commercial elements, MDB reveals a genuine Dark bomb defying any trend or influence of The New Wave by insisting on simple elements guided by guitars and battery and led by an extraordinary voice -able to feature all kinds of inflections! I do admit, from time to time, a distant keyboard can be heard but it rather sounds like a pipe organ than a bombastic instrument and it harmoniously meets a sound already frozen... already full of feelings of solitude and isolation and retreat! Here there are all kinds of passages, from the most sinister and introverted ones to melodic and accessible frames developing a warm friendly communication lane! In other words, this is an album to strike all faithful MDB fans and perhaps it shall make an impression on the new ones as well! I must confess, this very release both shocked and fascinated me despite the fact I actually heard nothing new... Perhaps it is about memories... about a return in time, I wouldn't know for sure but listening to this sound again "threw" me into an exclusive mood! Well, the artistic aspect was accomplished by the one who used to shock us 10 years ago, Andy Green... It is an exceptional imagery! So, this is a new "Like Gods Of The Sun" album but in a version up to the III-rd Millennium! A must is "The Blue Lotus" track!!

    www.mydyingbride.org


    The Gathering - Souvenirs

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.81/1

    THE GATHERING (HOL)-"Souvenirs" CD'03
    (8 tracks, 49. 51 min)
    (THE END)


    Is there anyone not to know about this band? During the time, the Dutch musicians had changed the sound, direction and look over and over again so that I find at least difficult to say if they ever played Metal tunes. What they come to point out now it is called Alternative Rock/Triprock, a strange mixture of both organic and electronic sounds with serious hues of psychedelic echoes, perhaps a Trip-Hop with Space-Rock influences. Anneke's voice is as strong and passionate as ever and I must confess that the experience of collaboration with Trickster G (ULVER) in the last track is at least inedited. People say this must be the best album of the five musicians. Well, for a pub music and atmosphere, the new tracks seem just perfect, no objection about that! The shy shadows of Dark seem to hardly face the new tendency and, once again, THE GATHERING makes the proof the band has quitted that peculiar underground spirit, the one which made them famous. There might be a subjective nostalgia that keeps me immune to new alternative sonorities but I wouldn't know for sure! What I know is that the music didn't disturb anyone around me while playing but again... it didn't strike either!


    Theatres des Vampires - Suicide Vampire

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.90/1

    THEATRES DES VAMPIRES (ITA)- "Suicide Vampire" CD'02
    (42. 06 min, 10 tracks)
    (BLACKEND)


    Sick diabolic minds...! The new material, more symphonic, Gothic Atmospheric and orchestral than the up mentioned one with two female voices strongly supported by clear imposing male vocals as well as by the presence of amazing choirs and outstanding non-Metal instruments!
    Black Gothic Horror Epic Symphonic Metal fusion is actually impressing and sounds avant-garde awards the sound with a proper unique dimension. Well, I'd give anything to see and listen to them live! One small detail: between the two albums they released "Iubilaeum Anno Dracula 2001", a diabolic material but I tend to see it more like a show than like a conceptual one.

    http://www.theatres-des-vampires.com/

    Nightwish - Century Child

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.81/1

    NIGHTWISH (FIN)-"Century Child" CD'02
    (50. 25 min, 10 tracks)
    (SPINEFARM)


    Well, well...quite some blaze...some praises, superlatives only to describe this last album of the Finns! Even the most enraged Blackers seem to be attracted to NIGHTWISH! Subsequent to my unenthusiastic review for "Wishmaster" album, I really thought the new sequences would kick me even harder! Fortunately, it didn't happen so! If you ask what it is about this music... I can tell you: nothing new, just inciting rhythms for shaking hairs, a super monotonous battery and guitars embracing a tiresome Heavy Power Progressive easily to imitate for anyone. Tarja's voice features no new sounds and neither spectacular modulation, the bombastic keyboard seems to be in lack of inspiration while the male voice performed by the bass player desperately tries to change something in the faded NIGHTWISH look but with no luck. But if we gaze into a different perspective, well, no doubt, it is about a well-executed album, a quality recording, live choirs and the participation of a professional percussion orchestra... and we can go back to "Wishmaster". Well, we are talking about NIGHTWISH and all five musicians are indeed professional! "Oceanborn" was the band's start and there from NIGHTWISH only ran for success while the inspiration/innovation chapter seems to have closed. Sami Vanska (SINERGY, TAROT) participated on "Oceanborn" as well and I guess the bass was much more present and clearer, which is a valid feature for the entire musical message, not like on this very album having so many en vogue atmospheric details that, after all, turn out to be boring. When I hear that German tops are "intoxicated" with NIGHTWISH...I realize I shall never have place for praising what can make money ignoring the creative side-which is, up to my opinion, the most important element as far as music is concerned. Well, it is a pity! Perhaps most of you disapprove my sayings...this is it! I only intended to suggest opening your eyes before buying this sample of Operatic Gothic Metal Rock. Surely, those who adore the sound of previous albums probably shall taste as well, this dose of NIGHTWISH.

    www.nightwish.com


    Aenima - Never Fragile

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.80/1

    AENIMA(POR)-"Never Fragile" MCD'02
    (29. 18 min, 6 tracks)
    (EQUILIBRIUM)


    This might be a surprise for Gothic Rock fans! Although the band has nothing uncommon to present, the sound is interesting and digestible... pleasing and professional! Taking as guiding marks bands like THE GATHERING or THE 3RD AND THE MORTAL, AENIMA's music insists on Carmen's voice while the instruments offer to the listener an incredibly comfortable atmosphere. Well, if usually Gothic Rock elements are pretty widespread to almost every band of today, the Ethereal side seems to be much developed in Portuguese's sound, which leads to a more or less distinct reverberation yet still pretty disturbing and confusing for me. I'd say that the Rock shade splices at the limit with the Ethereal one... in other words, the extroverted message seems to join successfully the exploring significance but I tell you... here from harmony is just a far away aim...Any way, this mini-album deserves all the attention and perhaps the final stand is to be settled when a full album is released.

    http://www.aetherial.org/http://www.equilibriummusic.com/

    My Dying Bride - Voice Of The Wretched

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.90/1

    MY DYING BRIDE(UK)-"Voice Of The Wretched" CD'02
    (74. 53 min, 10 tracks)
    (PEACEVILLE)


    What about this? The eternal distasteful manner labels use to make some more bucks upon fans' credibility! After I said such to myself, rather disinterested than curious, I played the CD. Surprise! I found a high quality sound, modicum applauses and an incredible atmosphere! MY DYING BRIDE leads us through some of the most impressing moments of their history, from "Symphonaire Infernus..." or "Turn Loose The Swans" to "A Cruel Taste of Winter". Of course, there are as well jewelleries such as "The Cry Of Mankind" or "The Snow In My Hand", an ultra atmospheric realm with a strong impact to the public. What can I say? As a declared fan of this band, I cannot help myself in appreciating this "Best Of" in a live version! I would truthfully be enchanted to see/hear them live but since technically speaking this is impossible, I can only close my eyes and pump up the volume of this very CD. This is an irreproachable recording while the execution is slightly similar with the one featured on their albums (if it wasn't for the keyboard, which is more intense)... a real surprise for me, although I haven't listened to anything new...as the gig was in spring 2001, in a club in Holland.


    Sirenia - At Sixes And Sevens

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.92/1

    SIRENIA (NOR)-"At Sixes And Sevens" CD'02
    (54. 00 min, 9 tracks)
    (NAPALM)


    I sometimes find myself in quite an ambiguous situation, dilemma, if you like better this term, regarding my musical preferences when listening is the issue... Black Metal? Gothic? Doom? Or maybe Ambient? If it was to reduce the area to Gothic Black Metal I could choose anytime for TRISTANIA, THE SINS OF THY BELOVED, the old-THEATRE OF TRAGEDY...yet the last TRISTANIA's material left the Black dimension and reached a romantic level...towards Rock....while TSOTB is just a pale copy of the up-mentioned band...TOT became cheap even if its old sound is good...it still comes to a certain saturation...
    Well, well, under such view, SIRENIA is coming in forth with a Black Gothic in TRISTANIA's first album-"Widow's Weed" manner. And I find it natural as long as this band's leader is no one else but Morten Veland, TRISTANIA's ex-mentor; and to be more correct he is the one who conceived its first albums-so well seen on Metal scene. After the well known break-up Morten had with Vibeke Stene& Co, he decided not to leave the melodic Metal scene bringing up a debut full of Gothic-Atmospheric which is based, of course, on the super-usual contrast (melodic-aggressive), a powerful antagonistic male voice in Black/Death manner, as well as a strong baritone clear one (Jan Kenneth/ELUSIVE), a fragile but predominant female voice (although a little too timid in comparison with what is to be heard in TRISTANIA), abundant synth, diverse choirs, intelligent effects, extremely fast and entertaining guitars while Pete Johansen's violin (THE SCARR) successfully intervenes in the entire 9 tracks! Everything sounds sharp and is excellently envisioned and performed...a well smartened up album which certainly shall strike the extreme melodious side of Metal! As far as the news is regarded, SIRENIA has a "great" minus since the sound is pretty common to Gothic bands from Stavanger, not preserving even a shade of innovation or originality. It is, if you prefer, a kind of continuation of less praised "Beyond The Veil", but with some inspiration of "World Of Glass". All in all: a particular album, pleasant to the ear in headphones as well as on the stage..., pretty voluble and full of dynamism and skilfulness!


    Eternal Tears of Sorrow - A virgin And A Whore

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.73/1

    ETERNAL TEARS OF SORROW (FIN)-"A virgin And A Whore" CD'01
    (43. 09 min, 9 tracks)
    (SPINEFARM)


    Appetizing name for an album... while Niklas Sundin's booklet design reminds of me of "La Masquerade Infernal"-one of the best albums ever existed! The five Finn's music carries on the line of the antecedent album, "Chaotic Beauty", which means melodiousness, intense keyboard, Black voices and progressive passages. I am not quite mad about such sound since the commercial line is more than straight visible and the rhythm just kills the Dark message of the album. Otherwise, I guess it is an excellent Melodic Black Gothic Metal album yet performed with less inspiration than what we could have listened two years ago.

    http://www.eternaltears.info/

    My Dying Bride - The Dreadful Hours

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.93/1

    MY DYING BRIDE (UK)-"The Dreadful Hours" CD'01
    (70. 49 min, 8 tracks)
    (PEACEVILLE)


    A good band and an album at the same level incite me to have more detailed and critical comments. To my disappointment I daily read and find reviews that refuse to reflect the reality for the readers, just the case of this very album. When saying MY DYING BRIDE something must vibrate inside one's soul and this should be a real fact since this band is a vivid legend featuring on Dark Metal scene! All technical details came out directly from Aaron, some time ago, inside issue no. 7 of "Kogaionon"; therefore I see no sense for other comments regarding this chapter. It is just that the sound that reminds me of BAL SAGOTH again, which is once again natural because we speak about the same person namely John Maudlin. Of course, in studio, Yasmin Ahmed was present this time too and I should write down that her keyboard's tunes, especially on the track "A Cruel Taste Of Winter", have nothing in common with the band she usually plays in-EBONYLAKE! In direct comparison with the English' first albums, the new compositions are not capable to bring new aspects, on contrary, are even paler as far as inspiration is implied...yet with one single remark: much better performed.
    On the other hand, if we take in account that MDB focused, almost four years ago, on an embarrassing experimental Gothic sound (Pop!!!), well, then, "The Dreadful Hours" must definitely regarded as a masterpiece. The straight reality is that the seven tracks follow the same line "The Light at the End of the World" started but much more elaborated and arranged whereas Aaron's voice gives birth to an unimaginable Epic Dark Metal atmosphere! "Le Figlie Della Tempesta" is no doubts, a track to be distinguished from the very first tunes so that guitars, drums, keyboard, Aaron voice's inflexions... just everything sounds magnificent! At the end of the material, a re-edition of "The Return of the Beautiful" simply makes the proof of these instrumentalists' skillfulness and maturity! I can even affirm that Calvin once used to do with his guitar is harmoniously and professionally replaced by Hamish. Yet, if coming to old good times, I need to confess I still miss Martin's violin!!! Above all, we should be aware of so many changes in line up that happened during these 12 years of its existence... and the most important thing is that the band continues to play and, moreover, the new album's sound has the gift to shadow everything that was released last year in Gothic Death Metal field! And this is not all, the CD owns an exceptional digi-pack! Do I sense a shadow of doubt? Well, if so, it certainly means that you understood nothing and it would be better for you to retire now!!!

    www.mydyingbride.org

    Elysium - Dreamscapes

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.78/1

    ELYSIUM (AUS)-"Dreamscapes" CD'01
    (53. 22 min, 7 tracks)
    (DE PROFUNDIS)


    Rumors came to me regarding Judy Chiara's presence on this album and that was why I longed for listening to this debut! This album is not bad at all, although the old MY DYING BRIDE style does not interest anymore. The seven Epic Doom Death Metal tracks reveal an atmospheric slow sound with contrasting voices, abundant keyboard and Doom guitars. Here and there, Judy's voice makes its appearance but unfortunately dominated by Jamie Marsh's one, which is in Aaron type and so characteristic to Depressive Death Doom Metal. The tracks are pretty long and because of that the audition becomes even more enjoyable, yet I must say ELYSIUM brings nothing new. Both concept and interpretation of these sequences are great though the only ones who might get interested in this album are those who still listen to earlier ANATHEMA, MY DYING BRIDE or UNHOLY.


    Tristania - World Of Glass

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.95/1

    TRISTANIA (NOR)-"World Of Glass" CD'01
    (55. 43 min, 9 tracks)
    (NAPALM)


    What can I say about a band that crossed over the average line that delimitates other analogous bands? The new album is really fantastic! In deed, it is much too commercial, I would say with too many Rock flashes but would it matter?! Of course not, since everything sounds great being well balanced dominating and strongly attractive. In other words, TRISTANIA goes for the same complementary line, the female voice (Vibeke Stene) often communicates with the antagonistic one (Ronny Thorsen/TRAIL OF TEARS), as well as with the clear male ones (Osten Bergoy si Jan Barkved), guitars perform divergent riffs, from Rock and Gothic to Black and Death Metal. Einar's synth reminds of Industrial hues, the choral arrangements feature classical elements, and Pete Johansen's violin (THE SCARR) transmits the listener a nostalgic mood while Kenneth Olson's battery is simple but potent... all in all it is a TRISTANIAN sound! It seems like the missing of the vocal Morten Veland did practically not affect this album. If "Beyond The Veil" was too soft or Black Metal, well, "World Of Glass" is absolutely different since the romantic aura can provide the listener such certain mood of peace and comfort which is rarely met in Gothic Metal! If " Widow's Weeds" can be judged as the best Gothic Black Metal album of the last five years, the new one exceeds by far the Gothic borders, as diversity and sum of all influences make almost impossible any characterization of such new style! Perhaps it is about Romantic Metal?! If I had to add one more single detail...it would be that when playing live, TRISTANIA are real maestros and thus only envy and limitation of some might underline negative aspects of this album!

    www.tristania.com

    Beto Vasquez - Infinity

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.75/1

    BETO VASQUEZ (ARG)-"Infinity" CD'02
    (50. 12 min, 11 tracks)
    (DRAKKAR)


    If being more precise, I must say that Beto Vasquez comes from Nepal and their popularity is granted by Nems Enterprises' promotion. The album's lay-out is in deed exquisite and so are the guest-artists so that it makes a strong impression from a first glance: Candice Night (BLACKMORE'S NIGHT), Tarja Turunen (NIGHTWISH), Sabine Edelsbacher (EDENBRIDGE), three incredible voices whose live appreciation enjoys quite a great success. Yet I must say this is only the beginning of a surprise since on the other side we meet instrumentalists of great value as well and here they are: Jorg Michael (STRATOVARIUS) and Fabio Liane (RHAPSODY). I assume you have already made an idea regarding the band's direction as oscillating between Power, Heavy and Progressive Metal, with a powerful atmospheric note as well as with South American traditional tendencies so that Beto Vasquez manages to put together a vivid proof of skillfulness and inspiration. It is a digestible album with a commercial harmonious and rhythmical sound, an intense keyboard and Metal riffs perhaps in the view of a Mike Oldfield Heavy version. Although it is not my favorite style, the recording clarity and craftsmanship of these trained musicians determine me to bow my respects towards them! In deed it is a true pleasure to listen to such edible sound yet only if not for a long time. The positive specter rather characterized by extremely vivid colors is not quite on my taste although the saxophone's sound during "Through Times Part III" truthfully makes my heart weep! I might not be exactly the right person to appreciate properly the actual value of this album but I know for sure it is hard to found a musical project when are involved artists from Nepal, Austria, England, Finland or Italy.

    http://www.bvinfinity.com.ar/

    Nightwish - Over the Hills and Far Away

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.68/1

    NIGHTWISH (FIN)-"Over The Hills and Far Away" CD'01
    (51. 14 min, 10 tracks)
    (SPINEFARM)


    I actually cannot find too many things to say about this band as long as their new CD presents solely three fresh tracks of which the first (a Gary Moore cover version) is in fact a traditional one in Finland and in deed there is also a flourishing (and quite juicy-in live performance) ballad entitled "Away". Otherwise, just live tracks and nothing else. This is another product released exclusively for money! When it is about DVD, I assume it worth spending money, well, in this CD case, I am not so sure! Perhaps Tarja's voice might change dramatically my opinion...


    Chalice - An Illusion to the Temporary Real

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.82/1

    CHALICE (AUS)-"An Illusion to the Temporary Real" CD'01
    (45. 10 min, 7 tracks)
    (MODERN INVASION)


    I was reading, one of these days, on the band's site Guestbook, that there were some opinions criticizing Shiralee's feminine voice coming from someone who took canto lessons. It seems like polemic is in ascendance over there so, if you desire having fun on such issue try www.thechaliceroadie.cjb.net and soon www.chalice.mu. Now, back to music, CHALICE comes in forth with their second album by all means not original yet tremendously attractive. I haven't listened to the first album so I am not in the position of comparing, which leaves me no choice, but to focus on this very album's characteristics: a mixture of Gothic Metal with Doom, very tranquil Atmospheric, a voice palely reminding me of THE 3RD AND THE MORTAL (Shiralee), a peaceful flute apt to create a certain mood of meditation, guitars' Rock, Gothic and Metal tunes, melancholic passages and romantic rhythms. The sound misses a confident strength, as the only limelight might be the flute closely followed by the female voice. If regarding it as a unitary whole, the album has nothing new to show, nothing in particular since everything is a replica of European Gothic Metal sound in the manner of Stavanger/Norway's bands yet much more serene featuring also a few psychedelic tints. I found pretty curious that the seven tracks managed somehow to arouse my interest and even determined me to listen to the album for several times consecutively. It is noticeable the fact we can also enjoy pleasant Gothic Metal from the kangaroos' continent!


    Sonata Arctica - Silence

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.67/1

    SONATA ARCTICA (FIN)-"Silence" CD'01
    (61. 54 min, 13 tracks)
    (SPINEFARM)


    I pleasantly remember "Eliptica" powerfully stroke STRATOVARIUS fans and all in sympathy with Power Metal. The Finnish' debut was regarded with interest and sensitivity yet also with envy as the one's hope was for the second album to be a bluff or, probably for the best, not to fascinate. Nevertheless, on contrary, SONATA ARCTICA has decided to insist on Epic, Progressive and Heavy Metal and thus, the album can be considered one of the most representatives of its kind. Bombastic keyboards, rhythmical guitars, technical battery, shocking choirs, acoustic guitar tunes, aggressive voice together with a normal melodic one, grand piano and even a female voice...all in all everything melts not at all originally but harmoniously into a crystal recording and a super-natural design of the booklet. DREAM THEATER fans will find as well great pleasure and satisfaction into this sound and, as a recommendation for the album's best track you should try "The Power One". Although I am not mad about such style I must admit it gained my attention for two consecutive auditions yet nothing else. Why so? Perhaps because of the bright glowing appearance of the sound or too much positive energy and optimism and this might become, at a certain point, a major concern.

    www.sonataarctica.info

    Theatres des Vampires - Bloody Lunatic Asylum

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.81/1

    THEATRES DES VAMPIRES (ITA)-"Bloody Lunatic Asylum" CD'01
    (61. 58 min, 11 tracks)
    (BLACKEND/PLASTC HEAD)


    Almost incredible the sound of this project! I have listened to "Nosferatu, eine Simphonie des Grauens" promo tape a few years ago but it did not even cross my mind Lord Vampyr would be capable of offering such album for the present times! What trophies can TDV be proud of before the signing with PHR? There are only two materials: "Vampyrisme, necrophilia, necrosadisme, necrophagie" (1995) and "The Vampire Chronicles" (1999). If they did not sustain some gigs in England (Myth si Vampiria III) most certainly, the sixth musicians would not have managed to penetrate the modest and overfilled UG! I should also mention that since Lord Vampyr knew Gian Pyres (CRADLE OF FILTH) it was quite a big help for TDV to contact Tim Fraser, CHRISTIAN DEATH' manager, and thus PHR label. During the live performance, the Britain were surprised indeed of such "horifica" atmosphere this Italian band could create while being supported in ideas by David Bracci, the well known "effect maker" for horror artist Dario Argento!
    Vampirical obsessions combined with themes such sex blood or horror imposes TDV as a respectable band with an exquisite background if taking in account that Lord Vampyr has studied for some years this particular field! Their sound is complex, various but I could not say as following any particular style although the most appropriate would be Black, Gothic, Dark, Epic and Atmospheric Metal shades. The male voice has certain inflexions that remind me of Dani/CRADLE OF FILTH while the female ones, rather gathered together as small choirs, perfectly harmonizes with the rest of the atmosphere, which I must say is built up by modest players without noticeable skills. The sampler creates a magic aura while the other accessories do nothing but to paint an occult, horror, violent less yet captivating and pleasing to the ear picture. From another point of view, the multitudes of ideas and trends slightly get boring for the listener, as TDV is a band that can only be appreciated at its true value when playing live.


    Ordo Rosarius Equilibrio - Apocalips

    Source: Kogaionon

    Rating: 1/1


    ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO (SWE) - "Apocalips" CD'06 (COLD MEAT)

    Tomas Pettersson absolutely left me without words, air and hope! This is one of the finest and most elegant albums within the ones released in the past 15 years! It is inconceivable for this Dark Neo-Folk jewel to lack from the personal collection of any underground admirer! The contrasts concept is now performed more inspired than ever before, and it creates an unimaginable atmosphere throughout the specific ORE puzzle of dichotomies alike sex-war, dark-light or joy-sadness! The decadent beauty, full of darken shaped eroticism, enlivens 13 distinct pieces, based on Tomas's normal, yet deep, voice that rather recites than sings, using an original intonation accompanied by a calm instrumentation, veiled in a dangerous melancholia and beauty. The tribal shadows, Industrial features, seem paler than ever, enhancing the staccato rhythms, very melodious ones, and also rising various choirs, sinister effects, acoustic guitars, dreamy piano, multiple percussions and redundant echoes. ORE is a band of genius, and the trinity might turn complete now if we add the other brothers of suffering into fetishism and not solely that, respectively SPIRITUAL FRONT or the less known TRIARII. The most beautiful track, that among others leads my thoughts towards Simone Salvatori's (SF) last album, is by far "Who Stole The Sun From Its Place In My Heart" piece, whose lyrics should be learned by heart and afterwards sang/recited alongside Tomas on every single audition... Take my word for it, once you listen to this album, you won't be able to get away from it! I strongly recommend you to run through all the lyrics carefully, as Tomas's realm is a damn fascinating one, apocalyptic and perverse, gravitating around its key elements: blood, fire and sperm! Sinister, decadent, perverse, yet superb!

    http://www.ordo-rosarius-equilibrio.com/


    My Dying Bride - A Line Of Deathless Kings

    Source: Kogaionon

    Rating: 0.86/1


    MY DYING BRIDE (UK) - "A Line Of Deathless Kings" CD'06 (PEACEVILLE)

    These British conservatives! True respect for these titans! A great band, a beautiful album: mournful, cold, dark, grey coloured, sad and depressive, yet melodic and very slow! Aaron Stainthorpe's voice is more natural and clearer than ever, and, for the first time in their history the backing vocals are also used; moreover, Andrew Craighan and Hamish Glencross's guitars stand out for a classic scent of authentic Doom Metal, while the intricate and superposed battery frames (John Bennett/THE PROPHECY) share a charm of their own; the keyboard (Sarah Stanton) is more subdued, but it remains in perfect harmony with the rest of the instruments, meanwhile the bass (Ade Jackson) generates the same groovy tendencies on the stage that make you tremble involuntarily... I do not intend to compare this very album with the previous ones, as I would not find any significant differences, on the contrary, I might turn less critical with the former albums (except the experimental one), because the ninth seems forceless and lacked in dynamism. At least, after listening to it continuously for several times, you get indulgent when you want to find interesting fragments, as are the ones from "L'amour Detruit"... But let's not analyze this album solely from the musical point of view, because I could only rate it modestly. As I dare to declare myself a lifetime MDB listener, I suggest to use another framing, a less conventional one, when referring to this album: art! It is the utter poetic album in MDB's history, outlining an incontestable apogee of Aaron's voice, veiling a mournful aura of an indefinable realm, of something that isn't palpable! A beautiful atmosphere, semi obscure, with romantic, even melancholic glimpses, yet just vain hope for it! I could further mention that "Deeper Down" doesn't seem to be the most inspired track for promoting the album, but its video is brightly done by Charlie Granberg, the one that also did KATATONIA's "My Twin" and "Deliberation" videos. The video named above is released all together with the album on which you can also find another exclusive new track, "The Child Of Eternity", extremely beautiful, and also the live version for "A Kiss To Remember", recorded in 2003, in Belgium. Is there any point for me to remind you that the sound is crystal clear thanks to Mags, the one considered a true master at Academy Studio? When you talk about MY DYING BRIDE there is no use into trying to find a comparison with something from everyday's dimension... It's hard to escape the daily normality, but if you come to the point of doing that through MDB, the subsequent risk is the helplessness to stop it... or if you can do that, it would affect the close ones in a miserable way... because for you yourself it would be perfect: the end! From another point of view, the album is rather barren, as I am still yearning for Martin's violin to tickle my ear! Anyway, it is one of the slowest albums in history, harbouring an absolutely fantastic Gothic Doom fragment on "Loves Intolerable Pain" piece, as all the instruments can be perfectly heard, including a combination of masculine vocals and that's all it is. I'm afraid the fans won't consider this album as a masterpiece (and it isn't one indeed) because, when listening to it superficially, the sound is similar to the ones on the previous albums. In my opinion, the latest album has a totally distinct structure, opening different stylistic horizons in case MDB doesn't cease to exist. MDB is the same one as form, but its substance continues to transform itself! And, as transformation does not necessarily imply maturity, it is only natural that weak features occur. I end my review mentioning that the album's title is a very inspired one (a bit high-flown though), and the only element that reaches perfection is Aaron's unique voice!

    www.mydyingbride.org


    Elis - Griefshire

    Source: Kogaionon

    Rating: 0.80/1


    ELIS (SWI/LIE) - "Griefshire" CD'06 (NAPALM)

    Pity for the sudden death of this ambitious young girl, the one that used to play the vocal parts on ERBEN DES SCHOPFUNG project! Sabine Dunser (RIP) created the very delight of this sound labeled as Gothic Metal! I find it hard to say if ELIS is an authentic Gothic Metal band or not, but I can state for sure that we are dealing with several gathered influences, starting with Classical or Atmospheric, and further emphasizing Heavy, Doom Death or Power Metal! Sabine's voice reminds me of Liv Kristine (the two of them had a collaboration in the past), while the choral effects fill the sound furrowed by energetic guitars and fully melodious and bombastic keyboard! ELIS's sound is an easy one to trace, as Sabine's crystalline voice is truly unique, even though Metal hasn't valued it at its most! This is by far the best release of the band and I trust it will enjoy full consideration now, yet my guess is that ELIS ceased its existence along with Sabine's. Even though the rest of the band still performs under ELIS formula, searching for a new vocalist, I think ELIS myth ought to place its anchor in the past. I haven't been a fan of this band, yet I have never been bothered by listening to it, even though the Dark dimension never touched this very sound!

    www.elis.li


    Serenity - Fallen Sanctuary

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.80/1

    SERENITY (AUT) - "Fallen Sanctuary" CD'08
    (NAPALM)
    I admit that I am tormenting myself into carefully listening to such sonorities, hoping that, maybe, just maybe, I will find something interesting within. KAMELOT or SONATA ARCTICA are standard sort of bands for this Melodic Symphonic Metal approach, while EDENBRIDGE could be considered a band that sounds identically to SERENITY. Based on a very bombastic sound, with an abundant Progressive touch, and very pompous normal voices (including female ones), choirs even, plus prolonged riffs with Heavy Metal elements, a drum that beets rapid or staccato rhythms, and a keyboard that amplifies a less than Dark dimension, but a more extraverted one, with a very present bass; therefore, SERENITY present a stylish album, well done, sounding quite alright. Just that there is no originality within, no identity of its own. Otherwise, it is a pleasant audition, especially if it's not listened repeatedly. It is a trendy album, with no remarkable expressivity.
    http://www.serenity-band.com/

    Paradise Lost - Gothic

    Source: Kogaionon
    Rating: 1/1

    PARADISE LOST (UK)-"Gothic" CD 08 (special edition)
    (PEACEVILLE)
    The excellent decision to re-edit this genius album is more than welcomed, especially since 20 years have passed since the band was founded, when Nick and Gregor, influenced by CELTIC FROST, MORBID ANGEL and CANDLEMASS, established this band. After the debut "Lost Paradise" that was insisting on Death Metal, with inspiration taken from J. Milton's writings, the album that marked the appearance of a new musical current, the Gothic Doom Death, followed in 1991. "Gothic" is the most nonconformist Metal album for those times, when you couldn't really say it was Death or Doom... Those were the times when two other bands were taking shape, ANATHEMA and MY DYING BRIDE. The advantage of this re-edited CD is that we have a bonus DVD containing some exclusive tracks shot live in 1991, plus the now classical tracks belonging to the first two albums. There is no doubt, something that one must keep for its private collection!

    My Dying Bride - An Ode To Woe DVD

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.90/1

    MY DYING BRIDE (UK) - "An Ode To Woe" DVD'08
    (PEACEVILLE)
    Clearly, MY DYING BRIDE became a high brand, just good for excavating great money out of it. As proof to this statement, the label that has always supported them offered a new contract for 3 albums, without considering this particular DVD. The DVD contains the recording of the concert held in April 2007 at Paradiso Hall in Amsterdam, a so-called temple for modern music, as it is designed as a church, and which hosted so far, the live performances of Nick Cave, Nirvana, Sex Pistols or The Rolling Stones. Personally, I didn't find it to be a special concert; it's just what MY DYING BRIDE can offer on stage. The DVD's advantages are that it includes the lyrics for all the tracks played in that concert, and the fact that the British made a smart mix between very old and pretty new tracks, showing throughout 13 sequences the true face of the legendary band. With the same theatricals as in the rest of his shows, Aaron has a charm of his own, yet after seeing several concerts held in distinct locations, you get the feeling that everything is repetitive on live shows, just the well known result of the classic copy - paste. I've seen them last year at Sibiu and that concert seemed better to me. Never mind. We are dealing with a collection DVD, promoted in an exceptional digi-pack that includes the CD with the same tracks, but with a more elegant sound and mixing... well, that's a material that should have a place of its own on your shelves! I hardly wait the moment when they'll release a new version, meaning one including the symbolic and caressing violin along the rest of the instruments... And my personal bet is that it will happen in the immediate future.
    http://www.mydyingbride.org/ 

    HB - Frozen Inside

    Source: Kogaionon
    Rating: 0.84/1

    HB (FIN) - "Frozen Inside" CD'08
    (BULLROSER)
    Another NIGHTWISH clone! With a more innocent voice and less Symphonic than the legendary band (that now is an inspirational adrift), HB presents a very promising debut, with a both fragile and mighty female voice, who's inflections bring over the salt and pepper of the album. There are slow sequences too, ballads like, and also more rapid fragments, more Heavy, full of rhythm and atmosphere. The album doesn't sound bad, yet I couldn't spot any originality within it. It is just a different Epic Symphonic Metal, or Modern Metal, one that cannot displease the audience! I am sure HB sounds fine on live performances too! Still, it is only a debut, so we shouldn't discourage their intention to show us that they know how to play and to create pleasant atmosphere. But let's see when will originality come to light. I hope with the second album that will happen.
    www.myspace.com/hbmetal

    Interview with My Dying Bride 2

    Source: Kogaionon

    November 2008
    The full interview was featured in the Kogaionon magazine No.10.

     

    One of the longest standing bands in the history of modern Metal is MY DYING BRIDE, probably one of the few who has not accepted making any commercial music compromises. Due to the fact that this winter is set to have brought to light a new release, I have invited Aaron Stainthorpe into Kogaionon.


    Greetings my friend, how does the end of the year look like from where you are standing?  Was 2008 a satisfying year for you all? I know your fans have been delighted with your live appearances; I read a lot of positive reviews... How did they (the gigs) go for you? Are there any details that would set apart the events, any differences, specific elements or peculiarities? Or were they built and delivered as concerts and nothing more? Could you perhaps make some references to them, individually?


    Good evening. The year end looks pretty busy to us but not from a fans point of view, because we are putting the final touches to our new CD. We only have one more show this year, with Carcass & Napalm Death here in the UK, and that's the last the fans will see of us until we tour with the new LP. We have the final mix and then the artwork to arrange and then it's done, so we're quite busy still. The shows this year have all gone very well for us with very few surprises. We do plan them meticulously and are not used to mishaps and anomalies and so I'm sorry to have to tell you and your readers that we don't actually have any funny or overly interesting tales to tell from our travels abroad.


    If I am to make references about the history of the band I could add that there isn't long left until you'd reach two decades of existence. How do you see this period of time? Like a romantic one, a sentimental one? Have you ever dreamt of being able to perform in front of tens of thousands of people, crazed crowds that would cheer for you non stop? To see metal heads wearing MY DYING BRIDE t-shirts?


    It is very hard to believe that we've been going for nearly 20 years, something I'd never have dreamt of when we first started out way back in 1990. Like all bands, we have had some great and not so great times, huge arena shows and small intimate shows, screaming fans and politely applauding crowds - we've had them all. I do look back with a smile though and with great pride too as I am very pleased with everything that we have created. We formed the band because we like this kind of music and so we don't actually feel any pressure or need to do anything commercial or trendy. We're here because we enjoy what we do, not for the money or fame.


    At the end of the
    ‘80s the British Gothic Doom Death Metal nucleus was formed out of three major bands: MY DYING BRIDE, ANATHEMA and PARADISE LOST. Each of these bands have followed their own path, some more commercial, others more melancholic and atmospheric, your band being perceived as one that followed its own line, without letting itself be influenced by the coloring of the times. What do you reckon? How do you feel the music played by the two bands I have mentioned is compared to what it once was, at the beginning of the 90's?


    You're right that we all had very similar roots but have now gone down different roads, ours being seemingly less adventurous than the other two, but that's again to do with the fact that we play what we like not what people want. Both PL and Anathema have made brave moves into new and exciting area's with mixed success and results, and I wish them all the very best with that but we're just not that way inclined. We love doom/goth-metal and so that's what we stick to and we're rather good at it too. It would be utterly stupid and false if we did something else just in the hope of getting more record sales and fame.


    How did the London gig go, playing alongside these two bands? Did it have any sentimental value for you guys? Are you planning an anniversary event for next year as well? Is your label perhaps doing so? What bands would you like to have on stage with you at an event such as this?


    We had an excellent time in both Paris & London with the other two Northern UK bands and hopefully we may do more next year as an ongoing celebration of Paradise Losts 20th anniversary. It was great to be around Nick & Vinnie and the other guys as we haven't played in similar places at the same time for a very long time. Our 20th will be celebrated in 2010 but I have no idea how just yet. Something similar to what we've done with PL but I can't imagine what other bands I'd like to see there with us. I'm sure we'll enjoy the celebration no matter who's there.


    Andrew and you are the only ones left from the old guard... Do you know anything about Rick? Last time I asked, in 2001, you told me that all communication ended between you two when he met someone (a woman) who had a certain effect on him... Has anything changed since? What can you tell me about Calvin? He was your tour manager, and a very talented musician...


    Indeed, Andrew & myself are the last remaining original members, but we're still full of ideas and still enthusiastic. I last saw Rick at the beginning of 2008 at a concert in Bradford and have learnt since that he suffered a stroke recently but has made a full recovery in a very small space of time. He's fine now. Calvin was our tour manager for a few years after he left but I've no idea what he's doing these days as he hasn't been in touch. Ade left and got married and now lives in America and has nothing more to do with music. Martin got kicked out for not turning up to rehearsals but we've remained friends and are actually thinking about working with him in the future.


    Excepting the two of you, you had some other line-up changes, pretty unstable ones though. Hamish seems to be the oldest of the bunch. Lena seems to be a perfect choice for the bass and Dans' arrival seems to be a smart move as he was known as a talented drummer both in THINE and BAL-SAGOTH. Are these musicians more talented than the ones you have initially started off with? Perhaps even the best out of all the line-ups you had so far?


    It's impossible to tell who will remain in the band when you first ask them to join as we all live different lives and have different priorities, things can change in someone's life which may force them to leave. Hamish is rock solid and a highly valued member, and I hope that Lena and Dan will be with us for the foreseeable future too. The band feels very tight and firm and I'd be very shocked if we lost anyone sometime soon.


    How has the change in balance (male vs. female musicians) affected the way things are now working in MY DYING BRIDE? Surely there must be some changes, some things you do differently merely due to the presence of the two ladies...


    No not really. We still swear a lot, wonder about on the tour bus in our underwear, drink and argue.... and the girls join in too! Sometimes, if the dressing room at a venue is very small, the men leave and allow the ladies to change. It's cool having ladies in the band as it adds another level of interest, not to mention the fact that they are very talented.

    Katie represented a natural move for the band, especially since Sarah is now a mom and during live performances the keyboard remained uncovered. More so, the newly re-introduced instrument, the violin, is an element of great importance for the fans and has been since a long while. I know she was recommended by a few of your friends. Should I assume that you listen to A FOREST OF STARS? Do you enjoy the music played by them?


    I've never heard of them. Was that Katies other band? I'll ring her and ask. Anyway, we were never looking for another violin player but when we needed a new keyboard player we asked Katie and it was just a huge bonus for us that she could also play the violin. It sounds wonderful on the new LP and I'm glad it's back.

    A good while ago you were telling me that you will bring the violin back only if you will find the most suited person. Does this mean that Katie is "the chosen one"? You were also saying that you were considering starting a project with Martin Powell. Was the intent abandoned in its "just an idea" stage? How come you didn't choose him to perform on the new album? What is the difference between him and Katie? I'm referring here to both musical and technical capabilities...

    I'm not sure Katie is "The Chosen One" but she's certainly a welcome addition to the MDB fold and she's a pretty little thing too, which is nice. The project with Martin never got off the ground as we were both busy doing other things. It may or may not be something for the future. We did want to work with Martin on the new LP but he was quite difficult to pin down and seemed busy with other things, and then Katie came along and filled the requirement so we had to forget Martin and move forward - we had a deadline. The main difference between their styles is that Katie's playing is less classical but much more folk mixed with abstract soundscapes and unusual ideas, which is fantastic. Some of the things she does on the new LP are utterly amazing!

    How was the DVD of the gig you had in Amsterdam received? It seems that you are having a great time over in Holland...

    It has gone down a storm with many fans saying it was better than the previous "Sinamorata" live DVD, with much more feeling and passion. I don't watch our own performances so I can't comment on that except to say that it was a great night and we all felt good and that must have been captured by the camera's.

    Your collaboration with Peaceville is an indisputable success for both parties involved. Is friendship tying you together as well or its just business? How come you didn't go for bigger labels, like Nuclear Blast, Roadrunner or Century Media? Or you haven't been approached?

    We have had an excellent relationship with Peaceville since the day we signed with them and both parties have worked with respect and maturity towards each other (as well as friendship) which makes for a very strong bond. When a contract with Peaceville ended, it was natural for us to have a little look to see if any other labels might be interested in MDB, and quite a few were but their offers were terrible. With each new contract with Peaceville we were offered more, which was nice, and other labels wanted us for next to nothing, which simply isn't going to happen.

    And we made our way to the new album, released by Peaceville as well... My understanding is that it is going to be one with a lot of returns to the roots, with melancholic tracks, sad and depressing ones, but melodic nevertheless. One of the tracks has quite aggressive vocals on it, more violent than ever before. I was reading the other day that you're left with dealing with the effects and with the mixing. Is that accurate? What is your own view on this album, how do you see it, compared to the previous ones? It's closer to... which one of them?

    The new LP certainly has something for everyone, especially misery. I can't think of an album darker than this one, but with melody too which makes for very sombre listening, and of course the violin adds huge amounts of atmosphere too. We've worked long and hard on this one and are very pleased with the results so far. We just need to make sure we don't fuck it up with the mixing!


    I know you stopped dealing with the design of your own booklets. Is it for the best? On the other hand, my understanding is that your art started to attract some interest, as much as to even make money out of it. How long until we'll be able to see an exhibition in Europe? As far as I know, you only had one so far, in New York.


    I am currently working with people in Romania who are very keen to exhibit my work, which is great, and am also in talks with someone here in the UK about taking part in an exhibition in 2009. Art is something I enjoy as it's a way of expressing myself visually rather than through lyrics but generally with the same sort of dark and miserable outcome and it seems quite a few people like it too as some have requested prints via my web page, which I'm very happy to supply, although they are extremely limited to perhaps just 2 or 3 examples. I'm sure I'll contribute to the look of a My Dying Bride cover in the future but not just yet, although I'm not entirely sure why.


    You were recently stating that MY DYING BRIDE on stage does not equal to a simple concert, but a show in its own rights. Following this statement, one could say that the clothing (yours, at least) is quite unusual, your hands are painted with dye (red, I think)... everything seems to be part of a ritual, born within a mystical symbolism. Is this just my impression? Are you aiming to deliver a message this way? As through music and lyrics it is all pretty clear...


    I cannot simply walk on stage and sing the songs then walk off again. My work is much deeper than that and I engulf myself with the characters I've created in my lyrics and almost become them when I'm on stage, which makes it a very dark place to be in. I lose sight of the audience and perception of my surroundings including the other band members, and slide uncomfortably into the shoes of those lost souls that make up my lyrics, forcing me into all kinds of dark shapes of twisted agony and suffering. This is why I would be much happier if we didn't actually play live. But I can't force my idea's onto the rest of the band and deny them the chance to play shows and so I have to take the pain and go ahead with it.


    We are living in an era where nothing is certain, nothing is constant, everything moves fast and chaotically, everything evolves faster than we can often perceive. Where are we actually going? Are you finding yourself within this continuous and seemingly never ending fight to be number one? As, if your not first it seems that you are definitely last, the underachiever, a slacker?


    It all depends on your outlook on life and what you hope to gain from your time here on Earth as well as the expectations of others, especially family. I have been lucky in that I was never pushed too hard by those around me into things I wasn't comfortable with, and allowed to try new and different things. I'm very happy and satisfied with my life right now and can watch the world race by at breakneck speed and in total chaos as I sip my wine and pen my lyrics. One great way to ease the pressure, if it builds too much is to get creative, which is what I do. Instead of letting things build up in your head with a probable outcome of anger, let it out by writing, painting, sculpting... getting creative. Turn that darkness into a physical being, a manifestation of your black thoughts made three dimensional. Don't bottle up your pain, spread it out before you and watch it grow. It leaves you feeling extremely good indeed!


    You once said that "
    Inspiration should flow over you from everywhere". But what if it doesn't? Have you ever felt uninspired? What should one do with such emptiness...? Turn on the TV and watch EastEnders?


    Of course I feel uninspired, we call it writers block, and you just sit there doing nothing. There's no point in even trying to compose something if there's no feeling in it as it will turn out rubbish. I only write when I feel inspired so it's not really much of a problem.


    In the context of life, of your life, music and what comes with it must feel like a true gift. And yet... performing it live seems excruciating for you. And so, my question is: what has music brought into your life? If the creative process is a form of personal release, what does re-living those feelings do to you? Never-ending circle, is it?


    I'm not too sure I'd call music a gift - we can all make sounds, some nicer than others but it's still heard. Some are better than others but not necessarily gifted. The lyrical composition does indeed give me relief from the burden of anguish and you're right that it all comes flooding back when we perform live, but it's brief and worth the small sacrifice.


    What does happiness, being content, mean to someone who lives the feelings that transpire through the music and lyrics of My Dying Bride? Happiness = what?


    It's whatever you can make out of the things you've been given. I don't have much but I very much enjoy what I've got, and that's true happiness. Sometimes I'm down and sometimes I'm up, just like everyone else, but I try to turn the down times into creative times, and that's a big difference.


    Are you someone who lacks patience? My understanding is that you were unable to learn how to play the guitar or the keyboards. Do you reckon you will have the time/patience to write a book on the history of My Dying Bride? Or to actually define in real pages the poetry ideas that are floating within you? Do you need a muse? Or perhaps the easiest justification of "the inability" would be the lack of time... convenient, elegant and... why not, an example of cowardice towards yourself...


    I must admit to not being a very patient man. I get quite angry when simple things cannot be achieved by myself and those around me. I have thought a lot about writing something that won't turn into MDB lyrics, a novel or a selection of poetical works, but I never seem to have the time or the right spirit for such an undertaking, although the poetry would be within my sights. I'm certainly not interested in chronicling the history of My Dying Bride.


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    Sonata Arctica interview 2 - Lords of Metal .11 2001
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    - Lords of Metal .5 2002
    After Forever interview 2 - DPRP .7 2004
    After Forever interview 3 - DPRP 2007
    After Forever interview 4 - Zwaremetalen .4 2007

    Ayreon interview 1 - Zwaremetalen .2 2008

    Paradise Lost interview 1 - Lords of Metal .12 2002
    Paradise Lost interview 2 - Zwaremetalen .5 2008

    Pain interview 1 - Zwaremetalen .10 2008

    Kamelot interview 1 - Lords of Metal .1 2003

    Epica interview 1
    - Lords of Metal .5 2003
    Epica interview 2 - Tartarean Desire 18.4 2006
    Epica interview 3 - Tartarean Desire .7 2002

    Dimmu Borgir interview 1 - Lords of Metal .9 2003
    Dimmu Borgir interview 2 - Battlehelm

    My Dying Bride interview 1
    - Lords of Metal .12 2003
    My Dying Bride interview 2 - Kogaionon .11 2008
    My Dying Bride interview 3 - Tartarean Desire .12 2001

    Sirenia interview 1
    - Lords of Metal .1 2009  
    Sirenia interview 2 - Metal-Queens Webzine .2 2009
    Sirenia interview 3 - Tartarean Desire 20.8 2004

    Tristania interview 1 - Kogaionon .2 2004

    Lacuna Coil interview 1 - Battlehelm

    Delain interview 1 - DPRP 26.3 2009 

    Tarja interview 1 - Excalibur 13.5 2009 
    Tarja interview 2 - Sonic Cathedral 28.4 2009 
    Tarja interview 3 - BW&BK .5 2009 
    Tarja interview 4 - Metal-Queens Webzine .7 2008 
    Tarja interview 5 - Kerrang! Spain .7 2009 

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    Interview with Therion 3

    Source: Göteborgs-Posten
    2005 December 02

    Idolen: Christofer Johnson


    Varje vecka ringer en av Attityds reportrar upp sin idol för en intervju. Denna vecka är det Christofer Johnson, sångare i opera-metalbandet Therion som är utvald.

    Gratulerar Christofer, du har blivit vald till veckans idol! Hur känns det?

    - Det känns väldigt annorlunda. Det är ovanligt att jag har kontakt med svenska medier.

    Din musik är av många ansedd som väldigt originell. Vart får du din inspiration ifrån?

    - Det har nog att göra med att jag är väldigt öppen och bred inom musiken. Jag får mycket inspiration från musik från 60-, 70- och 80-talens rock- och punkband, men också progressiv heavy metal och självklart klassisk musik. Jag skriver vad jag känner för. Jag vill vara annorlunda med min musik, Therion är ett eget band, utan några klara frontfigurer, som man tänker sig de flesta andra band.

    Har du någon egen idol?

    - Ingen idol, direkt, men jag har ett par förebilder. Uli Jon Roth, mest känd som gitarrist i Scorpions är en av dem. Richard Wagner är en annan stor förebild. Wagner är enligt mig en beundransvärd reformist, med tanke på att han förde in orkestern i operan. Jag är själv medlem i det svenska Wagnersällskapet, och har vart på tre av de årliga konserterna i Wagners konserthus i Bayreuth.

    Har du något budskap med din musik?

    - Nej, inte egentligen. Min musik är främst underhållning, sedan kan de som vill gå in på ett mer djupare plan göra det om de vill.

    Finns det någon av dina låtar du gjort med Therion som du är särskilt nöjd med?

    - Ingen jag kan tänka på just nu. Jag tycker att jag lyckas bättre och bättre med min musik, så överlag är jag väldigt nöjd. Men det var spännande att använda orgeln vi hade i Wonderous world of Punt. Jag fick gå en kurs hos en kantor ett tag för att lära mig spela ordentligt.

    Ni gör mest spelningar utomlands. Hur kommer det sig att ni spelar i Sverige så sällan?

    - Vi skulle gärna vilja spela i Sverige, det var ju trots allt här som det började, men det verkar inte finnas något intresse här eller i resten av Norden.

    Vad gör du i framtiden?

    - Jag vill syssla med att skriva musik, absolut. Sedan om jag fortsätter att spela gitarr med Therion får jag se. Vi har hållit på i 18 år nu, det finns annat viktigt som familj och vänner, som ofta har kommit i kläm under tiden med bandet. Men jag håller på att skriva en opera, som jag känner en passion att fortsätta med tills den är klar.

    I mina bekantskapskretsar känner så gott som ingen till ert band. Varför tror du att din musik okänd för så många, medan andra band i genren, som Nightwish, är betydligt större?

    - Det har nog att göra med att vi är så ohippa i Sverige. Vi har aldrig uppträtt på Hultsfred, supit med journalister eller julbakat med Expressen. Vi är i det närmaste icke-existerande för media. De tycker kanske att vi är ett tråkigt och svårt band. Att Nightwish är större tror jag beror på att de är bredare och lite poppigare än vi, men också förstås för att de gör väldigt bra musik.

    Hur mycket av musiken som ni gör är "äkta", och hur mycket är digitalt?

    - Väldigt lite är digitalt. Sedan plattan Theli har vi alltid haft en riktig kör. Folk är ju lite förundrade över att vi hade 171 musiker i den senaste plattan, men det är ett hantverk att jobba med riktiga musiker, att se hur en idé urartar sig. Dessutom är det spännande att träffa och arbeta med nya människor. Sedan kostar det mycket tid och pengar att handskas med digital utrustning.

    Text: Alexander Wirdemo

    Nightwish Live » Der Markthalle, Hamburg

    Source: Mediekonverter
    By: Oliver

    05.10.2001

    IN GERMAN. Translation?

    Ca. 700 Leute hatten sich am Donnerstag Abend vor der Markthalle eingefunden. Auf den ersten Blick war zu erkennen, daß fast alle wegen Nightwish gekommen waren, und die beiden Supportbands "Eternal Tears of Sorrow" und "Sinergy" nur schmückendes Beiwerk waren. Wobei "schmückend" wohl nicht das richtige Wort ist. "Eternal Tears of Sorrow" hatten wohl ihren einzigen Fan mitgebracht, der auch fleißig "Headbanging" geübt hat, und gegen die classisch trainierte Stimme von Tarja hatte die weibliche Sängerin von "Sinergy" wohl eher was von einem krächzenden Raben. Kurz: "Nightwish" hätte auch gut ohne diesen "Support" auskommen können.

    Um Halb 11 gings dann endlich richtig zur Sache, und "Nightwish" entfesselten ein wahres Feuerwerk. Endlich einmal ein Konzert, wo sich der Gesang nicht von den Instrumenten unterbuttern ließ. Tarjas ausdrucksvoller Gesang riß auch die Fans in der hintersten Ecke mit und schon bald tobte der Saal zu Songs wie "Come Cover me" oder "The Kinslayer" vom neuen Album "Wishmaster"(Siehe Kritik). 1,5 Stunden ging es richtig ab...immer mal wieder unterbrochen von den etwas ruhigeren Songs wie "Dead Boys Poem" oder "Walking in the air". Nightwish sind schon eine Ausnahme-Erscheinung im Goth-Metal-Bereich, vielleicht sollte man eher von Classic meets Goth-Metal reden ? Ich habe selten ein so gutes Konzert erlebt.

    Also, wer von Euch Gelegenheit hat ein Konzert von Nightwish zu besuchen sollte nicht zögern...die 30 DM Eintritt sind gut angelegt...vielleicht etwas später erscheinen, so erspart man sich die miserablen Vorgruppen!


    Nightwish Live » Messehalle, Erfurt

    Source: Medienkonverter
    By: Enrico

    23.02.2008

    IN GERMAN. Translation? 

     

    Es ist knapp ein Jahr her, da begeisterten Nightwish Reloaded die deutschen Fans erstmalig auf ihrer Dark Passion Play Tour. Zwar war die musikalische Qualität noch ausbaufähig und man erwischte sich bei jedem altem Song dabei, Anette mit Tarja zu vergleichen, doch der Spaß kam nicht zu kurz. Anette wirbelte wie in frischer Wind über die größten Bühnen Deutschlands und absolvierte ihre erste Bewährungsprobe mit Bravour. Es folgte eine Tour um die ganze Welt, ein stimmungsvoller Abstecher zum Wacken (inklusive Bengalischem Feuer im Publikum - was für ein Bild), bevor die Chartstürmer uns erneut beglücken. DejaVu Tour nennt sich das Ganze und führt uns heute in die Thüringische Landeshauptstadt.

    Let's Go - so düsen Kollegin Nadine, Fotomaus Tine und ich voller Vorfreude in Richtung Messehalle. Als vor wenigen Monaten Alice Cooper in der gleichen Halle spielte, konnten die Besucher noch kostenlos parken - heute muss jedes Auto drei Euronen berappen. Wofür eigentlich? Niemand musste einen vorübergehenden Parkplatz installieren? Deutschland - ich zock dich ab!

     

    Rein in die Halle, die jetzt schon prächtig gefüllt ist. Leider haben sich die Organisatoren gegen die ausfahrbare Tribüne entschieden, sodass alle Sitzmetaller in die Röhre schauen müssen. Stehen ist Gesund und deshalb wird die viel zu kleine Raucherinsel aufgesucht, bevor es dann kurz vor 20 Uhr mit Indica losgeht.



    Mir bisher völlig unbekannt, zeigen die Finninnen warum sie in ihrer Heimat eine große Nummer sind und sich auch schon mit Platin-Ehren schmücken durften. Eine delikate Mischung aus süßen Pop-Melodien und leicht verdaulicher Härte, gepaart mit vereinzelten Violinen-Soli machen diese ersten 20 Minuten zu einem wahren Genuss.



    Die Mädels strahlen um die Wette, vor allem Gitarristin Jenny feixt die ganze Zeit und auch der hübschen Sängerin Jonsu sieht man die Freude an. Man merkt schnell - heute wird ein großartiger Abend. Wenn schon der unbekannte Support-Act solch eine Qualität aufweist, kann nichts mehr schief gehen. „Ich Liebe Dich" haucht Jonsu in ihr Mikro - sie meint bestimmt mich, da sind wir uns alle einig.



    Dennoch jubeln alle, bevor mit dem Kate Bush Cover „Wuthering Heights" der Höhepunkt erreicht wird. Und wer jetzt die Stirn runzelt und sich fragt, wie man als süße Mädelband solch eine Ikone covern könnte, ohne lebenslang ausgepeitscht zu werden (würde ich dann übernehmen), der sollte sich irgendwo mal diese Lied anhören.



    Wirklich klasse und das überraschend erwachsene Publikum honoriert den Auftritt mit großem Jubel. Leider war nach 20 Minuten schon wieder alles vorbei und Indica verabschieden sich mit „Pahinta tanann" vom begeisterten Erfurt. Keine Frage - Indica könnten auch hierzulande eine große Nummer werden.



    Zum Glück habe ich vor Indica einen Roadie nach dem Zeitplan gefragt, um so zu erfahren, dass zwischen Indica und PAIN 20 Minuten Pause sind. Daher war die Überraschung sehr groß, als bereits auf dem Rückweg von der Raucherinsel das erste Geschäpper uns von der Bühne entgegenbrande.



    Tja - 10 Minuten sind eben nicht 20 Minuten, aber was soll's. Rein in den Pit und mit Peter abgerockt. „I'm Going In" vom neuen Album „Cynic Paradise" peitscht durch die Boxen. Das Publikum schaut leicht verdutzt - solch harten Klänge haben die älteren Herrschaften wohl nicht erwartet. 

     

    Dennoch bildet sich vor der Bühne ein dezenter Mosh Pit. Auch wenn sich die Musik von PAIN seit dem Anbeginn der Zeit nicht verändert zu haben scheint, macht Peter Tägtgrens Industrial-Metal live immer höllisch Spaß. Alle unter 25 bangen mittlerweile, denn der Klassiker „End Of The Line" knallt um sich. 

     

    Leider verspielt sich Drummer David Wallin ab und zu, was dem coolen Gesamteindruck aber nicht mindert. Leider dürfen Peter und seine Mitstreiter aber auch nur knapp 25 Minuten ran. Mehr als sieben Songs sind da einfach nicht drin. 

     

    Doch alle machen das Beste draus und tanzen, moshen oder singen bei Songs wie „Just Hate Me" oder „Same Old Song" frenetisch mit. Peter ärgert seine Kollegen und treibt das Publikum weiter an, die mittlerweile kollektiv eine prima Stimmung verbreiten.



    Mit „Monkey Business" erklingt kurz vor Schluss noch ein zweiter Reißer der aktuellen Scheibe, bevor mit dem Überhit „Shut Your Mouth" der kurze, aber sehr intensive Gig ein viel zu schnelles Ende findet. Geil!

    01. I'm Going In
    02. End Of The Line
    03. Zombie Slam
    04. Just Hate Me
    05. Same Old Song
    06. Monkey Business
    07. Shut Your Mouth

    Nun sollte es dann doch etwas länger dauern, bis der heutige Headliner die Bühne betritt. Es wird geschraubt, installiert und alle möglichen Elemente verrückt, bevor es soweit sein sollte. Bereits in der Pause fühlte man sich wie in einem Fußball-Stadion. Die Stimmung war schon vor dem Anpfiff sensationell - einfach perfekt!



    Dann geht plötzlich das Licht aus - die Nightwish-Sprechchöre verstummen - die Zeit ist reif: Nightwish! Die Stimmung ist sensationell als Anette, Tuomas und der Rest der heiteren Musikanten während des Intros die Bühne betreten.



    Überraschenderweise beginnen sie mit „7 Days To The Wolves" das Set, ist der Track nicht gerade als Stimmungskanone bekannt. Dafür arbeitet die Pyrokanone auf Hochtouren und verwöhnt die Augen.



    Apropos Augen - was sehen wir denn da? Anette hat einen neuen Look und ist in den Club der Blondinen eingetreten. Doch das sollte nicht die einzige Neuerung sein. Im Vorfeld versprach man eine neue Setlist und diverse neue Specials.


    So spielt Tuomas seine Keyboards heute in einem Boot, während ein riesengroßer Anker die Bühne schmückt - „The Islander" lässt grüßen.



    Doch soweit sind wir noch lange nicht. Zunächst wird das Duett „Dead To The World" angestimmt, bei dem auch Marco erstmalig stimmlich in das Geschehen eingreift.



    Anette nutzt die vereinzelte Freizeit und flirtet mit den Fans. Sie lacht, sie strahlt - ach was sag ich, alle strahlen. Erfurt scheint heute die Stadt der Liebe zu sein.



    Mit „The Siren" erklingt nun schon die dritte „neue" Nummer im Live-Set. Und verglich man 2008 noch Anette mit Tarja, lässt man sich heute einfach treiben und genießt das optische, wie auch musikalische Spektakel auf der Bühne.



    Mit der Hitsingle „Amaranth" schifft man erstmalig wieder bekannte Gewässer, bevor zwei faustdicke Überraschungen auf die Fans zukommen.



    Dass das durchschnittliche „Romanticide" heute zu Ehren kommt, hat sicher niemand erwartet. Und auch „Dead Boy's Poem" ist eine riesige Überraschung.



    Da merkt man auch gleich, dass viele Fans Nightwish wohl erst seit „Once" kennen, denn die Stimmung sinkt beim normalen Publikum etwas ab. Richtige Fans kommen jetzt erst auf ihre Kosten. Doch dann kommt ein Song, auf den sicher alle gewartet haben.



    Das Epos „The Poet And The Pendulum" löst Gefühls-Alarm aus und auch die Pyros haben mächtig zu tun. Fontänen, Feuerräder und was weiß der Fischer noch, lässt Silvesterfeeling aufkommen. 12 Minuten Gänsehaut!



    Anette weiß, wem der Applaus gebührt und so überlässt sie Tuomas den Jubel der Fans. Verdient hat er es sich. Nach soviel Spektakel, gibt es wieder was für die gute Laune.



    Der erste Nummer 1 Hit „Nemo" hat sich nach Erfurt verirrt und wird vom Publikum lautstark mitgesungen.



    Kunstschnee überdeckt die Fans in den ersten Reihen und lässt uns ein letztes Mal den Winter huldigen, bevor es mit „Sahara" richtig heiß wird. Tuomas zwinkert sich mit Anette zu, Marco grinst sich einen und Emppu lässt die Rocksau raus.



    Doch dann wird es ruhiger. Marco verlangt nach Licht - Handys, Kameras, Feuerzeuge, alles was eben ein wenig Romantik verströmt. Romantik und Handy in einem Satz? Na ja. Es ist natürlich Zeit für Marcos großen Auftritt: „The Islander"!



    Nach wenigen Minuten stimmt sogar Anette mit ein und beide zusammen verströmen Gänsehautstimmung. Oh ja - so muss ein Konzert sein. Höhepunkt auf Höhepunkt. Meiner kommt jetzt, denn als die ersten Sekunden des nächsten Songs erklingen, gibt es auch bei mir kein Halten mehr.



    „Escapist" war eigentlich nur als B-Seite gedacht, obwohl er meiner Meinung nach, einer der besten Songs auf „Dark Passion Play" gewesen wäre. Nun bekommt er endlich die große Bühne. Meine Fresse - wie geil ist das denn?



    Nach fünf Minuten hab ich mich wieder gefasst und muss leider feststellen, dass Anette den letzten Song des Abends ankündigt. Doch nach „Dark Chest Of Wonders" ist zum Glück noch nicht Schluss.



    Erfurt tobt, Erfurt schreit und verlangt nach seinen Helden. Diese kehren auch freudestrahlend zurück und bedanken sich brav bei ihren Fans. Oh nein - ich glaub mich trifft der Schlag. Was für eine Setlist?!?



    Denn das unglaubliche „Ghost Love Score" ist wieder im Repertoire! Zehn Minuten Luft anhalten ist angesagt, Pyros von allen Seiten, Konfetti von der Decke - die Messehalle wird zum Tollhaus! Anette greift sich das Mikro und glänzt mit ihren Deutsch-Kenntnissen: „Wunderbar" - „Alles gut?"!



    Nicht schlecht, aber den besten Spruch hat Emppu auf Tasche: „Hunde Bumsen" Ah jaaaa - darauf Marco: „Emppu lieben kleine Hunde". Erfurt feiert - Nightwish feiern - ein gigantisches Happening.



    Leider hat alles ein Ende und so verabschieden sich Anette und ihre Jungs mit dem Diskostampfer „Wish I Had An Angel" von ihren Fans.



    Ein letztes Mal singen die Fans, wirklich jeder klatscht im Takt und die Pyros geben noch mal Vollgas. Dann ein Knall und alles ist vorbei. Ein trauriges Outro schwebt durch die riesige Halle und hinterlässt tausende begeisterte Fans. So muss ein Konzert aussehen.



    Anette hat sich nicht nur optisch verändert. Auch stimmlich konnte sie zulegen - heute passte einfach alles. Klasse Publikum, klasse Show und eine überirdisch gute Setlist. Chapeau!


    01. 7 Days To The Wolves
    02. Dead To The World
    03. The Siren
    04. Amaranth
    05. Romanticide
    06. Dead Boy's Poem
    07. The Poet And The Pendulum
    08. Nemo
    09. Sahara
    10. The Islander
    11. Escapist
    12. Dark Chest Of Wonders
    - - - -
    13. Ghost Love Score
    14. Wish I Had An Angel

    Nightwish - Dark Passion Play

    Source: Medienkonverter
    By: Enrico

    IN GERMAN. Translation?

    5/6
    Gothic / Medieval / Darkwave

    Der Beginn einer neuen Ära!

    Das vielleicht mit Spannung erwartetste Album des Jahres steht kurz vor der Veröffentlichung und Fans und Kritiker warten gespannt, ob das erste Werk nach dem erzwungenen Ausstieg von Tarja Turunen, den hohen Erwartungen entsprechen kann. Seit einigen Monaten schwingt die Schwedin Annette Olzon im Studio das Mikro - ob sie in die übergroßen Fußstapfen Tarijas treten kann? Fragen über Fragen, die nur "Dark Passion Play" beantworten kann. Also ohne große Umschweife, rein ins Vergnügen.

    "The Poet And The Pendulum" überrascht zunächst mit seiner Spielzeit: Knapp 14 Minuten! Was folgt ist ein erstes Statement in Richtung aller Skeptiker, die der Band das Aus vorankündigten. Wofür andere Bands mehrere Alben benötigen, schmettern die Jungs (und Annette) mal eben im Opener raus. Unglaublich! Hier wird jedem bewusst, wofür er gerade 15 € investiert hat. Rasante Tempowechsel, geile Gitarrenriffs, fette Chöre, ein unglaublicher Drive, verspielte, romantische Parts - alles! Dieser Song macht einfach glücklich und zeigt, dass es neben der 08/15 Chartdudelei noch richtige Musik gibt! Danke! Bei so viel Euphorie hätte ich fast vergessen, über Annettes Gesang zu philosophieren. Dieser kommt leichter und unaufdringlicher als bei ihrer Vorgängerin daher, rückt aber auf Grund des übermächtigen Songs fast in den Hintergrund. Mehr zu Tage kommt da schon beim folgenden "Bye Bye Beautiful", dass man ohne schlechtes Gewissen als kleinen Bruder von "Wish I had an Angel" sehen kann. Ein aggressives Duett von Annette und Marko, mit einem poppigen, druckvollen Refrain - funktioniert in jedem schwarz angehauchten Club!

    Vor Drogen haben mich meine Eltern immer gewarnt, aber doch können sie sooo schön sein. Die erste Singleauskopplung "Amaranth" (zum Video) ist dafür ein exzellentes Beispiel. Beim ersten Hören noch kaum beachtet, windet sich dieser Song für den Hörer fast unbemerkt in die Gehirngänge und bewirkt unbewusstes Play-Drücken. Vor allem der eingängige Refrain und die verspielten Keyboard-Passagen lassen schlechter Stimmung keinen Platz. Leider können die folgenden Songs das Niveau nicht ganz halten. "Cadence Of Her Last Breath" plätschert vorbei, während "Master Passion Greed" sich zwar durch ungewöhnliche Härte und die starke Stimme von Marko auszeichnet, aber trotzdem nicht richtig zünden mag und bei den Nicht-Metal-Nightwish-Fans für Ohrenschmerzen sorgen wird. Da helfen auch die gelegentlichen Children of Bodom Trademarks nicht weiter - live möglicherweise aber ein Killer! Mit der Schmachtballade "Eva" folgt das bereits bekannte erste Lebenszeichen Annettes als Nightwish-Sängerin. Balladen haben noch nie zur Paradedisziplin von Chefdenker Tuomas Holopainen gehört, doch diese überzeugt durch seinen sehr düsteren Touch.

    "Sahara" und "Whoever Brings The Night" gehören dann eher wieder in die Kategorie Durchschnitt - Bombast im Überfluss führt nicht automatisch zu guten Songs. Wie es besser klappt, zeigt uns "For The Heart I Once Had" - besticht dieser Song durch eine perfekte Kombination von Härte und Gefühl. Annette singt wie ein unschuldiger Engel, schafft es aber spielend, sich bei dem bombastischen Refrain gegen gefühlte 300 Instrumente durchsetzen zu können. Doch das kostet Kraft, so dass sie beim folgenden "The Islander" Marko den Vortritt überlässt. Nur mit Akustik-Gitarre und Bodhran begleitet, schmettert er eine astreine Lagerfeuerballade vor. Einer dieser Songs, welche sicherlich auch Nightwish-Fans Schweiß auf die Stirn treiben würde, wenn man sie nach der Band dahinter fragen würde. Tolles Stück Musik! Mal ganz ohne Gesang kommt "The Last Of The Wilds" aus - eine fette Instrumentalnummer, welcher sich irischer und finnischer Folkmusik bedient und mit knackigen Gitarren das großen Finale der CD eröffnet. Hoch die Tassen! "Seven To The Wolves" überzeugt mit druckvoller Schwermütigkeit, unterstützt von fetten Chören. Leicht vertrackt im Strophenteil, jedoch ultraeingängig im Refrain mit einem wunderschönen Zusammenspiel von Cello und Orchester im Mittelteil, welches zu heftigen Gesangsausbrüchen Anettes führt.

    Zum Abschluss folgt erneut der Beweis, warum Nightwish auch nach dieser Scheibe zu den unumstrittenen Anführern der Female-Fronted-Metal-Bands gehören. Schwermütig singt sich Annette vorbei an Harfen, Geigen und Pianos um schlussendlich vor einer Wand aus Bombast und Chören zu stehen - diese eindrucksvoll zähmen kann, um in einem gigantischen Zusammenspiel aller Beteiligten (inklusiver einem Gospelchor) auf der Spitze zu thronen und sich als neue Herrscherin des Nightwish-Imperium krönen zu lassen.

    Fazit: Nennt mich einen Königsmörder, aber ich bin froh über den Wechsel am Mikro dieser Ausnahmeband. Eine neue, ansteckende Leichtigkeit erfüllt dieses CD, auch wenn der Großteil der Tracks eher düster und schwer erscheint. Annette zuckersüße Stimme verbindet sich in perfekter Weise mit den sehr eingängigen Songs, ohne sie zu übertrumpfen - Da capo! Eines der Highlights des Jahres 2007!

    Nightwish Live » Leipzig

    Source: Medienkonverter
    By: Enrico

    23.02.2008

    IN GERMAN. Translation?

    Selten war die Vorfreude auf ein Konzert größer als heute Abend. Nach dem Rauswurf der großartigen Tarja Turunen prophezeiten nicht wenige „Experten" das baldige Ende der finnischen Chartstürmer. Doch alles sollte ganz anders kommen. Mit Anette Olzon präsentierte man im letzten Jahr einen weitgehend unbekannten Ersatz. Der Mut wurde belohnt. Anette sang sich auf „Dark Passion Play" direkt in die Herzen der Fans und auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Doch der endgültige Beweis ihres Könnens, muss sie nun auch auf den Bühnen der Welt bringen - was sie bisher zum Großteil mit Bravour geleistet hat. Nach einem einmaligen Gastspiel auf dem „On A Dark Winter's Night"-Festival in Oberhausen, steht die erste Deutschlandtour auf dem Reiseplan. Also Anette - lass Rocken!

    Als Fotochefin Tine, Kollegin Nadine und ich kurz vor 19 Uhr an der Arena ankommen, besteht die erste wichtige Aufgabe darin, sich an der ewig langen Schlange vor dem Eingang herum zu schlängeln - und sie wird mit Bravour gemeistert. Also ab zur Garderobe, wo das erste Mal leichtes Bauchweh aufkommt: 1,50€ für ein Kleidungsstück ist schon ziemlich heftig, aber was soll's. Der auf Event getrimmte Gast bezahlt es zähneknirschend und marschiert sofort zum Bierstand - 3,50€ für ein 0,4 Pils ist auch nicht wirklich billig, aber auch das zahlen wir noch gerne. Jetzt aber rein ins Vergnügen. In der sehr geräumigen Mehrzweckhalle haben sich bereits viele Fans ein Plätzchen gesucht, im Hintergrund läuft Nickelback, auf den Leinwänden wird Werbung für diverse Schlager- und Volksmusikveranstaltungen gemacht und irgendwie komm ich mir bei dem anwesenden Publikum auch wie auf einer vor. Klar gibt es auch viel junges Volk und vereinzelte Kuttenträger, doch der Großteil ist „Normalo" oder ab 35 aufwärts. Ob da heut die Luzi richtig abgeht? Erste Zweifel schleichen sich ein.

    Doch dann der Schock. Im Gespräch mit einem Securityagenten, erfahre ich, dass PAIN wohl nicht auftreten werden. Zwar hatte man einen Soundcheck nachmittags versucht, ihn aber wohl abgebrochen. Über das Warum konnte mir der Mann keine Auskunft geben, doch meine Laune war fürs Erste leicht gedämpft. Als dann noch die Durchsage durch die Halle geschossen kam, dass man ja aus Rücksicht auf Nichtraucher das Paffen bleiben lassen sollte und sogar die Handys abstellen möge, frage ich mich schon kurz, wo ich hier gelandet bin. Ist das alles noch Metal? Außerdem ist es eine bodenlose Frechheit, nicht auf den gecancelten PAIN-Auftritt hinzuweisen. Zum Runterkommen greif ich mir schnell was Essbares von den umherlaufenden Brezelmännern - schon besser!

    Dann geht's endlich los - "Krieger" beginnen ihr Set und rocken gleich ordentlich drauf los. Mit ihren leicht provokanten Texten, die irgendwo zwischen Punk, Rammstein und Onkelz anzusiedeln sind, sowie ihren an Emigrate erinnernden Songs, vermögen sie die Besucher annehmbar zu unterhalten. Songs wie „Krieger", „Gib mir einen Kuss" oder das rotzige „Heimat" wissen zu unterhalten. „Heimat, Heimat, mir ist kalt!!!" - dann zieh dir doch was an Mann.

    Zwischendurch eingebaute Gitarren-Soli überzeugen ebenfalls, so dass KRIEGER mit ihrem knapp dreißigminütigen Auftritt, die Chance vor so einer großen Besucherschar zu spielen, genutzt haben. Mal sehen was die Zukunft für die Jungs so alles mit sich bringt. Nun sollten ja eigentlich PAIN an der Reihe sein, doch schon die Bühnenumbauten deuteten für den geübten Konzertbesucher nicht auf Mastermind Peter Tägtgren sondern auf unsere finnischen Überflieger. Als dann beim Soundcheck schon die ersten Keyboardschwaden eingespielt wurden, ist zumindest mir endgültig klar, dass wir alle auf die Industrialmetaller verzichten müssen.

    Um kurz vor halb 10 ist es dann endlich soweit. Die Lichter gehen aus - ein düsteres Intro durchzieht die prima gefüllte Arena zu Leipzig. Jubel keimt auf, als die Jungs von Nightwish nach und nach die Bühne betreten - doch wo ist Anette? Ein Lauter Knall, ein kollektiver Schrei - Feuer Frei! Die Pyros werden zur Höchstleistung aufgefordert, als Anette plötzlich auf der Bühne steht und mit der aktuellen Single „Bye Bye Beautiful" sofort in die Vollen geht. Anette strahlt und verbreitet eine unglaublich freundliche und warme Stimmung auf der Bühne. Die Fans in den ersten Reihen fressen ihr aus der Hand und feiern die zierliche Schwedin nach Leibeskräften. Tuomas bangt wie ein Wilder an seinen Keyboards während Anette und Marco sich heftig duellieren und dabei prächtig harmonieren.

    Mit „Cadence Of Her Last Breath" folgt zugleich ein weiterer Track ihres aktuellen Erfolgsalbums „Dark Passion Play". Auch hier lassen sich die Pyros nicht Lumpen und bilden zusammen mit der Band einige wunderschöne Momente. Die Musik verkommt teilweise zu einem „bloßen" Soundtrack - hier gibt's was für die Augen und für die Ohren. „Are we gonna rock?" - „Geht es Euch gut?" Anette begrüßt das Leipziger Publikum auf Deutsch und macht auch dabei eine prima Figur. Überhaupt kommt die Schwedin mit ihrem lockeren Auftreten und ihren frechen Ansagen wunderbar beim Publikum an und weiß die Masse zu unterhalten.

    Nun sollte aber mit „Dark Chest Of Wonders" der erste Song aus der Tarja-Ära folgen. Gespannt war ich, nervös und unglaublich interessiert, wie die süße Anette in die großen Fußstapfen ihrer Vorgängerin passen würde. Und ich muss sagen, es passt. Zwar noch nicht wie angegossen, aber besser als von mir erwartet, trällert sie sich durch fünf Minuten Highspeed-Bombast-Metal. Das Publikum honoriert diese Leistung und spendet frenetischen Applaus - Jubel!

    Noch ein Album zurück geht es mit „Everdream". Ebenfalls im oberen Geschwindigkeitsdrittel anzusiedeln, kann hier leider Anette nicht ganz an Tarjas Glanzleistungen anknüpfen. Dafür kann sie sich wunderbar an Gitarrist Emppu anschmiegen, der aber seinem geliebten Sechssaiter treu bleibt und sich nicht ablenken lässt. Marco unterstützt Anette beim großen Finale und gemeinsam passt dann wieder alles zusammen was zusammen gehört.

    Was uns die gute Anette bei der folgenden Ansage mitteilen möchte, bleibt mir schleierhaft. Zunächst schnattert sie drauf los, dass auch sie ganz schön „dirty" sein kann. Dann bleibt sie beim heutigen Samstag-Abend hängen und das deshalb ja noch sicher einiges geht - aber die Jungs doch bitte Kondome benutzen sollen. Schon richtig, aber bitte das nächste Mal eine bessere Einleitung für „Who Ever Brings The Night". Auf dem aktuellen Album nicht gerade eines der Highlights, kann es live doch mächtig punkten. Druckvoller und mit mehr Energie steht die Live-Umsetzung diesem Song um einiges besser.

    Schlag auf Schlag geht es jetzt. Mit „Amaranth" wird der nächste Single-Hit in die Massen geschleudert. Die Bühne färbt sich gelb, während Anette immer wieder das Publikum animiert, noch mehr Stimmung zu machen. „Hey hey hey" - und alle gehorchen ihr aufs Wort. Etwas besinnlicher wird es mit dem folgenden „The Islander". Annette verlässt die Bühne und überlässt zunächst Marco ganz allein das Mikro, der zusammen mit Emppu auf Hockern dieses wunderschöne Seemannsliedchen zum Besten gibt. Dezente Flammen auf der Bühne lassen Lagerfeuerstimmung aufkommen. Doch Wirbelwind Anette hält es nicht hinter der Bühne und kommt im Laufe des Liedes zurück und schließt sich Marco an.

    Nach soviel Harmonie und Knuddelstimmung wird es Zeit für die finsteren Momente, die wilden Stürme der Seele. „The Poet And The Pendulum" wird angekündigt - dass laut eigener Aussage, intimste und persönlichste Stück aus Tuomas Feder. Knapp 15 Minuten ziehen Nightwish nun alle Register, vom höchsten Hoch bis zum tiefsten Tief. Dieser Song lässt einen nicht unberührt und wird zum musikalischen Highlight dieses Abends. Aufbrausend, mitreißend um im nächsten Moment an der eigenen Zerbrechlichkeit fast unterzugehen. Pyros kommen ebenfalls zum Einsatz, brennende Windmühlenräder und rote Lamettaschlangen werden aufs Publikum losgelassen - eine viertel Stunde Flucht ins Spektakel. Da kommen selbst die Sitzmetaller auf den Tribünen ins Schwitzen.

    Das anschließende „Dead To The World" kann eigentlich gegen den Vorgänger nur abstinken, doch Überraschung Überraschung - das Niveau bleibt weiter oben. Leider trifft das hier nur auf Marco zu, denn das Duett zwischen ihm und Anette verkommt zur One-Man-Show. Marco singt Anette voll gegen die Wand und lässt sie für wenige Minuten nur zum süßen Beiwerk verkommen. Offensichtlich braucht Anette mal einige Augenblicke Pause, denn bevor es weitergeht schnappt sich Marco das Mikro sowie eine Flasche Wodka. Nachdem er einen kräftigen Schluck genommen und sich natürlich für den unglaublichen Support der Fans bedankt hat, kommt er zum Thema PAIN.

    Er merkt an, dass die Fans sicherlich drei Bands erwartet hatten, doch bedauerlicherweise PAIN ihren Auftritt streichen musste. Die Jungs sind am Vortag wohl in einen „Streetfight" geraten und haben diverse Verletzungen davon getragen. Peter habe diverse Stichwunden im Gesicht davongetragen, so dass an einen Auftritt heute nicht zu denken war. Er verlangt dennoch, bzw. gerade deswegen einen fetten Applaus für die Jungs, der natürlich nicht lange auf sich warten lässt.

    Anette haben die zwei Minuten Pause hörbar gut getan, denn bei „Sahara" kehrt sie zu alter Frische zurück. Marco bekommt der Wodka ebenfalls. Er zockt, zieht Grimassen und spielt schon mal Bass zwischen den Beinen von Emppu. Auch hier bleibt Emppu aber stark. Eine treue Seele der Gute.

    Anette kommt jetzt so richtig in Fahrt und schäkert erneut mit dem Publikum. „Alles gut?" - „Are you tired?". Ein kollektives „Neeeee" bläst ihr entgegen. Soviel Wind macht offensichtlich durstig. Sie schnappt sich eine Flasche H2O, nimmt ein Schlückchen und übergibt es den ausgepowerten ersten Reihen. Dann kommt das Zitat des Abends, während einer Unterhaltung mit Marco. „of cause they drink - we are in germany!". Gefolgt von „Ladies and Jentleman" (kein Scheibfehler!). „It sounds so nice!". Leider kündigt sie mit dem folgenden Song schon den letzten Song des Abends an. „Nemo" ertönt und als wenn es die Ankündigung für den Abschluss gebraucht hat, fängt die Arena zu Leipzig zu feiern an.

    Die Fans springen, sogar die Sitzmetaller hält es nicht mehr auf den Stühlen. „Nemo" wird tierisch durchgerockt. Anette singt wirklich himmlisch, während Kunstschnee die halbe Halle in eine prächtige Winterlandschaft verwandelt. Der Jubel kennt keine Grenzen mehr als sich Anette mit den Worten „now i will go to the toilett" verabschiedet. Minutenlange „Zugabe, Zugabe"-Rufe lassen die Arena erbeben, bevor sich die Jungs und das süße Mädel zurück auf die Bretter begeben. „Wishmaster" stampft aus den Boxen. Marco und die vor Jukkas Drums tanzende Anette teilen sich den Refrain und fahren wahrlich schweres Geschütz auf.

    Anette kommt noch einmal auf die Jungs von PAIN zurück und erklärt, dass ihr Herzel besonders für die Schweden pocht, immerhin kommen sie ja aus dem gleichen Land. Doch dann ist es unwiderruflich soweit. Der letzte Song des Abends steht an. Während man mit dem Tanzflächenfüller „Bye Bye Beautiful" vor gut 90 Minuten begonnen hat, beendet man den Gig mit dem zweiten Diskoreißer der Diskografie: „Wish I Had An Angel".

    Noch ein letztes Mal geben die Fans alles, sogar die Kuttenfraktion lässt sich zum Headbangen verführen. Die Pyros knallen, Papierschnipsel regnen in die Menge, während Marco und Anette ein letztes Mal sich gegenseitig zur Höchstleistung antreiben. Dann ist Feierabend. Die Band (v.a. na wer wohl?) knuddelt die auf der Bühne liegenden Teddys und Schafe, verbeugt sich vor dem Leipziger Publikum und sagt auf Wiedersehen!

    Ein durch den krankheitsbedingten PAIN-Ausfall viel zu kurzer Konzertabend geht somit zu Ende. Krieger konnten punkten, PAIN leider nicht und Nightwish legten eine großartige Show ab. Auch wenn Anette nicht bei allen Songs perfekt glänzen konnte, überzeugte sie mit ihrem Auftreten, ihrem Umgang mit der Band mit dem Publikum. Diese neue Fröhlichkeit und Lockerheit steht Nightwish unglaublich gut und lässt auf viele spannende und unterhaltsame Konzerte in der Zukunft hoffen. Kiitos & Tack!


    Setlist Nightwish:

    Intro
    01. Bye Bye Beautiful
    02. Cadence Of Her Last Breath
    03. Dark Chest Of Wonders
    04. Everdream
    05. Who Ever Brings The Night
    06. Amaranth
    07. The Islander
    08. The Poet And The Pendulum
    09. Dead To The World
    10. Sahara
    11. Nemo
    - - - - - - -
    12. Wishmaster
    13. Wish I had an Angel

                   

    Nightwish - Once

    Source: Metal-District
    By: Hansy

    One review out of two from Metal-District.
    IN GERMAN. Translations?

    8 v. 10 Punkten
    = gute Scheibe

    Nach den zahlreichen Erfolgen anderer Härtner-Combos mit Frontfrau war zu erwarten, dass Nightwish mit „Once" auch hierzulande zur Großoffensive ansetzen. Mit der Vorabsingle „Nemo" hat man ja bereits einiges an Vorarbeit geleistet, auch wenn ich persönlich den Song für recht unspektakulär halte. Ganz im Gegensatz zum harten „Once"-Opener „Dark Chest Of Wonders", der sich mit seinen tollen Chorpassagen und dem gekonnt eingesetzten London Session Orchestra schnell zum Ohrwurm entwickelt. Diese Qualitäten bringt auch „Wish I Had An Angel" mit, bei dem Bassist Marco Hietala erstmals seine Stimme als wohltuender Gegenpol zu Tarja einsetzt. Im Folgenden gibt es reichlich klassisches Nightwish-Futter mit viel Bombast, einigen Progressive-Parts und natürlich der vielseitigen Stimme von Fräulein Turunen. Hervorzuheben ist sicherlich der starke Midtempo-Song „Dead Gardens", der mit einem tollen Heavy-Progressive-Ende aufwartet und die leicht durchschnittliche, dafür aber in finnisch vorgetragene, orchestergestützte Ballade „Kuolema Tekee Taiteilijan". Insgesamt also solide Nightwish-Kost mit zwei Knallern am Beginn des Albums.

    Nightwish - Once

    Source: Metal-District
    By: ehemaliger Mitarbeiter

    One review out of two from Metal-District.
    IN GERMAN. Translations?

    6,5 v. 10 Punkten
    = netter Durchschnitt

    Nuclear Blast scheinen mit Nightwish nun wohl mal wieder einen großen Wurf machen zu wollen. Wie sonst ist es zu erklären, das die Single NEMO gleich in vier verschiedenen Versionen rauskommen soll. Aber wie dem auch sei, als alter Nightwish Fan war es für mich selbstverständlich, das ich mir gleich ein Bild über die neue Scheibe ONCE machen musste.

    Die CD kommt mit seinen 11 Songs und ner Stunde Spielzeit doch recht gut bestückt daher und auch im Vorfeld konnte man schon mehr oder weniger gute Resonanzen in einschlägigen Magazinen darauf zu lesen bekommen.

    Das Album führt den auf CENTURY CHILD eingeschlagenen Weg konsequent fort. So wirken die einzelnen Stücke wesentlich aggressiver. Die Gründe dafür sind zum einen die wesentlich rockigeren Riffs, die einprägsamme Stimme von Marco Hietala, die nicht wirklich gut zu Tarjas stimme passen mag, und die Tatsache, das letztere sehr in den Hintergrund gerückt ist. Dies nimmt sehr viel Stimmung aus der Musik heraus, zeigt aber wohl auch die zukünftige Entwicklung der Band recht gut auf.

    An sich gesehen ist das Album gut zusammengestellt, plätschert aber eher dahin. Es finden sich für mich keine wirklich guten Stücke. Es gibt zwar auch keine wirklich schlechten Stücke. Aber Lieder mit Klassikercharakter wie zum Beispiel STARGAZERS von der OCEANBORN oder auch WISHMASTER sucht man hier leider vergebens. Grade im Mittelteil wirken die Songs sehr austauschbar und wenig einfallsreich und dadurch auch ein wenig langatmig. Es wird von Song zu Song deutlicher das die Musik nicht mehr um die Stimme der Frontfrau herumgeschrieben wurde und dieses neue Konzept geht leider nicht auf. Das Gezanke um Tarja's "möchtegern-ausstieg-und-nun-doch-wieder-nicht" lässt sich der Musik sehr deutlich anhören, wodurch NIGHTWISH allerdings auch ihren Status als "einzigartig" weitgehend einbüsen. Lediglich auf KUOLEMA TEKEE TAITEILIJAN, der einzigen (wirklichen) Ballade, finden sie wieder zu alten Stärken zurück.

    Insgesamt fällt mein Fazit sehr durchschnittlich aus. Schade das dieses Album wohl in den Tiefen der Durchschnittlichkeit versinken wird. Für langjährige Nightwish-Fans wird dieses Album wohl das letzte gewesen sein. Und die, die seit der CENTURY CHILD dazu gekommen sind bekommen auch keinen wirklichen Nachfolger zu hören. Schade eigentlich. Hab ich mir ein bisschen mehr erwartet!

    Nightwish - Century Child

    Source: Metal-District
    By: ehemaliger Mitarbeiter

    IN GERMAN. Translations?

    2,5 v. 10 Punkten
    = totaler Müll, nicht hörbar

    So, hier ist sie (lang hats gedauert, hehe)! Die Cd, bei der sich alle Truemetaller am Liebsten kollektiv einen runterschrubben würden *zwinker*.

    Nu gut, Spass beiseite, hier gehts um Nightwish, welche hier im Metal District und bei den Lesern nicht den allerbesten Stand haben. Und das neueste Werk ist meiner Ansicht nach auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Mit Power ist hier nicht viel, und der Gesang von Tarja kann einem ziemlich auf den Senkel gehen. Das ist genauso wie der andere Frauenmetal nichts Besonderes. Eine Frau, welche hier mit Opernstimme singt, dazu glattpolierter Power Metal, fertig ist der neue Chartbreaker. So einfach kann man mich aber nicht überzeugen. Dies ist einfach nicht meine Baustelle, der Gesang geht mir auf den Zeiger (wie schon oben beschrieben) und nun müssen sich die ganzen Kiddies dazu entscheiden, ob sie die Band weiterhin in den Himmel loben und somit weiter in die Charts hieven.

    Nightwish - Dark Passion Play

    Source: Metal-District
    By: SirLordDoom

    IN GERMAN. Translations?

    8,5 v. 10 Punkten
    = gute Scheibe

    Ja, warum tu ich mir das an? Aber einer muß es ja machen, oder? Nun ist das gute Stück schon einige Zeit auf dem Markt und im Grund hätte ich mich nicht zu einer Kritik genötigt gesehen, weil die Band sich wie von selbst im Stile geschnittenen Brotes verkauft. Aber ich wurde genötigt, von meiner dieser Scheibe verfallenen Frau Oberfeldwebel. Und was Frau Oberfeldwebel sagt, das hat sich zu erfüllen.

    Ich bin sicher kein allzu großer Fan von gepflegtem Opern - und Bombastrock und - metal, aber so manch ein feines Stück Musik ist schon dazwischen, so wie die "Dracula Rock Opera" von Premiata Forneria Marconi, kurz PFM, einer 70er Kultband aus Italien.

    So lassen wir sie laufen. "Poet and the pendulum" gibt den Einstand. Natürlich mit Disneyeskem Märchenpompsound inklusive Elfengesang und Zauberwaldmelodien im orchestralen Gewand. Dann irgendwann donnert es los, das Schlagzeug, der Bass, das Orchester und schließlich landet man bei einer gewaltigen Heavy Metal Abfahrt. Diese schafft Platz für die eher straighte, rockige Strophe, die nur dezent vom Orchester begleitet wird. Erst der Refrain und die Bridge zur kommenden Strophe blasen uns wieder die Frisuren um. Die Melodie der neuen, sehr angenehmen Sängerin, ist nicht weltbewegend, sehr solide und geradlinig. Der Chorus ist natürlich sehr hymnisch und trieft nur so vor Pathos.

    Durch den Einsatz des echten Orchesters hat der Song an sich aber ein sehr natürliches, echtes Feeling. Ein ruhiger, von Streichern getragener Mittelteil mit bezauberndem Gesang darüber streichelt die Sinne, entwickelt sich langsam zu einem im wahrsten Sinne des Wortes schönen Bombastpop, wird dann rhythmisch etwas rockiger, bleibt aber oberhalb dessen geschmeidig. Eine dramatische, sehr wuchtige Orchesterpassage kommt, geflüsterter Text, eine geheimnisvolle Stimmung, tosende Melodien und dann eine wilde Geigenabfahrt über treibendem Heavy Metal.

    Gitarren, Keyboards und Geigen spielen neoklassische Hiddelehiddele - Soli, dann folgt eine kratzige, dreckige Metalpassage mit aggressivem Geschrei eines Herren (Bassist Marco Hietala) und man landet wiederum beim melodisch pompösen Refrain. So weit, so gut, aber wo wäre die Band ohne diesen Bombast? Ich schaue mich verwundert um. Der zweite Song? Eine sanfte Ballade mit Elfengesang? Nein, nur ein Teil des Longtracks. WOW. Es gibt wieder einen schönen, verträumten Lauf und jetzt kommt der zweite Song.

    Die Gitarren bei "Bye bye, beautiful" sind wie der ganze Song sehr modern, keine richtigen Riffs, eher verzerrte und doch nicht heavy zu nennende Rhythmusläufe. In der Strophe hat der Song einen folkigen Charakter, der Refrain ist eher straighter moderner Metalrock mit monotoner Gesangslinie, die sehr aggressiv vorgetragen wird. Powermetaleinflüsse sind auszumachen, auch elektronische Elemente, die aber eher ganz im Hintergrund. Kein schlechter Song, sofern man sich von den Genredogmen entgültig freimachen kann.

    Ein hübscher Song im 80er Popstil, nur eben mit den tiefergestimmten Gitarren, die außer Deathnotes keinerlei Input bringen, eingängigem Refrain, orchestraler Begleitung und dezenten Keyboards ist dann "Amaranth", die Single zum Album, naja, eine derer.

    "Cadence of her last breath" hat groovige Riffs und nervöse Rhythmen, dazu dann wieder coole orchestrale Parts und einen freundlichen Hardrockrefrain. Der Gesang ist, wie schon beim letzten Song, sehr gut zu nennen. Die neue Frontfrau hat eine angenehme, helle Stimme, die eher zum anspruchsvollen Pop der frühen 80er wie Kate Bush oder Mike Oldfield passen würde, aber auch in diesem hardrockigen und metallischen Kontext eine gute Figur abgibt.

    Der modernere Metaleinschlag der Band an sich ist schon okay, auch wenn hier wieder vieles sehr begradigt und einige Songs zu sehr auf den Gesang zugeschnitten sind. Ob NIGHTWISH wirklich ihre Wurzeln im Metal haben, kann ich nicht bestätigen, da sie sich vieler Elemente bedienen, die mit dem originalen Sound nicht mehr zu vergleichen sind.

    "Master passion greed" thrasht dann ungemein aggressiv los, die Frau schweigt, Marco singt ähnlich wie Snake von VOIVOD und ein wenig spacig und futuristisch in Richtung VOIVOD tendiert die Strophe dann auch. Selbst die schrubbenden, staubtrockenen Riffs erinnern an die Kanadier. Der Bombastrefrain ist dann wieder typisch NIGHTWISH. Die Solopassage hat was von dem bekannten finnischen Bombastmetal. Eigenwillige Mixtur, aber nicht übel. Nach dem Opener mein Favorit bisher.

    Die folgende Ballade "Eva" ist freundlich, gut anzuhören, aber ein wenig zu geschmeidig, um als absolute Macht durchzugehen. Nett, mehr nicht.

    Besser scheint "Sahara", ein pompöser Altmetallstampfer mit fetter Orchesterbegleitung, majestätischen Vocals und dunklem Ausdruck. In der Strophe scheint die gute Frau hier echt wie verwandelt, von der braven Edelpopdiva zur wahren Hexe. Yeah, dieses Stück ist wieder ein Highlight. Hypnotische Rhythmen, mystischer Bombast, schwere Riffs, hier ist alles vertreten, was einen guten Song ausmacht. Die gelegentlich auftretenden Popmelodien sind gut eingebaut.

    Wichtiger sind die vielen kleinen Drehungen und Wendungen der Komposition. So bleibt es für eine Weile ein frischer Song.

    Ohne diese straighten Popmelodien und mit mehr solchen Songs insgesamt wären NIGHTWISH Könige für mich persönlich. Diese letzte Hürde wird aber wohl nie genommen. Dazu ist die Band zu dick im Geschäft mit der populären Musik.

    Nun die entscheidende Frage, "Whoever brings the night"? Na, weiß es jemand? Endlich mal ein abgefahrenerer Song mit ebensolchem Gesang von der schönen Frau. Natürlich ist der orchestrale Einschlag wieder sehr deutlich zu vernehmen, aber die Strophe ist spacig, fortgeflogen. Der Refrain kommt dann zwar eingängig, aber auch sehr irre daher. Ein Zwischenspiel mit gewaltigen Opernmelodien, aggressiv metallischer Grundinstrumentierung und wuchtig - metallisch klingenden Percussions reißt Dich mit sich, stürzt Euch dann förmlich hinein in einen gesunden Headbangerpart, der wieder zum Refrain führt. Wow. Das hätte ich von dieser Band nicht mehr erwartet.

    Nun ist mit "For the heart I once had" auch kein adäquater Nachfolger in Hörweite, sondern lediglich freundlicher Poprock im AOR Gewand mit verpopptem Gesang. Nicht Scheiße, nein, nur irgendwie wenig von Belang. Auch der heroische Refrain rettet dieses Stück nicht so recht über das solide Mittelmaß hinaus. Aber man kann es hören, ohne gleich komplett abzudrehen.

    "Islander" ist dann ein folkigerer Song, der an viele Frühsiebzigerbands erinnert und für den vorherigen AOR Schmotz entschädigt, mehr als das, dieser Song fesselt einen wirklich. Also, sie können es doch. Ich wünsche mir von dieser Band mehr Folkrock, mehr traditionelle Musik, mehr Prog auch, dafür weniger von dem 90er Metalpop, der die Band zuletzt in die Charts gebracht hat. NIGHTWISH können mehr als das, was da auf Scheiben wie "Once" dargeboten wurde und sie bringen auch verdammt viel mehr auf dieser CD. "Islander" ist wunderschön, diese keltischen Elemente, das ist ergreifend schön und einer der am weitesten vom Rock und Metal entfernten Songs hier.

    "Last of the wilds" ist hiernach ein rockiges Instrumentalstück und natürlich ganz deutlich dem Irish Folk in Punkto Melodien entlehnt. Die Leidenschaft der Musiker ist so intensiv spürbar, daß ich mich fast vergessen möchte. Ich hätte einen solchen Song eher auf einer neuen CRUACHAN LP erwartet. Gigantisch.

    Kurz vor Ende der überlangen CD haben NIGHTWISH also nochmal richtig einen draufgelegt. Vergessen sind die Schmähworte, mit denen ich die Band gerne bedachte, ich umarme sie, öffne ihnen meine Seele.
    Ich finde, daß dieses Album wesentlich lebendiger und natürlicher klingt als die vorherigen Scheiben, weil die Produktion wieder ein ganzes Stück von der digitalen Perfektion des Klanges abgerückt ist. Man spürt wieder richtig, wie die Band hier musiziert. Lovely.

    "Seven days to the wolves" hat gemässigtes Stakkatoriffing, einen mystisch - bombastischen Ausdruck, klingt wie die Untermalung eines herbstlichen Unwetters. Aber dann kommen da auch wieder folkige Melodien von der Geige, die Leads spielt. Der Refrain ist straight, aber irgendwie gut.

    Mit "Meadows of heaven" gibt es noch eine Lehrstunde in Sachen Bombastrock, alles schön smooth gehalten. Guter Song in der Tat, nein, sogar ein sehr guter Song.

    Ein überraschendes Album, welches ich ungefähr so gut finde, wie vor gut 10 Jahren die "Oceanborn" (welche ich im Nachhinein aufgrund von NIGHTWISH Ermüdung und Überhype dieser Band weggegeben habe). Nicht mehr so revolutionär, aber genauso spannend und leidenschaftlich. Ich mag die Scheibe!

    Nightwish - Dark Passion Play

    Source: Blistering
    By: David E. Gehlke

    Time for some simple Blistering math:

    The new Nightwish album, "Dark Passion Play" cost a reported $680,000 USD to create. For a cool $21.98, you can purchase "Dark Passion Play" at any national retailer, which yours truly did recently. If our long division skills prove us correct, then roughly 31,000 ‘heads with deep wallets need to shell out the bucks for Nightwish to recoup in the US. Hmmm. (Ed note: Recouping on an album is far from this easy, but we'll stick to the basics)

    So, if mega metal label Roadrunner and Nightwish think they're going hit the aforementioned total with a price that high AND with a new singer fronting the band, they're either delusional or very confident. There is simply no way any self-respecting metalhead with a marginal income will shell out the bucks for a product that is unproven. It's no wonder that the industry is going down the tubes, but hey, there are those out there (like myself) who like to throw money at things for no good reason other than curiosity...

    Back to the topic at hand, "Dark Passion Play." With new siren Annette Olson replacing the unceremoniously dropped Tarja Turnonen, the pressure is on songwriter/band leader/keyboardist Tuomas Holopainen to prove his band can establish some staying power. Luckily for him, "Dark Passion Play" is every bit as dramatic, overblown, and pompous as the last few Nightwish albums. And it blows away 2004's "Once."

    Olson sounds nothing like Turnonen, instead recalling the sultry vocal approach of a Simone Simons (Epica) or even an Amy Lee (Evanescence) if you want to get that commercial. Olson never hits the ceiling-scraping highs like her predecessor, but she does have great command of her mid-range, which is used throughout this 78 minute marathon. While her voice is by no means special, it does come across well during the harmonic portions of "Sahara" and "Cadence of Her Last Breath."

    There are some obvious similarities between "Dark Passion Play" and "Once." The most glaring are "Bye Bye Beautiful," this album's version of "Wish I Had An Angel" and "Eva," the dead-on ballad doppelganger of "Nemo." While both tracks have merit, it's disheartening to see the usually forward-thinking Holopainen reside on his past glories for new tunes.

    Elsewhere, the 14-minute + opener "The Poet and the Pendulum" is loaded with orchestral movements and Olson's soft, swooning vocals that are flanked by a real choir, while the full-on metal tracks like "Whoever Brings the Night" and "Master Passion Greed" are dependable symphonic metal numbers that are hallmark Nightwish tracks full of the occasional bombast, keyboard pep, and bassist Marco Hielata's always on-target male vox. For a great modern day Jethro Tull tune, check out Hielata's first-ever solo Nightwish track, "The Islander."

    If you break it down, "Dark Passion Play" is most likely going to quell any concerns about Olson replacing Turnonen, which in the back of Holopainen's head, has to feel good. Olson never ruins any songs and she carries herself with a sense of emotion and passion that was sometimes lacking in Turnonen's vocals. For that reason and many more, "Dark Passion Play" is worth investigating. Is it worth $21.98? Probably not, but someone's gotta pay those orchestra rental bills, you know?

    Nightwish Live » Jannis Landing, St. Peterburg, Florida, US

    Source: Blistering
    By: Michelle Feingold

    Nightwish, Sonata Arctica
     - September 21, 2008


    Jannus Landing, a notorious outdoor venue in the heart of St. Petersburg, Florida, decided to let the sun shine down on it the evening Nightwish and Sonata Arctica played. A line of Nightwish VIP guests giggled and squealed over all of the musicians walking back and forth through the front gates of the venue, which allowed fans waiting outside to view the bands getting ready and the roadies setting up the stage. No doubt there were a few "Kakko" and "Marco" screams every once in a while; a very blunt way to catch their attention! They were ignored anyhow.

    It didn't take long to notice the thick line wrapping around the venue filled with the largest variety of metal heads known to man. They began to trickle in and attach themselves to the sticky barricade in front of the stage. This time we were all fortunate enough to not have to be tortured through an opening band that no one knew.

    Surprisingly enough, the show managed to start on time, and Sonata Arctica broke out with one of their best songs off the newest album Unia. The energy and stage presence presented by frontman Tony Kakko has never failed once during a Sonata set, and this was no exception. His genius idea to wear three layers of clothing during a Florida courtyard show in the middle of September did begin to take a toll, his clothes being drenched with sweat by the end of their performance. Although, it seemed that Kakko was the only one entertaining us from the stage. Guitar player Elias was enchanting with his good looks, long flowing hair, and of course guitar skills -but still cannot compare to the emotional rollercoaster Kakko portrays.

    Sadly enough, the boys only played about a 40 minute set, and to those who believed that this was a duel-headliner were greatly disappointed at a 7-song show. They did happen to close out with the highly anticipated "The Cage" but, in a majority opinion, will never satisfy the craving for "Wolf and Raven" -something Sonata has yet to play in the United States regardless of the mass amounts of requests.

    At least there was one finish band singing about wolves that night: Nightwish broke out with "7 Days to the Wolves" as their opening song, by far one of their most powerful songs on the newest album Dark Passion Play that doesn't happen to be a pop-sounding single. Annette came out on stage as a blonde with a red baby doll dress, a true shock to those who were expecting to see the same style from last year. The ex-brunette with a punk style of fashion has changed up her look and added a huge dose of confidence in her stage presence. Nightwish most likely got the hint from last years' US tour that there were a few kinks that needed to be worked out for the pop-rock style Annette delivers.

    Nightwish blew away the crowd with their great mix of their best songs, mostly from the newest album Dark Passion Play, and ended with a few numbers from Century Child as an encore. Annette's mention that she and the members of Nightwish were not used to this type of weather on stage was no over-exaggeration. After the last song played, Annette rested her head on top of Marco's shoulder, both drenched with sweat and radiated exhaustion.

    Unfortunately, this ended up being the unexpected last day of the US tour for Nightwish due to Annette getting ill. Performing outside at a Florida venue isn't exactly the brightest idea if you're not used to temperatures over 80 degrees Fahrenheit.

    www.myspace.com/nightwish
    www.myspace.com/sonataarctica


    Interview with Nightwish 18

    Source: Blistering

    2005
    By: Justin Donnelly

    While the use of orchestras is very much commonplace within metal these days, there are few that have pushed the boundaries as far as symphonic/power metal act Nightwish.The five piece Finnish act (Led by operatic vocalist Tarja Turunen, and supported by guitarist Emppu Vuorinen, bassist/vocalist Marco Hietala, keyboardist Tuomas Holopainen and drummer Jukka Nevalainen) literally pushed themselves beyond the confining limitations of their previous four studio efforts, resulting in the bands biggest, and most successful release to date in 2004's ‘Once'.

    While on tour in Germany, I caught up with Nightwish's creative mastermind Tuomas Holopainen in Braunschweig (Where they happen to be playing a gig later that night) to find out just how successful ‘Once' has been since it's release in June 2004, how the album has altered the bands current tour plans (Which is set to include Australia) and just which musical direction Holopainen can see Nightwish taking in future.

    "At the moment, I'm very happy. The biggest dream for me to ever come true was when I had the final master copy of ‘Once' in my hands. When I heard it, I thought it really was the best effort that I could have done at that time. I was a big highlight for me last year to have the album finished, and to be that proud of it. From the fans perspective, I think they had very high expectations from us on a musical level, so I really wanted to do my best, without any compromises. That's why we hired the best possible orchestra (Who were the London Academy Of St. Martin In The Fields Orchestra) and choir that we could get. That was also the reason why I had (Native American) John Two-Hawks perform on ‘Creek Mary's Blood'. We didn't want to make any compromises on ‘Once'. I also wanted to meet my own expectations. That to me is always the most important. It's always the quality of the music that matters to me. Of course we wanted to be able to top the previous album (2002's ‘Century Child') in sales too, and be able to tour some new places, which we had never been able to do before with that success. Fortunately, all that happened, so we couldn't be happier."

    While Holopainen's musical expectation have well and truly been met, it's in sales that Nightwish have really made an impact as well.

    "Everything has been doing so much better than we could have ever expected. I mean the sales for ‘Once' worldwide are somewhere around eight hundred and fifty thousand as of right now. Who knows, maybe by the end of the year it could be closer to one million. It seems so absurd for this kind of music! (Laughs) I'm not complaining though. I think it's awesome."

    As mentioned before, the increased sales of ‘Once' have mean that Nightwish has made inroads into territories that once seemed distant to the band, and therefore make touring something of a new challenge rather than treading over familiar ground.

    "For the first time ever we toured the U.S. last August, and that was very good actually. We also did our first tour of the U.K. And in a couple of weeks we'll be touring Japan for the first time, with Australia straight after that. So we're finally hitting these hard markets. There has always been a really good success in Scandinavia, central Europe and South America, but it's the bigger markets like Japan, the U.K. and the U.S. that have been really hard for us to break into. But finally, something is happening in these countries. It helps enhance the touring experience. I wouldn't think that there's any chance for Nightwish to sell any more albums in Germany (Where the album has gone platinum) or Finland (Where the album has sold triple platinum), so of course we want to extend into other territories and spread our wings. Otherwise it tends to be the same time and time again."

    What is not so well known amongst fans is the simple fact that with every new territory that the band plays in, it brings out a nervous disposition within Holopainen.

    "I'm always nervous. It's part of my basic character. I've been nervous all my life. I come from the countryside, as the rest of the band do, so this performing in front of big audiences with all these public appearances is something quite weird for me. It's something that I'm still trying to get used to after all these years. I still find myself getting nervous every night before playing a gig. I don't think that's necessarily a bad thing, because you always get an adrenaline rush before going onstage when you feel a bit nervous. Of course it gets easier when you do long tours and a routine of sorts is there. But when you're performing in a new place for the first time, at the beginning of a tour or even after a long break between tours, it can get really hard! (Laughs)"

    Like most international touring acts, Holopainen has little idea what to expect when Nightwish make their way down to Australia for the first time in March for four shows. But he does believe that fans of the band are very much the same worldwide.

    "We really don't know what to expect at all. I personally don't know what the album sales are like there, how the shows are being booked or how many people are going to be there. So in a sense we really don't have any expectations. But from experience, I would say that Nightwish fans are so much alike no matter where you go. Whether it's in Finland, South America or the U.S., there's always the same loyalty for the band. There's always the same wild, fanatical touch to the fans. I guess I'm just expecting the same reaction from the fans there in Australia as well! (Laughs) But the band is really looking forward to playing there. I only wish that we could have some time in Australia than we have booked at the moment. We all want to see some sights because Australia is so exotic to us Scandinavians. It really is the further part of the world to us. I just hope we have some time to see something while we are there. I am determined to fit something in amongst the tight schedule we have."

    And it's not surprising to find that the Nightwish schedule is still very much packed with touring off the back off ‘Once' going well into late this year.

    "Touring is going to keep us busy until the end of October. That's the plan. The whole tour started at the end of May in 2004, and we have been touring pretty much ever since. So all up, it's going to be around a year and a half of touring. That doesn't mean we've been on the road throughout that whole time. We're usually on the road for around three to five weeks, and then go back home for a week, and then start all over again. There's a lot of married people with kids in the band, and also in the crew, so that's the sort of things that you need to keep in mind while touring."

    But as successful as touring is for Nightwish, the need to head back into the studio will see the band finish up this year. Providing of course that the band as still intact that is!

    "Right now we're just trying to cope with touring, and hope that the band is still together by the end of October! (Laughs) But if it is, I'm pretty sure that we'll enter the studio during the first half of 2006, which means that the next album should be out at the beginning of 2007. But anything can happen, and at the moment, that's just a plan. Nightwish is always a little volatile. The band will only continue for as long as the fire is still there. At the moment, that's still there. That's been the ideology for the band from the beginning. We wanted to do this band on a grand scale, and to do it for as long as it was still fun to do. I just wish that we could all have a good time, all of the time and enjoy it for what it is. Of course, it feels like work some days, but you have to have the fire and the passion to do this. And right now, it's stronger than it's ever been for the band. I'm already writing a lot of new songs for the next album, so I'm one hundred percent sure that there will be another Nightwish album, and another Nightwish tour. But as to how long this whole thing will last is anyone's guess. It may be as little as two years, or as long as twenty years. I really don't know."

    But as to just how much bigger Nightwish can get sound wise in an album sense after ‘Once', Holopainen is far more certain as to where the band will head next.

    "Anything is possible! (Laughs) That's my life philosophy. I still think that there's some things that we didn't do on ‘Once' that we can do when it comes to how bigger sounding the music can get. I have some really big ambitions for the next album. So there's definitely a next level that has yet to be taken in that area. But of course, too much is too much, so I may also have to start thinking about something else as well! (Laughs) I don't know where that cut off point is just yet, so we'll both have to wait and see what happens next! (Laughs)"

    Nightwish Live » The Chance, Poughkeepsie, US

    Source: BeyondEarCandy

    May 7th, 2008
    Contributed by Ann Marie Reilly

    The specter of doomed tours past seemed to haunt Nightwish as they attempted to renew their quest for U.S. recognition with a second pass through the states on the Dark Passion Play tour. A canceled cargo flight left their equipment in Mexico City, resulting in the cancellation of their first U.S. date on May 5th at the Starland Ballroom in Sayreville, NJ. As the band cooled their heels in New York City, the gear finally crossed the continent, only to be missing four cases of some of the most important equipment. Thus the show May 6th at the Webster Theater in Hartford, CT was also canceled. Wary fans now waited nervously to see if the following night's show at The Chance in Poughkeepsie, NY would fall victim to the curse. Miraculously, the tour demon released its grip; the gear arrived, and the band made their way up the shores of the Hudson River. The show was on.

    A college and light industrial city, Poughkeepsie has its picturesque sections and its downright seedy sections; The Chance is located in the latter. The short walk from the Grand Hotel to the venue is a tour of shabby stores, closed restaurants and a gauntlet of questionable characters hanging in doorways. Tucked down a wide alleyway, The Chance has stood reign over the nightclub scene for over quarter of a century. Worn but not weary, it's layout of many levels and a generous stage makes it easy to see the bands from nearly anywhere in the venue and the sound is usually excellent.

    The opener for this leg of the tour is Sonic Syndicate. A multi-faceted, gritty metal band, Sonic Syndicate won a 2005 competition with record label, Nuclear Blast to establish themselves in the NB stable. Their solid debut Eden Fire in 2003 was followed up with the well-received sophomore effort, Only Inhuman in 2005. Reviews were positive, focusing on their layered creations of dark metal themes, biting guitar riffs and atmospheric keyboards. Live, they seemed to lose the edge that sharpened their recorded productions. While their stage performance is energetic and inspired, their sound comes off regrettably generic. The many layers of guitar sequences and vocal statements seem to meld into a muddy blend of aggression that doesn't do their music justice. Nightwish fans were patient but not enthusiastic in their reception. A spin of Sonic Syndicate's actual discs is really needed to appreciate this young, talented band that has not received their due on this tour. Perhaps some extended work on presentation is in order.

    Nightwish alleviates their fans chronic anticipation with a frontal assault of the naughty, but nice "Bye Bye Beautiful." Full of angry emotions yet confidently hopeful, this song has been the constant opener for the Dark Passion Play tour and it perfectly sets the tone. Past disappointments evaporate as the fans become totally caught up in the aggressive lyrics and energy of the band. Anette owns the stage like a demonic pixie. Bouncy, cute but volatile and dead-on with her delivery, this little lady does not mess around. She easily engages the entire hall with her delightful expressions and captivating vocals. The band seems well rested after their unexpected days off and they infuse each song with a great deal of passion and energy. The sound explodes from the stage, but is well modulated and tight.

    Nightwish keeps up the pace launching next into "Dark Chest of Wonders", the Once tour opener. "Whoever Brings the Nights" follows, and then Anette delivers a spirited performance of "The Siren." It is songs like this where Nightwish fans tend to assess her vocals versus former lead, Tarja. Of course, she does not have the powerful operatic style of her predecessor, yet her voice is sweet, strong and clear and she gives a mesmerizing rendition of this eerily beautiful song.

    The band keeps the energy high throughout the entire show, which focused naturally on selections from the Dark Passion Play album. Anette gave a thoroughly animated performance of the jaunty hit single, "Amaranth" which was followed up by a haunting rendition of "The Islander" by bass player, Marco, whose commanding vocals are positively hypnotic. Other selections from the Dark Passion Play include, the disturbing, yet majestic opus, "The Poet and the Pendulum" along with "Sahara" and "Seven Days to the Wolves." Marco got a chance to show off the more mellifluous aspect of his voice with "While Your Lips Are Still Red," the bonus track from the "Amaranth" single. A nod to past favorites is delivered with "Dead To The World" and "Wishmaster." Also included from the Once album, was the catchy "Nemo" and the evening closer, "Wish I Had An Angel."

    A thoroughly engaging and energetic performance, the Nightwish show at The Chance was well worth the wait. More

    than a few fans, undaunted by the cancellations, made the trek to Poughkeepsie to see this Finnish phenomenon. The

    final applause was long and enthusiastic, and it was clear Nightwish was well on their way to resuming their conquest of

    the U.S. metal market.


    Nightwish:


    Anette Olzon - vocals

    Tuomas Holopainen - keyboards

    Emppu Vuorinen - guitar

    Marco Hietala - bass, vocals

    Jukka "Julius" Nevalainen - drums
          


    Interview with Nightwish 17

    Source: BeyondEarCandy

    THROUGH THE EYES OF A SONGWRITER.

    14 November 2007
    By: Vanessa De Campos

    www.vanessa-decampos.com


    "I have been a fan of Nightwish for years and have waited centuries, it seems, to finally see the band live. After rescheduling their North American tour that was set to take place in 2005, everything was canceled. Since then, American fans waited and waited only to be shocked at the moment the band fired vocalist, Tarja Turunen via an open letter through the band's official website. The letter swamped the internet immediately and the news spread like wild fire. All was set just after their sold out gig in Finland, where the End of an Era DVD was recorded.

    Those waiting patiently are blessed, as is the world now that Nightwish are back on their feet with Anette Olzon taking the stand as front woman. I had the honor and privilege to interview founder, and mastermind of Nightwish, Tuomas Holopainen just before their South Florida gig on 14 November 2007. Before you continue to read, you will notice how humble of a man he is, and I just have to emphasize that. By now, it's obvious that the past is the past, but still we are curious. What can we expect for the future? What inspires the one man behind the music who has influenced dozens of other bands? What does he like? Tuomas digs deep in the past, present and future of Nightwish. The press, future tours, personal likes and dislikes, North American, and even life in Finland."
    - Vanessa


    Vanessa De Campos:
    Tuomas, before we start I want to say "Welcome to Florida!"


    Tuomas Holopainen: Thank you very much. First time here with the band.


    VD: How has the tour been going so far?


    TH: Let's say phenomenally well, compared to what we were expecting with the change of the singer and a new album coming out. Everything was a big mystery like 'What's going to happen?' So we didn't really expect much. We were actually prepared for a total inquisition from the fan's side. But they have been so friendly and nice and the response has been better than ever, so it's really really encouraging.


    VD: Have you guys had any fans directly come up to you guys with negative feedback? Screaming things, maybe booing or holding up Tarja signs?


    TH: It's really amazing that we have not encountered anything like that. There was one girl, I think in Philadelphia doing this the whole show [raises middle finger], but we have done 22 shows now so far, something like that, and that's the only time that I have seen a middle finger in the crowd. So the percentage is really good. It's going good but still, the human mind is a weird thing. And Tarja was a big icon to the band and there are a lot of die hard fans out there. So there will be, I think, some conflict at some point.


    VD: Ok. So what has been the best city this tour so far?


    TH: There hasn't been a single bad one. But the most memorable ones were San Antonio and Los Angeles for some weird reason.


    VD: How does that feel? Because in Europe you guys are playing in arenas, and when you come to America you have to play at small clubs.


    TH: We don't have to play; we have the privilege to play. I love playing small clubs. There is nothing wrong with big arenas but the atmosphere is a bit colder. In small venues you get the sweat and the slime and the smell of beer. You know a really intimate feeling with the people. You know, you can flirt with the people in the front row and touch them. The interaction is much more present. In Europe they are far away. It's great to hear 5,000 people singing, it has its own kind of feeling as well. But I kind of prefer it like this. It's never about the size of the crowd, never ever - Usually the smaller the better. I don't mean 10 people; it's a bit too little. But if you have a small club that's full, like 500 people, that's good.


    VD: Out of all of the countries you have visited, what is probably one of the most memorable, most energetic countries you have played?


    TH: South America. All of the countries in South America. It's the Latin blood. I don't know where it comes from. But the people are so passionate and wild.


    VD: Do you speak Spanish?


    TH: "Habla Español. Como estas? Una cerveza. Puta Madre!


    VD: Any South American tour plans?


    TH: Yeah. There's going to be another South American leg at the end of next year.


    VD: Do you ever plan on playing in Puerto Rico?


    TH: I can't believe how many requests we get. We get lots of requests by e-mails, the forums, and people who come to our shows from Puerto Rico. I don't know. I have to talk to the big guys about that.


    VD: You guys have two future US tours, one already has some confirmed dates. How does that feel, you're going to be on the road for two years. Are you regretting this? Are you excited?


    TH: Yeah, the third one is going to be in September of next year. I'm really excited. I mean, I love the whole thing going in cycles. We are going to go home next Monday, so we have three more shows. And the moment of coming home is one of the best feelings in the world. But after being at home for a week like we now get to be, you really want to go on tour again. But in the name of honesty, we have been here on this tour for four and a half weeks now. And everybody is a little bit tired and really wants to go home and see their kids, and wives and stuff, so. But it's good that it goes in cycles. I'll never do it Metallica style, like two years in a row and never going back home. So we have scheduled the whole two years so that it's never more than five weeks in a row and always one or two weeks in-between.


    VD: It's really nice that you guys are giving so much thought into the American audience now. We had postponed tours, canceled tours in which Sonata Arctica was supposed to be the supporting act a few years ago. Are you guys ever going to consider doing a tour like that?


    TH: Yeah we are. Yes! But nothing is confirmed or anything. But it's been planned, let's put it that way, hope it happens. (Dates have now been scheduled for the Fall. Check the Nightwish.com for dates.)


    VD: You share the same label (Nuclear Blast) as Within Temptation in the U.S., would you ever consider doing a tour with another female fronted band like that?


    TH: Yeah, that's one thing that we have been talking that we wouldn't do. Not in Europe, not in the States. We want to keep things a bit different. Within Temptation, I love the band, I really do. But I don't think we would make a good package. It's a bit too close in my opinion. I mean, both of us have our own styles and our own identities, but still, a Metal band with a female vocalist with the classical elements, a lot of keyboards and stuff, it's too close. Sonata Arctica for example is perfect. There are some similarities but still different.


    VD: This is the first time that the album (Dark Passion Play) was released in America right after the European release, now you can see the sales here. Everyone before had to buy the imported album.


    TH: Yes! Yes, yes, that's right.


    VD: The American release of Oceanborn had "Sleeping Sun" and I have seen some of the set lists for this tour, why aren't you guys playing songs like "Gethsemane"? Why isn't their much focus on that album?


    TH: It's so hard to play that song, we suck at playing. We are getting worse and worse. And we tried it a couple of times and it just doesn't work. [Laughs]


    VD: Well, you have to keep trying!


    TH: We have to keep trying, yeah I know. There are just so many songs on six albums. Basically we have chosen the set lists very much according to with what Anette feels good about doing. The first three albums, they were so operatic, she can do them but it doesn't feel natural for her. She prefers the last three albums. We are still playing "Wishmaster, Come Cover Me, She Is My Sin, Sleeping Sun" stuff like that but the focus is a bit more on the latest three albums. "She is my Sin" is probably the hardest song for Anette to sing out of all of the songs that we have rehearsed so far. So she is a bit picky about that. But we have been doing it and she likes singing it, it's just that she needs a good day to do it.


    VD: I heard you guys rehearsing inside earlier. You guys were playing "Dead to the World", are you playing that tonight?


    TH: Yeah, we are playing "Dead to the World" for the first time. We are just going to give it a shot and see how it goes. It's replacing "Come Cover Me".


    VD: I like the replacement. It's okay. I give you the permission. [Laughs]


    TH: Alright, thank you. Thank you ma'am! [Laughs]


    VD: I noticed that you're not playing "Master Passion Greed" at all.


    TH: No, there's a reason for that. Let us forget about the whole subject. It's kind of weird to play some of the songs now because the songs for the new album were done in 2005 and I was totally a different person - well, not totally different but I was thinking and feeling about things in a different way. So getting in the mood for songs like "Bye Bye Beautiful" or "The Poet and the Pendulum" seems a little weird.


    VD: But you're opening with "Bye Bye Beautiful" every show.


    TH: Yeah, we are. It's kind of a statement that the past is the past and this is it now.


    VD: How do you feel when you hear all of your fans singing "Bye Bye Beautiful", that must feel overwhelming.


    TH: Yeah, it does. When I'm playing that song live I'm not thinking what the song is about. I just think of it as a really simple, groovy rock tune good to open the show.


    VD: You had 10 female vocalists in the end, what about Anette really captured and attracted you about her?


    TH: It was the voice and the personality. Those two things combined, and a lot of experience in music. But basically the voice was exactly what we, I mean, it was an instant click, that yes. It's nothing like Tarja but it still holds the power and the emotion so she will not be a copycat. And the other thing was the personality. She's from Scandinavia. We share the same state of mind, the same really bad sense of humor; you can talk to her about anything [laughs]. She has a good sense of humor and a really good self esteem as well. Staying in a bus for five weeks with fourteen guys, you really need have to have a good sense of humor. And in the very end, it was more like a matter of heart. What you felt right here among all the candidates. And now when I look back at the whole thing I think it was really easy to pick Anette. It was a unanimous vote for her.


    VD: There were a lot of rumors on the internet about the new singer being this girl in this band, or that girl in that band. Did you guys consider even, inviting another female vocalist that was already in the music industry?


    TH: No, all of these girls, like Simone of Epica, Liv Kristine, Vibeke of Tristania, all of these, we never ever contacted those at all. They have their own bands and we did not want to interfere in any way. There was not a single one we ever contacted. We just put our trust in all the demos that were sent to us.


    VD: How many demos did you get in the end?


    TH: A bit over 2,000.


    VD: And you went through all of them?


    TH: Yes. Well, it was in the period of about 14 months so it was alright.


    VD: In the beginning, I'll be honest; it was weird because it was a big change. I know that Once cut down a lot on the operatic style. But after I listened to it a couple of times, I thought it was for the best and maybe we need somebody better like this.


    TH: Yeah, that is a really healthy approach towards the whole thing. At first it was incredibly divided. You hate her or you love her. It still is but it's coming down a lot. People are starting to accept. Seeing that this was the best choice, I mean, because the last thing we wanted to have was a copycat of Tarja, so no operatic, no classical.


    VD: Is the press in Finland really brutal with you?


    TH: It's not that bad. You just have to be really careful what you say and what you do. Especially now, because we are like really hot stuff in Finland, followed all the time.


    VD: Really? Do you have paparazzi following? Ever have people in your bushes?


    TH: A couple of times yes, it happened to Anette as well, when we revealed her identity there was this Finnish press who went into her house and put some roses in her mailbox and stuff and just photographing her house.


    VD: Yeah and she has to deal with that now. How is she dealing with this every night?


    TH: She's doing very, very well. I think there was an initial culture shock in the beginning of this tour. I remember telling her you have no idea what you are getting yourself into and she told me, yes I do, I do, I do. And after one week on the tour here I said, I told you, you had no idea what you were getting yourself into and she said I was right.


    VD: What is the biggest pressure for her do you think?


    TH: I think it's such a big boost to feel and confused of this kind of lifestyle, and her being sick in the beginning. All of this combined with a lot of hassle and unprepared things going on. There was a weak moment there, but now she's doing fantastic.


    VD: Did you guys have to talk to Anette about being really warm and outgoing with the fans or is it more of a natural thing?


    TH: She does it very naturally. I mean, we all have our good and bad days. And some times if you're really sick or if you have something really important to do, there's only so much that you can do. But so far she has been handling things really well. Some times it takes a lot of understanding from the fans and the media if you cannot do everything. VD: Tomorrow you're playing in Orlando (Florida). The venue was changed from House of Blues, I know you're a big Disney fan and it's in downtown Disney, how did you feel about that?


    TH: I was a little offended by the whole thing, I took it personally [laughs], but I also think that Uncle Walt would be turning in his grave if he knew what the Disney Corporation was doing these days. It's such a double faced thing that they are not allowing any heavy Metal Bands on their premises to play, but still they are like idolizing pirates. Like psycho paths, rapists, drunken people and Jack Sparrow is like every kids hero now. I don't mind, I think he's a cool character and everything. There is a lot of hypocrisy involved, just one example.


    VD: You guys have a day off on Friday, are you going to any theme parks?


    TH: Oh yeah! We are going to go to Islands of Adventure. I have been there five times already. Five times in Florida and six times in Disney land. I am a freak when it comes to this stuff.


    VD: What is your obsession with Jack Sparrow? You look a bit like him [Laughs].


    TH: It's not an obsession. The whole thing is that I have been looking like this for five years, and I get a lot of this "You look like Jack Sparrow" shit all of the time [Laughs], so just to emphasize the whole thing I put the doll onto my keyboard to give people more to whine about, you know, that's the whole thing. But I think he's a cool character. Johnny Depp is actually one of my favorite actors. I love the movies and everything, but I have no obsession with him and I am not trying to imitate him in any way. Blame my mom and dad.


    VD: How do you parents feel about this? You're multi platinum now with the new album, what do they say?


    TH: They are so proud! My mom and dad were actually in California and in New York at our shows. So they are really really supportive. Some times my mom even sends back letters to fans. She collects everything that is ever written about us. She has this book. So they are really proud and I am pretty happy for that.


    VD: It's great to have support from your parents playing heavy music.


    TH: Exactly. It's not always like that. I mean, for me, it was always like that. But for many people, it's not.


    VD: Your song "Whoever Brings the Night", is that about groupies?


    TH: Not about groupies, no. It's a song about the real dirty side of the human mind. Some times you get really scared about the wrong thoughts and dreams. But this is more like the sexual side and the really dark side of the human mind. That's what the song is about.


    VD: Clearly your lyrics are poetic; would you ever consider releasing a book of poetry some day?


    TH: I don't know. I love writing lyrics but I don't consider myself as a poet. I like the idea of combining lyrics with the music but I don't even read that much poetry. I love Walt Whitman, though, and some Finnish poets. But a poet is something different. I'm a songwriter, a lyricist. A poet is something bigger.


    VD: Well, I am a poet. And you are my biggest influence. I know this is an interview, but for example on myspace it asks "Who I'd Like To Meet" and I would have always Tuomas Holopainen.


    TH: Really??


    VD: Yes, always.


    TH: Well, hello! Nice to meet you! [Shakes my hand] That's kind of flattering, you're blushing me. [Laughs and covers face] How does it, you know, I am not a native English speaking person so how do the lyrics sound to your ears? There must be a lot of grammar mistakes and stuff.

    VD: I've never really noticed. Now this is an interview with me? [Both Laugh]

    TH: Yes, yes I am asking you!

    VD: I've never really noticed. You write probably better than a lot of English speaking people. You have such great grammar and the way you phrase your words are so poetically well done. It's beautiful.


    TH: Really?? Wow.


    VD:
    Absolutely. So, obviously life inspires you, but what has been the most emotional song you have written for the band?


    TH: "Dead Boys Poem, The Poet and the Pendulum, Higher Than Hope." "Dead Boys Poem" kind of like, identifies the band. We are not playing it anymore. But yeah, I like it still.


    VD: Ok, Tuomas. I want to keep asking questions but I don't want to take up too much of your time.


    TH: No worries!


    VD: Are you sure? Cause I can keep you here for hours.


    TH: [Laughs]


    VD: What is your favorite food when you come to America?


    TH: That would be the only thing I don't like about this country, the food. It takes a lot of effort to find something healthy, something good here. I don't like burgers or fries at all. I never eat them. I like pizza, but everyday that's not good for you either. I love sushi, it takes a little effort but there are some sushi places here. Usually what you get backstage is pizza, white bread, cheese and meat. Like ham or turkey. I really miss rye bread and fresh vegetables. A typical Finnish dish is rye bread, potatoes and some kind of meat, meatballs.


    VD: Can you cook?


    TH: I like cooking. I pretty much suck at it, though. But I really like cooking. I live by myself so I some times take a lot of time just to cook for myself. It's a bit corny but it's a lot of fun.


    VD: So, are you used to this, people coming unprepared for an interview?


    TH: It's much much better than you reading from a note. Its best, therapeutic conversations, that's what it should be. Like this, it's kind of fun. It's good to be random; you should never be too prepared, too academic. I'm so glad you didn't open up the interview with "Why did you fire Tarja?" I still get that a lot, it's kind of annoying.


    VD: Before I got here I was nerve wrecked.


    TH: Why?


    VD: Why? Because you are Tuomas. Not to sound like I am glorifying you but you have been a big influence to me, a big inspiration.


    TH: Well, that's really flattering but we are all the same.


    VD: Yes, you're right. But you're a huge influence to me poetically.


    TH: Stop it! [Covers face and laughs]


    VD: Thank you very much for taking the time to do this interview and for coming here.


    TH: It was my pleasure!

     


    Band: Nightwish

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